Mit Massel und Raúl: Schalke erkämpft ein 1:1

1:1 in Valencia! Schalke ist stets drangeblieben, hat über 90 Minuten alles versucht um erfolgreich zu sein. Kämpferisch eine große Leistung, die mit einem sehr guten Europapokal-Auswärtsspielergebnis belohnt wurde. Viel Glück brauchte es dennoch. Schalkes Abwehr war mit Valencias Offensive hoffnungslos überfordert.

Schlimm wurde es immer dann, wenn Valencia das Mittelfeld schnell überbrückte und Schalke in eine Rückwärtsbewegung zwang. Dann sah Christoph Metzelder alt und Benni Höwedes grün aus, dann hingen Atsuto Uchida und Lukas Schmitz meist in der Luft, weil sie hoch verteidigten um das Mittelfeld zu unterstützen. Das Mittelfeld konnte Valencia öfter als es gut war überwinden, weil Joel Matip früh eine Gelbe Karte sah und sich fortan nur noch in den Weg stellte, sich nicht mehr traute die Gegner geeignet zu stören. Da flipperte der Ball doch einige Male gefährlich in Schalkes Strafraum und unsereins hoffte immer wieder, dass er diesen auf der anderen Seite unberührt wieder verlassen möge.

Jetzt könnte ich noch die einzelnen Spieler durchgehen und Fehler kritisieren, von denen es genug gab. Aber das würde meiner Stimmung nicht gerecht werden. Bei aller Unvollkommenheit schaffte es Schalke über 90 Minuten, das Tor Valencias als Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Jeder Blaue war einem großen Spiel entsprechend motiviert und engagiert, selbst diejenigen, denen wenig gelang, rannten bis zum Umfallen und versuchten Schwächen mit Einsatz zu kompensieren.

Naja, und Raúl weiß eben wie es geht. Die spanischen, in Valencia sicher nicht freundlichen Gesänge an seine Adresse waren das ganze Spiel über zu hören. Dann nutzt er diese eine Chance zu seinem 71. Europapokaltreffer, zeigt kurz auf seinen Namen und triumphierte. Der eine Madrilene in königsblau besiegte zumindest gefühlt ganz Valencia. Eine schöne Geschichte.

Tatsächlich ist natürlich nichts entschieden. Die Entscheidung folgt erst in drei Wochen, am 9. März in Gelsenkirchen. Das wird noch schwer genug. Heute aber dürfen wir uns erstmal über eine dem Ergebnis nach gelungene Vorbereitung darauf freuen.

Glück auf.



9 Kommentare zu “Mit Massel und Raúl: Schalke erkämpft ein 1:1”

  1. Andreas sagt:

    Man konnte nicht unbedingt erwarten, dass Schalke diesen Gegner in Grund und Boden spielt. Wie sich die Mannschaft bei aller defensiven Unterlegenheit dennoch gegen die drohende Niederlage gestemmt hat, verdient verdammt noch mal Respekt.

    Und wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn Klaas-Jan Huntelaar… Ich hacke nicht weiter darauf herum. Das geht in Ordnung so, fertig, aus, Punkt.

  2. Detlef (Dr_D) sagt:

    Ja Massel war der zwölfte Mann, das ist richtig. Aber Schalke hatte selbst auch immer wieder sehr gute Torchancen. Das macht Mut für das Rückspiel. Was traurig ist, das Lukas Schmitz in letter Minute noch eine rote Karte sah. Überflüssig, ohne Fingerspizengefühl vom Schirri gezeigt, aber regelkonform. Leider.
    Gleich nach Abpfiff hab ich mich gefragt, kann Edu auch Linksverteidiger spielen ;-)

  3. Ben sagt:

    frag mal in bochum wie edu im europapokal verteidiger spielen kann…:-)

  4. Carlito sagt:

    OMG! Nicht Edu im eigenen Strafraum, bitte!!!^^

  5. Carlito sagt:
  6. BlauWeissNord sagt:

    War auf jeden Fall unterm Strich in Ordnung!

    Dass Schmitz im Rückspiel nicht dabei ist, muss keine Schwächung sein ;) Ich hoffe, dass CP dann endlich mal fit ist. Schade, dass Annan nicht spielberechtigt ist, Matip war mal wieder krass überfordert mit seinen 1,90m gegen die quirligen Spanier. Da könnte Magath auch überlegen, ob er mal mit Raute und Jurado auf der 10er Position spielen lässt…seine Leistung war unterm Strich auch ausbaufähig. Hätte mir in den letzten 10 min nochmal Gavranovic zum kontern gewünscht.

    Thumps up for Peer Kluge! Vielleicht Magaths bester Transfer neben Raul bisher…muss man ja auch mal sagen neben der ganzen Kritik an Magaths Transferpolitik.

  7. Andreas sagt:

    In der Tat: Kluge ist ne Kampfsau und auf dem direkten Wege zum heimlichen Spielmacher. So eine Art Jiri Nemec in der Beta-Version. Wie konnte der nur vorher bei Nürnberg versauern? ;o)

  8. Henning sagt:

    Wie sich die öffentliche Wahrnehmung eines Matip doch geändert hat. Der Welpenschutz ist jedenfalls vorbei…vor genau einem Jahr wusste sich Matip noch „definitiv zu Bewegen, wirkt auf dem Platz fast schon elegant“. Davon kann heute keine Rede mehr sein, staksig wie eine Giraffe!

    http://koenigsblog.net/2010/02/19/move-like-matip/

  9. Andreas sagt:

    Ist es die veränderte Wahrnehmung oder hat sich im Verhalten Matips selbst etwas geändert? Nach seinem Tor gegen die Bähhs setzte ein Hype ein, den ein junger Mensch erst einmal verarbeiten muss. Außerdem ist es doch normal, dass solchen Hochphasen oft ein ordentlicher Durchhänger folgt.

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