Jogis Jungs feat. Die Kanzlerin
Stichwörter: Nationalelf
Wo ist Michael Schanze, wenn man ihn braucht?
Bei Kerner, mit zu vielen Kilos.
Dabei standen sie alle doch gerade so nett, bereits mit einen Stargast in ihrer Mitte, da hätte es sich doch angeboten eine fast vergessene Tradition wieder aufleben zu lassen, Ralf Siegel anzurufen und zu fragen ob er 5 Minuten Zeit hätte, und mal flott ein Liedchen zur kommenden WM aufzunehmen.
Oder gleich zur Qualifikation.
Oder zum heutigen Freundschaftspiel!
„Old England“ hieß ein Titel auf der Platte zur WM in Spanien 1982, mit dem Refrain „Old England, England, dort fing alles an, und wir sagen Dir von ganzem Herzen dank, Old England, England, Du bist schuld daran, König Fußball zog die Welt in seinen Bann“.
Es gibt Dinge, die will man sich eigentlich garnicht merken …
Jedenfalls wäre es durchaus an der „Zeit für Erneuerung“ gewesen!
Und Bierhoff hätte endlich mal eine Aufgabe gehabt.
Ärgerlich.
Mit kleinen Lampen gegen das große Dunkel
Stichwörter: Blogsache, Funktionäre, Podcasts
Verschiedener Meinung kann man eigentlich nicht sein.
Die Sache kommt ins Rollen. Ich bin spät dran und schäme mich fast dafür. Mittlerweile ist alles mehrfach zusammengefasst worden. Gut dokumentiert wurde der Fall sowieso, daraus überhaupt ergibt sich seine Existenz in der Öffentlichkeit.
Das Internet ist Öffentlichkeit, keineswegs anonym. Wir sind das Netz, wie der werte Trainer schon schrieb. Du, ich auch. Und wir verbinden uns über Verlinkungen. Für das Wachstum, für Google, für die Web-Archive – Gegen Vergessen, sozusagen – und für die Sache, für Transparenz und Wissen:
Sollte es noch jemanden geben, der nun diese Zeilen liest und vom aktuellen Skandal um die „Öffentlichkeitsarbeit“ des DFB noch nichts mitbekommen haben, möge er sich bitte über den Webweiser des betroffenen Jens Weinreich informieren.
Und nur weil es meine Art ist, gibt es den Kommentar zur Sache von Jürgen Roth, aus der Deutschlandfunk-Sendung „Sport am Sonntag“, auch gleich hier.
Hören:
mp3-Datei / Audio On Demand
’Kusen Not Ready?!
Stichwörter: Bayer Leverkusen, Bemerktes
’Kusen ist not ready, sagte Toppmoller vor dem Spiel gegen Schalke, nachdem es moved to the top of the pile am Wochenende davor. Labbadias Team sei not mature enough yet. Aber nicht nur von ’Kusen, auch von ’Heim you cannot expect to win the title, meint der former coach of Bayer 04.
Vermutlich hat er, sich nicht aus dem Fenster lehnend, eher Bayern Munich auf dem Schirm, das after a five game winnig streak gradually clawed their way back to within a point of the league leaders, bevor sie an diesem Wochenende 2 important points verloren at ’Bach.
Sei’s drum. Ich finde ’Kusen durchaus ready und auch ’Heim ist really strong (even Auswärts, höhö). I expect jedenfalls no title from my favorite club die Königsblauen anymore. Everything else warte ich mal ab.
Schalke findet seinen Platz in der Tabelle
Stichwörter: Schalke 04
„Schalke 04 fehlt die Klasse. Sie haben viele gute Spieler aber keinen Top-Mann.“ (Ottmar Hitzfeld)
2004 und 2005 kaufte sich Schalke 04 eine Gruppe gestandener Spieler zusammen die bis heute das Gerüst des Kaders bilden. Finanziell hatte man sich damit übernommen, der Club lebte eine Weile von der Hand in den Mund und es wurden private Kredite von Aufsichtsratsmitgliedern notwendig. Sportlich waren die Transfers durchaus erfolgreich, Schalke konnte sich in der Spitzengruppe etablieren.
Mittlerweile hat jeder einzelne Spieler der besagten Gruppe seine besten Tage hinter sich. Manager Müller muss vornehmlich die Finanzen im Auge haben, ihm fehlen heute die Mittel um den Kader nach Assauer-Art auszubessern. Und um mit wenig Geld eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen fehlt es ihm an Kreativität.
Bedarf besteht an allen Ecken und Enden. Auch in der Defensive, wo in der Innenverteidigung Marcelo Bordon nur noch von seiner Erfahrung lebt, dem mehr und mehr Stürmer einfach zu flink sind. Wo auf der linke Verteidigerposition seit Jahren keine Stammkraft etabliert wurde, weil ab und an Christian Pander auftaucht, dessen Schusskraft immer wieder Hoffnung schürt, ohne diese letztendlich zu erfüllen.
Spieler wie Levan Kobiashvili und Fabian Ernst sind mittlerweile nur noch Bundesligadurchschnitt. Die Südamerika-Verpflichtungen der letzten Saison sind allesamt nicht mal dies. Ivan Rakitic ist talentiert und müsste, ähnlich einem Mesut Özil neben Diego, „mitspielen“ dürfen. Allein ihm fehlt ein Diego. Orlando Engelaar ist die Bundesliga zu schnell. In der Vorwärtsbewegung ok, nach hinten, unter Druck fürchterlich. Und Jefferson Farfán hat Mitleid verdient.
Was soll er machen, wenn er mit dem Ball am Fuß über rechts kommt, hochschaut und nur Kevin Kuranyi entdeckt? Oder Altintop? Oder Asamoah?
Gerald Asamoahs letztes gutes Spiel liegt mittlerweile 279 Tage zurück, Halil Altintop ist die personifizierte Harmlosigkeit und Kevin Kuranyi schafft es, in einer Person das Gegenteil eines mitspielenden Stürmers und das Gegenteil eines Knipsers zu sein. Ein Top-Mann ist Kevin Kuranyi nur in Sachen Medienpräsenz.
Es muss nicht etwas, es muss eine ganze Menge passieren auf Schalke. Soviel, dass man besser auf möglichst viele schwache Gegner statt auf einen Umbruch hoffen sollte. Immerhin, gegen die Bayern unter Klinsmann konnte Schalke mithalten. Gegen ordentlich eingestellte Mannschaften, die Tempo machen und ein gewisses technisches Niveau aufweisen, ist man nicht mehr auf Augenhöhe. Gegen diese Mannschaften sieht Schalke buchstäblich alt aus.
Meister wird …
Stichwörter: Statistikkram
… wer die meisten Tore schießt.
Eher nicht, dies war in der Bundesliga bisher nur in 19 von 45 Fällen so.
… die beste Heimmannschaft.
Heimstärke ist ebenfalls abträglich. Nur 20 mal wurde die heimstärkste Mannschaft Meister.
… wer die beste Rückrunde spielt.
Immer noch eine Minderheit, wenn auch knapp: 22 mal war das so.
… wer die wenigsten Gegentore kassiert.
Dies traf in 26 von 45 Fällen zu, damit liegen wir erstmals bei einer Quote von über 50%.
… die beste Auswärtsmannschaft.
28 mal war das so, achtmal mehr als beim besten Heimteam.
… wer die beste Hinrunde spielt.
Lange Zeit eine Bank, inzwischen hat es sich bei ungefähr zwei Drittel eingependelt: 31 Fälle, in denen der Herbstmeister auch am Ende die Nase vorn hatte.
… wer am häufigsten siegt.
Das ist schon ziemlich hilfreich, 37mal wurde die Mannschaft mit den meisten Siegen Meister. Noch wichtiger als zu siegen ist es aber nicht zu verlieren, denn:
Meister wird, wer am seltensten verliert!
In 38 von 45 Bundesligajahren wurde die Mannschaft mit den wenigsten Niederlagen Deutscher Meister.
Macht mir das jetzt Mut? Tore schießen ist eher abträglich wenn’s darum geht am Ende Meister zu werden. Viel wichtiger ist es nicht zu verlieren.
Auf nach Leverkusen!
[Diese Statistik fand ich in der Sportbild-Ausgabe vom 22. Oktober, heute morgen beim Zahnarzt. Danke an die Redaktion, die hoffentlich richtig recherchiert hat; die Stichproben stimmten jedenfalls. Und an die nette Zahnarzthelferin für die Kopie!]
„Mit unseren Fans kann man nicht rechnen“
Stichwörter: MSV Duisburg, Podcasts
Ob, und wenn ja, wie wichtig die von Fans erzeugte Stimmung für Fußballprofis ist, darüber wurde schon viel diskutiert. Manchmal hört man Spieler sagen, dass sie das Stadion ausblenden würden. Bastian Schweinsteiger kann man im Film sagen hören, dass es auch „irgendwie geil“ sei, von tausenden gegnerischen Fans ausgepfiffen zu werden.
Von den eigenen Fans ausgepfiffen zu werden ist sicher deutlich weniger geil.
Beschwerden der Spieler darüber hört man dennoch recht selten, weil diese wissen, dass dieses Thema sie verfolgen würde. Es muss schon hart auf hart kommen, es muss schon jemand Redebedarf haben, wie beispielsweise Kevin Kuranyi bei seiner Pressekonferenz heute vor einem Monat.
Oder es müssen Dinge passieren wie beim MSV Duisburg, wo Fans per Choreografie den Rauswurf des Trainers forderten. MSV-Verteidiger Serge Branco machte sich nach dem Spiel Luft. Die große Fußballwelt wollte es nicht hat es nicht mitbekommen, lediglich in die Sendung „Radio Zebra“ des Duisburger Bürgerfunks hat sein O-Ton es geschafft. Bemerkenswert ist er trotzdem. Und zu hören ist er ab 6:28 Min in der unten verlinkten Sendung von vorgestern. Für den Rest des Hörstücks müsste man MSV-Fan sein.
Hören:
mp3-Datei / Podcast-Feed
„I am the Maskottchen of Schalke 04”
Stichwörter: Helden, Schalke 04
Charly Neumann ist tot.
Der immer da war. Der die aufgebrachteste Meute beruhigen konnte, weil er auch in den wildesten Zeiten immer irgendwie auf beide Seiten des Zauns gehörte. Eine Art Symbol, dass „wir“ Schalke sind. Es ist bezeichnend, dass es mit dem stetigen leiser werden um Charly Neumann einher ging, dass der Verein immer steriler wurde, dass es immer mehr „der Verein“ ist, nicht mehr „wir“ sind.
Einen wie Charly Neumann wird es nicht mehr geben. Die Zeit ist nicht mehr so.
Traurig.



