Gewogen und für zu leicht befunden

In der Saison 2003/2004 verpasste Ivica Grlic als Leistungsträger mit Alemannia Aachen knapp den Aufstieg in die erste Liga. Er wechselte zum MSV Duisburg. In der Saison 2004/2005 schaffte Grlic dem Aufstieg mit den Meiderichern, wieder war er eine Stütze seines Teams.

Mit einem neuen Stadion, vielen Hoffnungen und wenig Verstärkungen startete der MSV in die Erstligasaison 2005/2006. Torhüter Koch war bundesligatauglich, Stürmer Ahanfouf erzielte immerhin noch 9 Tore. Ansonsten konnte festgestellt werden, dass die Zweitligahelden im Oberhaus nicht bestehen konnten. Grlic‘ Einsätze wurden auch durch einen zu spät erkannten Haarriß im Mittelfuß limitiert. Dennoch war auch für ihn die erste Liga erkennbar eine Nummer zu groß.

Die aktuelle Saison begann für Grlic ebenfalls schlecht. Wieder in der zweiten Liga und noch immer für den MSV spielend, wurde er in der Hinrunde elf mal eingesetzt, wobei er neunmal aus- und einmal eingewechselt wurde. Für das einzige Spiel über 90 Minuten erhielt er vom Kicker die Note 5.

Nun, im Saisonendspurt, im Kampf um den erneuten Aufstieg ins Oberhaus, ist Grlic wieder da! Nun ist er wieder Führungsspieler, macht Tore (4 in den letzten 3 Spielen, alle per Freistoß!), über ihn stehen Artikel in den Zeitungen, er ist es, der auf dem Titelbild des Stadionhefts zur entscheidenden Begegnung gegen Rot-Weiß Essen zu sehen ist.

Ivica Grlic‘ Vertrag läuft zum Saisonende aus. Bislang gab es keine Vertragsverhandlungen. Stellt sich die Frage, ob die Vereinsführung undankbar ist, aus Fehlern lernt oder doch noch aus Dankbarkeit den gleichen Weg wie vor zwei Jahren gehen wird.



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