Die Kleine Gruppe meldet sich zu Wort

Die Absetzung Rolf Rojeks als Fanbeauftragter des FC Schalke 04 schlug hohe Wellen. Felix Magath meinte, es sei lediglich eine „kleine Gruppe“, die sich mit seinem Kurs nicht einverstanden erklärt. Dienstag haben sich Vertreter der verschiedenen Fangruppierungen zusammengesetzt und unter dem Namen „Kleine Gruppe“ einen Text mit dem Titel „Unser Verein beugt sich nicht – Ein Bekenntnis zu Demokratie und Nachhaltigkeit“ verfasst.

Darin wird der Verein aufgefordert, die Fanbeauftragten Frank Arndt und Arthur Saager wieder einzusetzten – Rolf Rojek hat sich mittlerweile freiwillig zum Verzicht auf dieses Amt entschlossen. Weiter wird der Verein dringend zur Kommunikation aufgefordert. Wörtlich heißt es …

Dass faktisch seit fast über einem Jahr – seitdem wir Fans Felix Magath dringend zu einer Fan-Runde einluden – überhaupt keine Kommunikation mehr zwischen Fans und „Verein“ stattfindet und der Verantwortliche für „Kommunikation“ beim S04 uns links liegen lässt, ist ein untragbarer Zustand und muss unverzüglich ein Ende finden.

Damit wird bestätigt, was Matthias Berghöfer einst in einem Kommentar in diesem Blog angedeutet hatte und was ich als „unorganisierter Fan“ nicht wusste. Dass nämlich der vielbeschriebene Schulterschluss zwischen Mannschaft und Fans zu Beginn der letzten Saison keineswegs von Felix Magath initiiert wurde.

Ich heiße das Handeln Felix Magaths in vielerlei Hinsicht gut, auch bezüglich Vorgängen die andere Fans heftig kritisieren. So sehr ich Mike Büskens auch mag, dass Felix Magath nicht mit ihm sondern mit seinen Vertrauten Co-Trainern zusammenarbeiten will, halte ich für legitim. Dass derjenige, der für einen millionenschweren Fußballclub als Entscheider fungieren soll, keine Freiheit im Rahmen eines Budgets genießen kann, sondern sich Geschäfte größer der vergleichsweise lächerlichen Summe von 300.000 Euro genehmigen lassen muss, halte ich für albern. Dass Magath nichts um die Vergangenheit Christoph Metzelders gibt, sondern den nach seiner Ansicht besten Kader zusammenstellt, halte ich für richtig.

Dass Felix Magath aber nach wie vor gegen das nun mal getroffene Abstimmungsergebnis der Jahreshauptversammlung zu seinem Entscheidungslimit zetert, und dass er offensichtlich alles daran setzt, Mitglieder und Fanorganisationen bei Richtungsentscheidungen außen vor zu lassen, geht mir gehörig gegen den Strich.

Mir ist die Kultur dieses Vereins wichtig. Kultur sind die von Menschenhand geschaffenen Dinge. Kultur entsteht nicht durch hingehen, schauen, essen und trinken. Kultur entsteht durch diejenigen, die über den Konsum des Fußballspiels hinaus das „Schalker sein“ weiterleben. Manche bemühen sich um das Aufrechterhalten und Erinnern an Traditionen, andere reisen als Schalker durch die Welt. Viele verleben viel Zeit in Fanclubs, einige schreiben das Internet voll. Diese Kultur ist die Identität des Vereins wie wir ihn kennen und damit dessen Grundlage.

Die bislang von Magath getroffenen Einzelentscheidungen konnten dem Club als solchen noch nichts anhaben. Aber das Gebaren Magaths und die fehlende Kommunikation werden zu einer Entfremdung von Verein und aktiven Fans und Mitgliedern führen. Das ist nicht akzeptabel. Deshalb unterstütze ich die „Kleine Gruppe“ unter der Führung des Schalker Fan-Club Verbandes in ihren Forderungen.



27 Kommentare zu “Die Kleine Gruppe meldet sich zu Wort”

  1. derwahrebaresi sagt:

    mir „fällt es schwer“ hier einen kommentar abzugeben, da ich die situation von aussen betrachtet nicht beurteilen kann.

    also verhalte ich mich hier zunächst getreu dem motto: „wenn man keine ahnung hat…“

  2. Thomas25 sagt:

    @ Rolf Rojek: Kapier ich das Problem nicht so richtig:

    Er hatte 3 Ämter inne: Fanbeauftragter, Vorsitzender des Schalker Fan Verbandes und Mitglied des Aufsichtsrats.

    Und nun ist er nun ( die Art und weise ist eine Frechheit für so einen verdienten Schalker) nicht mehr Fanbeauftragter. Klar hat Herr Rojek einen Intressenkonflikt(Aufsichtsrat-Fanbeauftragter), aber wenn dieser Intressenkonflikt ein Kündigungsgrund ist, dann hat Herr Magath (Trainer-Manager-Vorstand) vielleicht AUCH einen Intressenkonflikt mit Kündigungsgrund.

    Herrn Magath geht es vielmehr um Macht und Gestaltungspielraum. Und hier sah der Machtmensch Magath wohl Herrn Rojek als Vetospieler, weshalb dieser entmachtet wurde.

    Sehe diesen Vorgang, trotz der Stilfrage, als nicht so schlimm an. Herr Rojek ist noch Mitglied des Aufsichtsrat und Vorsitzender des Schalker Fan Verbandes, soweit ich weiß.
    Der Ton macht die Musik!!!! Weshalb steht da nichts auf der Homepage? Warum gibt es keine Begründung? Warum zu diesem Zeitpunkt?

    @300.000 Euro Budgetbeschränkung:
    lächerlich…das hätte echt nicht sein müssen.

    @ Metzelder:
    Homepage..Agentur…Jugendspieler auf Schalke..verletzungsanfälligkeit…ich wünsche ihm das beste, rechne aber mit dem aller aller schlimmsten

    @ Kultur:
    Einen verdienten Schalker der ersten Stunde schmeißt auch ein Herr Magath nicht einfach so raus!!! Ich will wissen warum, was da passiert ist und wieso der Verein keine Stellung dazu nimmt!!!

    Kein Gesprächstermin beim Messias Magath, Kartenpreiserhöhung….Felix Magath wollte einen emotionalen Fussballclub..nun muss er sich diesem auch stellen….

    @Felix Magath als Manger/Trainer/Vorstand:
    Der größte Glücksfall für diesem Verein nach Huub Stevens! Er steht über allem! Deshalb ist mir die Sache mit den 300.000 Budget auch peinlich, besonders nach den Assauer-Müller(vom Aufsichtsratgeduldeten) Transferorgien!
    Alles was dieser Mann macht, bringt diesen Verein langfristig nach vorne(bis jetzt). Deshalb musst wohl Rolf einen seiner 3 Posten abgeben! Auch wie er jetzt wieder die Erwartungshaltung erstickt und bis zum letzten Tag des Tranferfensters pokert, zeigt das er keinen cent für Schalke verschenkt!

    @der Mensch Magath:
    Sein persönlicher Umgang mit den Mitarbeitern der Geschäftstelle, den Spielern ( Farfan,Rafinah, Streit(Kündigung im Aufug) und dem Aufsichtsrat sind in dieser Entschiedenheit und Kompromisslosikeit schwer hinzunehmen. Menschlich ist er ganz eigen, vielleicht auch schwierig. Siehe Hinweise aus Frankfurt, Stuttgart, München und auch Hamburg. Ob es 4 Jahre gut geht…ich denke schon….

    Glück auf!

  3. packer sagt:

    Die Kommunikationsdefizite mit den (organisierten) Fans konnte am Anfang ja noch hingenommen werden. Spätestens seit Heldt den Vorstand verstärkt, hätte hier eine Verbesserung eintreten müssen.
    Von Rojek halte ich nicht so viel und ich glaub, dass der Magath als personifizierte (selbsternannte) Schalker-Fankultur mächtig auf den Zeiger geht. Aber als Aufsichtsratmitglied und Vorsitzender des SFCV hat er einen anderen Umgang verdient.
    Wenn ich allerdings im Spiegel das Gemecker der Geschäftsstellenleute und den Artikel im RS über die Spielerlogen lese, möchte ich dass Magath noch ein wenig aufräumt. Solche Leute schaden dem Verein und folgen Eigeninteressen.
    Den Aufruf der kleinen finde ich in der Überschrift doch arg pathetisch überzogen, inhaltlich kann ich weitgehend zustimmen.
    Ich hoffe Peters oder Heldt nehmen sich des Themas an und finden eine Regelung.

  4. Rainer Edelmann sagt:

    So lächerlich finde ich die 300.000 Euro-„Begrenzung“ gar nicht.

    Es ist doch nur so, dass Magath bei Aktivitäten jenseits dieses Betrages den Aufsichtsrat informieren muss (oder täusche ich mich hier?). Wenn es wirklich einmal so dringend ist (vielleicht am 31.08.?), kann man sicherlich eine Zustimmung sehr schnell einholen.

    Gerade wir Schalker sollten angesichts der Schuldenlast und diversen teuren Transfers sehr vorsichtig bleiben. Aber: Als FDP-Sympathisant scheint es Magath nicht so mit Finanzen zu haben…
    Warum aber auch, ich glaube, eine finanzielle Gesundung des Clubs schert ihn wenig bis gar nicht – er will sich ein Denkmal mit einem Titel bauen.

    Ich befürchte jedoch nach seinem Abgang (spätestens 2013) ein totales Machtvakuum.

  5. uefa1997 sagt:

    Hallo zusammen,
    es ist eine wirklich traurige Entwicklung, die sich da auftut. Und eines muss man definitiv sagen: Diese Misere ging in keinster Weise von den Fans aus, sondern von den „Neuen“ im Verein. Ich möchte hier gar nicht so sehr Felix Magath angreifen, sondern vielmehr seinen Pressesprecher „Herrn Dittrich“. Herr Dittrich macht hier anscheinend seine eigene Politik auf Kosten der Fans.
    Die Fans haben immer wieder versucht, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen, um einige Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen. Herr Dittrich ist diesen Bemühungen immer wieder aus dem Weg gegangen, zuletzt erst noch bei der Saisoneröffnung. Von daher finde ich es nur folgerichtig, dass jetzt eine Aufforderung der Fans kommt, dass von Felix Magath & Co. nun eine klare Positionierung erfolgen muss! Die Positionierung kann nur heißen „miteinander“ und nicht „gegeneinander“. Es bleibt zu hoffen, dass Herr Dittrich sich dies auch mal zu Herzen nimmt.
    Man kann über Rolf Rojek sicherlich geteilter Meinung sein, natürlich ist seine Familie auch inzwischen deutlich abhängig von Schalke geworden und verdient hier sicherlich auch nicht schlecht dran. Das würde ich ihm trotzdem nicht zum Vorwurf machen, schon gar nicht rechtfertigt es die Art und Weise mit der Herr Dittrich Rolf Rojek über seine „Suspendierung“ informiert hat. Sowas macht man nicht mal eben am Telefon.
    Und ganz klar sehe auch ich den Interessenskonflikt zwischen Fanvertreter und Aufsichtsratsmitglied. Aber: Dieser Konflikt besteht nicht erst seit gestern. Wenn man den Konflikt aus der Welt schaffen wollte, hätte man dies in der Sommerpause in ruhigen Bahnen verlaufen lassen könnten. Und dann präsentiert man auch direkt eine neue Lösung. Das was hier grad abgeht, erinnert doch stark an Eichberg’sche Zeiten. L’État, c’est moi!

    Gruß, Roman

  6. nedfuller sagt:

    Das hat er bestimmt auch in Wolfsburg alles gemacht, da ist es nur nicht aufgefallen, weil die Fans nichts zu melden haben.

    Bin gespannt, wie sich dieses Spannungsfeld auflösen wird.

  7. matz sagt:

    dazu zitiere ich mal einen Wolfsburg-Fan aus deren Forum:

    „Bei uns war alles ja auch gaaaanz anders. Wir sind ja nur ein Pullerverein ohne Idole und Altgediente, ein Verein ohne jegliche Tradition. Da mußte ja Magath einschlagen wie Blücher und alles und jeden rauswerfen.“

  8. heinz03 sagt:

    demokratie, nachhaltigkeit???
    große worte, wer definiert denn was das sein soll??
    mir scheint beim sfcv eine tragische mischung aus jugendlichem leichtsinn
    und alterstarrsinn vorhanden zu sein. ich fahre selbst fast 40jahre zum
    fußballplatz auf schalke, früher mit den eltern, heute mit kindern
    als vater, so wie das auf schalke ist. aber ich bin noch nie wg, rojek
    und dem sfcv hingefahren. wir nichtorganisierten sind doch nicht
    weniger schalker als die selbsternannten bannerträger blauweißer
    romantik. der verein hat eine satzung, daran müssen sich alle halten.
    natürlich auch felix magath. es ist schade , das die kleine gruppe
    kurz vor saisonbeginn soviel unruhe reinbringt. wieviel von den
    knapp 62.000 in der arena gehören denn eigentlich dazu??
    wieviel von den 87.000 mitgliedern gehören der gruppe an?
    was soll diese spalterei?
    magath hat im letzten jahr mit jungen spielern großes erreicht,
    warum will man das nicht akzeptieren?
    ein raul kommt doch nicht zum sfcv sondern zum fc schalke 04,
    den alle unterstützen sollten, wenn es ihnen wirklich um die sache
    geht. gern kann man dann auch kontrovers in den vereinsgremien
    diskutieren. was haben müller und slomka uns denn gebracht?
    spieler wie grossmüller, streit….da war rojek auch schon im
    ar.magath hätte den wert eines spielers wie özil schon erkannt..
    herr müller bekommt meines wissens immer noch bezüge von uns, bis 2011.
    wer hat den vertrag denn abgenickt??
    also, aufhören dem verein zu schaden, unterstützen, schon in hamburg
    am samstag. wer will, soll dem verein helfen. z.b. mit der fananleihe,
    sei der betrag auch noch so klein.
    glück auf

  9. Tweets that mention Die Kleine Gruppe meldet sich zu Wort | Königsblog -- Topsy.com sagt:

    […] This post was mentioned on Twitter by Markus Peick and david schumann, Torsten Wieland. Torsten Wieland said: Die Kleine Gruppe meldet sich zu Wort | Königsblog http://t.co/rec5y1S […]

  10. Tobias Weckenbrock sagt:

    Auf http://www.emspower.de: „Wir kämpfen mit für Demokratie und Fairness im FC Schalke 04″ (…) Zum Thema gibt es viel interessantes im Netz zu lesen, unter anderem diesen Blogeintrag von Torsten Wieland. (…)

  11. Matthias sagt:

    Die 300.000er-Grenze finde ich alles andere als lächerlich. Zumal sie in der Praxis durch den eigens gegründeten „Eilausschuss für Transferfragen“ arg relativiert ist.

    Wie soll ich mir die von Magath nun schon seit vier Monaten beklagte Handlungseinschränkung vorstellen? Sitzt unser Traivorstamanager häufiger in einer Eisdiele in Gelsenkirchen-Rotthausen mit dem Berater von Lionel Messi zusammen, der bereit wäre, seinen Schützling für 350.000 Euro Transferentschädigung und einem Monatsgehalt von 1.200 Euro netto (ausgezahlt in Fanshop-Gutscheinen) auf Schalke wechseln zu lassen – und dieser Sensationsdeal scheitert nur aufgrund dieser fiesen, fiesen Handfesseln aus der Satzung?

    Selbst wenn Magath zufällig auf dem Herrenklo des Flughafen Düsseldorf Christiano Ronaldo treffen sollte, der – von der Presse noch völlig unentdeckt – von Real suspendiert wurde und für 15 Mio wechseln dürfte, könnte dieser Transfer innerhalb von 15 Sekunden via Handy eingetütet werden. „Hallo Clemens, hier Felix. Du, kein Scheiß, ich stehe gerade an der Pinkelrinne neben Christiano Ronaldo, der gerade für 15 Mios zu haben ist. (Kurze Pause) OK, richte ich aus. Mach‘ schon mal die Papiere fertig, wir waschen uns noch die Hände und sind dann gleich bei dir in Rheda.“

    Natürlich ist die pathetische Reaktion des SFCV nun auch ein Stück weit übertrieben. Aber da hat sich offensichtlich in den letzten Monaten auch einiges aufgestaut. Und der SFCV war es nicht, der seine verletzte Eitelkeit als Erster in die Öffentlichkeit getragen hat.

    So sehr ich die sportlichen Entscheidungen Felix Magaths nachvollziehen kann – selbst der „Tausch“ von Bordon, Rafinha, Westermann gegen Metzelder, Uchida, Hoogland ist für mich durchaus noch irgendwie zu begründen – so sehr stehe ich gerade kopfschüttelnd von der katastrophalen Außendarstellung unserer Führungsetage.

    Und noch was: Wer das Vereinsgelände kennt weiß, dass der Fußweg von der Geschäftsstelle zum Gebäude des SFCV nun wirklich nicht weit ist. Unabhängig von der Richtigkeit oder Falschheit der Entscheidung ist es einfach eine Frage des Stils, ob man die Abberufung eines langjährigen Mitarbeiters im persönlichen Gespräch oder formlos per Telefon vornimmt.

  12. us.online sagt:

    Was die Satzungsänderung angeht, bin ich ein Befürworter. Ich hätte nichts dagegen, wenn der Trainer und Sportmanager die Saisoneinkäufe unter Zugrundelegung eines vorher festgelegten Budgets ohne Rücksprache mit dem Aufsichtsrat abwickeln dürfte. Dafür bekommt ein sportlich Verantwortlicher ja von dem Aufsichtsrat das Vertrauen. Ich sehe keine Notwendigkeit dafür, dass jeder Transfer vom Aufsichtsrat (der im Zweifel gar nicht die sportliche Kompetenz hat das zu beurteilen) abgesegnet werden muss. Und für einen Betrag von 300.000,- € wechselt heute kein einziger Spieler mehr. Fast alle BL-Spieler liegen preislich darüber.

    Dass die Satzungsänderung gescheitert ist, lag aber nicht an Rolf Rojek oder dem SFCV. Gegen die Satzungsänderung wurde, entgegen aller Annahmen nicht von Seiten des SFCV opponiert. Die Abstimmungsniederlage war vielmehr ein kommunikatives Desaster, welches sich der Vereinsvorstand ganz alleine anlasten muss. Es war auf der JHV mehr als deutlich geworden, dass die (Ab)Stimmung in die falsche Richtung geht. Dennoch hat niemand kompetent eingegriffen. Hätte Magath sich hingestellt und seinen Wunsch erläutert, wäre es vermutlich nicht dazu gekommen.

    Es ist eine Katstrophe, dass exakt seit dieser JHV die Kommunikation mit dem SFCV völlig abgerissen ist. Nicht nur das: der SFCV wird absichtlich im unklaren gelassen, er wird in seiner Fanarbeit bewusst behindert und bei Veranstaltungen (zB Blau Weiße Nacht) ausgebootet. Alles nicht etwa vor dem Hintergrund einer weiteren Professionalisierung der Vereinsstrukturen. Lasst Euch da nicht blenden. Der einzige Grund ist, dass man Rojek und dem Verband zu UNRECHT anlastet, er stecke mit Stimmungsmache hinter der abgeschmetterten Satzungsänderung! Das muss man sich mal vorstellen. Und ganz offensichtlich gibt es auch keine Wege Magath vom Gegenteil zu überzeugen.

    Magath macht das, was er immer getan hat in solchen Fällen: Jede vermeintliche Opposition wird weggebissen. Er versucht die vollständige Gleichschaltung aller Vereinsgruppierungen. Dass er dabei in gewachsene und seit Jahrzehnten funktionierende Fanstrukturen eingreift interessiert ihn scheinbar wenig. Genau das ist es aber, was den Verein S04 ausmacht. Wir sind ein großer Verein mit vielen kleinen Leuten und
    wie Torsten richtig schreibt: die Kultur unseres Vereins ist das was Schalke ausmacht. Und die erschöpft sich tatsächlich nicht in dem Stadionbesuch mit Konsum von Fanartikeln, Bier und Bratwurst. Diejenigen, die das „Schalker sein“ leben, wie auch immer das im Einzelfall aussieht, sind die Identität des Vereins, das was Schalke so besonders macht. Und genau mit diesen Leuten legt Magath sich jetzt völlig unnötig an. Das verstehe ich überhaupt nicht.

    Er verschätzt sich mE, wenn er meint er habe es einer „kleinen Gruppe“ Schalker Fans nun gezeigt. Er vertut sich wenn er meint die traditionellen Fans seien für ihn verzichtbar. Genau die organisierten Fans braucht er für den sportlichen Erfolg. Ohne dass er diese Leute und ihr Netzwerk auf seiner Seite hat, wird er seine sportlichen Ziele nicht erreichen.

    BWG

    U.

  13. Marc sagt:

    Bedeutet der letzte Satz im Umkehrschluss, dass die „organisierten Fans“ den sportlichen Erfolg nicht wollen bzw. ihn blockieren würden?

  14. Wuppi sagt:

    Nochmal zum Thema Rojek und seine Familie, die angeblich nicht schlecht verdienen (Bull-Shit):

    diese DRECKSARBEIT wollte vor 10 – 12 Jahren doch niemand machen, schon gar nicht für 1000,- (DM) im Monat brutto !!!!!!!!!!!!!

  15. packer sagt:

    Das Gehalt von Rojek sollte hier auch nicht zur Debatte stehen (oder kolportierte Kartenskandale von Mailand).
    Hier geht es um den Umgang miteinander beim FC Schalke. Und auch wenn Magath das Sagen hat (was ich befürworte), stellt ihn das nicht von vernünftigen Umgangsformen frei, und mit dieser Art der Öffentlichkeitsarbeit schadet er dem Verein.
    In der Sache mag Magath recht haben (kann ich nicht wirklich beurteilen), in der Form geht es so nicht.
    Gut dass sich Tönnies der Sache jetzt annimmt.

  16. Torsten sagt:

    „Ich fordere neben dem Fan-Dachverband auch Felix Magath und Rolf Dittrich auf, zu einem Miteinander zurückzukehren. Wir haben uns auf Schalke einer Aufgabe verschrieben, der wir alle gerecht werden müssen.“

    Clemens Tönnies gibt den Macher und kündigt an, alle Beteiligten an den Tisch zu rufen.

  17. Carlito sagt:

    @Torsten: Hört sich hier irgendwie anders an als bei Deinem Link: http://www.schalke04.de/aktuel.....twort.html

    Ansonsten halte ich mich bei dem Thema lieber weiter zurück, denn ich für meinen Teil glaube, dass zu so was immer 2 Seiten gehören, und hier sicherlich keiner der Beteiligten seine Hände in Unschuld waschen kann, inkl. FM, RR, aber auch SFCV und o.g. „kleine“ Gruppe…

    Eins nur noch: Es wird immer beklagt, dass seit einem Jahr keine Kommunikation mehr stattfand. Das wundert mich, denn schließlich war RR ja Fanbeauftragter des Vereins, zusätzlich Aufsichtsratmitglied und Vorsitzender des SFCV. Wieso in Gottes Namen erfolgte da keine Kommunikation zwischen Fans und Verein, wenn RR ja quasi zu beiden Gruppen gehört, und er dann ja auch noch Fanbeauftragter ist?!?

  18. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Die sollten sich mal alle zusammenreißen und an die kommende Saison denken.

    Tönnies gibt nicht den Macher, er ist ein Macher, auch wenn er
    noch so spröde daherkommen mag. Wie weit sein Fußballverständnis
    geht, weiß ich nicht, aber das überlässt er lieber Könnern wie
    Magath. Macht ja auch nicht jeder mächtigste Mann im Verein.

    Wer hätte sich sonst noch einigermaßen neutral dazu äußern können?
    Wobei er Fehler klar anspricht und sogar Namen nennt. Lass doch mal
    gut sein jetzt. Alle zusammentrommeln und die Fehler noch mal benennen,
    sich im kleinen Kreise entschuldigen, Besserung versprechen und sich
    auch dran halten.

  19. Philipp sagt:

    Die €300.000 Begrenzung ist meiner Meinung nach vollkommen sinnvoll, denn trotz seinen Erfolgen hat Magath noch nicht erwiesen, dass er mit Geld sonderlich gut umgehen kann. Mit VW im Hintergrund kann man sich auch mal teure Fehleinkäufe (Zaccardo etc) leisten. Im Winter wurden 1001 Schnäppchen eingekauft, von denen noch keiner halbwegs eingeschlagen ist bzw einige sind schon wieder weg oder in der 2. Mannschaft. Und dann soll man diesem Manager auch noch freie Hand geben? Nein, wenn wir etwas aus den letzten Jahren gelernt haben, dann ist es, dass ein Schalker Manager mehr und nicht weniger Aufsicht braucht.

  20. Frank aus Rheinhessen sagt:

    @Philipp
    Der musste bei den anderen Vereinen z.B. dem VFB finanziell kleine Brötchen backen und hat da einige heute uns bekannte Kicker rausgebracht. Er hat den Kader verkleinert und damit auch Kosten
    gesenkt, muss aber auf noch 2 Positionen besetzen und darf da nicht
    in seiner Handlung eingeschränkt sein. Was seinen Kommunikationsstil angeht bzw. den aus dem Verein mit Mitgliedern und Fans, da muss mehr kommen.
    Fatal wäre es nun Magath als Feinbild aufzubauen. Dann haben wir die Situation Schalke schafft Magath. Will das wirklich jemand? Ich will das nicht. Ist der Auftrag nicht Sanierung und sportlicher Erfolg? Nicht so leicht diese Grätsche zu machen.

  21. Dennis sagt:

    eine frechheit jemanden auf diese weise aus dem verein zu schmeißen der seit jahren heim&auswärts dabei war und alles für unseren verein gegeben hat!!!Anscheinend sind die Fans für Magath eh nur noch nebensächlich.
    Wir sind der Verein!

  22. packer sagt:

    Magath hat niemanden aus dem Verein geworfen. Rojek hat den Posten des Fanbeauftragten verloren, er bleibt im Aufsichtsrat und Vorsitzender des SFCV.
    Und so wie Rojek und der SFCV jetzt agieren, kann man Magath nur Recht geben. Kritik an zuviel Macht und Ämterhäufung könnte auch bei Rojek zutreffen. Lediglich die Art der Mitteilung halte ich für angreifbar, eine Trennung von Fanbeauftragten (Verein) und Fanvertreter (Fans) ist durchaus sinnvoll.
    Rojek und Co sollten sich überlegen, ob sie mit ihrer Vorgehensweise nicht dem Verein schaden und ihre eigenen Interessen über den Verein stellen.

  23. oli sagt:

    Unabhängig von der eigentlichen Debatte:
    @ packer: Zuviel Macht? Ämterhäufung?
    Sollen wir mal gemeinsam versuchen aufzählen, wieviele Posten FM mittlerweile auf sich vereint, wieviele Posten PP mittlerweile inne hat? Das wird nicht einfach…

    RoRo wurde in den letzten 15 Jahren von seinen Mitgliederm dermassen oft kritisiert, beschimpft und feste in den Arsch getreten weil er (als Fanbeauftragter des S04) stets den moderaten Weg der Mäßigung ging, stets alle Kritik abfederte/vom Verein weghielt und vor allem immer wieder PP den Rücken freihielt!!! Dass man ihm nun gerade sein allzu kritisches Wesen zur Last legt ist geradezu absurd, frech und sorgt entweder für totale Empörung – oder höhnisches Gelächter. Gerade das könnte sich nun nämlich ändern. Könnte strategisch eine krasse Fehlentscheidung in dieser Hinsicht gewesen sein, aber nichts genaues wissen wir alle ja noch nicht…

    Es geht im Übrigen aber auch nicht um agierende Personen sondern das was dahinter steckt. In der Neubesetzung des/eines Amtes mag man ja richtig liegen, dagegen hat doch noch kaum irgendwer etwas gesagt, oder? Aber auch da wissen wir ja immer noch nichts genaues …

    Der leicht zerknirschte FM hat es am Donnerstag auf der PK eigentlich doch selbst sehr treffend zusammengefasst. Auf die Frage hin, warum er denn die Amtsenthebeung – die er gemeinsam mit PP doch schon lange vor der S04-JHV beschlossen habe (also vor gut drei Monaten!!!) – erst so kurz vor Saisonbeginn habe kommunizieren lassen und somit ein unnötiges Riesenfaß aufgemacht habe antwortete er sinngemäß, er habe so ganz nebenbei noch andere Sachen zu tun, wichtigere, als sich auch noch um die Fanbetreuung zu kümmern.

    Da bin ich ganz nah bei ihm. Ihm den Rasen, uns die Ränge – und alle sind glücklich.

    Und nun ab nach Hamburg um die blau-weißen Fahnen für den Verein hochzuhalten und die Mannschaft bedingungslos zu supporten. Der Rest wird dann hoffentlich kommende Woche, innerfamiliär, geklärt werden können…

  24. matz sagt:

    Um Rojek geht es doch schon lange nicht mehr. Wer das glaubt, hat den Schuß irgendwie nicht gehört.

  25. matz sagt:

    Laut Reviersport sind nun die zuvor abgesetzten Arthur Saager und Frank Arndt Fanbeauftragte. Angestellt beim S04 sind sie auch weiterhin nicht. Dort übernimmt der Geschäftsführer der Schalke-Stiftung die Rolle als Ansprechpartner (was immer diese beiden Ämter nun inhaltlich unterscheidet). Eine Lösung, die man sicher auch ohne das große Tamtam der letzen Wochen hätte erreichen können.

  26. Die karierte Situation auf Schalke | Königsblog sagt:

    […] die immer schlechter werdende Vereinskultur unter. Unmut, den es auch damals schon gab. Die „Kleine Gruppe“ erwuchs nicht aus dem […]

  27. Horst Wolter sagt:

    15.3.2011 geht es euch um Schalke 04? Oder um euch selbst?
    also mir ist das Latte, wie ihr diesen Verein hinrichtet.
    freue mich schon auf Mi den 15.3.2011 und vor allem was danach kommt. )
    http://www.berlindienst.de/s04/Schalke_04.html

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