Auftaktniederlage

Bei einem Tabellenletzten anzuheuern, kann ganz viele vernünftige Gründe haben.

Ein hohes Gehalt zum Beispiel, denn hoch ist relativ und muss an den vorherigen Einkünften des Gehaltempfängers bemessen werden.
Oder die Aussicht, bei einem Klassenerhalt als Retter gefeiert zu werden.
Oder die Möglichkeit, nach einem Abstieg einen Neuanfang organisieren zu können.
Oder man hat die Vorzüge des neuen Chefs bereits kennen gelernt, als man noch für einen anderen Dienstherrn Geschäfte mit ihm abgewickelt hat.

„Das Trainerteam und der Präsident arbeiten mit Herzblut, das war für mich ausschlaggebend“

… ist so ziemlich der platteste Spruch, den man als Begründung anführen kann.

[via WAZ Printausgabe, heute]



1 Kommentar zu “Auftaktniederlage”

  1. vbernd sagt:

    Ausser Angestellten von Schlachthöfen und Kardiologen/Herzchirurgen arbeiten eigentlich sehr wenig Leute mit Herzblut.
    Oder er meint die Tinte bei der Vertragsunterzeichnung? Oder ein obskures Vodoo-Ritual?

    scnr
    vbernd

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