Freitagsspiele enden spät und der Samstag bot mit der nächsten Bayern-Niederlage und dem 5:4 in Bremen genügend Stoff, sich nicht mehr mit dilettantischen Schalkern abgeben zu müssen. Wirklich zerrissen wurden die Königsblauen in den Medien eigentlich nicht.
Hier ein paar Meinungen zum Spiel, zum hier an- und dort weiterlesen. Vielleicht meinungsbildend, vielleicht als Diskussionsgrundlage. Stoff für spannenden Gespräche in Bus und Bahn oder um dem Arbeitskollegen die Welt zu erklären.
Stefan von der Kölner Südtribüne sah eine Mannschaft gegen eine Gruppe Einzelspieler gewinnen:
Als in der 2. Halbzeit des Spiels 1. FC Köln gegen Schalke 04 einer ihrer Mitspieler behandelt wurde, warteten die Schalker Spieler jeder für sich darauf, dass es wieder weitergehen würde. Während dessen versammelten sich nahe des Mittelkreises die Kölner Petit, Novakovic, Ehret und Mohamad und diskutierten gestenreich über das weitere Vorgehen. Nach kurzem löste sich dieses Grüppchen wieder auf und jeder der vier instruierte nicht weniger gestenreich seine Nebenleute.
In dieser Szene steckte der gesamte Unterschied zwischen Köln und Schalke an diesem Freitagabend.
Christian relativiert die Leistung des FC in seinem Geissblog:
Es war gut, keine Frage. Aber es war nicht so gut, wie es jetzt alle machen. Genausowenig wie die Leistungen in den drei Spielen zuvor – trotz der Niederlagen – so schlecht waren. Köln sah gestern aus zwei Gründen so bärenstark aus: 1. Weil von Schalke gestern wirklich gar nichts kam. […] 2. Weil man nicht viel vom FC erwartet hat.
Im Bock-Blog wird die Begeisterungsfähigkeit der Kölner thematisiert:
Selbst der Urknall muss leiser geweisen sein, als das Freudengebrüll der FC-Fans. Der 1. FC Köln hat sich wieder zurück in die Herzen seiner Fans gespielt. Er hat seine hundsmiserablen Auftritte gegen Bielefeld und Mainz mit einer Partie ausgebügelt. Nun geht es am Samstag nach Gladbach zum Schlagerderby.
Cornelius schreibt in Flanke – Kopfball – Tooor!!!:
Nach langer Zeit verliert Schalke mal wieder. Es ist deshalb keineswegs alles schlecht. Das bisherige Auftreten (weniger die Resultate) der Blau-Weißen in dieser Saison bietet mehrheitlich allerdings keinen Grund für Zuversicht, sondern bereitet Kopfschmerzen. Eine Niederlage allein ist nichts gravierendes, wenn die richtigen Schlüsse gezogen werden. So bleibt die Hoffnung, dass dies geschieht und die Mannschaft schon bald erfolgreichen und(!) guten Fußball zeigt. Zumindest für letzteren wird es langsam mal Zeit.
Für Wolfgang Kerkhoff von der WAZ ist Schalkes Kader zu schwach besetzt:
Für das Tor haben die Schalker also gute Alternativen. Auf den anderen Positionen gibt es eigentlich nur jede Menge Fehlanzeigen, oder? Oder wer unter Schalkes Stürmern ist besser als Farfan oder Kuranyi. Wo drängen sich im Mittelfeld die Alternativen zu Engelaar oder Jones auf. Und dass zum Beispiel Christian Pander seine Defensivschwächen immer wieder ausleben darf, liegt auch daran, dass da ernsthaft keiner im Kader ist, der besser wäre als er. Trainer Fred Rutten ist also auf die gute Form seiner Stammspieler angewiesen. Das zeigte sich in Köln, wo man nicht den Eindruck haben konnte, dass Veränderungen in der Mannschaft auch Veränderungen im Spiel bringen könnten. Das taten sie auch nicht. Die Schalker sind personell zwar doppelt, aber nicht gleich stark besetzt, und deshalb wird es wohl immer so Spiele wie in Köln geben.
Und Friedhelm Körner greift in die Kiste. Wer verloren hat, hat nicht gekämpft, für viele ist Fußball derart einfach. Auch für ihn, in der Rheinische Post schreibt er:
Bei den Gelsenkirchenern war kein heftiges Verlangen zu spüren, die Spitzenposition nicht nur mit spielerischen, sondern auch mit allen kämpferischen Mitteln zu verteidigen. Ausgerechnet Schalke, für dessen Anhänger der Fußball gelebte Leidenschaft schlechthin ist, versagte diesmal krass, da es dem couragiert aufspielenden Aufsteiger nichts Gleichwertiges entgegensetzte. Da hieß es für die Fans in Königsblau nur noch: Leiden statt Leidenschaft.







RPOnline und Wolfgang Kerkhoff? Geht’s Dir noch gut Herr Wieland?
Ja, danke, geht noch :-)
Ein bisschen Meinung sollte sein. Und wenn Du die Texte sehr scheiße findest ists für mich genauso ok, wie wenn Du sie sehr gut finden würdest. Hauptsache Du kannst sie überhaupt finden, wenn Du verstehst was ich meine.
Achso, hatte ich vergessen-> ;)