Das Freibier-Spiel

Hertha BSC schaue ich mir nur an wenn’s unbedingt sein muss. Also in Spielen gegen Schalke. Gestern nicht mal dafür, erst heute aus Konserven, von hier ein bisschen, von dort ein bisschen. Und alles bestätigte die Erwartung, bis auf das Ergebnis, das nur die Hoffnung bestätigte.

Immer wenn bei Welt Hertha Linke über die Qualitäten der Hertha in dieser Saison geschrieben wurde, erinnerte mich das an Schalke in der Saison 06/07. Gute Defensive und vorne trotzdem wissen wie es geht. Lieber den Gegner das Spiel machen lassen und dann mit schnellen und klaren Aktionen eigene Chancen schaffen.

Schalke hat sich seitdem zurückentwickelt, zu einer Mannschaft die eine ordentliche Defensive hat und vorne nicht mehr weiß wie es geht. Spielt diese Mannschaft gegen eine, die auch nicht gerne offensiv ist, fallen in der Regel wenige Tore und schön wird’s auch nicht. Das haben Schalker in diesem Jahr häufig genug erfahren.
Auch wenn es für Schalke in der Bundesligatabelle nichts mehr zu erreichen gibt, war die Hoffnung auf ein Stürmen mit fliegenden Fahnen realitätsfremd. Also hoffte man darauf, dass die Mannschaft sich nicht aufgibt, auf den Anstand, die Saison trotzdem kraftvoll zu Ende zu bringen. Schon gegen Stuttgart stimmte der Einsatz, doch der VfB bestand den „Schalke-Test“ und gewann gegen die nur kämpfende Mannschaft in Königsblau. Hertha nicht.

Das ist vor allem deshalb nett, weil man den Eindruck hatte, dass Schalke von der plötzlich großen Hertha nicht mehr ernst genommen wurde. Berlin wollte feiern, wollte Freibier, wollte eine Party beim letzten Heimspiel der Saison. Dass Schalke 04 dabei en passant geschlagen werden würde, davon schien man auszugehen.

Aber ein bisschen Herthaner Pech, etwas Schalker Dagegenhalten und Manuel Neuer versauten die Feier und sorgten für ein Freibier für mich: Letzten Endes der Einsatz für meine Wette mit Hertha-Blogger Enno, dass Schalke in Berlin nicht verliert. Bekommen werde ich es in Bochum beim Treffen anlässlich des DFB-Pokalfinalspiels. Wer mir beim Genießen zuschauen will, kann sich gerne noch bis Mittwoch melden.



2 Kommentare zu “Das Freibier-Spiel”

  1. Enno [welt-hertha-linke] sagt:

    Also eigentlich lamentiere ich ja nicht über Schiedsrichterentscheidungen, aber wenn ich persönlich involviert bin, muss ich mich doch schon ein wenig ärgern, dass der Schiri zwei mal zu Unrecht auf Abseits entschieden hat. Aber das zählt ja nicht und ich stehe natürlich ohne Wenn und Aber zu meiner Wette. Und ich freue mich schon auf das Treffen, daher wird es mir ein Vergnügen sein, die Wettschuld zu begleichen.

  2. der_pad sagt:

    Hehe ich habe genau die selbe Wette angenommen :D

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