Ein Mann für die Binde

Heiko Westermann ist der neue Kapitän des FC Schalke 04. Jermaine Jones galt ebenfalls als Kandidat für dieses Amt. Und Manuel Neuer.

Dass Manuel Neuer „das Gesicht dieser Mannschaft“ sei, war zuletzt häufig zu lesen. Er ist der talentierteste und wohl auch begehrteste Spieler. Er wird zunehmend mehr im Mittelpunkt stehen. Dass er dorthin nicht auch noch durch die Kapitänsbinde geschoben wird, finde ich in Ordnung.
Jermaine Jones ist sehr präsent auf dem Platz und sicher ein Leistungsträger. Was den Typ angeht ist Jermaine Jones das Gegenteil von Heiko Westermann. Jones scheint es egal zu sein, wenn er für andere ein Arschloch ist. Westermann ist smart, foult kaum und eckt auch sonst nicht an. Jones ist schalkig. Westermann ist hitzlspergerig.

Ich bin froh, dass Schalke Jermaine Jones hat. Auf dem Platz, seine Interviews brauche ich nicht. Schalke braucht Westermann, und mit seiner öffentlichen Darstellung wird man auch nach dem Spiel gut vertreten. Das ist sicher langweiliger. Aber Hitzlsperger ist auch Deutscher Meister.



5 Kommentare zu “Ein Mann für die Binde”

  1. Andreas sagt:

    Zweifellos bräuchten wir aber wenigstens noch einen – ich betone: sportlich – Wahnsinnigen der Abteilung Böhme. Uns fehlen seit Jahren die Typen, die ein Spiel notfalls alleine entscheiden können, wenn der Rest wieder vorher bei La Scala versackt ist.

  2. Torsten Wieland sagt:

    Absolut. Da sind wir wieder bei der fehlenden Kreativität und beim zu langsamen, pomadigen Spielaufbau.

    Aber hier gings ja nur ums Kapitänsamt: Wimpeltausch, Seitenwahl gewinnen, erster Ansprechpartner für den Schiri, leicht herausgehobene Stellung im öffentlichen Auftreten, als erster die Hände an der Trophäe … Gut, das letzte bei uns erstmal nicht …

  3. Andreas sagt:

    Da ist Heiko für mich absolut der richtige Mann. Einer der kann, einer der will, einer, der sich mit dem Verein identifiziert. Da hatte ich nicht nur bei Ersatzmann Krstajic so meine Bedenken.

    Warum habe ich gerade „Wimpern-“ statt „Wimpeltausch“ gelesen? Frau Möller ist doch nicht mehr da… :o))

  4. Torsten Wieland sagt:

    Möller war zwar nicht bekloppt, würde uns heutzutage aber immernoch sehr gut zu Gesicht stehen. So einer im offensiven Mittelfeld, dann würde ich mich noch ein bisschen mehr darauf freuen, dass es wieder losgeht. Und so schließt sich der Kommentare-Kreis ;-)

  5. Westermanns Arschkarten-Jahr : Königsblog sagt:

    […] Magath kam der Umbruch und Magath machte Heiko Westermann zu seinem Kapitän. Eine gute Wahl. Westermann hatte zwei gute Jahre auf Schalke hinter sich, Nationalspieler, mit 26 im besten […]

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