Ein Überflieger zum Abheben: Schalke 04 – VfL Wolfsburg

Bin ich ein Knusselkopp? Ein Schwarzseher, ein widerlicher Pessimist? Eine Unke, ein Immerdashalbeglasleerseher? Eigentlich glaube ich das nicht. Und doch war ich letzten Sonntag nicht im Stande, diese gute erste Halbzeit zu sehen, die so viele andere dem FC Schalke 04 bescheinigen.

Und weil ich es nicht konnte, weil dies hier aber kein Trübsalblog sein soll und weil ich auch keine Wolfsburg-Blogs kenne, ist dieser Überflieger heute mal anders. Diesmal kommt kein Gegner zu Wort, und aus den Texten zu Schalke 04 erscheint hier ausschließlich Positives.
Deshalb sind es aber auch nur vier Links …



Oli4 schreibt bei Auswärtssieg!:

Nach 20 Minuten macht Kevin ein wirklich schönes Tor. Auch technisch ein Top-Treffer! Hochverdient, wie ich finde. Jubel brandet auf. Wird nun doch alles gut? Bis zur Halbzeitpause sehe ich einen stark verbesserten Engelaar, einen wirklich guten „Kaku“ und auch Fabian Ernst, so flachsen wir, gibt eine gute Figur auf dem Platz ab! Zur Pause sind wir gar Spitzenreiter – Hand aufs Herz, da gab es nicht viel zu meckern, das war eine echt gute Halbzeit und die Wölfe sind mit dem 1:0 noch gut bedient. Dementsprechend haben Matthias und ich vor der Würschtelbude auch nicht viel zu schimpfen. Weiter so ihr Knappen!

Tobias schreibt in seinem Blog und Weiß:

Ausgerechnet Kuranyi, der Vielgescholtene, bewahrte den S04 vor seiner ersten richtig großen Krise und seinen Trainer vielleicht vor den ersten „Rutten raus!“ rufen. Das Pfeifkonzert gab es trotzdem. Der Punkt war für viele in der Arena einfach nicht genug. Dass man eine kämpferisch ansehnliche Leistung und eine gute Moral auf Schalke lange nicht mehr honoriert wird, wissen die Spieler anscheinend selbst und nahmen diese Pfiffe relativ gelassen hin. Vorher haben sie eine gute erste und eine eher schwache zweite Halbzeit gesehen. Generell war die Stimmung im weiten Rund und auf dem Platz um längen besser, als am Donnerstag gegen Nikosia. Schalke spielte sich gute Chancen heraus und hinten wurden, zumindest in der ersten Halbzeit, kaum Fehler gemacht.

Schalkefan Matthias sah die Königsblauen im Vorwärtsgang:

Schalke arbeitete fleißig und verdiente sich nach 20 Minuten das 1:0. Engelaar hatte den Ball hoch und weit nach vorne geschlagen, Altintop kann mit dem Kopf ablegen und findet exakt Kevin Kuranyi, der mit einem schönen Reflex unhaltbar am VfL-Keeper zum 1:0 einschiebt. Da Schalke auch in der Folgezeit weiter nach vorne spielte, war der Treffer letztendlich doch der gerechte Lohn einer engagierten ersten Halbzeit, in der jedoch auch viele Mängel im Aufbauspiel, das dementsprechend zumeist aus weiten Bällen bestand, zutage traten.

Und auch Manfred Hendriock erkennt für die Westfälische Rundschau die zwei Gesichter des FC Schalke 04. Das Schöne beschreibt er so:

Und wenn man nicht nur auf die Ergebnisse schaut, kann man auch Fortschritte entdecken. So in der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg, als Rutten Schalke attestierte, „sehr erwachsen gespielt” zu haben. Und auch in der Schlussphase verlor die Elf trotz des Rückstands nicht den Kopf, suchte den Weg über die Flügel und erspielte sich so auch den Eckball, der schließlich in der 93. Minute zum 2:2-Ausgleich führte. Mittwoch ist Fred Rutten genau 100 Tage im Amt: Noch sucht Schalke mit ihm die 100 Prozent Leistungsvermögen. Doch die Kurve scheint nach oben zu gehen.



1 Kommentar zu “Ein Überflieger zum Abheben: Schalke 04 – VfL Wolfsburg”

  1. berka sagt:

    Dir ist bestimmt auch ein bisschen das Wetter auf die Stimmung geschlagen, ging mir auch so. Aus heutiger Sicht war das ein Spiel, an das ich gar nicht soo ungern zurückdenke. Wie das mit dem Last Minute Ausgleich zusammenhängt krieg ich im Moment nicht sortiert ;)

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