Das Gegenteil von “Eloquenz” heisst Andreas Müller

Slomka ist nicht das Genie in Sachen Öffentlichkeitsarbeit, dass von Beginn an alles richtig gemacht hat. Das schlechte Verkaufen seiner Entscheidung für Neuer und gegen Rost hat das gezeigt. Auch die Affaire um Gerade Asamoah ist alles andere als gut gelaufen – was Slomka selbst übrigens genauso sieht, wie er im Sportstudio zugab.

Trotzdem ist er sprachgewandt, scheint aus seinen Fehlern zu lernen, stellt sich und den Club positiv dar und kommt sympathisch und humorvoll rüber ohne zu faseln oder sich in die ewig gleichen Plattitüden retten zu müssen.

Andreas Müller lässt solche Fähigkeiten gänzlich vermissen. Belanglose Fragen vor einem Spiel meistert er noch gerade so. Wenn er aber konkret zu irgendwelchen anstehenden Entscheidungen befragt wird, nimmt er sich erst eine zum Fremdschämen anregende Weile Zeit, um danach die Worte immer noch mehr rausfallen zu lassen als auszusprechen. Wer sich ab und zu die Pressenkonferenzen vor den Spielen über den Podcast von Radio-Emscher-Lippe anhört, weiss was ich meine.

Sicher gibts für einen Fussballmanager wichtigeres, als Interviews zu geben. Aber Fremdschämen finde ich scheisse, und zur Hilfe ists nicht weit

(HIER lässt sich die Pressekonferenz zum heutigen Gladbachspiel direkt abrufen)



1 Kommentar zu “Das Gegenteil von “Eloquenz” heisst Andreas Müller”

  1. Trainer Baade sagt:

    Herrlich! Wie kann man einen Mann so untrainiert in eine Pressekonferenz gehen lassen – es sei denn, man möchte ihn zum Gespött machen. Er sollte schleunigst von Deinem Linktipp Gebrauch machen.

    Bemerkenswert auch die furchtbar gestelzten Fragen der Journalisten. Ich merke, ich schaue viel zu selten Pressekonferenzen, das ist ja Realsatire pur.

    Vielen Dank für diesen Tipp.

Schreibe einen Kommentar