Vom Becherinhalt zur Körbchengröße

Welche Rolle spielen die Fans? Bernd Strauß, Sportpsychologe an der Universität Münster, hat schon vor Jahren bewiesen, dass der Heimvorteil nicht am Klatschen liegen kann. Ein Heimpublikum ist zwar besonders laut, enthusiastisch und parteiisch. Im Idealfall verleiht es Flügel, aber mitunter geht der Druck auch nach hinten los, uns das Klatschen führt zur „Klatsche“: Der Applaus macht die Heimmannschaft nervös, und die Spieler rennen schneller, treffen aber nicht besser.

Doch unbeirrt von jeder Statistik glauben die Fans weiter daran, dass sie das Spiel entscheiden. Der „zwölfte Mann“ läuft sich warm, indem er sich volllaufen lässt. Und während der Testosteronspiegel aus dem Rasen steigt, sinkt er auf den Rängen. Denn Bier enthält pflanzliche Hormone, die dummerweise gerade nicht männlicher, sondern weiblicher machen. Die Folge: „Gynäkomastie“ – von den Betroffenen sehr viel populärer „Biertitte“ genannt. Wenn es also huetzutage immer heißt, es kämen mehr Frauen ins Stadion, werde ich skeptisch.



[Auszug aus dem Text „Heimspiel – zu Hause unbesiegt“ aus dem Buch „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ von Eckart v. Hirschhausen]



5 Kommentare zu “Vom Becherinhalt zur Körbchengröße”

  1. Stefan (Weltsicht Südtribüne) sagt:

    Aber das haben wir in Köln doch schon vor anderthalb Jahren experimentell bewiesen!

  2. Torsten Wieland sagt:

    Und bei welcher Körbchengröße bist Du?

  3. Stefan (Weltsicht Südtribüne) sagt:

    Dank Liegestütze und Laufen kann ich leider nicht miit nennenswerter Körbchengröße aufwarten. Mein Kommentar bezog sich denn auch mehr auf den ersten Absatz.

    Aber ich habe mir schon gedacht, dass Du Dich auf das Tittending fokussierst. :-P

  4. Torsten Wieland sagt:

    Ein Mutterkomplex möglicherweise? Man weiß es nicht.
    Dir aber einen Glückwunsch. Dann kannst Du ja unbesorgt weiter Bier Kölsch genießen.

  5. Fussball News sagt:

    Diese Enthüllungen werden wohl den meisten Fussballfans und Bierfreunden kaum bekannt sein.Enthalten dann stärkere Biere anteilsmässig mehr pflanzliche Hormone, die weiblicher machen?
    In diesem Fall stelle ich mir beim Trinken des amerikanischen Barley Johns Rosies Ale mit 28 Prozent verheerende Folgen für all die starken Männer vor.

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