Marcio Rafael Ferreira de Souza a.k.a. Rafinha darf nicht mehr gut gefunden werden. Der ist fies, schlägt um sich, hört des Nachts laute Musik, zeigt Stinkefinger und fährt besoffen Hummer. Wenn man allerdings seine sportliche Leistung beurteilt, und wenn man die Bildzeitung mal aus der Hand legt, kann man sagen, dass er mit Sicherheit der wertvollste Spieler im Kader des FC Schalke 04 ist, der einzige, der auch bei einem europäischen Spitzenclub die Füße auf den Boden kriegen würde.
Und da es beim Fachmagazin kicker doch eigentlich um Fußball geht, kann es schon ein wenig verwundern, das Rafinha im kicker’schen Ranking der besten defensiven Außenbahnspieler nicht neben Philipp Lahm geführt wird, dass er auch nicht auf Platz 2, oder irgendwo zwischen Christian Fuchs und Sascha Riether auftaucht, dass der kicker Rafinha nicht mal für die Kategorie „Blickfeld“ als gut genug erachtet. Aber im kicker geht nun mal alles nach Noten, da wird gleich nach dem Spiel bewertet und das ganze später zur Liste generiert, da ist alles nachvollziehbar.
Im Falle Rafinhas leidet der Notenschnitt beispielsweise unter der Note 5, die er am 4. Spieltag erhielt. Hätte er dereinst die Note 3 bekommen, er hätte wohl im Ranking auf Platz 4 hinter Michal Kadlec einsortiert werden müssen. Am 4. Spieltag spielte Schalke in Dortmund.
Wenn man nun aus Erfahrung weiß, dass ein erzieltes Tor die kicker-Bewertung in der Regel um eine Note verbessert – Rafinha erzielte in der 39. Minute das 2. Schalker Tor – und sich erinnert, dass es nicht an irgendwelchen groben Fehlern Rafinhas lag, dass das Spiel aus Schalker Sicht noch zum Desaster wurde, kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass der kicker Rafinha auf Grund einer Szene in der 27. Minute eine 6 verpassen wollte. Eben die Szene, in der er Nelson Valdez mit der Hand durchs Gesicht wischte. Eine Unsportlichkeit, welche Schiedsrichter Wagner nur mit Gelb ahndete, wodurch sich der kicker bemüßigt fühlte, wenigstens durch die entsprechende Benotung im Rahmen seiner Möglichkeiten für „Strafe“ zu sorgen.
Obwohl er doch genau so was in dieser Saison nicht mehr tun wollte.
Eine eigene, eine manchmal fremde Welt, die „kicker-Fainess“.

RSS Feed
Twitter








Naja. Ein paar positive charakterliche Eigenschaften sollte man auch als Fußballspieler haben. Für mich ist dieser Typ jedenfalls ein Brechmittel. Da kann er soviele Tore schießen oder vorbereiten wie er will. Und das hat mit der Berichterstattung in irgendeiner Zeitung relativ wenig zu tun. Andi Müller hat die Gelegenheit ihn noch halbwegs zu erziehen leider verpasst.
Deine Meinung in Ehren, aber Du hast völlig abseits des Beitrags kommentiert, um es im Fußball-Deutsch zu schreiben.
Kann man an deiner Stelle so sehen. Muss man aber nicht! Aber ich verurteile deine mangelnde Objektivität in der Sache Rafinha auch nicht. Dieses üble Stück Fußballer ist ja leider auch einer der wenigen Hoffnungsträger deines Vereins. Viel Spass noch mit ihm!
Richtig, um mangelnde Objektivität gehts. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass Du den Beitrag nicht so ganz verstehen möchtest. Der kicker nimmt für sich jedenfalls in Anspruch, nach Leistung zu bewerten, dann sollte er das auch tun.
Das Sympathie-Ranking kannst Du dann ja hier reinschreiben; gibts bislang auch noch nicht, wenn ich mich nicht irre.