Ordentlich reden

Ich find diese Interview klasse. Kloppo kann ordentlich reden und ohne die ganzen Fussballer-Phrasen genauso wenig Inhalt transportieren.

User Kempe im Forum bei westline.de bezüglich eines Interviews mit Jürgen Klopp bei derwesten.de. Zweifellos wusste dabei Borussias Trainer seinen Status als „King Of Lip Service“ zu untermauern.



3 Kommentare zu “Ordentlich reden”

  1. Andreas aus dem Bürgerdingens sagt:

    Och Leute!
    Was willst du denn auf diese Fragen auch antworten…? Wären diese besser?

    DerWesten:“Herr Klopp, wir haben ein Foto von Ihnen. Sie stehen über einem schwarz-gelben Fahrrad und tragen einen, na ja, schicken Helm. Es könnte sein, dass dieses Foto das Spektakulärste ist, was vom Trainingslager von Borussia Dortmund in Donaueschingen bleiben wird.“

    Klopp: Ja, leider gelangen unsere innovativen Trainingsmethoden nicht in die Öffentlichkeit -und da müssen wir die Presse auch mal kritisieren. Unsere (von ukrainischen Wissenschaftlern langjährig entwickelte) Team-Building-Maßnahmen wie Topfschlagen, Wer hat den Hut oder Eierlaufen werden sicherlich Maßstäbe im internationalen Fußball setzen. Treppenlaufen kann jeder…

    DerWesten:“War Ihnen denn bei Amtsantritt klar, dass die Emotion riesig ist, das Stadion auch, dass der Verein eine riesige Stellung hat, der finanzielle Rahmen aber dem nicht entspricht?“

    Klopp:“ Durch meine Tätigkeit beim ZDF hatte ich die Möglichkeit, bewegte Bilder über Dortmund und dessen Fußball zu erhalten. Anläßlich der MEISTERSCHAFTEN und des Champion-League Erfolges in den letzten 12 Jahren, sind doch ne Menge Filmchen vorhanden. Sogar in Farbe.
    Es gibt Vereine, die wurden auch mal Meister, jedoch existieren wahrscheinlich nur Schwarz-Weiß Aufnahmen davon… Und über Finanzen weiß ich nur: Geld schießt keine Tore, Gas übrigens auch nicht!

    Der Westen:“Wie realistisch ist es für den BVB, mit seinen eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten, oben mitzuspielen?“

    Klopp: Na ja, die WAZ-Gruppe hat ja auch enorme finanziellen Einbußen erleben müssen. Hat sich eigentlich die journalistische Qualität bei Ihnen verändert? Sind sie überhaupt noch Journalisten oder eher Praktikanten, der Umschulungsklasse Wurstfachverkäufer III der hiesigen Berufsschule?

    DerWesten: „Es gab doch einen Spannungsmoment in der vergangenen Saison, an den wir uns erinnern. Ihr Stürmer Alex Frei war nicht zufrieden mit seinen Einsatzzeiten. Wie würden Sie heute Ihr Verhältnis zu ihm beschreiben?“

    Klopp: Wir haben beim DFB den Antrag gestellt, in der nächsten Spielzeit mit 22 Akteuren aufzulaufen. Unsere Jungs sind so sensibel, dass sie mir Auswechslungen nicht konfrontiert werden sollten! Unsere Spielerfrauen sehen das übrigens genauso…

    So besser? Oder vielleicht doch die Trainingslager-Event-Schreiberei der BILD über kotzende Millionäre?

    Gespannt auf Kommentare, der entspannte Schwarz-Gelbe Freund des Fußballs!

  2. berka sagt:

    Banal wie von ihm gewohnt. War es nicht zweimal genau jener Tick der dem BVB fehlte um international zu spielen?

  3. Torsten Wieland sagt:

    @Andreas: Zunächst mal sorry, dass Dein Kommentar so lange im Spamfilter hing. Auch wenn ich gerne damit angeben würde es so einstellen zu können: Ob der falschen Gesinnung landen Kommentare von Borussen keineswegs automatisch dort ;-)

    Zur Frage: Nein, wäre nicht besser. Überhaupt meine ich das mit dem „King Of Lip Service“, wie wohl auch User Kempe sein Forum-Posting, durchaus als ehrliches Lob.
    Deine Version kommt übertrieben daher. Klopp verpackt kleine Spitzen gegen den Nachbarn unaufdringlicher, so, dass sie eben ein Schmunzeln verursachen, selbst bei unsereins. Darüber hinaus sagt er nichts Konkretes (eben wie die meisten Kollegen auch), nutzt aber sehr viel mehr die Sprache eines Fans statt der eines Trainers (eben wie kaum einer seiner Kollegen).

    Das lässt ihn sympathisch, nah wirken. Und weil sich diejenigen, die ihn sympathisch finden, immer der Schwäche dieser Darstellung bewusst sind, lassen sich zu ausnahmslos jedem Klopp-Interview Kommentare finden, in denen betont wird, dass er Ahnung von Fußball hat.
    Insgesamt geht das Konzept zweifellos auf.

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