„Vizemeister gibt’s nicht“

Am 29. Dezember starb Rudi Michel. Er kommentierte die TV-Übertragung des WM-Endspiels 1982 zwischen Deutschland und Italien, und so kann ich mir sicher sein dass ich ihn erlebt habe, zwischen vielen Nachbarn, unter freiem Himmel, Herrn Rossi doof findend. Erinnerungen an diesen Kommentator habe ich aber nicht.

Er gehörte auch nicht zu den Rundfunkstimmen, die ich gerne anführe wenn ich von langen Nachmittagen vor dem Radio erzähle, die ich zu Zeiten, da die Sportschau lediglich 3 Zusammenfassungen bot und sich RTL noch mit Titten und Hütchenspiel zu etablieren versuchte, häufig erlebte.

Im Jahr 2000 war Rudi Michel neben Manni Breuckmann, Werner Hansch, Wolfgang Hempel und Doris Schiederig in der dreistündigen Sendung „Die Lange Nacht der Sportreporter“ zu Gast. Anlässlich seines Todes fasste der Deutschlandfunk diese Sendung nun mit Fokussierung auf Michels Diskussionsbeiträge zusammen.

Es ist sehr interessant, wie die Runde vor 9 Jahren die Entwicklung der Sportmedien sah. Es ist erstaunlich, mit welcher Zweifellosigkeit Rudi Michel seine Worte wie Grundsätze klingen lässt, und wie oft man ihm dabei zustimmen möchte. Und es ist schön, dass immer dann, wenn man selbst gerade doch mal Einspruch erheben will, Manni Breuckmann dies für einen übernimmt.

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