Keine Lust auf schlechte Laune

Guten Morgen allerseits.

Das Wetter ist großartig und Schalke 04 kann nicht mehr absteigen!

Nein, mit Sarkasmus hat das nichts zu tun. Schalke 04 hat in dieser Bundesligasaison grandios many Games schlecht gespielt. Die Tabelle lügt nicht, Schalke gehört tatsächlich nur irgendwo in die Mitte der unteren Tabellenhälfte. Da darf man schon mal erleichtert jauchzen, wenn letztendlich nichts mehr anbrennen kann. Und wenn dann mit einem einzigen, letzten Sieg auch noch eine Teilnahme an der Europa League erreicht werden würde, könnte man sich tatsächlich ins Fäustchen lachen.

Dass nach Trainerwechsel, Dreifachbelastung mit Bundesliga, CL und DFB-Pokal und der zur Unzeit erfolgten Ankündigung Neuers, zu gehen, erstmal leichte Verwirrung auf dem Platz zu sehen ist, ist doch klar. Aber die Mannschaft hat sofort die erforderlichen Bundesligapunkte geholt, die zum Klassenerhalt notwendig waren, sie hat die für Schalke machbaren Gegner in der CL geschlagen, einen „unmachbaren“ – Inter Mailand – auch noch, und sie wird jetzt, wo die englischen Wochen vorbei sind, noch zwei Siege holen: 1. Köln, 2. Duisburg (Pokal). Das ist doch super.

Vielleicht tut Euch Schalkern ab und zu ein Blick von außen gut. Ihr habt ein junges, spielstarkes, ausbaufähiges Team!

schrieb hoffedoc. Ich möchte das glauben und schlucke meine Zweifel runter. Heute habe ich keine Lust auf schlechte Laune.



Foto: mag3737



15 Kommentare zu “Keine Lust auf schlechte Laune”

  1. Maddin sagt:

    Meine Wünsche für die neue Saison:

    1. Kader auf 22 – 25 Mann verkleinern. Ein paar Ablösemilliönchen wären dabei erstrebenswert.
    2. Rafinha zurückholen, Uschi auf Links umschulen.
    3. Raul verlängert bis 2013.
    4. Eine Abwehr die diesen Namen auch verdient (siehe 2.)
    5. Mattes Schober Nr.1
    6. Eine solide Stammelf.
    7. Ein taktisches Konzept, egal was für eins. Das aber bitte konsequent!
    8. RR in Ruhe arbeiten lassen.
    9. 40 Punkte nach 20 Spieltagen.
    10. Am Ende des 34. Spieltag vor den Schwarzgelben stehen.

  2. berka sagt:

    Nicht auszudenken wenn das Rangnick-Zwischenhoch angehalten hätte. Die Erwartungshaltung für die nächste Saison wäre viel zu hoch gewesen. Nun weiß Rangnick sicherlich wo er den Hebel ansetzen muss. Allerdings wird er es vorher schon gewusst haben…

    Bleiben erstmal zwei Aufgaben für diese Saison: den Pokal gewinnen und einen anständigen Preis für Neuer erzielen.

  3. DeepBlue sagt:

    Zur guten Laune tragen natürlich auch immer wieder die tollen Bilder bei, die Torsten wo-auch-immer findet und die regelmässig wie die Faust aufs Auge zum Text passen. Herrlich!

  4. derwahrebaresi sagt:

    @maddin

    zu 2. rafi dort lassen wo er ist, uschi auch.
    (escudero weiter aufbauen und für links stabilisieren)
    zu 5. schober dort lassen wo er ist, auf der bank.

    derwahrebaresi
    (brain-kucker-meister 2010/11)

    :-)

  5. Detlef (Dr_D) sagt:

    Schlechte Laune? Warum? Ich habe am Samstag beschlossen einfach mal bis zum 20. Mai Pause zu machen. Ich sammle auch mal meine Kräfte, um am 21.5. voll da zu sein.

  6. Conti sagt:

    Ohne jetzt klugscheißenzuwollen, ich war letztes Jahr so um diese Zeit nicht der einzige der gefragt hat, was passiert wenn ihr Meister werden und Magath danach die Zelte abbricht. Antwort unisono damals (auch vom sehr geschätzen Blog-Eigner): “Das sehen wir, wenn der Rausch danach vorbei ist”. Jetzt ist Magath weg ohne Rausch – und jetzt wird er hier allenhalben angeprangert. Oder liegt das vor allem an den Entscheidungen nach der Vizemeisterschaft?

  7. Ney sagt:

    Jedenfalls ist es so gut wie unmöglich, dass wir als Mannschaft mit den wenigsten geschossenen Toren die Spielzeit beenden. Pauli könnte bei einem entspannten Sommerkick vielleicht noch die 4 auf uns fehlenden Treffer aufholen, aber dass Frankfurt den Dortmundern 7 Stück einschenkt, ist auszuschliessen. Hoch die Tassen!

  8. matz sagt:

    @ Conti: Komisch, aber mich haben recht früh die Magath-Fans mehr genervt als der Mann selbst.

    Meine Meinung, warum das so ist: Schalke hat das erfolgreichste Bundesliga-Jahrzehnt der Geschichte hinter sich. Und das ohne Konzept oder Strategie. Einfach nur mit geliehenem Geld versucht, den Titel zu erkaufen. Der Rest war ein bißchen Folklore.
    Magath hatte eine Vision für den Club: Eine Mischung aus Wolfsburg und Bayern München. Wirtschaftskonzern mit klarer Hierarchie und auf seine Person konzentriert. Alles nicht-ökonomische, also Volksnähe, Fan-Mitbestimmung, Identität mit der Mannschaft, Traditions-Schnick-Schnack etc. abgeschafft. Dadurch hat er die meisten Schalker gezwungen, ihr Verhältnis zum Verein zu definieren, jenseits der Bier-und Bratwurst-Harmonie und “Wir sind doch alle Schalker “- Glückseligkeit der letzten Jahre. Und siehe da: das hat zu einem tiefen Riss geführt. Wenn ich sehe, wie sich in diversen Foren die Pro- und Contra-Magath-Fraktionen immer noch mit Herzenslust bepöbeln.

    Ich glaube, das löst immer noch die meisten Emotionen aus, wenn der Name Magath fällt. Dass er vermeintlich in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Geschenkt, wer hat das nicht auf Schalke. Dass er zunehmend bizarrere Einkäufe (Charisteas, Karimi etc.) getätigt hat – im Erfolgsfall hätten darüber alle gelacht.

    Aber das ist jetzt wirklich meine ganz eigene Sicht, warum er so heftig angeprangert wird (und warum ich Samstag Frankfurt und Gladbach die Daumen drücke)

  9. Torsten sagt:

    @Conti:

    An diese flapsige Bemerkung kann ich mich noch gut erinnern. Du kamst mit „Meisterschaft“ um die Ecke, was hast Du da erwartet?! ;-)

    Tatsächlich habe ich an vielen verschiedenen Stellen auf die Frage nach dem Danach stets geantwortet, dass man sich fragen muss, ob der Verein nach Magath besser oder schlechter dasteht als vor Magath.

    Vor Magath war auch scheiße. Müller weg, Rütten raus, ein Kompetenzvakuum. Eine Mannschaft die sich ziemlich totgelaufen hatte, kein Geld. Die jetzige Mannschaft hat sicher mehr Perspektive, dafür hat Schalke wieder teure Leute an Bord und immer noch kein Geld. Ja, was die sportliche Einschätzung bezogen auf die erste Liga angeht ist es bei mir so, dass mir vor allem die Entscheidungen zum Kurswechsel nach der Vizemeisterschaft missfallen haben.

    Abgesehen davon teile ich die Einschätzung von matz. Es gibt viele Entscheidungen des Vorstands Felix Magath, die dem Verein geschadet haben. Dieser besagte Riss durch das Fanlager gehört zu den Auswirkungen.

  10. hoffedoc sagt:

    Das hat meine Laune jetzt auch gehoben, dass Ihr mich hier zitiert. Es gibt jetzt sowieso – ob Ihr das wollt oder nicht – etliche zusätzliche Schalker Fans, weil “unser Trainer” jetzt bei Euch ist. Und ihm wünschen wir hier nur Erfolg, außer bei Spielen gegen Hoffeneim natürlich.

    Rangnick ist halt Teamplayer. Er hat seriös gearbeitet. Offensiv spielen lassen, preiswerte Spieler eingekauft und teuer wieder verkauf..en müssen. Er hat den Verein von Regionalliga über 3., 2. in die erste Liga geführt, und das so schnell, dass es hier kein Stadion gab außer dem kleinen, viertausend Leute fassenden Stadion in Hoffenheim. Es war schon eine Sensation, als die langen Reisebusse der Zweitligavereine durch die engen Gassen kurvten, als es dann ohne Zwischenhalt in die erste Liga ging, war das den dortigen Vereinen nicht mehr zuzumuten, und wir haben in Mannheim spielen müssen.

    Aber bei Euch gibt`s halt Leute, die wollen Erfolg um jeden Preis. Wenn nicht nur von vielen nach Magath, sondern auch von einigen nach einem Rehhagelfußball gerufen wird. Hinten reinstellen, lange Bälle, beten und treten.
    Vielleicht hätte Manchester dann keine vier Tore geschossen..kann schon sein. Schalke muss sich halt einigen, wie hoch der Preis ist, der für den Erfolg gezahlt werden soll. Finanziell und fußballerisch.

    So, das war ein bisschen Folklore aus der Provinz.

  11. McP sagt:

    Das Rangnick preiswert eingekauft hätte ist aber eher Wunschdenken. Für 2. Ligaverhältnisse waren die Einkäufe exorbitant und auch in der 1. Liga war das strukturelle Defizit bei Hoffenheim 20-30 Mio im Jahr. Und als Rangnick anfangen sollte vernünftig zu wirtschaften, ist er abgehauen. Und Rangnick ist genauso Teamplayer, wie Magath es war. Solange das Team alles macht, wie er es möchte, läuft der Laden. Wer andere Meinungen hat, wird abgesägt. Läßt er sich nicht absägen, haut Rangnick ab.

    Laut Tuchel besteht ja der positivste Effekt eines neuen Trainers darin, dass der alte weg ist. Man darf wohl feststellen, dass es diesen Effekt bei Schalke nicht gibt. Also war es sportlich weder positiv Magath damals zu feuern, noch Rangnick zu holen. Das Theater hätte man sich schenken und dann halt gegebenfalls in der Sommerpause reagieren können. Leider wurde ja bis heute nicht erzählt, warum Magath gefeuert wurde. Da muss man sich nicht wundern, dass die Spaltung anhält. Und ja, wird die nächste Saison sportlich erfolgreich, mit tollem Fußball, werden die Wunden verheilen. Nur, die muss dann auch kommen. Noch 10 Gurkenspiele überlebt Rangnick nicht.

  12. Torsten sagt:

    Also war es sportlich weder positiv Magath damals zu feuern, noch Rangnick zu holen. Das Theater hätte man sich schenken und dann halt gegebenfalls in der Sommerpause reagieren können.

    Theater ist Theater ist Theater. Die Lame-Duck-Version funktioniert in Clubs von größerem Medieninteresse nicht. Dass der Trainerwechsel auf Grund der aktuellen sportlichen Situation unbedingt notwendig war, hat nie irgendjemand behauptet. Platz 10 bis 14 wäre mit dieser Mannschaft auch Felix Magath zweifellos zuzutrauen gewesen.

  13. Carlito sagt:

    http://koenigsblog.net/2011/05.....ment-19010

    @derwahrebaresi: dem stimme ich mal sowas von zu! ;-)

  14. hoffedoc sagt:

    zu McP: das stimmt so nicht.

    Wenn ein Verein in so wenigen Jahren eine erstligataugliche, professionelle Infrastruktur aufbauen muss, ist das natürlich nur durch Sponsoring – hier ein “Mäzen” – finanzierbar (das ist Dein strukturelles Defizit). Aber diese Struktur gibt es in, äh auf Schalke ja natürlich schon.

    Und bei Spielerein- und -verkäufen gab es ein eindeutiges Plus, und nur dieser Punkt ist hier interessant.

    Der Konfliktpunkt zwischen Hopp und Rangnick war im wesentlichen der,
    dass Rangnick über internationale Plätze das Geld wieder reinholen wollte, und Hopp über Verkäufe, so dass Hoffenheim eine Art Ausbildungsverein wird im Mittelfeld der Bundesliga, der die gut ausgebildeten Spieler gewinnbringend weiterverkauft. Ein Europaleague- oder CL-platz wäre für Hopp eher eine Art Betriebsunfall, für Rangnick angestrebtes Ziel.

    Aber welche Spielweise Ihr hier besser findet, Magath (s. Wolfsburg) oder Rangnick (s. Hoffenheim in Aufstiegszeiten) das ist Eure Sache, dass geht mich gar nichts an.

  15. ESR plus X: 1 aus 9 zum 20. Spieltag sagt:

    [...] wartete auf das Pokalfinale. Mir war das Spiel nichtmal mehr einen Beitrag wert, ich hatte schlicht keine Lust mehr auf schlechte Laune. Es war der erste und bislang einzige Sieg des FSV Mainz 05 auf Schalke, in immerhin 7 [...]

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