Power-Fußball ohne Power

(Zum Spiel FC Schalke 04 – Karlsruher SC)

Schalkes Spiel lebt von Organisation und Tempo, Genialität ist hier höchstens das Salz in der Suppe. Wenn das Tempo ausbleibt, kann das schon mal böse enden.

Kraftlos waren sie, die Schalker. Also standen sich da in der ersten Hälfte zwei wohlorganisierte Mannschaften gegenüber, denen beide kaum was einfiel um dem Gegner zu überraschen. Respektabel, wie gut der KSC stand, wie jeder Schalker Spielzugversuch spätestens nach dem zweiten Pass kassiert wurde. Völlig ok, wie das Schalker Mittelfeld nach hinten arbeitete, wie dem KSC in der gesamten ersten Hälfte nur ein Torschuß gestattet wurde. Doch wie grausam für jeden, der sich Torschüsse, gute Chancen, was Schönes erhoffte!

Und wenn Schalke sonst in solchen Situationen noch mal das Tempo, den Druck erhöht, war das gestern nichts mehr. Zwei Tage Regeneration waren wohl doch zu wenig.
Der so häufig in solchen Situationen geforderte Mesut Özil wurde in der Halbzeit eingewechselt: Dem Spiel der Schalker war es nicht anzumerken. Auch die Einwechslungen von Peter Løvenkrands und Mimoun Azaouagh blieben ohne jeden Effekt.

Natürlich ist es ärgerlich, dass der schwache Dr. Fleischer und sein Gespann auch noch ein Tor durch Kuranyi nicht anerkannt und auch ich denke, dass das Spiel nach einer 1:0 Führung gewonnen worden wäre. Aber wenn Schalke in 90 Minuten gegen eine gut organisierte, aber insgesamt doch hausbackene Mannschaft kaum drei Torchancen erspielen(!) kann, dann ist das schon enttäuschend. Und dass Schalke solche Spiele nie 0:0 spielt, sondern grundsätzlich noch verliert, ist schlicht schlecht!



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