Von DU nach GE – erst mal Pause

Bislang kam dieses Blog aus Duisburg. Demnächst kommt es aus Gelsenkirchen. Ich habe gerade recht viel zu tun, mich um viel zu kümmern. Deshalb tritt zwar nicht meine Liebe zu Schalke 04, wohl aber die Priorität zum Schreiben dieses Blogs in den Hintergrund. Hier ist deshalb erst mal Pause. Hier geht es erst am 11.09. weiter, nach dem Spiel der Blauen gegen den VfB Stuttgart.

Ich bin Duisburger. In Neudorf wuchs ich auf. Die erste große Liebe wohnte in Hochfeld. Ich zog nach Wannheimerort. Zwischendurch versuchte ich, in Rheinhausen, in Friemersheim, auf der anderen Rheinseite glücklich zu werden. Es misslang, es war zu weit weg. Ich zog wieder nach Wannheimerort, bis ich mit meiner heutigen Frau zurück nach Neudorf zog, um dort unsere kleine Familie zu gründen. Als die Kinder größer wurden, als wir ein Kinderzimmer mehr brauchten, als klar wurde, dass meine Frau krank ist und eine behindertengerechte Wohnung brauchen würde, zogen wir nach Duissern.

Ich mag Duisburg. Den Norden kenne ich bis heute nicht, mein Duisburg geht von der Innenstadt bis Düsseldorf, und dort lässt es sich prima leben. Ich liebe den Stadtwald. Von dort aus kommt man über den Bereich der Regattabahn, im Sportpark Wedau, zum Naherholungsgebiet Sechs-Seen-Platte, ohne den Kopf unter den Bäumen hervorstrecken zu müssen. In Neudorf wuchsen unsere Kinder auf. In der katholischen Gemeinde St. Gabriel erfuhren wir, wie aus einem Ort eine Heimat wurde, der Leute wegen, obwohl uns nicht der Glaube dorthin führte.

Diese Leute gibt es immer noch, und auch sonst gibt es noch Freunde hier. Aber 2012, mit der Diagnose, ändere sich unser Leben. Sie und ich, seit 2001 zusammen, schworen uns, so lange es geht unseren Kindern eine gute Familie zu bieten. Gott weiß, dass wir alles dafür taten. Aber Jahr um Jahr wurde es schwieriger. Die Beziehung veränderte sich. Die krankheitsbedingten Konflikte wurden mehr. Ein Zusammenleben, das für alle immer wieder eine Ausnahmesituation bedeutet. Weshalb es so nicht weitergehen konnte. Weshalb wir beschlossen, uns zu trennen.

Die Idee ist, dass durch die Trennung die Konflikte des Alltags eliminiert werden. Dass die Zeit miteinander zwar weniger, aber dafür wieder gelassener, höherwertiger wird, dass man sich wieder auf einander freut. Ich werde ein alleinerziehender Vater zweier Kinder sein. Ich werde wieder „Single“ sein. Aber wir werden weiter für einander da sein. Wir werden uns weiter um einander kümmern. Und wir ziehen dafür nach Gelsenkirchen, weil wir davon überzeugt sind, dass das dort besser funktionieren wird.

In Gelsenkirchen-Resse wohnen viele Freunde von uns, und auch noch Familie meiner Frau. Sie ist dort aufgewachsen, und mit unserer Liebe wurden ihre Freunde auch zu meinen. Dort haben wir mehr „soziales Netzwerk“. Dort haben wir für die Kinder und mich bereits eine hübsche Wohnung gefunden. Die Wege werden kurz sein.

Es wird für uns alle ein neuer Lebensabschnitt werden. Die Kinder wechseln die Schulen, die Sportvereine. Man sucht sich neue Läden, neue Haltestellen, neue Ärzte, einen neuen Bäcker, bei dem man Sonntags Brötchen bekommt. Wir erleben Abschied und Ankommen. Wir erleben Vorfreude und Bedenken. Letztlich macht jede große Veränderung auch ein bisschen Angst. Jede große Veränderung fordert einen gewissen Respekt.

Dafür nehme ich mir nun die nötige Zeit. Dabei geht es auch um mich. Aber vor allem bin ich der gesunde Erwachsenen-Teil dieser Familie. Es ist an mir, meine Frau zu stützen und für die Kinder da zu sein. Meine Frau ist unglaublich stark. Wir haben unfassbar tolle und selbstständige Kinder, die scheinbar jede Situation meistern können und nie verzagen. Dennoch will ich gerade nichts mehr, als an ihrer Seite stehen, für den Fall, dass sie sich doch mal festhalten müssen.

Redet über Schalke! Habt Spaß an dem neuen Trainer! Ab dem 11. September bin ich wieder dabei, dann geht es hier weiter.

Glückauf.

Bastian Oczipka

… wird Schalker. Der dritte Neuzugang der aktuellen Transferperiode.

Schalke hat Sead Kolasinac verloren und Baba ist noch verletzt. Man suchte einen zuverlässigen Linksverteidiger mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Ich denke, den hat man mit Bastian Oczipka gefunden.

Unter Nico Kovac hat er eine sehr solide Saison gespielt, war Teil einer starken Abwehrreihe. Einmal fehlte er wegen einer Gelbsperre, ansonsten stand er in allen Bundesligapartien über 90 Minuten auf dem Platz. Bastian Oczipka ist 28 Jahre alt, kommt aus Bergisch Gladbach und wird gerade zum ersten Mal Vater.

Für eine Ablösesumme zwischen 4 und 5 Millionen Euro stellt er für Schalke 04 kein großes Risiko dar. Neben top talentierten Sternchen, von denen man sich das Besondere und die große Marktwertsteigerung erhofft, braucht eine Mannschaft immer auch solide Bundesligaarbeiter. Als einen solchen erachte ich Bastian Oczipka. Ich denke, dieser Transfer ist ein recht smarter Move von Christian Heidel.

Amine Harit

… wird Schalker, das wurde von Trainer Domenico Tedesco am Rande des Testspiels in Erkenschwick bereits bestätigt. Dies ist wohl die große Nachricht dieser Woche. Dennoch wird mein Text nicht länger, denn ich muss zugeben, ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung, was dieser junge Kerl zu leisten imstande ist. Ich hege keinerlei Interesse für die französische Liga. Ich glaube nicht an Highlight-Videos und ich spiele nicht mal Playstation.

Fakt ist jedenfalls, dass Amine Harit heute 20 Jahre und 22 Tage alt ist, und dass er gerade erst 2.401 Spielminuten in 34 Einsätzen im Herrenbereich absolviert hat. Das ist noch eine Minute weniger, als Franco Di Santo bislang für Schalke auf dem Platz stand.

Ma’abwarten.

Der „Schalke 04 Google Kalender“ 2017/2018

Diesmal bin ich etwas spät dran. Aber wie seit 2011 immer biete ich den Spielplan des FC Schalke 04 als Google Kalender auch in der kommenden Saison zum Abonnieren an. Er steht im iCal und HTML-Format zur Verfügung und kann mit den meisten Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android Phones etc.) genutzt oder in Webseiten integriert werden.

Die Termine werden in der Regel zeitnah nach Bekanntgabe der endgültigen Anstoßzeiten aktualisiert. Die noch nicht endgültig terminierten Spiele werden mit dem vorläufigen Termin und einem Sternchen * als Kennzeichnung dargestellt. In der Terminbeschreibung sind alle Partien des jeweiligen Spieltags aufgeführt Nach den Spielen werden die Termine mit den Ergebnissen versehen und erhalten außerdem in der Terminbeschreibung den Link zum Königsblog-Beitrag zum Spiel.

Die Integration des Kalenders in dieses Blog kann hier angesehen werden (siehe auch „frühere Termine suche“, ganz oben). Die Adressen für Import, Abonnement oder Integration gibt’s hier:

Schalke sollte Konoplyanka loswerden

Eine Fußballsaison beginnt hierzulande ja bekanntlich am 1. Juli. Der geneigte Schalker darf heute erkennen, dass der Rummel um den Profikader beginnt, wie er zuletzt endete. Mit einem Interview Evgen Konoplyankas.

Der Bild diktierte er, dass er Schalke habe schützen wollen. Aus seiner Sicht hätte sich Schalke unter Weinzierl nicht weiterentwickeln können. Für ihn sei klar gewesen, dass er hätte den Club verlassen müssen, wenn Weinzierl weiter Trainer geblieben wäre.

Domenico Tedesco habe ihm gesagt, dass alle „bei Null“ beginnen würden. Er wolle unbedingt besser Deutsch lernen, das habe er vernachlässigt, weil er wegen des Fußballs enttäuscht gewesen sei. Wenn er das Vertrauen des Trainers spüre, sei alles tutti.

Okay, in „tutti“ steckt eine gewisse Interpretation. Den Rest dieser unsäglichen Selbstdarstellung habe ich aber bestmöglich wiedergegeben. Man kann das mit der entsprechenden Nachricht in RevierSport vergleichen.

Einer, der sich bei der Presse ausheult, wenn er sich nicht wohlfühlt, wird das wieder tun, wenn er sich mal wieder nicht wohlfühlt. Einer, der aufhört seinen Job zu machen, in diesem Fall die Sprache seines Clubs zu lernen, wird dies wieder so handhaben, wenn ihm der nächste Furz quer sitzt. So einer macht sich seine Regeln selbst, sein Tun ist von seiner Laune abhängig.

Ich hoffe sehr, dass Christian Heidel und Domenico Tedesco es nicht ernst meinen, mit Evgen Konoplyanka in die neue Saison gehen zu wollen. Um des Spielers Marktwert halbwegs hochzuhalten sind alle Aussagen erlaubt. Dennoch sollte Schalke 04 einen solchen „Spaßfußballer“ unbedingt loswerden.



Foto: Tomek Bo

Deutschland ist FIFA-Konföderationen-Pokalsieger

… und man darf bemerken: Das mit dem Fan-Boykott eines im ach so korrupten Russland stattfindenden Turniers hat nur so halbgut geklappt. Jedenfalls wenn ich die „Action“ meiner Twitter-Timeline als Maßstab zugrunde lege. Das wird auch bei der WM 2018 nicht anders sein. Und auch bei der WM in Katar nicht. Wenn der Ball rollt, wenn die Show beginnt, rückt alles andere zur Seite.

Tschöö, Web 0.4!

Andy schießt sein Blog ab. Seit 2010 gehörte das Web 0.4 dazu, zu diesem Online-Dingsbums zu Schalke 04, aus Blogs, Twitter, Facebook, sonst was. Ab jetzt nicht mehr.

Ein Schlusspunkt, ein Abschied, der dazu anregt, zurückzudenken. Leider habe ich einen Hang zur Melancholie. Und hier standen schon längere Sätze zu Früher. Aber ich habe sie wieder gelöscht. Weil diese Oppa erzählt von Damals-Stimmung auch schnell nervt. Vor allem aber, weil das so gar nicht zu Andreas‘ Art passt, und auch nicht zu seinem letzten Text. Das Web 0.4 war immer grober als die anderen, direkter, mehr Punk als ma’kucken. Das wird fehlen.