Happy Weekend (2)

Ich kann es nicht genau in Tagen beziffern, aber klar ist natürlich, dass da nun irgendwann
„in Kürze“ Klarheit rein muss. Aber bitte halten Sie sich jetzt nicht an der nächsten Woche fest.

Der 21. Spieltag der 53. Bundesligasaison schickt den FC Schalke 04 zum 1. FSV Mainz 05. Eben dorthin, wo Christian Heidel Vorstandsmitglied und Manager ist. Der Mann, der sich angeblich bereits dazu entschieden hat, demnächst Schalke 04 zu führen, mit dem Schalke angeblich bereits einen Vertrag ausgehandelt hat. Natürlich ist dies das Top-Thema in der Vorabberichterstattung. Solch eine Konstellation ist schließlich eher selten.

Die Protagonisten gehen ziemlich souverän damit um, auf allen Seiten. Horst Heldt konnte just zur Pressekonferenz zu diesem Spiel mit der Verlängerung des Vertrags Benedikt Höwedes‘ ein weiteres Ergebnis seiner Arbeit vorweisen. Schalkes Manager vermittelte auf Nachfrage einmal mehr glaubhaft, dass er seinen Job mache, dass er ihn gut machen will, dass ihn das Thema begleite, er es aber nicht an sich ranlasse.

Wie Horst Heldt sagte auch Christian Heidel auf der Pressekonferenz seines Clubs, dass es noch keine Entscheidung gäbe, dass, wenn es so weit wäre, er, oder Mainz 05, oder Schalke 04, dies verkünden würden. Zuvor hatte Heidel in einem Interview gesagt, dass es „in Kürze“ eine Entscheidung geben würde. Darauf angesprochen antwortete er wie oben zitiert.

In Kombination mit wiederholten Bemerkungen, dass er immer wieder zu Dingen befragt werde, die bei Schalke 04 lägen, provoziert das in mir die Interpretation, dass sich Christian Heidel selbst Klarheit wünscht, dass es nicht an ihm liegt, dass er auf die Gremien wartet – eher noch auf die in Gelsenkirchen als die in Mainz. Aber wie gesagt, das ist nur meine Interpretation.
 
 
Gegen Mainz, auf’m Platz

André Breitenreiter hat in allen drei Partien in 2016 die gleiche Startformation aufgestellt. Auf Nachfrage ließ er durchblicken, dass er dies auch gegen Mainz gerne so halten würde, des Einspielens, der Mechanismen wegen. Da nun allerdings Eric Maxim Choupo-Moting angeschlagen ist und eventuell ausfällt, könnte es doch noch Bewegung im Kader geben. Alessandro Schöpf machte in seinen kurzen Auftritten bislang einen tollen Eindruck. Ihn für einen ausfallenden Choupo-Moting auf den Platz zu schicken wäre sicherlich die erste Idee, die einem Fan einfiele. André Breitenreiter managt die Einsatzzeiten neuer und junger Spieler aber eher behutsam. Ma’kucken.

Mainz 05 spielte in dieser Rückrunde bislang minimalistisch und findet das super; der Trainer jedenfalls. Das erste Spiel in diesem Jahr verlor man gegen Ingolstadt durch einen Handelfmeter mit 0:1. Daheim gegen Gladbach und in Hannover gewann man jeweils 1:0. Trainer Martin Schmidt kündigte an, die Defensive noch mehr in den Fokus rücken zu wollen, die Defensive müsse das Prunkstück werden.

Da auch Schalke gerade dabei ist, das Umschalten in die Defensive besser hinzubekommen als noch in der Hinrunde, muss man kein Hellseher sein um zu prognostizieren: Ein offener Schlagabtausch wird dieser Kick nicht werden.
 
 
Daten und Drumherum

Die heutige Partie ist Schalkes viertes Freitagspiel in dieser Saison. Die beiden letzten waren Heimspiele, beide konnten gewonnen werden. Das einzige Freitag-Auswärtsspiel verlor Schalke, am 3. Spieltag in Wolfsburg.

Laut Google wird es heute Abend kalt sein, in Mainz, 3° C. Niederschlag soll es allerdings keinen geben. Schalke wird komplett in Blau antreten, da Mainz zu den roten Trikots weiße Hosen trägt.

Das Spiel war gestern noch nicht ausverkauft, bislang wurden rund 30.000 Tickets für die 34.034 Plätze fassende Arena verkauft. Es sind noch sowohl Stehplatz- als auch Sitzplatz-Karten zu haben. Die Steher sind den Mainz-Fans vorbehalten.

Es spricht einiges dafür, dass bei Mainz Christian Clemens und Danny Latza in der Startformation stehen werden. Christian Clemens ist bis Saisonende von Schalke an Mainz ausgeliehen. Der kicker schrieb, Mainz habe eine Kaufoption für 3 Mio Euro. Aktuell hat Clemens in Mainz die Rechtsaußen-Position für sich gewonnen. Danny Latza ist in Gelsenkirchen geboren, kam mit 9 Jahren zu den Blauen und durchlief die komplette Knappenschmiede. Unter Fred Rutten kam er 2009 für Schalke in Bochum zu seinem ersten Bundesligaeinsatz. Es klappte nicht so recht, nach drei Einsätzen musste er zurück in die Regionalligamannschaft. Also wechselte er nach Darmstadt in die 3. Liga. Von dort ging es zum VfL Bochum in die 2. Liga, ehe er vor dieser Saison nach Mainz wechselte und nun, im Alter von 26 Jahren, endlich zum Erstligaspieler wurde. Sein Kämpfen hat sich gelohnt.

Schiedrichter der Partie wird Manuel Gräfe sein, viel mehr Erfahrung geht kaum. Gräfe hat in dieser Saison noch keine Rote und keine Gelb-Rote Karte zeigen müssen. Im Schnitt kam er auch mit den wenigsten Gelben Karten aller Bundesligaschiedsrichter aus (2,5 pro Spiel). Die meisten Gelben Karten zeigte er in dieser Saison allerdings ausgerechnet bei einem Spiel der Blauen. Beim glücklichen 1:0 Sieg in Stuttgart bekamen jeweils drei Stuttgarter und drei Schalker von ihm eine Verwarnung.

Heute hat Walter Badorek Geburtstag, Schalker Abwehrspieler von 1928 bis 1937. Am Sonntag hat Hellmuth Gabriel seinen Ehrentag, ebenfalls Abwehrspieler der Blauen, von 1939 bis 1941.
 
 
Mehr Schalke

Schalkes Regionalliga-Team bestreitet heute Abend sein erstes Pflichtspiel in diesem Jahr. Um 19:30 Uhr tritt man im Grenzlandstadion in Mönchengladbach gegen die zweite Mannschaft der Borussia an.

Die U19 und die U17 halten hingegen „Fortuna-Sonntag“. Norbert Elgerts A-Jugend empfängt Fortuna Düsseldorf, am Sonntag um 11 Uhr, auf der Sportanlage der Gesamtschule Ückendorf. Die B-Jugend um Trainer Frank Fahrenhorst ist zeitgleich Gast der Fortuna am Flinger Broich in Düsseldorf.
 
 
Und sonst?

Ansonsten ist mir bei Klaas Reese das folgende Filmchen untergekommen. Dreieinhalb Minuten Freundlichkeit. Schön!

Schönet Wochenende, bis Montach.


Schalker Herzenssachen: Huub hört auf, Benni bleibt

Huub Stevens tritt aus gesundheitlichen Gründen vom Traineramt bei der TSG Hoffenheim zurück und erklärt seine Karriere für beendet. Benedikt Höwedes erklärt, dass er weiterhin beim FC Schalke 04 spielen möchte, und veröffentlichte so etwas Ähnliches wie eine Liebeserklärung an den Club. Es war ein ereignisreicher Tag, der gestrige Mittwoch, für Schalker Herzen.

 
Des Jahrhunderttrainers Karriereende

„Herr Stevens, in Anbetracht dieser Herzrhythmusstörungen, sieht man Sie nochmal auf der Trainerbank oder sagen sie, sie haben damit abgeschlossen?“ so lautete die Frage eines Journalisten des SWR, auf der Pressekonferenz zu Huub Stevens Amtsniederlegung aus gesundheitlichen Gründen. Nein, schüttelte er während des ersten Teils der Frage den Kopf, man werde ihn wohl nicht mehr sehen, das glaube er nicht. So leise, so nebenbei, erklärte Hubertus Jozef Margaretha Stevens, der 23 Jahre Trainer war, sein Karriereende.

Die Pressekonferenz war sachlich. Huub Stevens legte stets Wert auf Selbstbeherrschung. Eventuell müsse er operiert werden. Nein, die Ärzte hätten ihm nicht dazu geraten, die Entscheidung habe er selbst gefällt. Die Aufgabe als Trainer der TSG verlange 100% Einsatz. Das Risiko sei ihm zu hoch.

Huub Stevens kehrte sein Privates nie nach außen, doch während seiner Karriere blitzte immer wieder die Fürsorge für seine Frau Toos auf. Toos Stevens leidet an Morbus Crohn. Erstmal wurde dies 1978 diagnostiziert, am 12.04., als Huub mit dem PSV Eindhoven in Barcelona den Einzug ins UEFA-Cup-Finale erreichte. Es stand über die Jahre mehrmals schlecht um sie, mehrfach musste sie operiert werden. 2007, als Huub beim HSV unter Vertrag war, lag sie mehrere Wochen im Koma.

Als sie sich kennenlernten war Toos 16, Huub 18 Jahre alt. Am 9. Juni diesen Jahres werden sie 40 Jahre verheiratet sein. 38 Jahre hat Huub auf sie „aufgepasst“, jetzt muss er mal auf sich selbst achtgeben. Möge es ihm gelingen und mögen ihm und seiner Frau ein ausgefülltes „Nach dem Job“-Leben beschieden sein.

 
Des Captains Bleiben

Huub Stevens gehört zum Club, ich bin mir sicher, dass man ihn gelegentlich auf Schalke wiedersehen wird. Durchaus überraschend war, dass gestern verkündet wurde, dass man Benedikt Höwedes weiterhin auf Schalke spielen sehen wird.

Benedikt Höwedes hatte bereits letzten Sommer Angebote aus England und Italien. Seinen Verbleib begründete er damit, dass er zur Unzeit des Tullus‘ nach Roberto Di Matteos Entlassung den Verein nicht im Stich lassen wollte. Auch in diesem Sommer hätte er die Möglichkeit gehabt, von einer Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen. Dass er sich nun für sein Bleiben auf dem Berger Feld entschieden hat, freut mich sehr.

Benedikt Höwedes ist ein guter Typ, ein geeigneter Kapitän für diesen Club. In dieser Saison waren seine Leistungen nicht immer die allerbesten. Aber er war eben zu Saisonstart verletzt, hatte keine ordentliche Vorbereitung. Er ist nun 27 Jahre alt, im besten Fußballeralter. Seine derzeitige Verletzung hat nichts mit der vom Saisonbeginn zu tun. Er bringt alle Voraussetzungen mit, um wieder Topform zu erreichen und diese Mannschaft als Leistungsträger zu führen.

Die Art des „Verkaufens“ dieser Vertragsverlängerung ist Geschmackssache. Mir rollen sich die Fußnägel hoch, wenn einer solch schönen Nachricht unbedingt ein Marketing-Spruch wie „Kohle geht. Kumpel bleiben.“ angepappt werden muss. Benedikt Höwedes ist sympathisch und glaubwürdig, vielleicht sogar der glaubwürdigste Kopf in diesem ganzen Verein. Einen „Claim“ haben er und seine Entscheidung für den Club nicht nötig.

Aber sei’s drum. Wollen wir uns an dieser Stelle einfach freuen.


Die Highlights der Anderen

Am gestrigen Dienstag trieb mich mein Tun nach Dortmund. Gegen 20 Uhr stand ich im Verkaufsraum einer Tankstelle. Nach dem Erledigen der zu erledigenden Dinge wünschte mir die Kassiererin noch einen schönen Abend. Danke, erwiderte ich, „und Ihnen einen schönen Feierabend, wenn es denn so weit ist.“ Oh, das dauere noch, und gleich spiele ja Borussia, das wäre ja erst mal das Wichtigste. Für mich nicht, ich wäre nicht von hier und hielte zu den Anderen. „Oh, zu den Bösen?“ fragte sie, mit schelmischem Zug um den Mund. Ich lächelte, antwortete nicht mehr, aber kniff ihr ein Äugsken, wie mein Opa einst zu sagen pflegte.

Egal wo und für wen, ich mag es, wenn der Fußball für Leute so wichtig ist, dass er in ihren Alltag dringt, auch anderen gegenüber, die damit zunächst nichts zu tun haben. Ich war ein wenig neidisch, auf das Highlight eines DFB-Pokal-Viertelfinalspiels.

Auf Schalke ist es derweil ruhig. Es ist die Zeit nach den Storys um Julian Draxler und vor den Storys um Christian Heidel. Beide Themen sind so langweilig wie vorhersehbar. In dieser Woche soll es eine Entscheidung geben, ob Joel Matip den Club am Saisonende verlässt oder nicht, sagte Horst Heldt. Dass dies längst entschieden sei, meldete vor Wochen die „SportBild“ und befürchten viele Fans. Wann die Entscheidung verkündet wird, bleibt abzuwarten.

Also harren wir der Dinge. Das nächste Spiel ist immerhin schon Freitag.
Nein, der anderen Clubs DFB-Pokalspiele schaue ich mir nicht an.

Das Spiel der erfüllten Erwartungen

Auch im sechsten Jahr in Folge kann Schalke sein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg gewinnen, diesmal mit 3:0. Es war ein angenehmer Nachmittag auf dem Berger Feld und ein verdienter Sieg für Schalke.

Schalke spiele stets gleich, hätte Probleme nach einer Führung mal eine Begegnung „runterzuspielen“. Ich weiß nicht mehr, wo ich das las oder hörte, lange her ist es aber noch nicht. Daran erinnerte ich mich, als ich im Stadion saß und mir das Geschehen in der zweiten Hälfte anschaute. Schalke versuchte genau das. Man überließ dem Gegner ein Plus an Ballbesitz, wollte defensiv sicher stehen und kontern. Das Defensive klappte ganz gut, das Kontern weniger. Der Treffer Alessandro Schöpfs, nach nur 7 Minuten in seinem neuen Heimstadion, war ein schöner Abschluss dieses Spiels; ansonsten plätscherte die zweite Hälfte über weite Strecken so dahin. Spaß machte vor allem die erste Hälfte, in der sich Schalke den Sieg verdiente.

Wolfsburg war von Beginn an um eine hohe Pressinglinie bemüht. Das mochte Schalke nerven, allzu viel Mühe machte es den Blauen aber nicht. Zwar kam auch Wolfsburg zu zwei guten Chancen, aber im Spiel aus dem Mittelfeld in den Angriff war Schalke deutlich zielstrebiger und vielseitiger. Dabei war einmal mehr Leon Goretzka der Tempogeber in der Zentrale.

Zur Halbzeit war ich bester Laune, und den Schalkern um mich herum ging es auch so. Das Wetter passte, die Stimmung war gut. Selbst den Tullus gegen Draxler fand ich okay, laut, aber nicht zu hässlich. Außerdem gab es da diese beiden Endlich-Momente, als erst Klaas-Jan Huntelaar, und dann Johannes Geis per Freistoß trafen.

Johannes Geis ist ein toller Freistoßschütze, das sagt jeder. Kein Sender, dessen Kommentatoren dies nicht schon erwähnt hätten. Keine Zeitung, in der ein Text über Geis ohne diese Behauptung ausgekommen wäre. Entsprechend die Reden von Fans zu diesem Einkauf der Schalker. Aber obwohl er, wann immer er auf dem Platz war, nahezu jeden Freistoß ausführte, und obwohl sich ob des Rufs stets ganz Schalke zu freuen schien wenn einer der Blauen in Strafraumnähe gefoult wurde, war dieses Tor gegen Wolfsburg doch Geis‘ erster Freistoßtreffer in der Bundesliga in dieser Saison. Endlich.

Das noch größere Endlich erzeugte zuvor Klaas-Jan Huntelaar. Während Joannes Geis zentral schaltet und waltet und für Schalkes Spiel entsprechend wichtig ist, ist Klaas-Jan Huntelaars Anteil am Spiel der Blauen marginal, wenn er nicht trifft. Und er trifft eben nicht mehr so häufig. In den ersten vier Spielzeiten für Schalke 04 kam im Durchschnitt in 10 Pflichtspielen auf 7 Treffer. Seit Beginn der letzten Saison 2014/2015 kommt er in der gleichen Rechnung nur noch auf 4 Tore.

An seinem Fleiß liegt es nicht. Klaas-Jan Huntelaar gehört stets zu den Schalkern, die auf dem Platz die meisten Kilometer abspulen – auch in Darmstadt, als das Spiel vollkommen an ihm vorbei lief und er die wenigsten Ballbesitzphasen aller Akteure aufwies, lief kein Spieler mehr als er. Doch während seine Läufe jahrelang dazu dienten, am richtigen Fleck zu sein wenn man ihm den Ball im Strafraum auflegte, ist das Spiel nun anders ausgerichtet. Mehr vertikal, deutlich weniger Flanken aus dem Spiel, die Diagonalläufe eines Leroy Sané sind nun der letzte Schrei. Klaas-Jan Huntelaars Kilometer kommen heute tiefer im Feld zustande, beim Versuch anspielbar zu sein um dem Team auf dem Weg ins Angriffsdrittel zu helfen. Doch wenn dies flott gelingt fehlt er häufig in der ersten Reihe. Klaas-Jan Huntelaars Stärken passen nicht mehr recht zum aktuellen Spiel der Blauen.

Ein Stürmer lebt von Treffern. Nachdem gegen Bremen der Heber Huntelaars nach tollem Tun nur an der Latte endete, war es ein großer Spaß, diesen eigentlich unspektakulären Schuss gegen Wolfsburg im Netz zappeln zu sehen. Klaas-Jan Huntelaar bleibt bis auf weiteres des Trainers erste Wahl als Mittelstürmer. Deshalb bleibt Schalkes Erfolg von des Niederländers Schussglück abhängig und deshalb wäre es problematisch, wenn der nächste Treffer wieder einen Endlich-Effekt beinhalten würde.



Fotos: Tomek Bo

Happy Weekend

Allererste Sané! Sicher Dir jetzt das exklusive Leroy-Sané-Bundle bestehend aus Sané-Schal, Sané-Tasse und brandneuer Lockenkopf-Perücke angelehnt an unsere Nr. 19 Leroy Sané. Begrenzt auf 250 Stück.

Gelsenkirchen Helau! Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht. Das „Bundle“ gibt es in Schalkes Fan-Shop tatsächlich, für 25 Euro. Lustig drauf scheinen sie mir zu sein, die für den Fan-Shop verantwortlichen leitenden Angestellten, offensichtlich vom Tullus der vorletzten Woche unangetastet.
 
 
Gegen Wolfsburg

Der 20. Spieltag der 53. Bundesligasaison bringt den VfL Wolfsburg aufs Berger Feld. Das bedeutet nicht nur, dass einige Plätze in der Arena leer bleiben werden, dass bedeutet auch, dass „Die Rückkehr des Julian Draxler“ im Vorfeld die große Mediengeschichte darstellt.

Meines Erachtens hinken die Vergleiche zum ersten Auftritt Manuel Neuers in Gelsenkirchen nach seinen Wechsel doch sehr. Julian Draxler war immer ein weniger emotionaler Typ, war immer zurückhaltender. Draxlers Wechsel war „leiser“. Ich denke, dass seine Sprüche zu seiner fehlenden Fitness nach der Winterpause, als er seine eigenen Versäumnisse dem Training auf Schalke anlastete, von vielen Fans als ein Nachtreten erachtet wurden. Trotzdem fühlt sich das für mich alles irgendwie „weniger wichtig“ an. Ma’kucken.

Die letzten 4 Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg konnten die Blauen alle gewinnen. Beim letzten Heimspiel gegen die Wölfe, im November 2014, stand es nach 25 Minuten schon 3:0. Es war die Phase, da Roberto Di Matteo mit einer 3er/5er-Abwehrkette aufwartete, als das funktionierte und man noch Hoffnung hatte, dass solche Trainerideen dem Club dauerhaft helfen könnten. Meinen damaligen Text zum Spiel überschrieb ich bezeichnenderweise mit „Ausblick zum Guten“.
 
 
Daten und Drumherum

Dies wird erst Schalkes viertes „Samstag, 15:30-Heimspiel“ der Saison sein.

Die Spielleitung hat Schiedsrichter Tobias Welz aus Wiesbaden. Dieses Spiel ist erst sein dritter Auftritt auf Schalke, und die beiden ersten liegen schon eine Weile zurück. Zuletzt Pfiff er im Oktober 2011 ein Heimspiel der Blauen.

Laut Google wird es am Samstag Nachmittag in Gelsenkirchen 13 Grad haben, überwiegend bewölkt sein und nicht regnen.

Samstag hat Gyula Lóránt Geburtstag, vom 19.03. bis 04.12.1979 Trainer des FC Schalke 04. Er verstarb 1981, im Alter von nur 58 Jahren, nachdem er als Trainer von Olympiakos Piräus einen Herzinfarkt auf der Trainerbank erlitt.
 
 
Mehr Schalke

Schalkes U19 spielt am Sonntag in Duisburg. Um 11 Uhr wird man an der Westender Straße in Meiderich beim MSV zu Gast sein. Dies ist das erste Meisterschaftsspiel im Jahr 2016 für die Mannschaft von Norbert Elgert.

Schalkes U23 hätte am Samstag ein Meisterschaftsspiel gegen Aachen haben sollen. Dieses wurde aber abgesagt. Die Stadt Herne hat den Platz in der Mondpalast-Arena, die Ausweich-Heimspielstätte der U23, für unbespielbar erklärt.
 
 
Und sonst?

Schalkes Jahreshauptversammlung wurde terminiert. Sie wird am 26. Juni stattfinden. Am letzten Sonntag im Juni, so war es in 2015 auch, und natürlich auch wieder in der Arena. Die Anfangszeit konnte ich noch nicht herausfinden, aber ich denke, dass man auch dies so handhaben wird wie zuletzt. In 2015 war ab 10 Uhr Einlass, ein Vorprogramm begann um 11 Uhr und die Sitzung startete um 13 Uhr.

Um die JHV wird es noch einigen Wirbel geben, vor allem weil Clemens Tönnies‘ wiedergewählt werden möchte. Auch in unserer letzten Podcast-Folge kamen wir schon darauf zu sprechen. An dieser Stelle soll aber der Hinweis ausreichen, dass der Termin der JHV selbstverständlich auch bereits im S04-Kalender seinen Eintrag erhielt.

Und dann ist da noch der Super Bowl, in der Nacht von Sonntag auf Montag. Das hat zunächst mal nichts mit Schalke zu tun. Aber ich mag Football sehr, und immerhin hat ja einst Rhein Fire in 2003 und 2004 auf Schalke gespielt. In dieser Zeit drehte Stefan Raab – einst großer TV-Star im deutschen Fernsehen, die älteren werden sich erinnern – die American Football-Folge der Serie „Raab in Gefahr“. Direkt an der Glückauf-Kampfbahn.

Schönet Wochenende, bis Montach.


Paragraph 2

Der Verein ist parteipolitisch und religiös neutral. Er bekennt sich zu den Grundsätzen der Menschenrechte. Er tritt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen sowie diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen gegenüber anderen Menschen, insbesondere auf Grund ihrer Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit, Religion, Geschlecht, sexuellen Orientierung oder Behinderung, aktiv entgegen. In diesem Sinne ist er insbesondere bestrebt, die soziale Integration ausländischer Mitbürger zu fördern.

Schalker sind viele und Schalke 04 ist groß. Immer wieder gibt es Leute und Dinge zu entdecken, die still existieren, die bemerkenswert sind, auf die man durchaus mal einen Lichtstrahl werden darf. Das Zitat ist ein Auszug aus „§ 2 Zweck und Aufgabe des Vereins“ der Satzung des FC Schalke 04.

Nun ja, mag man einwerfen, nur Text, sowas steht eben in solchen Satzungen. Schaut man sich aber mal etwas aufmerksamer um kann man feststellen, dass das keineswegs üblich oder gar überall so zu lesen ist. Das, was in Filmchen wie „#stehtauf, wenn ihr Menschen seid!“ transportiert wird, ist eben nicht nur ein Darstellen, es hat seine Verankerung in der schriftlich festgehaltenen Grundlage des Vereins.

Glückauf Pils – Der Schalke Podcast: Folge 9

Gestern Abend trafen wir uns zur 9. Runde unseres kleinen Schalke-Radios. „Wir“ sind mal wieder Lieblingsgast Karsten Jahn von Halbfeldflanke, Herr Pepo und ich. Abgesehen von den Rubriken „Episoden-Bier“, „Was macht Phil?“ und „Warum hat uns noch niemand in den LaOla-Club eingeladen?“ haben wird besprochen, was seit dem Jahreswechsel bei den Blauen so passiert ist.

Natürlich die Veränderungen des Kaders, und auch die Nicht-Veränderungen. Natürlich die Spiele, Bremen, Darmstadt, aber auch Bielefeld. Natürlich den Tullus der vorletzten Woche. Und natürlich sind wir nicht so strukturiert, als dass das alles einem ausgeklügelten Ablaufplan folgen würde, natürlich kommen wir dabei vom einen über irgendwas aufs andere und besprechen zwischendurch beispielsweise, weshalb Clemens Tönnies demnächst wiedergewählt wird, bzw. nicht wiedergewählt wird – wir waren zu dritt, da gab es zu fast allem mehrere Meinungen. Darum geht’s ja auch. Hier.

Zum Abonnieren ist „Glückauf Pils“ in den gängigen Katalogen der verschiedenen Podcatcher zu finden. Die Webseite mit den entsprechenden Feeds gibt’s da: glückauf-pils.de. Dort könnt ihr auch ein Feedback hinterlassen; oder hier, oder bei Twitter unter dem Hashtag #glckfpls, wie wer auch immer mag.