Artikel im Juni 2007

Sommerpause

Aktuell passiert ja nicht allzu viel. Trifft sich ganz gut, da ich nun eine Weile nicht bloggen kann.

Am Dienstag, den 03.07. geht es hier weiter.
Bis dahin, Glück auf.

Deutschland – England 83:17 n.E.

Gut, in Prozent. Dennoch.


Fünf von Sechs macht sich doch ganz gut

Das Engländer keine Elfmeterschießen gewinnen, weiß jedes deutsche oder englische Kind. Als ich gestern auf eine erneute englische Niederlage hinwies, die englische U21 verlor 13-12 gegen Holland, bezeichnete mich Knut als unfair: Schliesslich ging es gegen die Holländer, und die könnten das ja selbst nicht.

Stimmt wohl, dachte ich mir, aber pingelig wie ich bin wollte ich zur Sicherheit nochmal nachschauen. Also verglich ich die Elmeterschießen-Erfolgsquoten der sechs größten europäischen Fußballnationen. Nur die A-Nationalteams, historische Daten zu großen U-Irgendwas-Turnieren vermochte ich nicht aufzutreiben.

Die Engländer haben wirklich Scheiße am Hacken! Den Holländern gehts nicht deutlich besser. Aber dass auch die coolen Italiener so schlecht dastehen, war mir nicht bewusst.

Deutschland verlor nur das allerersten Elfmeterschießen überhaupt bei einer EM/WM.

Lange ist’s her, aber natürlich ist einem nach wie vor sehr bewusst, wer den entscheidenden Elfer dabei verhaute; von Heribert Faßbender unnachahmlich emotionslos kommentiert.


die Gegner und die jeweiligen Turniere

Na gut … ein erster Blick ins Trübe

Der Lincoln-Transfer ist angeblich perfekt. Mehrere Portale (z.B. ftd.de oder sport1.de) berichten, Müller hätte dies gegenüber der Bildzeitung bestätigt. Die Ablösesumme soll 5 Millionen Euro betragen.
Auf gleiche Art und Weise wird vermeldet, dass der 19-Jährige Ivan Rakitic vom FC Basel nach Gelsenkirchen wechselt. Er soll einen Vierjahresvertrag bekommen und die durch Lincoln verdienten 5 Millionen Euro an Ablöse an Basel kosten.

Weiterhin war heute bei kicker.de zu lesen, dass …

Azaouagh wieder für Schalke spielen soll.
Andreasen angeblich zu Schalke will.
… der Uruguayer Großmüller, der auch schon als Neuverpflichtung gehandelt wurde, erst nächsten Sommer kommen soll.
… Slomka keinen „Spielmacher“-Typ mehr haben will.

Das Lincoln geht, betrübt mich nicht allzu sehr. Das er hervorragend spielen kann, steht außer Frage. Allerdings zeigte er auch oft genug die Spielmacher-Show, zog die Bälle auf sich und verzögerte das Schalker Spiel. Außerdem hatte er’s mit der Leichtfüßigkeit übertrieben, bekam zuletzt kaum noch Frei- oder gar Strafstöße, was ebenfalls zu Lasten des Erfolgs ging.

Dennoch fehlt nach seinem Wechsel eine ganze Portion Talent in dieser Mannschaft, was irgendwie kompensiert werden muß.

Nun sucht sich Slomka die Spieler für sein System, während die meister Spieler des letztjährigen Kaders noch unter der Regentschaft diverser anderer Trainer verpflichtet wurden. Das Slomka keine „starke 10″ mehr in der Mitte rumstehen haben will, dass er lieber die Außenpositionen stärker in den Aufbau einbinden will, finde ich völlig ok. Mir gefiel das schnelle Schalker Spiel in der Mitte der letzten Saison.

Allerdings muss ich schon auf Slomkas Fähigkeiten vertrauen, denn für mich bleiben schon viele Unbekannte.

Ob sich beispielsweise Mimoun Azaouagh nun auf Schalke durchsetzen kann, halte ich für fraglich. Ich will auch nicht davon ausgehen müssen, dass die Saison nur erfolgreich verlaufen wird, wenn Lövenkrands, Varela, Larsen oder gar Jones verletzungsfrei bleiben. Und Rakitic habe ich auch noch nie spielen sehen, den kann ich garnicht nicht beurteilen.

Gut, er wurde in der Schweiz zum Newcomer des Jahres gewählt, da wird er schon keine Eierfeile sein …

Ma’kucken.

Der Ball ist rund …

… das nächste Spiel ist immer das schwerste und im Elfmeterschießen verlieren grundsätzlich die Engländer.

Engländer jeden Alters. Egal wie lange es sich auch hinzieht.

Als Magath den Westfalen unterschätzte

Man warf ihm vor, nichts von Taktikschulung zu halten. Ich halte das aufs Fußballspiel bezogen für Blödsinn. Auf die Vorbereitung zu einem Auftritt im ‚aktuellen sportstudio‘ mag es stimmen.

Samstag war Magath dort zu Gast. Nach einigem recht flachen rumgewitzel um die neuerlangte Dreifaltigkeit (Trainer, Manager, Geschäftsführer) wurde Magath mit dem Thema Doping konfrontiert. Das Fußball zu komplex sei, dass er davon keine Ahnung hat, das er nicht glaube, dass man damit viel erreichen könne, lies er verlauten.

Moderator Steinbrecher, gewohnt freundlich aber auch westfälisch stoisch, lies nicht locker: Magath habe bereits am 03.11.1989, er war damals Manager des 1.FC Saarbrücken, eine 6 Seiten lange Rede zum Thema „Kontrollierte Anabolikafreigabe“ verfasst und gehalten!


Zu wenige Züge vorausberechnet:
Schachspieler Magath

„Ich habe keine Ahnung, was da jetzt weggelassen wurde“, war Magaths erste, schwache Abwehr. Er erklärte dann, dass es darum gegangen sei, verletzte Spieler mit solchen Mitteln wieder zu alter Stärke zu bringen. „Ja, natürlich“ fände er das auch heute noch gerechtfertigt.

Er plädiert für die Freigabe solcher Mittel zu eben diesem Zweck, nicht zu der Einnahme von verbotenen Substanzen. Eine Meinung die kontrovers diskutiert werden könnte, die er aber sicher haben darf.

Dennoch fühlte Magath sich nun dermaßen unwohl, dass er halbe Sätze verschluckte. Und anstatt seinen eben geäußerte Meinung weiter zu vertreten, versuchte er lieber, mit gemäßigter Aggressivität und Schlagworten wie falsches Thema und keine Ahnung, Steinbrecher zur Raison zu bringen. Was ihm netterweise nicht gelang.

„Nur noch zwei Nachfragen“ startete Steinbrecher seinen letzten Angriff, der Magath zu einer bemerkenswert blöden Begründung trieb, wieso es ausgerechnet im Fußball kein Doping gibt: Ankucken (direkt).

Warum Real der richtige spanische Meister ist!

„Real Madrid ist mal wieder Meister der spanischen Primera División geworden. Trotz eines 0:1-Halbzeitrückstandes im letzten Spiel gegen RCD Mallorca gewannen die als “Königliche” Titulierten noch mit 3:1 und sicherten sich damit die Meisterschaft vor der punktgleichen “Übermannschaft” FC Barcelona.“
[Quelle]

Und das ist gut so, denn Real hat Barca in Bernabeu mit 2:0 besiegt und in Barcelona ein 3:3 erkämpft. So sollte eine Meisterschaft entschieden werden, und nicht durch einen Kantersieg gegen einen Abstiegskandidaten!

In der Bundesliga wäre bei Punktgleichheit zwischen Stuttgart und Bremen der SV Werder Deutscher Meister geworden, obwohl er gegen den VfB mit einem 1:4 in Stuttgart und einem 2:3 in Bremen gleich zweimal einen vor den Latz gekriegt hat. Was ist denn daran sportlich?

Ich weiß, das war schon immer so. Aber dann war es eben schon immer Humbug.

Aber um auf Real zurückzukommen:
Schön finde ich deren Triumph auch deshalb, weil er mal wieder so viele Experteneinschätzungen während der laufenden Saison relativiert.

Der Trainer war/ist quasi schon gefeuert aber auf jeden Fall verteufelt, Beckham verschmäht, das Denkmal Raul fast umgestoßen. Als in München alles schief lief, war der Sieg gegen Real in der Champions League auch nur noch ein Sieg gegen ein “schwaches Real”.

Und nachdem Messi zuletzt objektiv ungestraft beschissen hat, wäre er definitiv der falsche Sieger gewesen.

[ Dieser Beitrag darf als Antwort auf Jochens Beitrag „Warum Barcelona spanischer Meister sein sollte! “ verstanden werden. ]

Comunio: Die Bundesliga-Blog Liga!

Hast Du schonmal am kicker-Managerspiel teilgenommen?
Fandest Du es auch scheiße, dass man da nur am Anfang Spaß beim Zusammenstellen der Mannschaft hatte, und danach einer unter 200.000 ist?!

Bei Comunio hat man den Spaß am Anfang und spielt danach „nur“ gegen die Leute der eigenen Liga.

Ich bilde mir weiss Gott nicht ein, mit meinem Blog mehr Leute zu erreichen als die Jungs vom Bundesliga-Blog. Aber der, der und ich wollen auch zocken! Und vielleicht findet sich ja noch jemand, der nur hier hingeraten ist und ein potentieller Mitspieler sein könnte?!