Dumm gelaufen

„Ich muss aufpassen, dass ich, wenn ich die Arbeit von Doll beschreibe, nicht ins Schwärmen komme. Wenn Du einen Trainer malen könntest, würde das sehr ähnlich werden.
Er trainiert sehr hart, aber sehr abwechslungsreich und sehr stark individualisiert. Er und sein Trainerteam, das ganz wichtig für ihn ist, machen auch vieles, was man gar nicht sieht. Die setzen sich jeden Abend noch stundenlang zusammen und beraten, ob derjenige noch fünf Prozent mehr oder fünf Prozent weniger Belastung braucht. Du merkst einfach: Da ist sehr viel Akribie, aber auch sehr viel wissenschaftliche Fundierung.“

… sagte Hans-Joachim Watzke, vor 285 Tage. Heute traf er sich mit Thomas Doll und wollte, da bin ich mir sicher, als Geste des Vertrauens dessen Vertrag verlängern. Aber Doll wollte partout zurücktreten.

Da kannze nix machen.



1 Kommentar zu “Dumm gelaufen”

  1. Matthias sagt:

    … dass man diesen Mann gehen lassen konnte. Das Dortmunder Saisonziel „internationaler Fußball“ schon 10 Spieltage vor dem Saisonende gesichert und eine Spielweise an den Tag gelegt, die so begeistert hat, dass die Fans wie doof ins Stadion rannten. Das muss man sich mal vorstellen! Nebenbei den kommenden Multimillarden-Giganten und CL-Sieger aus Hoffenheim geputzt. Der BVB spielt zum ersten Mal nach X Jahren wieder in Europa, stand zum ersten Mal seit 1989 wieder im Pokalfinale und hat nur durch Pech verloren. Und dann wird der Trainer durch halbherzig-lächerliche Rückenstärk-Bekundungen des Vorstands über Monate hinweg öffentlich demontiert.

    Ich bin mal gespannt, ob die Schalker jetzt in den diversen BVB-Foren (u.a. auf DerWesten) derartige Krokodilstränen weinen wie vor knapp zwei Monaten die Dortmunder bei uns.

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