Mund abputzen, vorwärtsfreuen!

Schalke siegt zum dritten Mal in Folge. Dabei gab es gegen Eintracht Frankfurt eine Halbzeit kaum was zu sehen. In der zweiten Hälfte erhöhte Schalke die Schlagzahl, rang Frankfurt nieder und gewann letztlich verdient. Wichtige drei Punkte vor dem schwersten Teil des Spielplans.

Schalke tut sich nach wie vor schwer „das Spiel zu machen“ und Eintracht Frankfurt gefällt sich auch defensiv. Michael Skibbe sprach später jedenfalls von einem guten Spiel seiner Mannschaft, ohne dass die Eintracht Manuel Neuer auch nur ein einziges Mal zu mehr genötigt hätte, als sich den Knicker von Balljungen zum Abschlag zuwerfen zu lassen.

Umso tragischer, dass Schalke derart lange brauchte, um seinerseits zu Chancen zu kommen. Erst als nach der Pause eine Schippe draufgelegt wurde, als durch erhöhten Druck auf die ballführenden Frankfurter mehr Ballbesitz erarbeitet wurde, als es mehr Bewegung und mehr Tempo gab, kam es zu Chancen für Königsblau.

Erstaunlich bleibt, dass in Magaths Kindergarten keineswegs die jungen Spieler die Fragen aufwerfen. Gegen Frankfurt waren 5 Spieler aus der Schalker Startformation jünger als der gerade 23-Jährige Manuel Neuer. Trotzdem bildet sich ein Stamm, eine Gruppe von Kids mit einem gewissen Niveau, die einen zumindest gegen Dortmund und Frankfurt auf etwas mehr als Augenhöhe hieven. Es ist die Position im Sturm, neben Jefferson Farfan, auf der sich noch am wenigsten ein Spieler durchsetzen konnte.

Gegen Frankfurt stand Kevin Kuranyi in der Startformation, und auch er hat mehr als unglücklich agiert. Nicht, dass er sich nicht bemüht hätte, Kuranyi läuft stets soweit die Füße tragen. Und trotzdem lief das Spiel an ihm vorbei. Entweder lief er nicht in die Gasse, in die der Ball gespielt wurde, oder er hatte eine Idee, ließ einen Ball nur kurz abtropfen, wollte einen Mitspieler in Szene setzen, aber dieser startete nicht. Letztendlich war der Ball fast immer weg, sobald Kuranyi irgendwie beteiligt war.
Halil Altintop ist da noch, dessen lethargisches Auftreten einen zur Weißglut treiben kann, und eben Gerald Asamoah, der diesmal das entscheidende Ding machte. Der Vorzeigenschalker in seiner 11. Saison. Niemand, der es ihm nicht gönnen würde, und trotzdem eher nicht die Zukunft.

Nun spielt Schalke in Stuttgart, gegen Hamburg, Leverkusen und in München! Schweineschwer, aber auch schweineinteressant! Mit dieser Mannschaft darf man sich als Außenseiter fühlen. Mit diesem Trainer darf man sich dennoch Hoffnung machen. Immerhin, das Spiel gegen Frankfurt haben wir schon mal hinter uns.

Foto: TomaszBo



2 Kommentare zu “Mund abputzen, vorwärtsfreuen!”

  1. blogundweiss.de » Blog Archive » Die Rückkehr zu Altbewährtem sagt:

    […] Wieland vom Königsblog findet es angesichts harmloser Frankfurter tragisch, “dass Schalke derart lange brauchte, um […]

  2. Gerald Asamoah sagt:

    […] Mund abputzen, vorwärtsfreuen! Königsblog – PeopleRank: 18 – 05.10.2009 …Gerald Asamoah, der diesmal das entscheidende Ding machte. Der Vorzeigenschalker in seiner 11. Saison. Niemand, der es ihm nicht gönnen würde, und trotzdem eher nicht die Zukunft. Nun spielt Schalke in Stuttgart, gegen Hamburg, Leverkusen und in München!… Namen genannt : Michael Skibbe  Kevin Kuranyi  Halil Altintop  Jefferson Farfan  Manuel Neuer  […]

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