Wie einst der Hoeneß Uli

Dienstag habe ich den KFC Uerdingen 05 gerettet. Mittelbar, aber immerhin. Es war kalt, ich hielt ein nur für eingefleischte Uerdingen-Fans erträgliches Spiel bis zum Schlusspfiff aus, und ich aß eine Retterwurst.

Ich war erstaunt und beruhigt zugleich, dass sich seit meinem letzten Besuch in den 80ern am Stadion nichts wesentliches verändert hat. Außerdem sah ich den neuen MSV-Sportdirektor neben Hellmich rumstehen, sah Alexander Ristic wie in seinen großen Zeiten auf einem gesonderten Werbestühlchen sitzen und hörte einen unnachahmlichen, unermüdlichen Solo-KFC-Schreier.

Währenddessen hat sich die Lakis GmbH dazu bereit erklärt, dem KFC als Sponsor zur Seite zu springen. Mit den Einnahmen aus den Spielen gegen Oberhausen und Duisburg, mit den Geldern aus verschiedenen Spendensammlungen und mit den Einnahmen aus dem für März geplanten Spiel gegen Frankfurt, hat der KFC nun genug Geld beisammen, um den Insolvenzantrag zurückziehen zu können.

Nun ist der Kahn erstmal nicht abgesoffen, Schlagseite hat er aber nach wie vor. Nun muss sich zeigen, ob sich die Mitglieder des Vereins für die Ideen aus Phase 2 der Traditionsretter begeistern lassen, nachdem die konservative Form der Führung beim KFC in den letzten Jahren so wenig erfolgreich war.
Ma’kucken.



2 Kommentare zu “Wie einst der Hoeneß Uli”

  1. Jan sagt:

    REPLY:
    … heisst übrigens Kalle und ist in Uerdingen mittlerweile großer Kult (möglicherweise auch der einzige in Uerdingen).

  2. O-Jay sagt:

    Wäre gar nicht so versessen darauf gewesen, die zu retten. Ich habe an die Schalker Spiele gegen Uerdingen durchgehend schlechte Erinnerungen und war seinerzeit nicht böse drum, dass die sich aus dem Profilager verabschiedet haben.

    Na ja, gibt es halt in der NRW-Liga 08/09 ein Wiedersehen, wenn sie bei unserem heimischen VfB Hüls treten.

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