
Halil Altintop spielt fortan für Eintracht Frankfurt. Als er vor dreieinhalb Jahren nach Schalke kam war er 23 Jahre jung und hatte gerade eine Saison mit 20 Treffern hinter sich. Da durfte man sich Hoffnungen machen. Hoffnungen, die Halil Altintop letztlich nie erfüllte.
Während seiner ganzen Zeit auf Schalke gab es immer wieder diese Momente. Szenen in denen zu sehen war, dass er ordentlich mit dem Ball umgehen kann, besser als Kevin Kuranyi allemal. Es gab diese „Jetzt aber-Spiele“, in denen er traf, die die Hoffung schürten, dass es noch was wird, mit dem Torjäger Halil auf Schalke.
Aber irgendwas kam dann immer dazwischen. Ab und an kleinere Verletzungen. Oder er musste mal wieder die Position wechseln. Oder er war einfach 90 Minuten nicht zu sehen. Und wenn es dann nicht lief, konnte mich seine Ruhe, seine an Lethargie grenzende Gelassenheit und seine schluffige Körpersprache fast in den Wahnsinn treiben.
Meines Erachtens gehört Halil Altintop in die zentrale Stürmerposition und braucht die Gewissheit, dass er auch dann noch des Trainers Mann ist, wenn er mal keinen guten Tag hatte. Auf Schalke war stets und auch zurecht Kevin Kuranyi des Trainers Mann. Halil war der Stürmer der auf der freien Position spielte, die das jeweilige System gerade hergab, und der als erster ausgewechselt wurde, wenn es nicht lief. Er hat sich aber eben auch viel zu selten aufgedrängt.
Nun ist aus dem 20-Tore-Stürmer ein 6-Tore-Irgendwo-Offensivspieler geworden, dessen wohl lukrativster Vertrag seiner Karriere gerade ausläuft. Vielleicht läuft es in Frankfurt besser für ihn, vielleicht wird er dort „der“ Stürmer der Eintracht. Wir werden es mitbekommen. Viel Glück, Halil Altintop!
Foto: Tomek Bo







“[...] dessen wohl lukrativster Vertrag seiner Karriere gerade ausläuft.”
Ich dachte Schalke schiebt noch ordentlich Gehalt nach?!?
Ich bin froh, daß der Kelch an uns vorbeigegangen ist. Früher, ja früher, da hätte ich ihn geholt.
neulich traf ich in einer Berliner Kneipe auf dem Klo einen Club-Fan, der jammerte, dieser Charisteas zehre nun schon seine ganze Karriere von jenem berühmten EM-Tor.
Ähnliches kann man auch von Halil sagen. Der lebt nun schon seit Jahren vom Ruf, ein 20-Tore-Stürmer zu sein.
Er hat damals in Lautern in drei Spielen einen Dreierpack und in drei weiteren Spielen einen Doppelpack erzielt. Das heißt, er hat in sechs Spielen 15 Tore erzielt und in den restlichen 28 gerade mal 5. Und war deshalb auch in Lautern als Chancentod verschrien.
Und von jenen sechs Spielen erinnere ich mich zumindest an zwei, die extreme Konterspiele waren. Halil tauchte mehrfach alleine vor dem gegnerischen Keeper auf. Eine Situation, die sich in Schalke in den letzten Jahren bekanntlich fast nie ergeben hat. Irgendwann muss man dann auch mal einsehen, dass nicht jene sechs Spiele, sondern die anderen 28 das Leistungsvermögen von Halil korrekt wiedergeben.
@ Ich dachte Schalke schiebt noch ordentlich Gehalt nach?!?
vertrag wurde aufgelöst …
Gewissermaßen verwunderlich, dass er nicht zu Heynckes Jupp rübergemacht hat (War doch dessen Lieblingsschüler, oder?). Aber der ist ja derzeit mit Stürmern bestens bedient.
[...] Halil Altintop Als er vor dreieinhalb Jahren nach Schalke kam war er 23 Jahre jung und hatte gerade eine Saison mit 20 Treffern hinter sich. Da durfte man sich Hoffnungen machen. Hoffnungen, die Halil Altintop letztlich nie erfüllte. [...]
Es sieht so aus, als ob ich mich bei Halil eher für die dauerhafte Geringschätzung entschuldigen muss als bei Mirko Slomka. Das Tor gegen Freiburg war übrigens ziemlich exakt eines aus der Kategorie jener Tore, die er in Lautern geschossen hat (und die er in Schalke nie vor die Füße bekommen hätte)