Artikel im Februar 2007

“American Kahn” folgt Becks in die MLS

Wie die berühmten gut unterrichteten Kreise wissen wollen, steht der deutsche Torwart-Titan kurz vor einem Wechsel in die nordamerikanische Operettenliga und folgt damit seinem Rivalen David Beckham, dem er aktuell noch im Duell zwischem dem FC Bayern und Real Madrid gegenüber steht.

Kahn wird sich den New England Revolution anschliessen, und ähnlich dem „Kahnbogen„, eine Werbeattraktion während der Fußballweltmeisterschaft, bei der sich der Titan in der Nähe Münchens quer über eine Autobahn reckte, soll die Besucher der Revolution am Highway aus Richtung Boston ein überlebensgroßer „American Kahn“ empfangen!

Fotoreporter Thorsten B. aus D. (Name ist dem Verfasser bekannt) gelang bereits ein Schnappschuss von einem ersten Entwurf einer Statue, die vom Management Kahns allerdings abgelehnt wurde, da Kahn nicht bereit sei, sich ein Batman-Symbol auf den linken Oberarm tätowieren zu lassen …

Arminengeeiere

Thomas von Heesen wollte Middendorp als Sportdirektor. Er bekam ihm nicht, worauf er seinen Vertrag nicht verlängerte.
Reinhard Saftig wollte Geideck als Trainer. Das wurde veröffentlicht, als von Heesen noch im Amt war, woraufhin er direkt parat stand, als von Heesen wegen kurzfristiger Erfolglosigkeit zurücktrat.
Nach kurzfristiger Erfolglosigkeit Geidecks möchte Reinhard Saftig vielleicht aber doch lieber Uwe Rapolder. Dieser müsste dann aber trotzdem mit Geideck arbeiten, da der sich dieser bereits zusichern lies, dass er wieder den Posten des Co-Trainers übernehmen kann, wenn er von einem anderen Trainer abgeöst werden würde!

Ist das nicht unglaublich? Wie kann ein Club der ersten Fußball-Bundesliga einen Mann, der so wenig an seine eigenen Fähigkeiten glaubt, zum Cheftrainer machen?

Gehts dem VfL Borussia noch nicht schlecht genug?

Gladbach (ja, ein „Traditionsverein“), ist Tabellenletzter.
Und wie es so ist, wenns einem Club nicht gut geht, kommen die längst Vergessenen aus den Löchern, da sie nur unter genau diesen Umständen den Anschein erwecken können, das sie das Zeug zum Helfer in der Not hätten.

Da weckt die Presse Horst wir stellen uns mit elf Mann hinten rein und vorne hilft der Fohlengott Köppel aus dem Pensionsschlummer, der wissen will, dass die Borussia besser absteige, da sich ansonsten eh nichts ändere. Und als sei das nicht schlecht genug, spendet auch noch tatsächlich ein Schreiberling dem Effe seine Aufmerksamkeit, der ihm prompt in den Block diktiert, dass er jederzeit sein Herzblut einbringen würde, dass er bereit sei und die Verantwortlichen ja seine Nummer kennen würden …

Als was sollte Effenberg der Borussia denn bitte helfen?
Als Chef(fe) für Öffentlichkeitsarbeit, als Jugendkoordinator?

Zu Luhukay gibts für Gladbach sicher keine bessere Alternative.

Mich wundert, dass sich Günter Ossis eignen sich auf Grund ihrer Erziehung nicht als Spielmacher Netzer noch nicht zu Wort gemeldet hat, wo doch sicher auch sein Herzblut aktuell gefragt ist …

(via ball-blog.de)

Kristajic fällt mit Rippenbruch mehrere Wochen aus!

Der nächste bitte: Als sei die Bank noch nicht dünn genug, wird Tim Hoogland vorerst für Kristajic von Beginn an ran dürfen. Womit sich die wohl beispiellose Liste der verletzten Stammspieler verlängert. Aber jammern hilft ja nix …

Starker Adler + schwacher Hamit + dummer Lincoln = Pleitetag für Schalke

Viel dümmer hätte die Schlussphase im Spiel gegen Bayer 04 wirklich nicht laufen können. Da schafft es Schalke nicht, trotz guten Einsatzes und einiger wirklich guter Chancen, den Knicker irgendwie am überragenden Leverkusener Torwart René Adler vorbei zu bringen. Da tanzt Stefan Kießling fünf Minuten vor dem Abpfiff vier Schalker aus und klaut den Königsblauen auch noch den einen Unentschiedenpunkt. Und da packt Lincoln nach dem Schlusspfiff Bernd Schneider ist Gesicht, dieser zeigt den in solchen Situationen zu erwartenden Salto rückwärts, Lincoln tut erstaunt, sieht die Rote Karte und ist somit der nächste Ausfall für die nächsten Spiele!

Dabei entwickelte sich das Spiel zunächst wie das Spiel gegen Hertha. Der Gegner stand sehr tief und Schalke entwickelte zu wenig Druck. Wie auch gegen Hertha, wurde es in der zweiten Halbzeit besser. Das Spiel lief nur noch in Richtung Leverkusener Tor, nur René Adler bewahrte Bayer das bis dato gültige 0:0.

Insofern kann man Schalke erst mal wenig vorwerfen. Die Mannschaft nahm das enge Spiel in der Leverkusener Hälfte an, setzte sich mehr und mehr durch und fand zum Abschluss. Es sah nicht schön aus, aber dafür war einfach kein Platz, bzw. braucht es, um schön durch solch ein enges Netz von Defensivspielern zu tanzen, deutlich bessere Technik, als das was die Schalker Spieler heute zeigten.

Insbesondere Hamit Altintop war in diesem Spiel völlig überfordert, verlor zig Bälle, kam so gut wie nie an seinem Gegenspieler vorbei und, und das erschreckte am meisten, hatte nach 75 Minuten schlicht keine Kraft mehr, ging langen Pässen nicht mehr hinterher.

Letztenendes verlor aber (wie befürchtet) die schlechtere Bank das Spiel. Während Slomka quasi keine Möglichkeit hatte, durch Wechsel auf das Spiel seiner Mannschaft Einfluss zu nehmen, wechselte Skibbe mit Kießling eben den frischen Mann ein, der kurz vor Schluss dann die Kraft für den langen Weg in den Schalker Strafraum hatte. Der zweite Umstand mag glücklich gewesen sein, der erste war und bleibt tragisch.

Durch die Rote Karte Lincolns fehlt Slomka der nächste Spieler für mindestens zwei Begegnungen. Ausserdem wurde der eh schon angeschlagene Kristajic verletzt ausgewechselt. Sieht so aus, als stelle sich die Mannschaft für das Spiel gegen die wiedererstarkten Hamburger am nächsten Freitag weitestgehend von selbst auf.

Anstatt sich also abzusetzen, trägt Schalke das seine dazu bei, das alle Verfolger wieder etwas froher auf die Saison schauen. Die Bayern haben Bremen wieder im Blick (3 Punkte Rückstand), Bremen ist froh, dass Stuttgart auch nicht gewann (2 Punkte Rückstand) und Schalke büßte einen Punkt Vorsprung auf die Schwaben ein (4 Punkte Vorsprung).

11 Spiele zu gehen, Schalkes Magische Zahl ist weiterhin die 30!

Das immer schwerste Spiel: Bayer 04 Leverkusen

Denke ich an Leverkusen, dann denke ich an verloren Finalspiele und knapp verpasste Meisterschaften. Ich denke an Beschreibungen wie „Werkself“ oder „Pillenkicker“, und daran, dass mein Kollege (Fan des FC Köln) die 160.000 Einwohner große Stadt nordöstlich von Köln grundsätzlich nur Opladen nennt. Ich denke aber auch an schnellen, technisch guten Fußball, an Ulf Kirsten und Emerson, an Calmund und Daum.

Das ist alles längst Vergangenheit. Leverkusen ist nicht mehr stark genug, um Meisterschaften knapp zu verlieren, und irgendwelche interessanten Charakteren gibts dort auch schon lange nicht mehr. Skibbe mag ein ordentlicher Trainer sein, doch er ist farblos wie die Nacht; von Herrn Holzhäuser garnicht zu reden.

Leverkusen steht aktuell auf Rang acht der Tabelle, zwischen Gut und Böse. Sieben Punkte hinter einen UEFA-Cup-Platz, aber auch nur sechs Punkte vor Bielefeld auf dem ersten Abstiegsrang. Demzufolge richtungsweisend ist für Leverkusen das Spiel auf Schalke. Nachdem Jörg Butt gesperrt ist, wird der 22-jährige René Adler, der selbst nach schwerer Verletzung erst seit drei Wochen wieder im Kader ist, in Gelsenkirchen im Tor stehen. Ein weiteres Fragezeichen steht noch hinter Karim Haggui. Er bekam im Spiel gegen Blackburn einen Schlag auf den Fuß und musste ausgewechselt werden.

Die voraussichtliche Aufstellung des FC Schalke sieht nicht nach Verletzungsproblemen aus. Rodriguez und Bajramovic sind sicher keine 2. Wahl, die angeschlagenen Kristajic und Lincoln werden wohl spielen können. Einzig das Hamit Altintop eventuell von Beginn an spielt, ist etwas auffällig.
Das dennoch das Ende der Fahnenstange erreicht ist, wird bei einem Blick auf die Bank deutlich. Der 22-jährige Tim Hoogland ist dort mit 2 Einsätzen über die volle Spielzeit und fünf Einwechslungen über insgesamt 92 Minuten der am häufigsten eingesetzte Spieler!

Sorgen kann einem vor allem die Situation in der Offensive machen, nachdem Halil seit einiger Zeit nicht besonders toll spielt und Lövenkrands nun verletzt ist. Ob Hamit nun tatsächlich als Stürmer oder als Mittelfeldspieler auflaufen wird, ist eigentlich egal. Wichtig wäre, das er zügig nach vorne spielt und den Ball nicht zulange hält, das er sich nicht allzu oft festdribbelt, denn das sind Dinge die ich mit Hamit verbinde.

Ausserdem fiel mir letzte Woche im Spiel gegen Wolfsburg auf, dass Lincoln das eine oder andere mal seinen Mitspielern den Ball abnahm. Das sieht zum einen nach unfähigen Mitspielern aus, zum anderen verlangsamt es das Spiel. Die stärke Schalkes in der jüngeren Vergangenheit war es aber, dass eben nicht alles über Lincoln lief, dass er ein guter Spieler in einem sehr gut funktionierendem Mittelfeld war und eben nicht der alleinige Dirigent, den es für den Gegner auszuschalten gibt um das gesamte Schalker Spiel lahmzulegen.

Wenn Schalke seinen direkten und schnellen Spielstil umsetzten kann, wird Leverkusen keine Chance haben. Sollte es allerdings nicht so gut laufen, hat Slomka kaum Alternativen auf der Bank.

Noch 12 Spiele zu gehen. Durch Stuttgarts Unentschieden am Freitag ist Schalkes Magische Zahl nun 30!

Nur 21.000 Zuschauer bei der Topbegegnung im Irgendwiestadion

Mehr als 10.000 freie Plätze gab es heute im Stadion an der Castroper Straße in Bochum zu bestaunen, wo der VfL Bochum ein keinerwegs unwichtiges Spiel gegen Alemannia Aachen austrug.

Möglicherweise liegts ja an der Preispolitik des VfL: Das Spiel gegen Aachen wurde, wie beispielsweise auch die Begegnungen gegen Gladbach und den HSV, bereits vor der Saison in die extrateure „Kategorie B“ eingestuft. Für einen Sitzplatz hinter dem Tor zahlt man dann bei Telefonbestellung 25,76 € plus 4 € Postversand. Gegen Werder Bremen sinds 5 € weniger …