Das überraschende Spitzenspiel

(Das immer schwerste Spiel: Karlsruher SC)

Zweiter gegen Dritter. Das zweitbeste Auswärtsteam tritt beim zweitbesten Heimteam an. Konnte man nicht unbedingt erwarten, beim Gastspiel des Karlsruher SC.

Zum KSC fallen mir vor allem große Europapokalabende ein, die Festung Wildparkstadion: 4:1 nach einem 0:1 in Bukarest, 3:0 gegen AS Rom. Und natürlich das 7:0 nach einem 1:3 in Valencia! Der KSC war ein moderner Club mit dem passenden Trainer, Winnie Schäfer. Der Verein produzierte Stars, entwarf das Konzept 2000; um in der ersten schwachen Phase Schäfer zu entlassen und just im Jahr 2000 in die Regionalliga abzusteigen.

Nun ist der KSC wieder da und spielt einen Fußball, im dem er selbst gerne die Initiative ergreift. Die stärke des KSC liegt in der Vorwärtsbewegung, nicht im Mauern. Mit einer Mannschaft, in der Ex-Schalker Tamas Hajnal ein Leistungsträger ist.

Schalke hat nun viermal in Folge gewonnen und dabei kein Tor kassiert. Nicht alles war supertoll und gegen Berlin war die Mannschaft am Ende arg platt, trotzdem hätten die letzten 2 Wochen natürlich kaum besser laufen können.

Ein wenig problematisch ist derzeit lediglich die einseitige Verletztensituation. Slomka stehen für die Offensive reichlich, für die Defensive aber kaum Alternativen zur Verfügung. Höwedes wird wohl erneut Christian Pander ersetzen, der auch der Nationalmannschaft für die nächsten beiden Länderspiele abgesagt hat. Bleibt nurnoch Gustavo Varela als ein Spieler, der schon mal Abwehrarbeit verrichtet hätte, der aber gegen Trondheim zum ersten mal seit gefühlten hundert Jahren auf dem Platz stand. Oder vielleicht Jermaine Jones …

Nach diesem Spiel sind 13 Tage Pause. Nochmal volles Haus mit guter Stimmung, nochmal drei Punkte, nochmal zu Null: Wäre schon schön!
Der KSC sei dann damit getröstet, dass laut welt.de noch nie eine Mannschaft abgestiegen ist, die nach 8 Spieltagen 15 Punkte hatte. Isdochschommawatt!



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