Auch 2016/2017: Der „Schalke 04 Google Kalender“

Schalke 04 Google Kalender (iCal, iPhone, Android)

Gestern hat die DFL den Spielplan der Saison 2016/2017 vorgestellt. Wieder am ersten Spieltag auswärts, wieder am letzten Spieltag auswärts. Aber immerhin ausgeglichener, die ganz starken Gegner nicht so geballt wie in der letzten Saison. Und natürlich wieder als abonnierbarer Online-Kalender.

Aber der Reihe nach.
 
 
Der Spielplan

In den acht Spielzeiten von 2009/2010 bis 2016/2017 musste und muss Schalke 04 sieben Mal sowohl am ersten, als auch am letzten Spieltag auswärts spielen. Diesmal startet die Spielzeit für die Blauen in Frankfurt, am letzten Spieltag geht’s nach Ingolstadt. Gut gefällt mir allerdings, dass sich in der kommenden Saison die Spiele gegen die Favoriten gut verteilen.

Gegen Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, Bayern München und Bayer Leverkusen musste Schalke in der vergangenen Saison an den Spieltagen 10, 12, 13 und 14 antreten. In der Hinrunde holte Breitenreiters Mannschaft aus diesen Spielen nur einen Punkt. Auf den ach so guten Saisonstart folgte eine „Krise“, die letztlich spielplanbedingt war. In der kommenden Saison finden die Spiele gegen diese Clubs an den Spieltagen 2, 6, 9 und 14 statt. Das ist angenehmer verteilt, da kann die Moral pendeln.

Mir gefällt der Spielplan. Zwar muss Schalke innerhalb der letzten vier Spieltage dreimal auswärts antreten. Aber bis dahin ist man vermutlich längst der auswärtsstärkste Club der Liga. Christian Heidel sagte, ich soll optimistisch sein. Ich probiere das mal. Und um genau zu wissen, wann ich gegen wen optimistisch sein will, reicht ein Blick aufs Phone.
 
 
Der „Schalke 04 Google Kalender“ für alle

Seit 2011 biete ich den Spielplan des FC Schalke 04 als Google Kalender zum Abonnieren an. Er steht iCal und HTML-Format zur Verfügung und kann mit den meisten Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android Phones etc.) genutzt oder in Webseiten integriert werden.

Die Termine werden stets zeitnah nach Bekanntgabe der endgültigen Anstoßzeiten aktualisiert. Die noch nicht endgültig terminierten Spiele werden mit dem vorläufigen Termin und einem Sternchen * als Kennzeichnung dargestellt. In der Terminbeschreibung sind alle Partien des jeweiligen Spieltags aufgeführt Nach den Spielen werden die Termine mit den Ergebnissen versehen und erhalten außerdem in der Terminbeschreibung den Link zum Königsblog-Beitrag zum Spiel.

Die Integration des Kalenders in dieses Blog kann hier angesehen werden (siehe auch „frühere Termine suche“, ganz oben). Die Adressen für Import, Abonnement oder Integration gibt’s hier:

Schalkes Mitgliederversammlung 2016

In letzter Zeit ging es hoch her auf und um Schalke. Seit Wochen tobte der Wahlkampf. Gemessen daran erlebte der Club am gestrigen Sonntag eine geradezu ruhige Mitgliederversammlung. Clemens Tönnies bekam für sein Tun Unterstützung, seine Gegner wurden abgewatscht.
 
 
Die Wahl zum Aufsichtsrat

Der Wahl standen die Reden der Kandidaten vor. Drei redeten so, wie man es im Video zur Vorstellungsrunde in Bielefeld sehen konnte. Clemens Tönnies gab den kumpeligen Macher, der sich für relativ erfolgreiche letzte Jahre verantwortlich zeichnet. Peter Lange gab sich ruhig und ausgleichend, sagte er stünde für Kontinuität. Michael Stallmann war sympathisch, konnte aber irgendwie nicht wirklich erklären, warum man ausgerechnet ihn wählen sollte. Bemerkenswert war nur Andreas Goßmanns Rede.

Statt für sich zu werben begann Andreas Goßmann mit der Klage, in den bisherigen Vorstellungsrunden hätte es immer gleiche Leute gegeben, die ihm angebliche Verfehlungen aus der Vergangenheit vorgeworfen hätten. Er verteidigte sich, bevor er sich überhaupt vorstellte. Er redete von dem was war, statt von dem was sein soll. Als er endlich zum Heute kam, präsentierte er sich als klarer Kritiker Clemens Tönnies. Als solcher aber hatte er an diesem Sonntag keine Chance.

Die deutliche Mehrheit der Mitgliederversammlung wollte Ruhe im Club wählen. Deshalb erhielt Peter Lange, der sich als besonnen darstellte, die meisten Stimmen. Clemens Tönnies erhielt mehr als doppelt so viele Stimmen wie der drittplatzierte Michael Stallmann. Andreas Goßmann wurde abgeschlagen Letzter.
 
 
Die Satzungsänderungsanträge

… fanden quasi nicht statt. Nach der Wahl zum Aufsichtsrat war jegliche Anspannung mit einem Mal verflogen. Versammlungsleiter Dr. Buchta ratterte die Anträge runter und die Mitglieder hoben die Stimmkarten schon hoch, bevor er überhaupt ausgesprochen hatte. Alle Anträge wurden wie „vom Aufsichtsrat empfohlen“ abgestimmt.

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung warb SchalkeVereint dafür, mit einer Zweidrittelmehrheit einen Antrag zu befürworten, mit dem einige vom Aufsichtsrat vorab nicht zur Abstimmung zugelassenen Satzungsänderungsanträge nachträglich doch noch zur Abstimmung zugelassen worden wären. Dieser Antrag wurde letztlich allerdings doch nicht gestellt, diese Abstimmung war kein Thema mehr.
 
 
Christian Heidels Rede

Alle drei Vorstände hatten ihre Reden. Peter Peters redete routiniert, er macht den Job auch eben schon einige Jahre. Alexander Jobsts Rede war bemerkenswert emotional. Er bemerkte, dass das Bild, dass Schalke zuletzt abgegeben habe, durchaus direkt dazu geführt hätte, dass der Club weniger Einnahmen als möglich aus dem Merchandising generieren konnte. Gewartet haben die Mitglieder aber vor allem auf die Worte des neuen Vorstands für Sport und Kommunikation, Christian Heidel.

Seine Rede war vollumfänglich und klar strukturiert. Er betonte, dass man seiner Ansicht nach nur von Erfolg sprechen könne, wenn sowohl im sportlichen, als auch im wirtschaftlichen Bereich die Ergebnisse stimmen würden. Er sagte dies mit dem Hinweis darauf, dass Schalke soeben mit der perfekten Verpflichtung Breel Embolos den teuersten Transfer der Clubgeschichte abgeschlossen habe (s. u.). Dieser Transfer würde aber weder die wirtschaftliche Stabilität beeinträchtigen, noch würden dafür andere Spieler zwingend verkauft werden müssen.

Bezüglich seiner Ansprüche an einen Trainer und der zugehörigen Ausdrücke von Wertschätzung für Markus Weinzierl wiederholte er das, was er auch schon bei dessen Vorstellung sagte. Konkreter wurde er beim Thema „Arbeitsplätze“, das er als eine wichtige Säule für den Erfolg eines Clubs sieht. Trainern und Mitarbeitern müssten die bestmöglichen Räumlichkeiten und Arbeitsmaterialien zur Verfügung stehen. Dies sei auf Schalke nicht gegeben. Dort hinke man nicht nur anderen großen Clubs hinterher, dies sei auch bei vielen deutlich kleineren Clubs besser. Christian Heidel kündigte aber an, dass dies innerhalb des nächsten halben Jahres korrigiert werden würde. Man hätte bereits erste Wände versetzt oder gar eingerissen.

Als letzten wichtigen Punkt führte Christian Heidel an, dass Schalke unbedingt ein neues Wir-Gefühl entwickeln müsse. Er erklärte, dass „typisch Schalke“ als Ausdruck verwendet werden würde, wenn Schalke kurz vor dem Ziel strauchelt, wenn man ein wichtiges Spiel verliert. Ziel aber müsse sein, dass „typisch Schalke“ den Stolz auf den Club und den Zusammenhalt meint. Schalke müsse der Club dieser Region sein, der Club, mit dem sich die Leute hier identifizieren. Vom Jugendspieler über den Security-Mann und den Busfahrer bis zum Profispieler müssten alle eine Einheit bilden. Dafür würde er sich einsetzen und dafür bat er um Unterstützung.
 
 
Die Rechtfertigung Dr. Horns und Clemens Tönnies‘ Reaktion

Unter dem Punkt „Aussprache“ dürfen Mitglieder mit eigenen Wortbeiträgen ans Rednerpult. Gleich der erste pöbelte gegen den Aufsichtsrat Dr. Andreas Horn, der zu den „Tönnies-Gegnern“ im Aufsichtsrat gezählt wird und dessen Telefonat mit Tönnies in den letzten Tagen die Zeitungen beschäftige. Den Redner habe er „tief enttäuscht“, und wenn er „einen Arsch in der Hose hätte“ würde er „nach Heidelberg verschwinden“.

Daraufhin forderte Dr. Buchta als Versammlungsleiter Dr. Horn geradezu eindringlich auf, dazu doch Stellung zu nehmen. In seiner selbstverständlich vorbereiteten Rede wies Dr. Horn darauf hin, dass nicht alles, was ihn Foren oder Zeitungen geschrieben würde, auch richtig sei. Es sei „absoluter Schwachsinn“, dass er Clemens Tönnies hätte erpressen wollen. Dass er „den Kopf“ von Aufsichtsrat Dr. Langhorst gefordert hätte, sei ebenfalls nicht wahr. Auch widersprach er dem Vorwurf der Blockadepolitik. Es hätte bislang lediglich eine Abstimmung gegeben, die 7:3 ausgegangen wäre und in der die drei als Opposition geltenden Aufsichtsräte gemeinsam gegen alle anderen gestimmt hätten. Dabei sei es um einen von diesen drei selbst gestellten Antrag gegangen.
Dr. Horn sagte, man würde selbstverständlich die Entscheidung der Mitgliederversammlung akzeptieren und man müsse „ab heute Abend wieder miteinander sprechen“. Er sei bereit dazu und wolle Clemens Tönnies die Hand reichen.

Als Dr. Horn das Pult verließ stand Clemens Tönnies auf und ging auf das Pult zu. Zunächst dachte man, sie wollten einander wirklich die Hand reichen, doch Tönnies wich Horn aus. Wieder am Rednerpult sagte Tönnies, dass es so doch wohl nicht ginge. Der Ehrenrat würde ermitteln, dieser würde eine Entscheidung treffen.
 
 
Eine Stiftung für Schalke

Nach seiner Wiederwahl und vor den Aussprachen und dem Wortbeitrag Dr. Horns oblag es Clemens Tönnies, den Bericht des Aufsichtsrates vorzustellen. Dabei erzählte er, dass er eine Mythos-Tour durch den Stadtteil Schalke gemacht hätte und begeistert worden wäre. Er sei in Gründung einer Stiftung, in die er einen hohen Geldbetrag einzahlen werde. Diese Stiftung würde der Schalker Meile und der Glückauf Kampfbahn zugutekommen. Neben der Glückauf Kampfbahn soll ein Schalker Museum entstehen.
 
 
Sascha Riether und Breel Embolo

Nur der Form halber soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass auch die Verpflichtung Breel Embolos (bis 2021), sowie die Vertragsverlängerung mit Sascha Riether (bis 2017) bekanntgegeben wurden. Beides wurde so erwartet.

Sascha Riether lieferte in der vergangenen Saison verlässlich solide Leistungen. Als jemand, der sich nicht in den Vordergrund drängt und über viel Erfahrung verfügt, ist er ein Spieler wie ihn jeder Kader gut gebrauchen kann.

Bezüglich Breel Embolo weiß ich mehr über die Lobeshymnen zu seinem Spiel, als über sein Spiel selbst. Für einen 19-Jährigen den Clubrekord für eine Ablösesumme zu brechen scheint zunächst wahnsinnig. Allerdings sind die heutigen Ablösesummen nicht mehr mit denen vergangener Jahre zu vergleichen. Sollte Breel Embolos Entwicklung halbwegs wie von Fachleuten prognostiziert verlaufen, wird Schalke ihn eines Tages für eine höhere Summe weiterverkaufen und bis dahin hoffentlich viel Spaß an ihm gehabt haben.
 
 
Mein Fazit

Vorab wurde zu einem gemeinsamen „Public Viewing“ des EM-Spiels der Nationalmannschaft aufgerufen, das um 18 Uhr begann. Mehrmals wurde von Offiziellen des Clubs darauf hingewiesen, dass irgendwas doch flotter gehen könne, schließlich wolle man ja noch das Länderspiel schauen. Ich empfand das als unseres Clubs unwürdig.

Ich selbst habe weder Clemens Tönnies, noch Andreas Goßmann gewählt. Meines Erachtens trägt Clemens Tönnies‘ Umgang mit den Medien und sein Umgang mit Kritikern erheblich dazu bei, dass es seit Jahren tiefe Gräben zwischen den Mitgliedern auf Schalke gibt. Andererseits fühle ich mich von den tönnieskritischen Aufsichtsräten, die ich selbst in den vergangenen Jahren gewählt habe, sehr schlecht vertreten. Ich finde es gut und richtig, kritische Leute im Aufsichtsrat zu haben. Ich will aber auf keinen Fall, dass Politik betrieben wird, die an Abstimmungen der Mitgliederversammlung vorbei über Posten im Verein entscheidet. Aus dieser Stimmung heraus war mir Andreas Goßmann zu sehr gegen die Dinge und zu wenig für etwas.

Die Ergebnisse dieser Mitgliederversammlung werden möglicherweise zunächst Ruhe einkehren lassen. Dass der Streit im Club beigelegt werden kann glaube ich allerdings nicht. Clemens Tönnies ist Schlachter, kein Schlichter, und den Sprüchen von zuzuschüttenden Gräben folgte bereits in der Vergangenheit nichts Weiteres. Ich denke er wird den Rückenwind nutzen und alles daran setzen, seine Gegner loszuwerden. Dies wird dazu führen, dass sich ein erheblicher Teil der Mitgliedschaft weiterhin im Club schlecht vertreten fühlt, nicht „mitgenommen“, wie Clemens Tönnies gerne selbst formuliert. Heute werden viele dazu Hurra schreien, heute sind ihnen „die Anderen“ egal. Doch in ein oder zwei Jahren wundern sich dann die gleichen Leute, weshalb schon wieder um Wahlen gekämpft wird, weshalb es schon wieder an einer geeigneten Streitkultur fehlt.

Die letzten Gefechte

Übermorgen ist es soweit, um 13:04 wird die Mitgliederversammlung „angepfiffen“. Wir befinden uns nun in der letzten Phase des „Wahlkampfes“. In der Phase, in der Clemens Tönnies nochmal alle Register zieht und seine Position ausspielt.

Jetzt erscheinen nochmal in allen Zeitungen tönniesfreundliche Artikel. Diese sind Chefsache. Für die Funke Mediengruppe haut Pit Gottschalk selbst in die Tasten. Es würde nicht überraschen, gäbe es in Kürze auch noch einen Kommentar von Tönnies-Kumpel Alfred Draxler zur Schalker Politik zu lesen. Clemens Tönnies hat beste Kontakte zu den Chefredakteuren der wichtigen Zeitungen. Die Zeitungen sind nicht ganz uneigennützig interessiert daran, dass er gut gelitten bleibt. Tönnies‘ Firmen (Böklunder, Tillmans, Mühlen) liefern den Zeitungen wichtige Werbebudgets. Er selbst liefert zuverlässig Geschichten.

So ist das eben. Das als irgendwie unfair zu beklagen wäre arg naiv. Bezüglich des Zeitpunkts sicherlich sehr geplant, argumentativ aber unangreifbar, haben sich die Vorstände auch nochmal zu Wort gemeldet und sich für Clemens Tönnies ausgesprochen. Wenn ein Hauptargument von Tönnies-Gegnern lautet, dass dieser sich zu viel in die Belange des Vorstandes einmischt, sich aber der aktuelle und der vorherige Vorstand geschlossen für Clemens Tönnies ausspricht, ist Clemens Tönnies entweder „doch nicht so schlimm“ oder der Vorstand hat Angst vor den Alternativen.

Um sich ein Bild der Alternativen zu machen, dafür gab es eine ganze Veranstaltungsreihe in dieser Woche. Eine davon wurde zusätzlich aufgezeichnet und im Club-Kanal bei youtube eingestellt. Ich kann das Anschauen absolut empfehlen, ich fand diese ca. 100 Minuten aufschlussreich und nie langweilig.

Also:

  • Anschauen
  • Hingehen
  • Wählen
  • Die Ergebnisse akzeptieren

… und dann geht es ab spätestens kommenden Dienstag wieder um Fußball.

Glückauf.
 

Der neue Trainer, noch mehr Trainer & ein Brief

Gestern wurde Markus Weinzierl offiziell als neuer Trainer des FC Schalke 04 vorgestellt. Eine Pressekonferenz, die zeitlich irgendwie in der Luft hing. Zu lange nachdem klar wurde, dass er derjenige welcher werden würde. Zu früh, als dass er über seine zukünftige Mannschaft hätte sprechen können, weil sich diese noch verändern wird. Deshalb war es nicht vielmehr als ein erstes Hallo.

Markus Weinzierl war so, wie man ihn zuvor auch bei Pressekonferenzen des FC Augsburg erleben konnte: Bayerisch freundlich. Verbindlich, sachlich. Keiner, der (Eigen)Werbesätze spricht. Ein normaler Typ, einer, der eben ist wie er ist. Der vermutlich auch an einer Theke sitzend nicht anders ist.

Schalkes Medienmann Thomas Spiegel hatte den Trainer gleich geduzt. Der Trainer nannte Christian Heidel nur „den Manager“. Dass er die aktuellen Spieler schon gut finden würde, sagte er. Dass Leroy Sané bleiben solle. Dass er mit dem Manager darüber spräche, wie man die Mannschaft verbessern könne, dass er aber nicht auf Einzelheiten eingehen wolle. Alles nett. Alles wie zu erwarten. Eben irgendwie zu spät und zu früh zugleich.
 
 
Die Trainer: Zetlmeisl rein, Hübscher raus

Abseits des Gesprächs auf dem Podium im Presseraum wurde Markus Weinzierl dann doch noch konkret. Wie Andreas Ernst für die WAZ berichtet ist nun klar, wie das Schalker Trainerteam aussehen wird. Demnach wird der bisherige S04-Co-Trainer Sven Hübscher diesem Team nicht mehr angehören. Dafür kommt Markus Zetlmeisl dazu.

Markus Zetlmeisl ist Reha- und Konditionstrainer. Er wurde von Felix Magath auf Schalke geholt. Nachdem sich Ralf Rangnick ein Trainerteam ohne ihn zusammenstellte, arbeitete Zetlmeisl fortan für die Schalker Jugendabteilung. Sven Hübscher ist bereits seit 2000 auf Schalke. Zunächst trainierte er verschiedene Jugendmannschaften, war dann unter Norbert Elgert Co-Trainer der U19 und stieg unter Jens Keller in den Trainerstab der Profimannschaft auf.

Der bisherige Torwarttrainer Simon Hentzler und Athletiktrainer Ruwen Faller werden auch unter Markus Weinzierl bleiben. Hinzu kommen die Co-Trainer Wolfgang Beller und Tobias Zellner, sowie Athletiktrainer Thomas Barth. Diese drei kommen aus Augsburg, darüber schrieb ich bereits.
 
 
Der Brief der Aufsichtsräte

Und dann ist da noch die Meldung um einen Brief. Via einer dpa-Meldung wurde man gestern Mittag gewahr, dass es eine Vorabmeldung des Magazins „11 Freunde“ gibt die davon berichtet, dass die Schalker Aufsichtsräte Axel Hefer, Andreas Horn und Thomas Wiese ihren Vorsitzenden mittels eines vierseitigen Briefes „scharf angegriffen“ hätten. Dieser Brief sei von Ende April datiert und Clemens Tönnies würden darin Eingriffe ins operative Geschäft und eine fehlende Distanz zur Boulevardpresse vorgeworfen.

Clemens Tönnies und sechs weitere Aufsichtsräte hätten daraufhin mit einer „Missbilligungserklärung“ reagiert. Man missbillige das Verhalten der drei, würde feststellen, dass es so nicht weiterginge und behielt sich weitere Schritte vor.

Aufsichtsrat Thomas Wiese fiel bereits bei der Veranstaltung zur Vorstellung der Aufsichtsratskandidaten, in der Flora in Gelsenkirchen am vergangenen Samstag, durch offene Worte gegen Clemens Tönnies auf. Es scheint so, als sollten die Verfehlungen Clemens Tönnies nun, wenige Tage vor der Jahreshauptversammlung, möglichst laut jedermann bekannt gemacht werden.

Tatsächlich gibt es da einiges, und auch ich zähle mich zu den Kritikern Clemens Tönnies‘. Erst gestern hat es Oliver Müller in einem Text für Die Welt gut auf den Punkt gebracht, als er schrieb, dass auch der Erfolg des neuen Gespanns Heidel / Weinzierl letztlich daran hängt, ob Clemens Tönnies sein Versprechen zu seinem „Heraushalten“ hält oder nicht – und dass sich Tönnies eben bisher nie heraushielt, dass Schalke die ganzen Jahre de facto aus dem Aufsichtsrat regiert wurde.

Das ist offensichtlich schlecht, wie man an der bloßen Anzahl an Trainern und Managern in der Amtszeit Clemens Tönnies leicht ablesen kann. Dennoch habe ich den Eindruck, dass spätestens die gestrige Meldung um den „Brief der Drei“ dafür gesorgt hat, dass sich das Gros der bislang unschlüssigen oder gar uninteressierten Mitglieder von der Form der „Opposition“ angewidert abgewendet hat, und nun erst recht den Schulterschluss mit Clemens Tönnies sucht.

Die Aktionen der Aufsichtsräte Axel Hefer, Andreas Horn und Thomas Wiese wirken wie Putschversuche gegen den Vorsitzenden Clemens Tönnies, der mehrfach von der Mitgliederversammlung gewählt wurde und somit legitim im Amt ist. Das Handeln wirkt falsch und unlauter, und macht damit den „moralischen Vorsprung“ zunichte, den man auf Grund der Vorwürfe gegenüber Clemens Tönnies haben wollte. Wenn allerdings alle gleich mies agieren wählt man lieber den, den man kennt, und der trotz allem Ärger für sich in Anspruch nehmen kann, dass es dem Club wirtschaftlich wie sportlich in den letzten Jahren seiner Amtszeit so schlecht nicht ergangen ist.

Fußballreiseführer Schalke erleben

Jetzt Jogis Einwechselspieler raten und ein Exemplar gewinnen!
 
Schalke ist ein geiler Club, da wollen viele hin. Schalke ist aber vor allem auch ein Ort, der irgendwann zu einem Stadtteil Gelsenkirchens und zur Wiege des heutigen FC Schalke 04 wurde. Der Ort, wo dieser Club stattfand, bis zum Umzug ins Parkstadion 1973. Ein Ort der es wert ist wiederentdeckt zu werden. Dazu veröffentlichte Olivier Kruschinski nun den „Fußballreiseführer Schalke erleben“. Ein Exemplar gibt es nun hier zu gewinnen.

66 historisch bedeutsame Stätten führt das Buch auf. Gemeinsam ergeben sie eine königsblauen Streifzug durch Gelsenkirchen. So steht es auf dem Cover, so ist es sicher richtig. Aber eigentlich wird das dem Buch nicht gerecht. Denn die Geschichten zu den einzelnen Punkten sind derart gut erzählt, dass das Lesen selbst dann schon Spaß macht, wenn man noch keinen Schritt vor die Tür gesetzt hat.

Denn wenn einen beispielsweise Punkt 26 zum Haus an der Schalker Straße 143 führt, ist dies eben nicht nur das Haus der Familie Unkel. Auf mehr als zwei Seiten wird ausführlich von Fritz „Papa“ Unkel erzählt, dem ersten Präsidenten des FC Schalke 04, von dessen Tun, von dessen Bedeutung, bis zu dessen Tod. Zechenschächte, Kneipen, Straßenzüge, Plätze, Friedhöfe und natürlich das Stadion: Zu alldem gibt es Bilder und Daten, Fakten und Anekdoten. So sorgt das Buch für Lebendigkeit zu Orten, die zugegebenermaßen heute nicht mehr immer alle hübsch anzuschauen sind, deren frühere Schönheit sich aber ganz häufig noch prima erahnen lässt.
 
 
Linktipp: Der Glückauf Pils-Podcast mit Olivier Kruschinski
 
 
Einwechselspieler-Raten

Ein Exemplar des Buches kann nun gleich hier gewonnen werden. Dazu spielen wir eine Runde „ESR plus X“ – zum ersten Mal überhaupt zu einem Spiel der Nationalmannschaft! Auf Jogi tippen und Schalke gewinnen … das passt zusammen, denn schließlich hat Gelsenkirchen seit je her die meisten Nationalspieler hervorgebracht. Wie besser könnte man als Blauer also das heutige Länderspiel angehen?! Eben.

ESR steht für „Einwechselspieler-Raten“ und das X für eine Extrafrage. Das ist tatsächlich so simpel wie es klingt. Tippe, welche 3 Spieler Joachim Löw heute Abend im Spiel gegen Nordirland einwechseln wird, und beantworte die …

X Frage:

Gegen welchen Gegner wird die deutsche Nationalmannschaft im Achtelfinale antreten müssen?

Die drei Spielernamen und die Antwort auf die X Frage sind im Kommentarfeld bitte untereinander zu notieren. Mache dabei bitte die X Antwort mit einem vorangestellten „X“ kenntlich (so). Tippabgabeschluss ist 16 Uhr!
 


 
And The Winner Is …

Erstmals ein Einwechselspieler Raten mit dem Bundestrainer. Erstmals eine X Frage zu einer EM. Dreiviertel der Tipper hatten auf Leroy Sané gehofft. Keiner hat Benni Höwedes erwartet. Der Sieg kam letztlich über Schürrle.

Bastian Schweinsteiger wurde von 32 der 38 Tipper genannt und war damit der Top-Tipp. Gleich danach kam Leroy Sané, mit 27 Nennungen. 18 Tipper sagten die Slowakei als richtigen Achtelfinalgegner voraus. Da niemand ahnte, dass Benedikt Höwedes eingewechselt werden würde.

6 Tipper kamen auf jeweils drei Punkte, so dass das Los entscheiden musste. Dabei war das Glück krambuli holt. Herzlichen Glückwunsch!

Schalke sucht zwei Aufsichtsräte

Am kommenden Sonntag findet die Jahreshauptversammlung des FC Schalke 04 statt. Für die Mitglieder gilt es dabei, zwei Aufsichtsräte zu wählen. Dazu wurden vom Wahlausschuss vor einer Woche vier Kandidaten zugelassen. Allen Verschwörungstheorien zum Trotz sind zwei der vier Kandidaten die bisherigen Amtsinhaber Clemens Tönnies und Peter Lange. Außerdem stellen sich Andreas Goßmann und Michael Stallmann zur Wahl. Da die Vorstellung der Kandidaten bei der Jahreshauptversammlung selbst nur kurz ist und keine Frage gestellt werden können, ist dem interessierten Mitglied dringend zu empfehlen, sich vorab ein Bild zu machen.

Zunächst gab es auf der Webseite des Vereins eine kurze, schriftliche Vorstellung.
Deutlich ausführlicher waren die Antworten auf den Fragebogen des Supportsclub, der jedes Jahr den Aufsichtsratskandidaten zugeschickt wird. Diese wurden auf der Webseite schalkermarkt.de veröffentlicht und sind hier nachzulesen:

Besser als einen Text zu lesen ist es aber sicherlich, sich die Kandidaten anzuschauen. Sie reden zu hören, ihnen Fragen zu stellen, ihre Reaktionen zu erleben. Hierzu bieten sich in dieser Woche noch vier gute Gelegenheiten. Zeitlich über die Woche und räumlich über NRW verteilt veranstaltet der Club vier Vorstellungsrunden:

Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 19:04 Uhr. Mitglieder können sich, unter Angabe des Orts, an dem sie teilnehmen möchten, unter der E-Mail-Adresse mitgeredet@schalke04.de anmelden. Ich selbst werde übrigens an der Veranstaltung in Düsseldorf teilnehmen.

Eine solche Veranstaltung wird in Gelsenkirchen seit Jahren von den Fanorganisationen organisiert. Diese fand bereits am Samstag statt. Einen ausführlichen und meines Erachtens sehr lesenswerten Bericht hat Susanne Hein-Reipen für Westline verfasst.

Weinzierls Trainerteam wird komplettiert

Der FC Augsburg hat heute offiziell mitgeteilt, die Verträge mit den Trainern Wolfgang Beller, Tobias Zellner und Thomas Barth aufgelöst zu haben. Die Auflösungsvereinbarungen seien gestern unterzeichnet worden. Es ist davon auszugehen, dass alle drei in Kürze Angestellte des FC Schalke 04 werden und das Trainerteam um Markus Weinzierl komplettieren. Alle drei sind langjährige Begleiter und Vertraute von Markus Weinzierl.

Tobias Zeller ist 38 Jahre alt und spielte als Aktiver mit Weinzierl bei Jahn Regensburg zusammen. Nach Beendigung seiner Spielerlaufbahn wechselte er zunächst in den Vorstand des SSV Jahn. Nach nur einem Jahr folgte er Markus Weinzierl nach Augsburg und war dort fortan dessen Co-Trainer. Wolfgang Beller ist 51 Jahre alt und in Weinzierls Team für die Gegner-Beobachtung zuständig. Er kam 2009 nach Regensburg, als Markus Weinzierl dort bereits Cheftrainer war. Thomas Barth ist 35 Jahre alt und Athletik-Trainer. Wie auch Beller war er beim SSV Jahr in Regensburg nur teilzeitbeschäftigt. Außerdem arbeitete er im Reha-Zentrum von Klaus Eder in Donaustauf. Eder ist Physiotherapeut der deutschen Fußball-Nationalelf.