Frühschoppen mit’m Quatscher

So ein Sonntag-17:30-Spiel ist irgendwie zu spät. Man fühlt sich so verpasst. Als hätte die Show einen vergessen. Keine Schlusskonferenz. Keine Fakten, zu denen im Sportstudio schlechte Fragen hätten gestellt werden können. Während anderorts durchgeatmet, nachgeschlafen, machmal krisengesessen, verträumt die Tabelle bewundert oder einfach abgehakt wird, fehlt einem selbst was Wesentliches, wird einem selbst der Sonntag vom Höhepunkt zerschossen.

Wer jetzt der Dinge harrt, kann noch Einwechselspieler-Raten oder mit Dirk Oberschulte-Beckmann alias DJ Dirk frühschoppen. DJ Dirk ist Schalkes Stadionsprecher – falls das wer noch nicht weiß. Für mypott.de produziert er fortan vor jedem Heimspiel des FC Schalke 04 einen Video-Podcast namens „Datt Pils davor“. Standesgemäß in der Kneipe Bosch, wo Ernst Kuzorra seinen Stammplatz hatte, direkt neben der Glückauf-Kampfbahn. Schön.





7 Kommentare zu “Frühschoppen mit’m Quatscher”

  1. Carlito sagt:

    …wobei der Beitrag vom Dirk mich irgendwie noch nicht so vom Hocker riss als ich gestern anschaute…

    …naja, aber vielleicht steigert er sich ja auch noch, so wie hoffentlich heute unsere Blau-Weißen auch…

  2. Torsten sagt:

    @carlito:
    Zugegeben. Es liegt auch immer daran, wie der eigenen Stand der Vorbereitung auf das Spiel so ist. Ich habe dazu nun schon soviel gelesen und gehört, da könnte wohl nur Felix Magath persönlich noch was neues verraten. Grundsätzlich freue ich mich aber über die Nutzung dieses Formats, bin gespannt was da demnächst noch so kommt .. und ich mag Manni ;-)

  3. Carlito sagt:

    @Torsten:

    Da hast Du sicherlich Recht. Hatte die letzten 2 Wochen Urlaub und habe selten so viel und vor allem so umfassend was Schalke betrifft gelesen/verfolgt etc.

    Und es sollte ja auch nicht heißen, dass ich das Format nicht begrüße, ganz im Gegenteil, ich finde es auch gut und bin halt einfach gespannt wie es sich entwickelt. Und mit der Zeit und ein wenig mehr Routine und ggf. ja auch Feedback für DJ Dirk wird es sicherlich noch besser.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde es weiter verfolgen…

  4. Andi M. sagt:

    Mal ‚ne Frage am Rande: Wir sagen ja immer Zecken zu den Zecken. Was sagen die eigentlich zu uns? Großer Bruder ,-) ? Ist nicht wirklich wichtig, aber irgendwie kam mir die Frage in den Kopf.

  5. tafelrunde sagt:

    Der alte Goethe war ein weiser Mann
    Seine Konstellation im Faust greift einfach überall. Sogar beim Fußball. Wo auch sonst? Das Urdrama in menschlichen Beziehungen.

    Die Schalker haben sich in einem faustschen Pack verstrickt. Und Magath ist der Mephisto.

    Magath hat Schalke nicht auf-, sondern eingezogen. Geblendet durch die Glorifizierung von (fast) der gesamten Fußballöffentlichkeit hierzulande, glaubte er irgendwann selbst, dass die Leute nur seiner Sandale folgen müssten, um ins Reich der Glückseligen zu gelangen. Dieser Glaube bröckelt nun mehr als Lehmbauten im Starkregen.

    Überall anders blühen die Teams der Kontinuität (ok, die Bayern – bis jetzt – mal ausgenommen), besser, die Teams im Vertrauen auf die Jugend. Nicht nur Löw und van Gaal haben’s vorgemacht. Jetzt sind es auch Klopp, Tuchel, Kurz und auch wieder Rangnick.
    Felix, der Glückliche, hat sich gnadenlos verzockt. The Trend is not his friend.

    Er wollte auf die höchste Stufe der „stairways to heaven“, die sie ihm dann nach dem Wolfsburger Triumph schon aufgebaut hatten, schreiten. Wo ginge dies besser als bei Schalke?

    Die Parallele zu Faust? Die Schalker wollten mehr, einfach mehr als bisher. Deshalb haben sie (Tönnies allein?) den Magier Magath genötigt (hüstel), den Erfolgsgaranten. Und sie haben sich ihm ausgeliefert. Jetzt müssen sie mit ihm durch. Durch alles, was kommt. Denn sie haben keine Alternative. Weder finanziell, geschweige denn strategisch.

    Oh, welch armselige Gestalten, da auf Schalke. Wobei, die Fans scheinen ja wohl schon seit geraumer Zeit zu spüren, dass da was läuft, was so wohl nicht laufen dürfte.

  6. Arne sagt:

    Na ja, was dieser tolle Goethe-Vergleich am Ende wirklich wert ist, ist eine ganz andere Frage.
    Es war ein sehr unterirdisches Spiel, ein sehr unterirdischer Saisonstart. Aber mehr auch (noch) nicht…

  7. Johan Petersen sagt:

    Mir gefällt der Faust-Vergleich. Vor allem der Punkt mit der geblendeten Fußball-Öffentlichkeit. Magath wird in ein bis zwei Jahren weiter gezogen sein, andere dürfen dann die wirtschaftlichen Probleme lösen, die er nicht angehen wollte.

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