„Aus für Müller, Thon keine Option“

Die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) verzichtet als erste auf den Konjunktiv bezüglich Müller, verbreitet eine Vermutung bezüglich Rutten und weiß was über Thon.

Die quälende Hängepartie auf Schalke wird – zumindest, was die Diskussion um den Manager betrifft – am Montag de facto beendet. Vereinspräsident Josef Schnusenberg und Aufsichtsratchef Clemens Tönnies werden Andreas Müller mitteilen, dass seine Zeit bei Königsblau nach gut 20 Jahren als Spieler und Funktionär abgelaufen ist.
[…]
Trainer Fred Rutten, dessen Schicksal Müller mit seinem eigenen verknüpft hatte, darf dagegen zunächst weiterarbeiten – allerdings kaum über das Saisonende hinaus.

Wie die NRZ erfuhr, soll bereits in den nächsten Tagen zumindest der künftige Manager präsentiert werden. Von der ursprünglich einmal angedachten Lösung, nach dem Vorbild von Felix Magath beim VfL Wolfsburg einen starken Mann in Personalunion als Trainer und Manager zu verpflichten, ist man inzwischen offenbar abgerückt – mangels eines überzeugenden Kandidaten, aber auch aus Sorge, zuviel Macht in einer Hand könne schädlich sein.
Olaf Thon […] spielt in den diesbezüglichen Überlegen der Schalker Verantwortlichen definitiv keine Rolle, die – wie bisher – über beratende Funktionen hinausgeht.

Die Ablösung Müllers als Manager hatte ich gefordert und vor Thon hatte ich Angst. Dass es in der derzeitigen Situation keine Jobgarantie für Rutten geben kann, ist vollkommen klar.

Alles hängt nun an dem in den nächsten Tagen zu präsentierenden Müller-Nachfolger, und dass ist erst mal sehr gut so.
Wenn es denn ein guter Mann sein wird.
Wenn.



28 Kommentare zu “„Aus für Müller, Thon keine Option“”

  1. Phil sagt:

    Der Typ der den Artikel geschrieben hat war gerade beim Zeigler per Telefon zugeschaltet. Er scheint sich ziemlich sicher zu sein, meinte auch, die Info kommt nicht aus dem Umfeld, sondern direkt aus dem zuständigen Gremium…

  2. Markus sagt:

    Aber im Ernst… wer soll es denn richten? Wer traut sich auf den Schleudersitz – sowohl Trainer als auch Manager?
    Wer ist frei: Augenthaler, Veh, Skibbe, Schuster
    passt alles nich
    Oder doch wieder ein „Trainer mit internationalem Standing“ ;)
    Und auf der Position des Managers fällt mir gar nix ein.

  3. eisenschleuder sagt:

    mir auch nicht. da hilft nur beten. ich hoffe, dass es nicht allzu peinlich wird…

  4. sequencer sagt:

    Und mir fallen zur Zeit nur Peter Pander und Stefan Reuter ein.
    Da schaudert es einen wirklich.

  5. Bundesliga: Das war der 23. Spieltag - Hertha baut Tabellenführung aus | Heimkabine.de sagt:

    […] koenigsblog.net werden mögliche Personalveränderungen bei Schalke […]

  6. Torsten Wieland sagt:

    Habe gerade mal ins westline-Forum geschaut. Da werden Beiträge, die sich nicht mit Andreas Müller befassen, schon mit den Worten „Etwas zur Wartezeitverkürzung“ eingeleitet …

  7. O-Jay sagt:

    Dat war et.

  8. kurtspaeter sagt:

    Die Spekulation zum Nachfolger, sie mögen beginnen…

  9. sequencer sagt:

    Das ist ja das Elend, wie immer, Müller rausgeschmissen und eine Nachfolge nicht in Sicht!?

  10. Torsten Wieland sagt:

    Das ist ja das Elend, wie immer, Müller rausgeschmissen und eine Nachfolge nicht in Sicht!?

    Nun lass sich die Herren doch erstmal die Krawatten zurechtrücken. Wenn, wie schon zu lesen war (s.o.), der Neue „in den nächsten Tagen“ präsentiert wird, ist das doch ok.

  11. sequencer sagt:

    OK ;-) warten wir mal ab was „kurzfristig“ bedeutet.

    Von der S04 Homepage:

    „Kurzfristig werden die verbliebenen Vorstandsmitglieder Josef Schnusenberg und Peter Peters sowie Fred Rutten Müllers Aufgaben gemeinsam übernehmen: Schnusenberg wird für Verträge und Finanzen, Peters für die organisatorischen, Rutten für die sportlichen Dinge zuständig sein.“

  12. Torsten Wieland sagt:

    „Es liegen bereits viele Bewerbungen auf dem Tisch, aber wir befinden uns noch nicht in der Entscheidungsfindung. Unser erstes Ziel ist es, bis zum Saisonende sportlich erfolgreich zu sein. Dann sehen wir weiter.“

    So wird Tönnies in der Presse zitiert. Das macht mich dann bezüglich sequencers Einwand bzw. „einen Plan haben“ und „die nächste Saison planen“ doch schon wieder ein wenig nervös.

  13. kurtspaeter sagt:

    Mir macht auch Sorgen, wenn man diese beiden Aussagen vergleicht.

    Müller vorm Revierderby:
    „In „enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat“ habe er in den letzten Tagen mit der Führungscrew ein Konzept ausgearbeitet, um den Klub „auf die Wirtschaftskrise vorzubereiten“.

    „Ich habe unser Konzept mit allen Details auf einer Klausurtagung vorgestellt“, berichtet der Manager. „Der Aufsichtsrat hat einstimmig geurteilt: So machen wir das.“ Es gehe darum, Lohnkosten zu senken, ohne Qualität einzubüßen.“

    Tönnies heute:
    „Müllers Konzept wurde in den folgenden Wochen intensiv geprüft und beraten. „Es gab mehrere Gespräche und informelle Treffen, auf denen wir die Pläne besprochen haben, sowohl gemeinsam mit dem Vorstand als auch untereinander im Aufsichtsrat“, so Tönnies.

    Bei einem abschließenden informellen Treffen am vergangenen Samstag (7.3.) sei jedoch spürbar gewesen, dass es ernsthafte Vorbehalte gegen die skizzierten Vorstellungen gibt. Tönnies: „In dem Konzept sind einige Dinge enthalten, denen alle vorbehaltlos zustimmen konnten, doch in diversen zentralen Punkten gibt es keine Übereinstimmung. Das hat unsere Zweifel geschürt, dass Andreas Müller auch in Zukunft noch die richtigen Entscheidungen für Schalke 04 treffen und auch umsetzen wird.“

    Klar, man muss irgendwelche Begründungen finden. Aber es sieht doch eher nach Schnellschuss aufgrund öffentlichem Druck, als nach wirklich durchdachter Aktion aus.

  14. tumulder sagt:

    @kurtspeter
    Naja, wenn man das Abstellen der Beatmungsmaschine nach Wochen und Monaten als Schnellschuß bezeichnen möchte.;)

  15. kurtspaeter sagt:

    @tumulder:
    Ich meine das im Sinne von:
    Warum braucht man Wochen oder Monate, um zu diesem Ergebnis zu kommen? Und warum ohne sich Gedanken über das was kommt zu machen bzw diese Gedanken so unausgereift zu äußern wie Torsten im Kommentar vor meinem zitiert. Daher hat es für mich den Eindruck eines Schnellschusses.

  16. tumulder sagt:

    @kurtspaeter
    War ja auch gar nicht so ernst von mir gemeint. Aber auf Schalke hat man seit geraumer Zeit Probleme sich von leitenden Personen zu trennen. Spätestens seit Slomkas verlorener Meisterschaft. Ich sehe Müllers Entlassung auch eher als Selbstschutz des Vorstandes, denn eine Weiterbeschäftigung hätte ihn spätestens jetzt auch ins Visier der öffentlichen Meinung gebracht. Wir werden sehen was kommt.

  17. Rob sagt:

    Ein Manager sollte IMHO strategisch und analytisch denken können, anders kann man keine brauchbaren Konzepte erstellen. Außerdem kenne ich keinen erfolgreichen Manager der jeden Pups den Medien erklärt oder sich für seine Entscheidungen rechtfertigt. Man sagt wie es gemacht wird und fertig. Eitelkeit und Laberanfälle passen zu dem Job nicht.

    Leute denen ich es spontan zutrauen würde: Sand, Bode, Bratseth. Wer auch ein feines Händchen für Spieler hat ist Toppmöller aber das passt wohl aus anderen Gründen nicht.

  18. Torsten Wieland sagt:

    Dass es gute Gründe für Müllers Freistellung gab, darüber sind wir uns hier ja weitestgehend einig. Ich vermute auch, dass es eher was mit wachsender Ungeduld und öffentlichem Druck zu tun hat, als mit ein paar Punkten des „Konzepts“, dass die Öffentlichkeit (ich zum Beispiel, oder ihr) nach wie vor nicht kennen, von dem wir nur was ahnen.

    Mein Gott, wenn ich diese Zeilen über unsere Vermutungen, Ahnungen und Interpretationen so schreibe, wird mir wieder bewusst, wie sehr ich mir für diesen Club jemanden in der Verantwortung wünsche, der eine klare Sprache spricht und dessen Aussagen verbindlich sind!

  19. Phil sagt:

    Das allerschlimmste an der ganzen Geschichte ist ja, dass irgendein Reporter mal wieder einen Abend vorher alles wusste. Mich kotzt es ja dermaßen an, dass die Presse immer im inneren zu sitzen scheint. Aber das wird sich wohl nicht beheben lassen. Ich dachte ja nach Aussauers Abgang schon, dass jetzt Schluß damit ist. Naja, wenigstens war es nicht die Bild, die gestern schon mit 100% Sicherheit berichtet hat…

  20. Peter sagt:

    Keine Sorge, Loddar Matthäus wird sich wohl selbst ins Gespräch bringen für Manager- und Trainerposten

  21. sequencer sagt:

    Und das alles ohne dat Kevin, der ja lt. sportbild.de vor einem Wechsel zu Lokomotive Moskau steht. Da kann die Management-Troika zu ernsten Mal in Aktion treten.

  22. van Hold sagt:

    Hat sie ja anscheinend getan.

  23. Manfred sagt:

    Ich sach ma Schmadtke. Von all den gehandelten Köppen imo der Einzige mit Inhalt, Charakter und Erfahrung. Was auch ein guter Grund für ihn wäre, sich den Zirkus nicht anzutun, aber das ist eine andere Sache, erstmal müsste man ihn wollen und fragen.

  24. bernd sagt:

    schmadtke wäre sicherlich eine seriöse option, auf der nase tanzt dem keiner rum. wir werden in zukunft sowiso kleine brötchen backen müssen, ein umstand, der schmadtke nicht unbekannt ist. ob er der richtige auf schalke wäre, ist nicht einfach zu beantworten, ich würde es ihm aber zutrauen. ihm traue ich auch die nötige identifikation mit schalke zu, ohne die geht es sowieso nicht.
    die art und weise, wie die blöd uns den kahn aufdrängt geht mir langsam auf die nerven. das scheint mir nicht mal im ansatz diskussionwürdig.

  25. Jan sagt:

    Beim Kicker werden Kahn und Bierhoff in den Raum geworfen und gleich wieder dementiert.

  26. Jan sagt:

    Kann nicht jemand mit Zeit mal alle Abreitslosen auflisten? Ich würde mich freuen über die neugewonnene Übersicht.

  27. Jan sagt:

    Les grad das interview mit Klaus Fischer auf 11Freunde,
    was wäre denn mit ihm? Kann der nicht mal ein Konzept ausarbeiten?

  28. Torsten Wieland sagt:

    Nein und Nein.

    Eine Liste kann es kaum geben, denn wo soll die Grenze sein? Nur Leute, die aktuell ohne Job sind? Wieso sollte Schalke niemanden aus einem laufenden Vertrag holen können? Nur Leute die schon als Manager tätig waren? Es gibt wohl vielmehr potenzielle Kandidaten, für die es der erste Job dieser Art wäre.

    Und das Interview mit Klaus Fischer ist wirklich lesenswert. Ein gelassener Mann. Ich freue mich darüber, dass Schalke solch einen „Altvorderen“ hat. Den sollte man nicht mir so’ner komischen Idee belästigen.

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