Magie der Armut: Prophezeiung 2 in 1

Mittlerweile wird die Geldknappheit nicht mehr geleugnet. Nur das Ausmaß der Probleme ist fraglich, dass gespart werden muss, dass keine teuren Spieler verpflichtet werden können steht fest. Dass Leistungsträger verkauft werden müssen ist möglich, es dürfe keine Tabus geben, bestätigte Felix Magath jüngst in einem Interview.

Seit kurzem wird auch die Unzufriedenheit der Fans von Vereinsseite thematisiert. Die Kommunikation sei schlecht gewesen, in letzter Zeit. So formuliert um keine Diskussion um das Warum anzuheizen, weil es das nicht mehr braucht. So formuliert um ein Ende für einen neuen Anfang zu setzen.

Wenn erst jeder sieht, wie arg der Neuaufbau dieses Clubs ausfällt, wenn der Aufbau als einer auf Ebene 0 erfahren und nichts mehr an diesem Kader als ein Überbleibsel, als die Basis einer ehemaligen Champions League-Teilnehmermannschaft erachtet wird, wenn jeder aufgestellte Spieler seinen Einsatz als Chance begreift und sich im Mittelpunkt eines Clubs wähnen darf, für den der Fußball wichtiger ist als die Entwicklung zur Entertainment-Company, dann wird gesund wachsen können was fachmännisch gesät wurde, dann werden sich diejenigen, die nicht des Fußballs, sondern des Feierns oder schlicht des Trends wegen ins Stadion kommen, abwenden, dann wird man guten Gewissens von „wir“ reden und damit vom Kapitän über alle Stadiontribünen bis zum im Trikot zu Bett gehenden Jungen alle meinen können, dann wird man „wir“ leben, dann wird es uns gut gehen.

Ein schönes Ziel. Derweil sollten Forderungen und Ankündigungen zukünftiger Meisterschaften korrekt eingeordnet werden. Sie entsprechen der Forderungen von Arbeiterführern nach Vollbeschäftigung.



2 Kommentare zu “Magie der Armut: Prophezeiung 2 in 1”

  1. Carlito sagt:

    Du sprichst mir so sehr aus der Seele, insbesondere mit Deinen Aussagen im 3. Absatz!!!

    „[…]dann werden sich diejenigen, die nicht des Fußballs, sondern des Feierns oder schlicht des Trends wegen ins Stadion kommen, abwenden, dann wird man guten Gewissens von „wir“ reden und damit vom Kapitän über alle Stadiontribünen bis zum im Trikot zu Bett gehenden Jungen alle meinen können, dann wird man „wir“ leben, dann wird es uns gut gehen.[…]“

    Das kann man nur ganz, ganz fett unterstreichen und unterschreiben!!!

  2. Rapuntzel sagt:

    ich habe zum ersten mal seit langem das Gefühl, dass die richtigen Rahmebedigungen für einen Neuafang gegeben sind. Drücken wir die Daumen dass es gelingen wird und nicht die Verantwortlichen nach 1 oder 2 Jahren mit evtl. dürftigen Ergebnissen kalte Füße bekommen….

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