Selbstbefriedigung 04

Laut einem vom kicker in die Welt gesetzten Gerücht ist Huub Stevens auf Schalke wieder ein Thema. Dann fehlt doch eigentlich nur noch …

Richtig. Männerfreund und Fußballmanagertypmanager Rudi Assauer. Und siehe da

„Ich habe mit Schalke abgeschlossen. Es sei denn, es geschieht etwas Außergewöhnliches. Dann würde ich noch einmal für ein halbes Jahr einspringen.“

Na dann ist doch bald alles wieder in Butter.

Oder besser, wäre es wieder in Butter, wenn die alten Haudegen es hinbekämen, dass die Fans nochmal mit der beständigen 0 zufrieden wären. Wenn dieses ganze unsympathische Werbegetrommel eingedämmt werden würde. Wenn nochmal die Eintrittspreise so wären wie damals, man ohne Ticketbezugsärger einfach auf Schalke gehen könnte. Und wenn sich alle anderen Clubs bereit erklären würden, auf den Fortschritt aus den letzten 10 Jahren bezüglich der fußballerischen Entwicklung und der konzeptionellen Führung von Proficlubs zu verzichten.

Schalke lebt gerne im Gestern, Schalke hat Spaß dabei.
Spaßbremsen sind die Anderen. Die wollen einfach nicht mitmachen.



14 Kommentare zu “Selbstbefriedigung 04”

  1. Nick sagt:

    Huch, ich habe ‚fast‘ genau den gleichen Artikel geschrieben. Naja, lag wohl doch recht nahe…

  2. Oliver (Breitnigge) sagt:

    Auf Schalke wird ernsthaft über Stevens nachgedacht? Na da wundert mich kaum noch etwas…

  3. kurtspaeter sagt:

    Nun machen wir alle mal halblang. Stevens ist bei Eindhoven unter Vertrag und Schalke hoffentlich nicht doof genug, sich derart in die Vergangenheit zu bewegen. Und Assauer wird von seinen alten Bild-Spezies in Stellung gebracht. Dabei heißt es auch, das er nur wieder zurückkehren würde, sollten seine Henker nicht mehr da sein. Glaubt jemand, das Clemens Tönnies seinen Hut nimmt? Ich jedenfalls nicht. Genausowenig wie ich glaube, das Assauer mit Tönnies arbeiten würde und umgekehrt. Torsten, wir hatten doch unsere Kandidaten am Sonntag schon…

  4. berka sagt:

    Wie rüstig ist eigentlich Günter Siebert?

  5. eisenschleuder sagt:

    ohjeohje.
    Ist ja schon richtig, dass auf Schalke alles immer gleichförmig mies dahinplätschert. aber bei in der auch schalketypischen Selbstverwurstung sehe ich keinen Sinn:
    Das Problem ist organisatorischer Art und leicht zu erfassen! wir brauchen eine andere Führungskultur mit einer starken Persönlichkeit als Exekutive, die eine andere Gangart intern auch durchsetzten kann. Mehr ist es ja nicht. der Verein Schalke 04 verdient, dass er anderes gemanget wird. Und auch, dass die Anhängerschaft nicht blutdürstig auf die Säue wartet, die Boulevard-Blättchen ihnen durchs Dorf treibt.

  6. tumulder sagt:

    Wir brauchen eine andere Führungskultur mit einer starken Persönlichkeit als Exekutive, die eine andere Gangart intern auch durchsetzten kann.

    Einmal davon abgesehen, daß diesem Irrglauben doch auch vor langer Zeit eine ganze Nation verfiel. Dat sind doch nur die üblichen Gedankenspiele der Journalisten, die auch ihre Oma nach Timbuktu verschiffen würden um eine Weihnachtsgratifikation zu erhaschen.

  7. Hirngabel sagt:

    Also, „Spaßbremse“ lasse ich mir ja definitiv nicht vorwerfen.

    Daher: Wenn ihr Stumpen-Rudi und den Huub zurückholt, dann werde ich mich persönlich dafür einsetzen, dass bei uns wieder Mayer-Vorfelder und Hans-Jürgen Sundermann in Amt und Würden kommen.

  8. O-Jay sagt:

    So is et. Ich wollte gerade eine neue Serie auf 15:30 starten: „Gegen das Vergessen- die 10 schlimmsten Gruselkicks unter Huub Stevens“. Teil 1 wäre dann das 0:0 gegen Ulm aus dem April 2000. Aber im Rückblick wird immer alles so schön Schalke-typisch romantisiert.

  9. Torsten Wieland sagt:

    Mir ist übrigens auch klar, dass die Chancen, dass Rudi Assauer auf Schalke noch mal bald wieder was zu sagen hat, gen Null tendieren, dass das nur eine Story ist. Ich kann mir aber entsetzlich gut vorstellen, dass Stevens tatsächlich gehandelt wird. Und schon 50% des Szenarios fände ich ziemlich schlimm.

    Nicht weil ich Huub Stevens für einen schlechten Trainer halte. Kurzfristig traue ich ihm auch einen gewissen Erfolg zu. Aber seine Verpflichtung wäre eben das genaue Gegenteil von dem, was ich mir für (auch) meinen Verein wünsche, das Gegenteil von „ein Konzept entwickeln“ und von „etwas Neues aufbauen“.

    Das wäre Griechenland statt Spanien.

    @ kurtspaeter: NOCH bist Du kein Vorstandsmitglied. Mit dem Andeuten oder Verraten von Interna solltest Du Dich also zurückhalten ;-)

  10. tumulder sagt:

    Teil 1 wäre dann das 0:0 gegen Ulm aus dem April 2000.

    Ahh, danke lieber O-Jay. Und nass-kalt war es auch noch auf der Gegengerade.

  11. kurtspaeter sagt:

    @Torsten: Ich hab ja keine(n) Namen genannt. Im Übrigen hast Du mit Deinem Kommentar zu Stevens den Geist auf den Punkt getroffen.

    @O-Jay: Damals wurde u.a. Tamas Hajnal eingewechselt, was würde ich geben, wenn der wieder da wäre.

  12. Dallerstar sagt:

    Sehr guter Blog. Genau das denke ich auch die ganze Zeit. Leider glaube ich nicht, dass unser Vorstand weitsichtig und sportlich kompetent genug ist das zu erkennen. Die denken wahrscheinlich echt : Wir holen den Huub zurück und alles wird gut.

    Traurig. Ich würde mal die Ansprüche etwas herunterschrauben und mal ein Konzept entwickeln, dass vielleicht erst in 1-2 Jahren greift, so wie bisher sehe ich jedenfalls Schwarz für unseren S04.

  13. eisenschleuder sagt:

    …ich ziehe meine Behauptung zurück. Die Lösung des Problems
    ist einfach gute Laune.

    :)

  14. Stefan (Weltsicht Südtribüne) sagt:

    Also wenn ihr den Stevens zurückholt, dann holen wir den … Oh, haben wir schon?

    Nein, mal im Ernst: bei euch muss es alle paar Monate der Trainer ausbaden. Grundsätzlich geändert hat sich in den vergangenen Jahren aber nichts.
    Mir fehlt immer noch eine Idee, was für ein Verein Schalke eigentlich sein will? Und jetzt erzählt mir nichts von Tradition!

Schreibe einen Kommentar