Heldt macht Hoffnung

Gestern wurde Ralf Rangnick als neuer Cheftrainer des FC Schalke 04 vorgestellt. Über die Vor- und Nachteile seiner Verpflichtung wurde in den Kommentaren dieses Blogs in den letzten Tagen schon ausgiebig diskutiert. Ich persönlich mag ihn, halte ihn für einen sehr guten Trainer und bin froh dass er verpflichtet werden konnte. Noch wichtiger waren mir aber Horst Heldts Worte zur neuen Ausrichtung des Vereins.

Als Clemens Tönnies bei der Pressekonferenz zur Entlassung Felix Magaths das Bild vom FC Schalke 04 als Zug zeichnete, der erfolgreich weiter fahre und nur den Lokführer gewechselt hätte, schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen. Meines Erachtens rast dieser Zug seit geraumer Zeit auf einen Abgrund zu. Auf diesem Weg ist der Lokführer austauschbar, viel wichtiger wäre es, den Zug auf ein anderes Gleis zu setzen!

Als Magath dann in Wolfsburg aufschlug rückte Horst Heldt in den Blickpunkt. Er gab Interviews in denen nicht mehr vom erfolgreich fahrenden Zug die Rede war.

Es müsse der Anspruch sein um die internationalen Plätze mitzuspielen, aber eine Meisterschaft lasse sich nicht planen und dem Verein würde zuviel Druck aufgebürdet, wenn er sich selbst solche Vorgaben mache. Den Verein zu konsolidieren sei ein ebenso großes Ziel wie Titel, und vielen Menschen sei das wichtig. Man dürfe nie aufhören, zu hinterfragen, was die Leute wollen. Rangnick stehe für eine ganzheitliche Herangehensweise, habe einen guten Blick für junge Spieler und es gäbe nichts Besseres als junge Talente aus dem eigenen Verein nach oben zu bringen.

Das alles sagte Horst Heldt und hat seitdem in mir einen Fan. Mich nervt das Meisterschaftsgeblubber schon lange. Wenn die Ultras im Dauersingsang meinen, dass es doch gelacht wäre, würde Schalke die Meisterschaft nicht „holen“, dann weiß ich genau warum ich was gelacht finde. Wenn im Gassenhauer „Königsblauer S04“ davon die Rede ist, dass nur Schalke Deutscher Meister sein könne, ist mir das tatsächlich peinlich. Wenn jeder Schalker Neuzugang im obligatorischen Einstiegsinterview sagen muss, dass er mit Schalke 04 den Titel holen will, kommt mir das wie eine Art Wahn vor.

Dass Schalke 04 für zwei Spieler geschätzte 27 Millionen Euro an Ablösesummen zahlt, andererseits aber seine eigenen Fans anpumpt und man sich fragen muss, ob die Clubfinanzen die Reparatur des Stadiondaches zulassen, ist ebenfalls Schalker Wahnsinn. Dieser Verein hat unübersichtlich viel Schulden und lässt es sich partout nicht anmerken, bis wieder von drohender Insolvenz die Rede ist und der Aufsichtsratschef sagt, dass man auf der Nase liege.

Heldts Worte machen Hoffnung, dass es eine Neuausrichtung gibt. Weg vom „scheißegal, Hauptsache lüppt“ zu einer gewissen nachvollziehbaren Bodenständigkeit. Horst Heldt wird Glück brauchen. „Sein“ Trainer muss funktionieren, und er mit ihm. Auf Vernunft als Argument kann er in Krisenzeiten nicht zählen, das hat die letzten 30 Jahre auch nicht funktioniert. Einem schwierigen Weg folgt man nur dann, wenn es keine Alternative gibt – was ich glaube – und wenn es die Hoffnung gibt, dass man irgendwo ankommt. Die Halbwertzeit der verantwortlichen Sportchefs auf Schalke ist vergleichsweise gering. Ob es nützt, mir beim Duo Heldt / Rangnick größere Hoffnung auf Durchführung einer langfristigen Strategie zu machen als bei den Vorgängern, weiß ich nicht. Dass die nun „angedachte“ neue Zielsetzung für den FC Schalke 04 nachhaltig von größtem Nutzen wäre, davon bin ich überzeugt.

Ma’kucken.



40 Kommentare zu “Heldt macht Hoffnung”

  1. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Auch ich hab am Samstag beim Interview von HH vor dem Spiel genau zugehört und auch mir hat das was er gesagt hat ausgesprochen gut
    gefallen. Ich hoffe nur, dass diese Strategie Zeit bekommt (ob der Schalker Ungeduld sehr fraglich) und das RR/HH gemeinsam Erfolg haben.

    Tönnies ist eigentlich immer gut beraten, keine Interviews zu geben.
    Wie hieß es doch einst bei Christian Anders oder so?: Es fährt ein Zug nach nirgendwo…..

  2. Patrick sagt:

    guten morgen torsten,
    bin da zu 100% einverstanden. ist halt nur fraglich, ob nicht auch die chefetage ausgetauscht werden muss – schließlich haben sie die anleihe auf den markt gebracht (peinlich!) und gleichzeitig fehlt das geld für ne ordentliche reparatur am dach. von der allmacht an magath und den damit verbundenen ausgaben – ohne ihm auf die finger zu gucken – ganz zu schweigen!! übrigens haben die ultras in einem der letzten blauen briefe geschrieben, dass sie überhaupt keine meisterschaft brauchen, sondern nur die liebe zum verein zählt. ich glaube, das ist die richtige einstellung, dann kommt auch irgendwann der erfolg von ganz allein. mir haben magath und tönnies jegliche freude genommen – hoffentlich geben magath und rangnick sie mir/uns wieder…

    einen schönen tag!

  3. janw sagt:

    Klasse Beitrag. Ich war eigentlich nie ein große Fan von Heldt, aber das, was er gesagt hat, stimmt mich auch hoffnungsvoll. Hoffen wir, dass die neue Politik ein wenig mehr transparent, “reasonable” wird :D

    Grüße von einem der aktuellen Seppo-Into-The-Brain-Kucker ;-) *stolz*

  4. wilbor sagt:

    In diesem Zusammenhang sei noch die gestrige PK erwähnt, wo Rangnick doch viele Probleme dieser “Mannschaft” auf den Punkt bringt. Ich musste mehrfach staunen, wieviel er schon über uns weiß und bin überzeugt, dass er den richtigen Weg einschlagen wird.

    Ein wenig Glück wird er auch brauchen, denn es kann ganz schnell noch ein derber Abstiegskampf werden dieses Saison. Hoffen wir das Beste…

  5. blues sagt:

    @Torsten
    Ich teile deinen Standpunkt.Die Richtung die der Zug nehmen wird, hängt auch davon ab, ob die verschiedenen Beteiligten es schaffen, nicht wieder unerfüllbare Erwartungen zu produzieren indem sie den hohen Schulden und dem kostentreibenden und wie Rangnick sagt, untrainierbaren großen Kader bei ihren Träumereien Rechnung tragen.
    Skeptisch bin ich bei der Rede von der Entwicklung von “jungen Talenten” als Zukunftsperspektive. S04 liegt da aktuell mit Neuer, Höwedes, Draxler bereits gut im Rennen. Rangnick hat in Hoffenheim den Durchmarsch in die Bundesliga mit dem Einkauf von brasiliansischen und anderen “auswärtigen” Talenten gemacht. Das war eine radikale 180 Gradwende in der Hoffenheimer Strategie und führte weg von dem ausgegeben Ziel, den Bundesligaaufstieg mit eigenen Talenten zuschaffen.

  6. doschy sagt:

    Hallo erstmal,
    Ich bin schon seit geraumer Zeit stiller mitleser und muss hier erstmal das obligatorische Lob ablassen, super Blog mit noch besseren Beiträgen, frei von irgendwelchen übertriebenen oder reisserischen Aussagen, damit bist du wohl einer von wenigen unter der emotionalen Anhängerschaft unseres Vereins, die das Woche für Woche zu Wort bringen.
    Zum Thema RR/HH bin ich vollkommen deiner Meinung, Nachhaltigkeit sollte oberste Priorität haben, weil wir sonst wahrscheinlich irgendwann dem Pfad von RWE folgen werden. Nur mit dem Unterschied, dass bei uns ein paar mehr Milliönchen fehlen. Ich hatte gehofft FM würde diesen Weg der nachhaltigkeit gehen, aber das war ja anscheind, leider, nicht der Fall. Jedenfalls verzichte ich lieber 50 weitere Jahre auf die Meisterschaft, als irgendwann keinen Verein mehr zu haben, bei dem man(n) mitfiebern kann.

    Gruss und weiter so!

  7. mberghoefer sagt:

    man liest vielerorts jetzt viel solchen Lobes für die Aussagen von Horst Heldt auf der gestrigen PK. Das wundert mich nicht. Was mich wundert: jeder zweite Satz, zumindest praktisch jeder mit Substanz, hörte sich für mich so an, als wäre er nahezu exakt übernommen worden aus dem offenen Brief des Supportersclubs. Einem offenen Brief, für den die Verfasser vor ein paar Tagen noch von allen Seiten einen auf die Nase bekamen.
    Bilde ich mir da nur etwas ein – oder ist das nicht wirklich etwas seltsam?

  8. sebscho sagt:

    Und schon wieder flammt das Lichtlein auf, dass mich davon träumen lässt, dass auch mal auf Schalke ein Duo auf lange Sicht die Verantwortung übernimmt. Wahrscheinlich – aber hoffentlich nicht – wird das auch so schnell wieder ausgehen wie bei Müller/Slomka…

  9. McP sagt:

    Was ist denn daran so böse, die deutsche Meisterschaft anzustreben? Werde es nie so recht verstehen, dass 18 Mannschaften an einer Meisterschaft teilnehmen und nur eine davon redet, diese auch gewinnen zu wollen. Schalke ist übrigens in der europäischen Top20 Moneylist. Das bedeutet zwar nicht, dass man reich wäre, aber immerhin, dass man jede Menge Umsatz macht. Auch ohne Champions-League. Wenn man 15 Mio jährlich für eine schwarze Null investieren (umverteilen) würde, könnte man immer noch einen Spieleretat stemmen, der im oberen Drittel liegt. Und wenn man im oberen Drittel liegt, sollte mMn auch die Meisterschaft das Ziel (nicht das Muss) sein. Alles andere ist unsportlich.

  10. Matthias sagt:

    Ich habe Heldts Worte wohlwollend vernommen und teile auch den grundsätzlichen Optimismus von Torsten. Allein mir fehlt es derzeit ein wenig an Glauben. Magath wurde geholt, um den Verein zu konsolidieren. Genau das wurde auf seiner Vorstellungs-PK gesagt. Eineinhalb Jahre später kommt heraus, dass er den Verein alles andere als saniert hat. Kurzum: Gesagt wird bei Vorstellungen das, was die Öffentlichkeit hören will. Und derzeit ist auf Schalke turnusmäßig wieder Demut angesagt. Gemacht wird dann zumeist etwas ganz anderes. Ich lasse mich jedoch gerne von den Taten unseres neuen Führungsduos überzeugen.

    Die in der Presse verkürzt dargestellte Aussage Rangnicks, er wolle zunächst einmal den Kader ausdünnen, um überhaupt vernünftig trainieren zu können, erscheint wird jedoch fast ein wenig wie der Ausspruch, den Marie Antoinette den nach Brot fordernden, hungernden Massen in Frankreich entgegnet haben soll: “Dann sollen sie doch Kuchen essen!” Wie schwer es ist, auch nur einen Spieler “loszuwerden”, den man nicht mehr haben will, zeigt sich doch seit drei Jahren am Beispiel von Albert Streit. Da bringt mir die Feststellung, dass der Kader zu groß ist, prinzipiell erst einmal gar nichts.

  11. Frank aus Rheinhessen sagt:

    @mberghöfer

    Stimmt Matthias. Klingt schon wie geklaut, aber trotzdem hör ich das gerne, aber noch lieber wäre mir die tatsächliche Umsetzung.

  12. MAGsein sagt:

    Warum Heldt eher als Unsympath gilt (so mein Eindruck) versteh ich nicht ganz. Aus seiner VfB-Zeit ist mir nicht nur Schlechtes im Gedächtnis geblieben: Als älterer Spieler von Magath geholt, gab er der jungen Mannschaft genau den Halt, den man sich von ihm versprach. Unvergessen seine großartige CL-Leistung mit dem gradiosen Sieg des VfB gegen Manchester United.

    In seiner späteren Rolle als Manager sehe ich ihn, wie er sich – zum Schluss mit dicken Ringen unter den Augen – bis zur schieren Erschöpfung für Babbel verkämpfte. Erst als es nicht mehr ging, holte er Gross. Das fand ich damals stark von ihm.

    Wie er als Spieler war, interessiert nicht? Mich schon. Aber seine VfB-Transfers X und Y, die waren doch nix? Das wiederum interessiert mich erst, wenn es S04 betrifft.

  13. us.online sagt:

    Torsten schrieb: “Ob es nützt, mir beim Duo Heldt / Rangnick größere Hoffnung auf Durchführung einer langfristigen Strategie zu machen als bei den Vorgängern, weiß ich nicht.”

    Ich fände es gut, wenn wir mal dahin kämen, eine langfristige Strategie des Vereins unabhängig von handelnden Personen festzulegen .

    mberghöfer schrieb: “Was mich wundert: jeder zweite Satz, zumindest praktisch jeder mit Substanz, hörte sich für mich so an, als wäre er nahezu exakt übernommen worden aus dem offenen Brief des Supportersclubs.”

    Da könntest Du wirklich teilweise Recht haben. Gerade das zuvor angesprochene mit der Vereinsstrategie unabhängig von den Personen klang ausdrücklich auch so an…

    BWG

    U.

  14. Kowski04 sagt:

    Nur Taten zählen. Sorry, alles nur normales Blaah. Spannender ist doch die Frage, welches Spielchen HH bei all den Peinlichkeiten vom ersten Tag an gespielt haben soll.

  15. BlauWeissNord sagt:

    Jo Kowski04 kann mich dir nur anschliessen: Was hätte er sonst sagen sollen?

    Er muss sich erstmal eigenes Profil verschaffen und von seinem Ruf als Schoßhündchen FMs weg. Also am besten ersma das Gegenteil erzählen.

    In Stuttgart vermisst den Heldt jedenfalls keiner! Für besonders kompetent halte ich den bisher jedenfalls auch nicht. Das auch er ein Söldner ist, hat er ja gerade fett bewiesen.
    http://www.spiegel.de/sport/fu.....42,00.html

    Es gilt genau das: Beweise dich! Unsere Millionen wachsen dir ja schon jeden Monat auf deinem Konto ans Herz…..

  16. Andreas sagt:

    Du sprichst die Skepsis unter den Zuschauern an, die leider immer wieder eher greift, als es einer langfristigen Entwicklung förderlich wäre. Wie wäre es stattdessen einmal mit einem unbedingten Vertrauensvorschuss?

    Entscheidend kann sein, wie lange Volkes Stimme die Arbeit der Herren Rangnick und Heldt mit Geduld und Nachsicht verfolgen wird. Ebenso, wieviel Schonfrist das Journalistenfeld den Machern auf Schalke gewährt. Deren handelsübliches Spiel mit den Stimmungsreglern hat schließlich bisher jeden noch so versierten Fachmenschen in die Verbannung getrieben, egal bei welchem Verein.

  17. Torsten sagt:

    @BlauWeissNord:

    Wie darf man wechseln und was darf man nicht tun, um von Dir nicht als „Söldner“ beschimpft zu werden? Oder sind alle die wechselten Söldner?

    @Matthias:

    Ich glaube, den „grundsätzlichen Optimismus“, den Du gelesen hast, habe ich gar nicht absichtlich einfließen lassen wollen. Tatsächlich habe ich nicht mehr als „Hoffnung“. Aber immerhin :)

    McP:

    Nicht böse, eher albern. Ziele müssen erreichbar sein. Ständig zu scheitern ist destruktiv.

    @mberghoefer:

    Wenn Horst Heldt sagt: „Wir dürfen vor allem nie aufhören zu hinterfragen, was die Leute beschäftigt“ ist mit ‚Leute’ vermutlich auch der Supporters Club gemeint.
    Gab es denn tatsächlich ob es Inhalts soviel auf die Nase oder waren das nicht mehr die Wir/Wir oder die Pro/Contra-Magath Differenzen?
    Ich habe den Brief seinerzeit als zu unstrukturierten Rundumschlag empfunden. Von den Inhalten konnte ich vieles unterschreiben, manches nicht. Ich bin sehr froh, dass bei der Entlassung Magaths nicht die Tabellensituation oder sonstige „direkte sportliche Gründe“ aufgeführt wurden. Ich hatte den Eindruck, dass erst nach der PK und nach den Spielerinterviews vielen Fans realisiert haben, dass es bei der Entlassung in erster Linie um den „Vorstand Magath“ ging. Denjenigen würde ich nun nicht vorwerfen, wenn sie seitdem einen anderen Blick auf die Dinge haben.

  18. Neururer sagt:

    RR Kommentare hinsichtlich FM Kader etc. Kann man als Anbiederung an die Contra FM Bewegung interpretieren. In 14-18 Monaten sehen wir einen neuen Trainer, der dann den kommenden Wünschen des Publikums entsprechen muss ( etwas strenger ? Oder doch etwas bodenständiger ? Vielleicht ein Holländer oder am Besten Mike oder youri). Auf jeden Fall muss er alles mitbringen, nur erfolgreich und zielstrebig sollte er besser nicht sein. Sorry für meine Offenheit aber auf Dauer nur Historie und nur mitspielen wollen sind mir irgendwie zu wenig geworden.

  19. Lutt sagt:

    Was ich interessant finde, sind die Ziele, die ihr ansprecht. Ich als Fan und Hobbykicker will jedes Spiel gewinnen, wenn ich antrete. Wenn ich in der ersten Bundesliga antrete, will ich auch Meister werden. Wenn wir gegen Inter spielen, will ich weiterkommen. Punkt.
    Das eigentliche Problem auf Schalke ist die FORMULIERUNG realistischer Ziele. Diese müssen sich mit Etat, Kader, dem zuletzt Erreichten, dem Notwendigen und dem Anspruch der Fans in Einklang bringen lassen.

    Sprich: kommt ein Magath mit einem Riesentrainerstab für 10 Mios daher, wird aus dem Nichts Vizemeister, kauft Spieler für 30 Mios, verleiht und verscheuert große Talente (z.B. Holtby, Rakitic) und vergrault einige unserer besten Spieler (Westermann, Kuranyi, Bordon, Rafinha, fast Farfan), dann schreien der Etat, Kader und Fans nach dem Meistertitel – ist doch klar, oder?

    Jetzt sind wir Zehnter, letzter deutscher CL-Teilnehmer, DFB Pokal-Finalist mit guter Chance auf europäischen Wettbewerb im nächsten Jahr und das Volk ist gespalten. Guckt man links (CL/DFB), ist alles geil, guckt man rechts (Liga) – Katastrophe. Jeder Bericht, den ich lese, ist entweder schwarz oder weiß, es gibt nix dazwischen.

    RR/HH können in dieser Situation nur gewinnen. Das wissen sie. @Magath: Wer viel macht, macht auch viel falch. Ich gehe davon aus, dass unser neues Gespann sich das alles ganz genau angeguckt hat und aus den Magath-Fehlern gelernt hat.
    Realistisches Ziel: Kader entschlacken, Talente fördern, wenig Geld ausgeben, nächstes Jahr wieder über die BL in den Europäischen Wettbewerb gehen und alle Fans sind glücklich. Das wäre unter Magath nicht so gewesen…

  20. Lucho sagt:

    @Neururer
    Natürlich bedient Rangnick mit seinen Bemerkungen die Magathskeptiker. Eine “Anbiederung” kann ich darin aber nicht erkennen. Dafür fand ich seine Ausführungen zu sachlich, und auch frei von Häme (im Unterschied zu Magaths Reaktion “der ist ja ein Professor”). Allenfalls das Glückauf zur Begrüßung und die Lobhudelei auf den Support in Leverkusen könnte man mit viel Phantasie als Anbiederung interpretieren. Ich glaube ihm aber, dass Herzblut das Hauptmotiv für seine Rückkehr nach Schalke ist.
    Ich traue ihm auch zu, dass er langfristig erfolgreich bei uns als Trainer tätig sein kann. Die Voraussetzungen dafür scheinen mir aus aktueller Sicht zumindest günstig, weil momentan kein Alphatier im Schalker Vorstand sitzt. Dass Rangnick sich mit solchen (Kind, Assauer, Hopp) auf Dauer immer anlegt, darüber gibt seine Vita ein klares Zeugnis ab. Er scheint mir gerade im Erfolgsfall zu Übermut und Selbstgefälligkeit zu neigen, und sich dann gekränkt zurückzuziehen, wenn er nicht mehr die Wertschätzung bekommt, auf die er einen natürlichen Anspruch reklamiert. Ein selbstverliebter Charakter halt, wie fast alle, die sich in diesem Metier erfolgreich bewegen.
    Meine Hoffnung ist, dass aus dem wahrscheinlich vorhandenen Herzblut sich auch die notwendige Demut unserem großartigen Verein gegenüber entwickelt. Dafür wäre es allerdings erforderlich, dass er auch mal schwächere Phasen er- und überlebt, aber trotzdem an ihm festgehalten wird. Das ist der einfache Schlüssel zur Kontinuität, denn alle langfristig wirksamen Trainer (Rehhagel, Finke, Schaaf, Wenger etc.) haben Krisen durchschreiten dürfen. Ob das bei uns möglich ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immerhin habe ich es einmal erleben dürfen. Huub Stevens wollten viele Fans schon mehrmals entlassen haben. Rudi stand zu ihm, nun ist er unser Jahrhunderttrainer. Ob Horst Heldt und auch Clemens Tönnies eine ähnliche Standfestigkeit zuzutrauen ist, bleibt abzuwarten. Schwer dran zu glauben, insofern könntest Du mit Deiner 14-18-Monats-Prognose Recht behalten.

  21. blues sagt:

    Der Professor – oder wie Ralf Rangnick zum ballorientierten Fussballpielen kam…

    Auf der Jugendfussball-Trainerseite abwehrkette.de gibt es eine kurze Geschichte zur “ballorientierten Verteidigung”, in der beschreiben wird, wie die aktuelle Fussballtaktik Mitte der 80er ins Schwabenländle und zu RR kam…

    http://www.abwehrkette.de/ball.....umdeckung/

    http://www.abwehrkette.de/rangnick/

  22. BlauWeissNord sagt:

    @ Torsten
    Pacta sunt servanda- Das hat Horst Heldt beim VfB gerade nicht gemacht, sondern ist zum meistbietenden gewechselt! Kein gutes Vorbild, sorry!
    http://www.rp-online.de/sport/.....73067.html

    Der Mann ist keine Saison hier auf Schalke und stellt mir einen Trainer vor, dem er bescheinigt die Seele des Vereins zu kennen! Aha! Heldt ist jetzt schon Experte für die Seele des FC Schalke. Ich “beschimpfe” Heldt nicht als Söldner, sondern subsumiere diesen Herrn lediglich unter die gängige Definition eines Söldners übertragen aufs Fussballgeschäft:

    Ein Söldner ist ein gegen Bezahlung (Sold) angeworbener, zumeist zeitlich befristet dienender und durch Vertrag gebundener Soldat.
    http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%B6ldner

    Tja, also wie war Herr Heldt nochmal zu Schalke gekommen? Ach ja, sie haben ihm mehr Geld geboten als in Stuttgart seiner “ersten” Herzensangelegenheit. Also dass er, wie interessanterweise RR für sich schon zum besten gibt, eine Schalker Seele durch und durch ist, war sicherlich nicht der Grund für HHs Wechsel. Dass der Mann hier auch nicht sein Karriereende erleben wird, dürfte wohl auch dem größten Fussballromantiker klar sein: Also er kommt für mehr und vor allem wegen Geld auf Zeit, für den, der am meisten geboten hat. Was ist er da?

    Richtig, ein Visionär! Ich hoffe wirklich ich habe niemandes Gefühle mit dem Wort “Sölnder” verletzt O_o . Überdies wird aus meinen Beiträgen deutlich, dass ich dieses “Söldnertum” noch nicht einmal verurteile oder ablehne. Er ist ein Angestellter, nicht mehr und nicht weniger, und ein sehr sehr gut bezahlter obendrauf.

    Ich gebe nur zu Bedenken, dass man es auch so sehen kann: Alles Worte eines Verkäufers, der vor allem sich selbst jetzt verkaufen muss, denn es schlägt zum ersten Mal seine Stunde hier auf Schalke. Der hat ein Jahr Geld fürs zuhören und zugucken kassiert und jetzt erzählt er den Leuten schöne Sachen, die sie hören wollen. Ist ja auch toll, inhaltlich sind wir alle gegen Schulden und für Erfolg, klasse! Aber bitte: Ich persönlich warte doch erstmal ab, bevor ich hier Vorschusslorbeeren verteile! Das hab ich aus FMs 1 3/4 Jahren auf Schalke gelernt.

    In diesem Sinne auch:
    http://www.spox.com/de/sport/f.....ophie.html

    P.S. Wieso wartet mein Beitrag auf Freischaltung? Bin ich etwa zensiert?^^

  23. Torsten sagt:

    Was ein Söldner ist, weiß ich wohl. In Bezug auf Fußballspieler / -funktionäre ist das sehrwohl eine abwertende Bezeichnung, eine Beschimpfung.

    Selbstverständlich sind nahezu alle im Profifußball tätigen Menschen im eigentlichen Sinn Söldner, denn es ist die Regel und somit normal, dass sie zeitlich befristet einem Club dienen. In den allermeinsten Fällen durfte die Auswahl des Clubs nicht unwesentlich mit der Höhe des “Solds” zu tun haben. Daran kann ich nichts grundsätzlich verwerfliches finden. Demzufolge finde ich den Einsatz dieser Bezeichnung dumm, ganz generell.

    Von wegen Freischaltung: Das erfolgt bei allen Kommentaren mit mehr als einem Link.
    Nix für ungut ;)

  24. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Ist jeder, der von seinem Stammverein wechselt ein Söldner? Wer legt das fest wann man das ist oder wird? Neider? Moralapostel? Gott?

    Bei den munteren Wechseln vor / innerhalb der verschiedenen Spielzeiten,
    ist das doch praktisch die Regel nicht die Ausnahme. Ich finde aber, sollte ein Manager, Trainer oder Spieler einige Jahre für einen Verein
    tätig sein, dann kann man doch von einer Identifizierung mit dem Verein sprechen. Authentizität bei Menschen ist feststellbar.

  25. RJonathan sagt:

    “Die Seele des Vereins kennen.” Ich verstehe den Ärger der Fans ja emotional schon. Schalke tickt anders, da ist man stolz drauf. Das ist das Schalker Alleinstellungsmerkmal. Aber wenn man die Seele des Vereins auch in allen Führungspostionen herrschen lassen will, dann muss man sich langfristig eher in Richtung 3. Liga orientieren. Es geht doch darum die richtige Balance zwischen “Söldnertum” und “Seele” zu finden, oder will wirklich jemand nur noch mit langverdienten Eurofightern arbeiten, weil nur die in erfolgsbesoffener Verklärung 100% die Seele des Vereins repräsentieren?

    Und überhaupt: was ist das für eine Seele, wenn man sie nur erfolgreich erobern kann? Wie war das denn mit Kuranyi, als er mal eine Krise hatte? Haben die Fans dann zu ihm gehalten, weil er sich seit Jahren für die “Seele” den Arsch aufgerissen hatte? Wenn’s schlecht läuft oder irgendjemand neues kommt, dann wird mit Seele argumentiert. Wenn alles gut läuft gehören auch alle dazu. Die Unruhe, die mangelnde Kontinuität schafft, kommt doch in den meisten Fällen von den Fans, die auf Schalke immer ganz schnell mit “Seele” und “Söldner” herumfuchteln.

  26. Manfred sagt:

    Schalker Seele am Arsch, das ist doch alles gequirlte Sch…., Mensch.
    Wer oder was war nicht schon alles Seele und am Ende blieb doch nur die gute Seele Charly Neumann übrig (jetzt halt im Geiste und Angedenken), wenn mal wieder der nächste Seelenversteher oder -heiler sich als Seelenverkäufer rausstellte.
    Was übrigens ein imo triftiger Grund ist, Magath in dieser Sache aber auch rein gar nix vorzuwerfen, denn so einen gefühlsduseligen Blödsinn hat der einfach ignoriert, weil er wußte, daß man es in dieser Sache sowieso niemals allen hätte rechtmachen können. Das war auch nie sein Job.
    Diese vielzitierte Schalker Seele bzw diejenigen, die sie zu jedweder Zeit (pick a time, pick any time) vermeintlich verkörperten oder zu verkörpern vorgaben (Tach, Günther, hallo, Herr Eichberg, auch hier, Herr Assauer uswusfetcppbla) ist es ja, in deren Namen großer und noch größerer bis zum größtmöglichen Unfug (Arena!) getrieben wurde.
    Die sollen ne gute Mannschaft zusammenstellen und die soll guten Fußball spielen. Wenn der zudem noch erfolgreich ist – gerne doch, mehr davon. Und die Finanzen in den Griff kriegen. Und ansonsten einfach lieber mal das Maul halten anstatt irgendwas rauszuposaunen, was auf die eine oder andere Weise vereinsschädigend und/oder leistungsmindernd ist. Alles andere ist gefühlsduseliger Mumpitz.

    Und der Begriff ‘Söldner’ ist per se negativ besetzt und sollte gar nicht erst Verwendung finden.

  27. Torsten sagt:

    Üm die Seele kümmert sich Ratzinger, lasst uns vielleicht besser von Kultur reden. Dieser Verein hat eine gewisse Vereinskultur, der Rechnung getragen werden sollte. Ausserdem halte ich eine gute Kommunikationskultur für unbedingt notwendig – überall, Familie, Job, Verein, Blog.

    Wenn ich mir die Zitate zum Rauswurf Magaths durchlese ist da nirgends von Seele oder Gefühlsduselei die Rede.

  28. skAndy sagt:

    @Manfred Ich war weder Verfechter von Magath, noch habe ich ihm irgendetwas vorgeworfen, wo Gefühl oder Seele drin vorkam.

    Aber davon zu sprechen, auf soetwas nichts geben zu müssen, finde ich vermessen. Wofür wird der Fussball gespielt, wenn nicht für die Emotionen und Gefühle der Fans? Nur noch für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens? Na, dann gute Nacht!

  29. papajoe sagt:

    @blues – Danke für die Links ! Sehr interessant !

  30. BlauWeissNord sagt:

    Nicht ich, sondern Horst Heldt redet über die Schalker Seele und genau das finde ich ja amüsant! Aus den gleichen Gründen, die hier aufgezählt wurden. Das von HH verwendete Pathos (RR ja auch) ist mE nach gar nicht nötig….Und dann von jemand der kein Jahr im Verein ist!Steht gleich auf der S04 HP!

    Und was ich mit Söldner doch nur kritisiere ist, dass man seine Verpflichtungen nicht einhält und das ist mE ein grosses Problem in der Branche, ich glaub jeder hat sich darüber schon aufgeregt. Was sind den Verprechen (Verträge) noch wert? Worauf kann man sich den noch verlassen und womit planen? Wenn morgen Uli H. nen neuen Manager sucht, ist HH dann sofort weg? So wars jedenfalls beim VfB…. Mitten in der Kaderplaung für eine Saison. Und wie soll man Spielern dann ein Vorbild sein, bzw. bei Verhandlungen an ihre Vertragstreue appellieren.

    Muss ja alles kein schlechten Manager aus ihm machen, ich gebe es, wie gesagt, ja nur zu Bedenken.

  31. Torsten sagt:

    Ah, ok, dann habe ich das vielleicht falsch verstanden. Es geht um die Einhaltung der Vertragslaufzeiten. Das kann ich nachvollziehen, dann stört mich nur noch der Begriff. Andererseits möchte ich bemerken:

    Schalke 04 wird in den kommenden Wochen auch versuchen, Verträge nicht einhalten zu müssen, sie “wegzuverhandeln”. Die derjenigen Spieler nämlich, mit denen der neue Trainer nicht mehr plant. Dann ist einer, der auf Einhaltung eines Vertrags pocht, auch ganz schnell der Doofe. Siehe Albert Streit.

  32. Torsten sagt:

    Als Nachtrag zu blues’ tollen abwehrkette.de-Links, hier noch was …

    Ein Interview von Haruka Gruber mit dem besagten Helmut Groß. Man beachte auch das Foto ;-)
    http://www.spox.com/de/sport/f.....rview.html
    Was machen Helmut Groß und Peter Zeidler eigentlich dieser Tage?

  33. MAGsein sagt:

    @BlauWeissNord Wie ich Heldt beim VfB Stuttgart AUCH wahrgenommen habe, nämlich kämpferisch, s.o.

    Und nun zu einer ganz anderen (wie Deine Söldnerunterstellung ebenfalls spekulativen) Sichtweise:

    Im Hintergrund musste sich HH beim kriselnden VfB mit schwierigen, teils schwachen, teils fußballunkundigen Figuren auseinandersetzen. Manche haben seit Trillionen von Jahren das Sagen im Verein und betreiben starr und unbeweglich ihre Politik. Damit sieht sich Heldt also über einen längeren Zeitraum konfrontiert. In dieser Phase erkennt er u. a., dass er die Strukturen nie verändern können wird und dass er deshalb auf Dauer nicht passt. Also muss er sich mittelfristig umorientieren und wartet auf seine Chance. Die bietet sich ihm in der zweiten Saison Gross (ist ja nicht so, dass HH nach wenigen Wochen Krise hingeschmissen hätte) mit Schalke. Neben der Kohle (klar!) hat er also weitere gute Beweggründe, über die er öffentlich nicht spricht. Bleibt in der Wahrnehmung Geld- und Karrieregeilheit übrig.

    Und wenn ich schon dabei bin: Als Magath den VfB verließ, könnte etw. Ähnliches passiert sein: FMs Unmut über die Sturheit und Unbeweglichkeit der Vereinsbosse wächst über Monate. Irgendwann kommt Bayern um die Ecke. Klar hätte er dieses Angebot zu jedem Zeitpunkt angenommen. Aber am Ende war es ein glücklicher Umstand, dass es genau da passierte und er rechtzeitig gehen konnte, denn arg viel länger wäre es beim VfB damals nicht gutgegangen.

    Dass der VfB nun da steht, wo er steht, könnte doch eventuell bedeuten, dass meine Beobachtungen im Schwabenland nicht ganz so falsch waren. Nur mal so.

  34. Ney sagt:

    Pah,von wegen, Raumdeckung und deren Wegbereitung angeblich erst durch Rangnick in den 90ern. Gyula Lóránt hatte das bei Schalke doch bereits in den 70ern eingeführt.

    Oder, naja, zumindest versucht.

  35. RJonathan sagt:

    Ich habe ein wenig den Überblick verloren, wer hier eigentlich auf wen antwortet und ob das zustimmend oder ablehnend gemeint ist. Aber ich habe den Verdacht, dass wir uns alle einig sind ;-)

  36. skAndy sagt:

    @RJonathan Genau: Eigentlich wollen wir doch alle nur endlich wieder vor dem BxB stehen :P

  37. blues sagt:

    Wer zum Teufel ist Markus Gisdol? Fragen wir doch mal Dr. Googleberg: Aaah! Er war der Trainer von Hoffenheims 2. Mannschaft. Auch hier findet sich ein erhellendes Interview bei spox.com:

    http://www.spox.com/de/sport/f.....gaard.html

    @Torsten u. papajoe
    freut mich, dass ihr mit den Taktiksachen auch Spass habt. Da Kicker- Online heute ganz “boulevardmäßig” die Ralf Rangnick – Professorennummer nimmt um Markus Gisdol zu präsentieren, habe ich das Gefühl, dass für RR direkt die alte Schublade aufgemacht wird. Vielleicht wäre ja eine kleine aber feine Linksammlung zu den Taktikgeschichten ihrer Historie und den handelnden Personen hier im Blog ein kleines Gegengewicht zum dumpfen Schubladendenken.

  38. Torsten sagt:

    Ja, prima Idee. Erledigt. Danke!

  39. Lesestoff | Königsblog sagt:

    [...] erst am Dienstag weiter. Bis dahin, schönes Wochenende und Glück auf! Nach der Idee von blues | Foto: John Fera | Trackback-URL | Schlagwörter: Schalke 04, TSG [...]

  40. Hoffentlich besoffen! | Königsblog sagt:

    [...] Horst Heldt sagte vor 8 Wochen, dass man nicht mehr von Meisterschaften als großes Ziel faseln wolle, dass es bei sportlicher Konkurrenzfähigkeit ein ebenbürtigen Ziel sein soll, die Finanzen zu konsolidieren. Einem Spieler, egal wem, 7 Millionen Gehalt zu zahlen, und die Verpflichtung von „Stars“ anzukündigen, ist das Gegenteil davon. Die Fans werden per Anleihe um ihre Penunzen angepumpt um irgendwelche anderen, noch teurere Kredite bedienen zu können, und man spielt als zweitgrößter Verein Deutschlands gegen Manchester United mit Löchern im Stadiondach – da hegt man Hoffnung, wenn ein Manager zur Abwechslung mal bieder und sparsam erscheint. Ob Tönnies’ Vorhaben überhaupt realistisch ist oder nicht ist unerheblich: Es ist auf jeden Fall das falsche Signal. [...]

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