„Da war ich halt der Dumme“

Manuel Neuer hat außerordentliches Talent. Matthias Sammer sagte voraus, dass Neuer der beste Torwart der Welt sein wird. Vielleicht wird er das tatsächlich mal, man wird es sehen. Was Manuel Neuer aber zu etwas besonderem macht, ist seine Authentizität.

Ganz ohne das Hohelied auf den Jungen, der schon immer auf Schalke … Manuel Neuer ist einfach angenehm holperig. In Interviews spricht er generell zu schnell, seine Zunge überholt sich selbst. Er hat (noch) keinen Kurs belegt, in dem ihm beigebracht wurde, mit vielen Worten wenig preiszugeben. Er spricht aus, was ihm gerade einfällt.

Wir haben die Chance, ihn zu begleiten. Nach wie vor steht er am Anfang seiner Karriere. Er wird sich entwickeln, sportlich wie in seiner Außendarstellung. Er wird sich steigern, verbessern, perfektionieren. Und wenn er tatsächlich einmal der Beste in seiner Disziplin sein wird, wird er langsamer und bewusster sprechen. Er wird seine Worte abwägen, sagen was die Leute hören wollen. Das Holperige, die Kanten werden sich abgeschliffen haben. Das nennt man dann professionell. Bis dahin sollten wir uns daran freuen, wie er wirklich ist.




4 Kommentare zu “„Da war ich halt der Dumme“”

  1. Phil sagt:

    Er sitzt auf dem Stuhl und wippt wie wild mit den Beinen. Sehr geil…

  2. Sascha sagt:

    Super…

  3. sequencer sagt:

    Klasse Interview. Hoffentlich haben wir noch lange Spaß an Manuel Neuer.

  4. sequencer sagt:

    Auch sehr schön:
    „Ich werde ihm klarmachen, dass das Ding aus dem Zimmer kommt, damit ich Platz für meine Sachen habe. Ich bin schließlich der Ältere und habe immer noch das Sagen.“
    (U21-Torhüter Manuel Neuer über Zimmerkollegen Benedikt Höwedes, der nach dem zweiten Spiel gegen Finnland einen großen Pokal als bester Spieler der Partie erhielt)
    http://www.sueddeutsche.de/,ra.....2714/text/

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