Artikel im Juni 2010

Der nächste Ausfall: WM ohne Königsblog!

Nachtrag: Am Montag den 26.07. gehts hier weiter. Im neuen Design und mit den bewährten Themen. Es gibt ja genug zu besprechen …


Nach Rio Ferdinand und Didier Drogba, nach Michael Ballack und Kevin Kuranyi wird auch das Königsblog nicht an der WM 2010 teilnehmen. Zwar dürfte es und könnte auch. Allerdings könnte es nicht wie ich wollte, weshalb ich meinem Blog eine Pause verpasste und es für das Weltturnier zurückzog.

Das hat nichts damit zu tun, dass ich vor kurzen noch schrieb, dass dies nicht meine WM sei. Tatsächlich finde ich es doof, dass die WM an diesem Blog vorbei gehen wird. Aber es muss einiges repariert, vielleicht auch erneuert werden. Das Theme dieses Blogs und einige der verwendeten Plugins harmonieren nicht mit der aktuellen Blog-Software. Das habe ich eine ganze Weile erfolgreich ignoriert, weil es lief, weil ich lieber schreibe als in PHP und CSS herumzupfuschen. Mittlerweile sieht dieses Blog aber nicht mehr so aus, wie ich möchte dass es aussieht. Es besteht Handlungsbedarf. Und weil ich diesen zeitlichen Mehraufwand nicht mehr in meinem Tag unterzubringen vermag, sehe ich mich zur Absage der Fußballweltmeisterschaft 2010 gezwungen.

Zur nächsten Bundesliga-Saison wird dieses Blog wieder fit sein. Wie es dann ausschaut, wird man sehen. Euch allen vielen Dank fürs Lesen, fürs Kommentieren, fürs Teilnehmen. Ohne dem gäbe es kein Königsblog. Bis demnächst. Glück auf.

„Töppi komm rein, wir machen das“

Rolf Töpperwien wird am 26. September 60 Jahre alt. Einen Tag zuvor wird er zum letzten mal für das ZDF als Reporter am Fußballplatz stehen und eine Karriere beenden, die 1973 begann. Mittwoch war er zu Gast in der 1Live -Radiosendung „Plan B Talk“.

Einerseits ist Rolf Töpperwien eine verehrungswürdige Legende. Er stand schon am Spielfeldrand, als man noch blöd angeschaut worden wäre, wenn man gesagt hätte, er sei ein „Field Reporter“. Er ist ein Profi. Wenn er erklärt, dass er den Zuschauern des ZDF-Sportstudios am späten Abend einen Mehrwert gegenüber der ARD-Sportschau-Berichterstattung bringen müsse, ist das nachvollziehbar. Wenn er seine Meinung zum Sportlichen vertritt ist das immer gerade und klar. Wenn er von seinen handgeführten Statistiken spricht mag das zwar „gestrig“ sein, es ist aber sympathisch, man fühlt seine Lieber zu der Sache.

Andererseits ist Rolf Töpperwien ein unglaublicher Dampfplauderer. Er, der „Akademiker“, der „fürs Volk“ kommentiert. Er, der „Vertrauen“ bei Spielern und Trainern dadurch erlangt, dass er sich mit ihnen in die Kneipe setzt, dabei aber stets die „journalistische Distanz“ aufrecht hält, wenn er sie tags drauf „gnadenlos“ behandelt, weil er es „eben kann“.
Wenn er Sätze sagt wie …

Ghana behandelt den Ball besser als wir unsere Frauen, trifft aber das Tor nicht.

oder wie …

Nicht die Spieler waren die ersten, die in der Bundesliga schwul waren, es waren ja die Schiedsrichter.

… verfalle ich in ein Fremdschämen, welches ich bei einem Neururer-Interview kaum stärker fühlen könnte. Wenn er dann noch von König Otto schwärmt, und wenn man sich sein Vorgehen im Umgang mit diesem noch mal bewusst macht, ist alles aus.

Trotzdem ist die Plan B-Sendung hier nachzuhören. Langweilig ist sie sicher nicht.


Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


(38:41 Min)
mp3-Datei / Podcast-Feed



Noch keine Vertragsverlängerung mit Gazprom

Meldungen, nach denen Schalke 04 im vergangen Jahr einen Rekord-Sponsorenvertrag über mindestens 100 Millionen Euro mit Gazprom abgeschlossen habe, sind falsch. Das erklärte Rolf Dittrich, Pressesprecher des FC Schalke 04, gegenüber diesem Blog.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG veröffentlichte gestern eine Pressemitteilung, nach der der FC Schalke 04 im vergangenen Jahr „seinen Sponsorenvertrag mit dem russischen Energiekonzern Gazprom um weitere fünf Jahre“ verlängert habe. Demnach sollte Schalke über dieses Zeitraum „mindestens 100 Millionen Euro“ erhalten. Der Aufmacher war, dass Schalke mit diesem Rekord-Sponsorvertrag Clubs wie Bayern München, den FC Liverpool und Manchester United übertroffen habe.

Mich verwunderte die Meldung. Nachdem die BILD-Zeitung im November über eine Verlängerung des Gazprom-Vertrags berichtete und dabei auch Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zitierte, gab es auch Meldungen, in denen Burkhard Woelki, Kommunikationschef von Gazprom Germania, eine Vertragsverlängerung und sogar Verhandlungen dementierte. In der Folge gab es zu diesem Thema nichts mehr zu hören oder zu lesen. Weshalb ich anlässlich der gestrigen Meldung bei Schalke 04 nachfragte.

Der Verein hatte bereits eine Klarstellung veranlasst. Mittlerweile ist eine Korrektur durch PricewaterhouseCoopers AG erfolgt. Darin ist nun von einer Absichtserklärung zur Verlängerung die Rede.

Der ursprüngliche Sponsorenvertrag mit Gazprom läuft bis 2012.



[ Mit Dank an Rolf Oebel]