Artikel im Juni 2009

Brimborium auf Schalke

18.00 Uhr: Einlass

19:00 Uhr: Beginn der Vorkämpfe

20:00 Uhr: Showprogramm mit The Boss Hoss und Oliver Pocher

21:00 Uhr: weitere Vorkämpfe

22:30 Uhr: Mando Diao

Ca. 23:00 Uhr: Wladimir Klitschko vs. Ruslan Chagaev

Und in der zweiten Runde beißt der Eine dem Anderen ins Ohr und ab geht’s, nach Hause. Also für mich is dat ja nix. Zuviel Brimborium.

Schalke Galatasaray Auswanderer Sternen Schritt

Gerüchte darf man nie ernst nehmen. Aber beschäftigen darf man sich mit ihnen schon. An langweiligen Sommerpausentagen ist es oft das Einzige, was einem bleibt.

In türkischen Medien wird Halil Altintop mit Galatasaray Istanbul in Verbindung gebracht. Leider kann ich kein Türkisch, aber davon wollte ich mich nicht aufhalten lassen. Spanisch und Portugiesisch kann ich auch nicht, aber den Google Übersetzer bedienen kann jeder, und vor den Transfers von Vicenté Sanchez und Zé Roberto habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Damals zeichnete sich nach der Durcharbeit verschiedener Webseiten durchaus ein Bild davon ab, was auf der anderen Seite der Erde „so geschrieben wurde“.

Also surfte ich abermals gen Google, um einen Einblick in die Halil-Geschichten zu bekommen – und bin abgesoffen.

Üstünel Schalke’ye Rest wurde

Halil Altintop, die versuchen, sich die billigsten Überweisungen Lincoln G. Palace-Manager der deutschen Club Üstünel hart Haldun sagte: „Wir sind bereit, 3 Millionen für Halil. Make up your mind, bis Ende der Woche.“

Halil Altintop, die sich auf mit dem Verein Schalke Galatasaray Auswanderer Sternen Schritt zurück in das Gesicht von Forderungen und die Übertragung 04′ün ausgesetzt wurde. 5 Mio. Euro an Arsenal zwei Jahreszeiten vor, wenn Lincoln, die neuen technischen Direktor, die Pläne zum Erwerb der Deutschen darauf Magath’in Club, gelb-rot mit dem Management in der Lincoln gefragt, Halil für die Bewertung. Lincoln 3 Millionen Euro jährlichen Kosten von mehr als die Hälfte der Pay-Angebot zu finden Schalke’nin Galatasaray Fußball Specialist Filialleiter Haldun Üstünel’i war ärgerlich. Halil Altintop’in Zeugnis Budget für die Übertragung von 3 Millionen Euro zu unterscheiden gelernt Üstünel’in durch die deutsche Club der Schnäppchen und unbequem ist rund um die „fast kostenlos Lincoln versucht zu bringen. Unter diesen Bedingungen wir nicht verkaufen. Halil, um unseren Vorschlag. Jetzt sind sie denken“, sagte gelernt wurde.

4 Tage in Schalke Entscheidung

Junge Manager bis zum Ende der Woche von Schalke-Management will eine endgültige Antwort wurde zum Ausdruck gebracht.

Das kommt dabei heraus, wenn man Google den Text der türkischen Seite Sabah übersetzen lässt. Ein „Filialleiter“ ist ärgerlich, Lincoln kommt drin vor und Schalke soll entscheiden. Da bin ich mal gespannt.

Türkisch scheint Google nicht zu liegen. Andere türkische Webseiten werden zu ähnlichem Salat verarbeitet. Und völlig verwirrt ist man, wenn man die Kommentare zu dem oben aufgeführten Text zu übersetzten versucht: Da geht es dann kaum noch um Fußball, da ist dann von Wertpapierschiebern und Handys die Rede. Möglicherweise ist Google auch einfach zu vorurteilsbeladen.

Sollte ein Leser des Türkischen mächtig sein: Für Entwirrung wäre ich dankbar.

„Da war ich halt der Dumme“

Manuel Neuer hat außerordentliches Talent. Matthias Sammer sagte voraus, dass Neuer der beste Torwart der Welt sein wird. Vielleicht wird er das tatsächlich mal, man wird es sehen. Was Manuel Neuer aber zu etwas besonderem macht, ist seine Authentizität.

Ganz ohne das Hohelied auf den Jungen, der schon immer auf Schalke … Manuel Neuer ist einfach angenehm holperig. In Interviews spricht er generell zu schnell, seine Zunge überholt sich selbst. Er hat (noch) keinen Kurs belegt, in dem ihm beigebracht wurde, mit vielen Worten wenig preiszugeben. Er spricht aus, was ihm gerade einfällt.

Wir haben die Chance, ihn zu begleiten. Nach wie vor steht er am Anfang seiner Karriere. Er wird sich entwickeln, sportlich wie in seiner Außendarstellung. Er wird sich steigern, verbessern, perfektionieren. Und wenn er tatsächlich einmal der Beste in seiner Disziplin sein wird, wird er langsamer und bewusster sprechen. Er wird seine Worte abwägen, sagen was die Leute hören wollen. Das Holperige, die Kanten werden sich abgeschliffen haben. Das nennt man dann professionell. Bis dahin sollten wir uns daran freuen, wie er wirklich ist.


Gespielter Patriotismus

Man kann nur ablehnen, was einem angeboten wird. Und wenn einem etwas entzogen wird, muss man sich nur darüber ärgern, wenn man es auch haben wollte.

Jermaine Jones wurde von Bundestrainer Löw längst aussortiert. Er war nicht mal mehr das fünfte Rad am Wagen, durfte nicht mal dabei sein, als kaum noch jemand zur Verfügung stand. Deshalb ist es Mumpitz, Jones’ Umorientierung einen „Rücktritt“ zu nennen. Und deshalb war das kühle und knappe Statement des Bundestrainers völlig angemessen. Was Jermaine Jones tut oder lässt, kann ihm völlig egal sein.

Aber es gibt da ja noch einen, der knapp nicht kann, der dazu da ist, was darzustellen. Oliver Bierhoff.

„Wir haben mehrfach betont, wie sehr wir uns darüber freuen, dass wir mehrere Spieler mit Migrationshintergrund in den Reihen der deutschen Nationalmannschaft haben. Dies entspricht der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land, und das spiegelt auch unsere Nationalmannschaft wider. Wir haben aber immer wieder darauf hingewiesen, dass jemand, der das DFB-Trikot trägt, sich klar zur Nationalmannschaft und Deutschland bekennt. Wenn ein Spieler das nicht so sieht, ist das seine Entscheidung, die wir respektieren.“

Aufgeteilt in zwei Teile kommt der Kommentar des Oliver Bierhoff falsch und verspätet, irgendwie „falschrum“ daher.

Zunächst sei festgestellt, dass Jermaine Jones keinen Migrationshintergrund hat. Sein Vater war als Soldat in Deutschland stationiert. Heute lebt er wieder in den USA, ein Immigrant war er nie. Lukas Podolski hat Mirgrationshintergund und möchte vermutlich gar nicht, dass sich Bierhoff darüber freut, selbst wenn er es wissen sollte. Sicher reicht ihm, wenn man sich an seinen Toren freut. Auch Claudemir Jeronimo Barreto (genannt Cacau – selbst eingewandert, mit völlig normalem Hintergrund) will bestimmt nur einer unter Guten sein, und nicht der Farbtupfer zu Bierhoffs Anspruch an Vielseitigkeit.

Der zweite Teil Bierhoffs Aussagen erweckt den Anschein, verspätet zu erscheinen. Hat sich Jermaine Jones etwa als deutscher Nationalspieler nicht zum DFB-Trikot bekannt? Hat er zuvor schon Zweifel geäußert, ist dies der wahre Grund für seine Nichtnominierung?
Nein. Die Idee ist Jones erst gekommen, als man ihn nicht mitspielen ließ. Trotz Bekenntnis zum DFB-Trikot. Trotz guter Leistungen. Trotz Migrationshintergrund nach Bierhoff.

Meines Erachtens dürfte ein Wechsel zwischen Verbandsauswahlmannschaften nicht erlaubt sein. Wer irgendwann, egal in welchem Alter, einmal für eine Verbandsauswahl gespielt hat, sollte niemals mehr für eine andere Verbandsauswahl spielen dürfen. Der junge Mann, der mit zwei Staatsangehörigkeiten geboren wurde und dessen Eltern zu Zeiten seiner jungen Jahre die Entscheidung fürs „falsche Land“ getroffen haben, hat eben Pech. Hier geht es nicht um Wahlmöglichkeiten. Pech hat schließlich auch der talentierte Junge, der ohne doppelte Staatsbürgerschaft auf Malta geboren wurde.

Aber nach mir geht es nicht. Die FIFA hat die Wechselmöglichkeit erfunden, da kann ich Jermaine Jones nicht übel nehmen, wenn er diese Möglichkeit nutzt. Mit Bierhoff als Moralapostel tue ich mich in dieser Situation schwer. Mag sein, dass er nicht um des dabei Seins willen den Verband wechseln würde. Aber falls die Firma Nike glauben würde, zum Aufbau eines schlagkräftigen „Team USA“ bräuchte man unbedingt Oliver Bierhoff; ich würde nicht drauf wetten.

Arminia und die Chance zur Farbe

Der Ex-Bremer Diego war immer auch für die Klatsch-Spalten gut. Auf die vermeintliche Suggestivfrage, wie er das finden würde, antwortete Klaus Allofs überraschend: Man hätte sich vor einer Weile zusammengesetzt und überlegt, wie Werder Bremen aussehen solle. Und dabei habe man festgestellt, dass Werder auch in die Klatsch-Spalten müsse.

Wasser auf die Mühlen, die ich seit ewigen Zeiten drehe. Attraktiver Fußball und Erfolge hin oder her, es braucht mehr. Es braucht Spektakel, es braucht bescheuerte Fans, es braucht Lieblinge und Fieslinge, Schlagzeilen, Skandale, Tränen und Liebe, das ganze emotionale Arsenal. Deshalb werden, unabhängig vom Tabellenplatz, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln und Schalke 04 immer mehr Sex-Appeal versprühen als Wolfsburg, Hoffenheim oder Leverkusen. Mehr als Bielefeld sowieso.

Arminia Bielefeld hat nun die Chance, zumindest schon mal in die Klatschspalten zu kommen! Presseberichten zu Folge haben sich Günter Eichberg, Rudi Assauer und Uli Stein bereit erklärt, dem Verein mit zurückgetretenem Vorstand zu helfen.
Eine leicht jähzornige Torwartlegende, ein Sonnenkönig und Good Ol’ Rudi, der Herr der Schlagzeilen und aktuell nur noch mit der Bildzeitung im Bett liegend; allesamt in verantwortungsvollen Positionen … da wird die Arminia mal spannend, da beginnt man sich für sie zu interessieren, da ist sie auch mal bei RTL Punkt 12 ein Thema!

Die Arminia sollte zuschlagen. Schlimmer als in der Bildzeitung ein Thema zu sein ist es, in der Bildzeitung kein Thema zu sein. Allofs weiß das. Klinsmann mittlerweile auch. Arminia könnte es erfahren.

Transfer von Jan Moravek vollzogen

Jan Moravek ist 19 Jahre jung, Tscheche und gilt als großes Mittelfeldtalent. In Tschechien wird er gerne mit Thomas Rosicky verglichen. Der Kontakt mit Schalke wurde durch Jiri Nemec hergestellt, im Winter absolvierte Jan Moravek ein Probetraining in Gelsenkirchen.

Als Manager Müller kurz vor seiner Entlassung noch jeder Zeitung sein Konzept präsentieren wollte, erzählte er dem Express(!), dass er kurz vor einer Verpflichtung Moraveks stehen würde. Mitte März verkündete Präsident Jupp Schnusenberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tore und Gewinne“ mit gewohnt gewichtigem Wort nebenbei, dass Moravek einen 4-Jahres Vertrag erhalten wird. Kurz darauf gab es in tschechischen Medien Meldungen, dass das nicht stimme, dass nichts unterschrieben sei und dass es noch andere Interessenten gäbe: Clubs aus Frankreich und den Niederlanden, und natürlich Bayern München, das mittlerweile immer und mit jedem Spieler in Verbindung gebracht zu werden scheint. Und während für deutsche Medien die Geschichte mit der Verkündigung Schnusenbergs erledigt war, versetzten die tschechischen Meldungen den Internet-affinen Teil der Schalker Gemeinde doch in einige Aufregung.

Ob sich da ein Spielervermittler zu wichtig gemacht hat oder ob hiesigen Journalisten ein zweiter oder dritter Artikel entgangen ist, kann ich nicht beurteilen. Seit gestern ist der Fall aber erledigt. Seit gestern ist der Wechsel auf der Transferliste der DFL offiziell als erledigt notiert.

Noch 750 Tage

Noch zwei Jahre und nicht mehr ganz drei Wochen gilt der Vertrag, den Manager Andreas Müller mit Carlos Grossmüller einst hastig, im Sommer 2007 abschloss. Rund 3,5 Millionen Euro soll Schalke für ihn überwiesen haben, nachdem er in Uruguay 12 Tore in 30 Spielen erzielte und Meister wurde. In der Bundesliga hat er es auf ungefähr 13 Halbzeiten Spielzeit gebracht. Eine wirklich gute war nicht dabei.