Mirko Slomka und Jörg Berger lassen hören

Nein, nicht so wie Huub Stevens, Andreas Möller und weitere 68 Ungefragte. Mirko Slomka und Jörg Berger waren beide in den letzten Tagen Gäste in Radiosendungen. Jörg Berger, weil er ein Buch geschrieben hat, und Mirko Slomka nur mal so …

Mirko Slomka ist seit fast einem Jahr arbeitsloser Fußballtrainer. Mit diesem Schicksal steht er nicht allein da, aber er ist sympathisch und eloquent. Wohl deshalb ist es eben er, der die Möglichkeit bekommt, sich ohne besonderen Anlass in der nicht sportspezifischen SWR1-Radiosendung „Leute“ darzustellen.
Also erzählt er. Über seine Zukunftswünsche. Über seine Begeisterung für seinen Job. Über seine Beziehungen zu Gerald Asamoah, Andreas Müller oder Ralf Rangnick. Über den Tag seiner Entlassung auf Schalke. Aber auch über Dinge die nichts mit Fußball zu tun haben, Mathematik natürlich, oder Familienleben.

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(29:19 Min)
mp3-Datei / Podcast-Feed

Jörg Berger war in seiner Karriere auch immer wieder mal ohne Job, hat aber noch wesentlich schlimmere Dinge erlebt. Seit 2002 kämpft er gegen den Krebs und zuvor kämpfte er darum, aus der DDR in den Westen zu kommen, im Westen Anerkennung zu finden und sich dem Zugriff der Stasi zu entziehen. Darüber erzählt er in seinem Buch, und über das Buch erzählte er in der Radiosendung „Mensch, Otto!“ des Bayerischen Rundfunks.

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(36:41 Min)
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In beiden Sendungen soll verkauft werden. In der einen das Image eines modernen und intelligenten Trainers, in der anderen ein Buch. Müsste ich mich für eine Sendung entscheiden, ich würde den Buchverkauf empfehlen.

In Bergers Aussagen kommt einiges rüber. Man merkt deutlich wie wichtig es ihn war, die Dinge, die ihm widerfahren sind, darzustellen. Sicher könnte er auch abendfüllend davon erzählen. Was er sagt ist einfach interessant.
Was Mirko Slomka zu erzählen hat ist wesentlich absehbarer. Und es gibt keinen echten Aufhänger für diese Sendung. Trotzdem finde ich Mirko Slomka nach wie vor sympathisch, und eine halbe Stunde, in der man nichts Wichtiges vor hat, ist mit diesem „netten Gespräch“ sicherlich besser verbracht, als mit der alltäglichen Einheitsmusik deutscher Radiosender, die schon gestern das Gleiche spielten wie morgen.



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