Artikel im Juni 2011

Wörtlich: Christoph Moritz

Ich finde den ständigen Vergleich mit Männerfußball unpassend. Das macht man in der Leichtathletik oder in anderen Sportarten doch auch nicht.

Zur Betrachtung der Frauenfußball WM 2011.


Gespräch mit Shary Reeves

Ich bin ein Ignorant. Für mich war sie immer nur die Kinderfernsehen-Trulla. Shary Reeves macht mit Ralph Caspers eben „Wissen macht Ah!“. Das wusste ich, weil ich es selbst gesehen hatte.

Meine Frau wusste noch, dass Shary Reeves mal in irgendeiner Nachmittags-Soap mitgespielt hatte. Dass sie ausserdem Musik macht und für den SC 07 Bad Neuenahr in der Fußball-Bundesliga gespielt hat, wussten wir beide nicht.

Jetzt ist sie Botschafterin für die WM. Auch, aber nicht nur deshalb war sie vor ein paar Wochen in der Bayern 3 Radio-Talkshow „Mensch, Theile!“ zu Gast. In den knapp 40 Minuten ging es um ganz viel, zum Beispiel um ihre Liebe zu Stadt, Fußballclub und Schwester, um ihr Vorankommen im Sport, natürlich um Frauenfußball überhaupt und ein bisschen um Kinderfernsehen, aber auch um das Aufwachsen als farbiges Kind in unserem Land. Frau Reeves ist eine sowohl kluge, als auch eloquente Frau, und mir hat es Spaß gemacht, dem Gespräch zuzuhören. Meines Erachtens ist der Podcast zur Sendung auch noch für diejenigen empfehlenswert, die gerade keinen Bock auf Frauenfußball haben. Für die anderen sowieso.

Hier nachzuhören:

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(38:23 Min)
mp3-Datei / Podcast-Feed

Schalke trennt sich von Gerald Asamoah, Nicolas Plestan

Schalke 04 trennt sich von Nicolas Plestan und von Gerald Asamoah. Nicolas Plestan war 11 Monate Schalker. Er wurde von Felix Magath geholt, eingesetzt, für zu schlecht befunden und nach 286 Spielminuten beiseite gestellt. Gerald Asamoah hat 11 Jahre für Schalke gespielt.

Veränderungen sind im Fußball was Alltägliches. Wieviel Euro es nun gekostet hat, Gerald Asamoah seinen eigentlich bis 2016 laufenden Vertrag abzukaufen, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht wie enttäuscht Gerald Asamoah darüber ist, nun keine weiteren 5 Jahre zum FC Schalke 04 zu gehören, ob die Einvernehmlichkeit in der Sache auch eine gewisse Zufriedenheit beinhaltet.

Was ich an diesen Trennungen mag ist die Klarheit der Entscheidung. Offensichtlich hat Ralf Rangnick keine Verwendung für Nicolas Plestan und Gerald Asamoah. Offensichtlich sehen Horst Heldts Planungen für die näherer Zukunft keinen „Teambotschafter“ vor. Menschen zu parken, ihnen keine Perspektive zu bieten, ist unwürdig. Dabei ist es egal, wie lange jemand im Verein ist.

Ich gehörte nie zu den ganz großen Asamoah-Fans. Es gab immer wieder mal Vorfälle, die in meinen Augen an seinem Supersympath-Image gekratzt haben. Aber dass Gerald Asamoah seit nunmehr 12 Jahren zur vielbesungenen Schalker-Familie gehört, daran gibt es keinen Zweifel. Ihm nahm man die Identifikation mit dem Verein und mit dessen Umfeld stets ab. Er war ein Gesicht des FC Schalke 04 und ein Gesicht des Derbys. Heute werden Spieler im Dutzend an- und verkauft. Da ist die Identifikation, da ist ein Gesicht sein von unschätzbarem Wert. Danke dafür, Gerald Asamoah!



Foto: Hanno H. Endres

AUS vs EQG: Einladung zum Spiel für die Geschichte!

Vielleicht nicht für die Fußballgeschichte, aber ganz sicher für die eigene. Bei der WM 2006 habe ich Spiele von Togo oder Trinidad & Tobago gesehen. Wenn ich davon erzähle gibt’s stets ein großes Hallo. Die Partie Australien gegen Äquatorialguinea der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 wird dahingehend alles toppen, da bin ich mir sicher. Und gerne schaue ich das Spiel mit Dir zusammen!

Trainer Baade und ich gehen hin und wir würden uns freuen wenn Du mitkommst. Am Sonntag den 03. Juli, um 14 Uhr, ist Anstoß in Bochum. Die After-Game-Party steigt dann im Freibeuter. Auch dazu ist jedermann herzlich eingeladen!

Um das Spiel zu sehen brauchst Du natürlich eine Karte. Die solltest Du Dir flott besorgen, denn allzu viele Karten gibt es nicht mehr für dieses Spiel für die Geschichte. Trainer Baade und ich sitzen in Block E1, Reihe 22, siehe hier. Gestern waren um uns herum noch 15 Plätze frei, und einige mehr etwas weiter weg … Wer partout beim Spiel nicht dabei sein will oder kann, kann selbstverständlich auch entsprechend später direkt zum Freibeuter kommen.

Meldet Euch. In den Kommentaren oder per Mail. Kommt mit! Lasst uns Event-Fans sein. Drücken wir die Daumen für die Mannschaft mit den schöneren Trikots. Lasst und die Damen feiern, und den Fußball. Lasst und Würstchen essen und Bier trinken, selbst wenn die FIFA Fiege-Pils nicht zulässt. Seit dabei und erzählt es in 20 Jahren Euren Kindern.

Olé Olé.

Die Olé Olé-WM

Sonntag beginnt die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011, und ich werde sie als Event-Fan begleiten. Ich weiß, dass „unsere Mädels“ stark sind, wie stark welche andere Nation ist weiß ich schon viel weniger. Natürlich ist mir Lira Bajramaj ein Begriff, schließlich gibt’s da diese schicke Werbung, und Inka Grings spielt hier um die Ecke. Aber Verena Faißt, Ariane Hingst oder Martina Müller hätte ich ohne nachzuschauen nicht aufzählen können. Für mich Ahnungslosen wird sich diese FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 anfühlen wie für Mutti die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006. Jedenfalls wünschte ich mir, dass es so sein wird.

Gerne werde ich entspannt Public Viewings besuchen, wenn ich denn welche finde. Schwarz-Rot-Goldene Plastikklappern in Handform? Immer her damit! Mit albernen T-Shirts oder Hüten habe ich keine Probleme. Meinetwegen male ich auch meine Kinder an. Pommes in Deutschlandschälchen nehm’ ich gerne. Bier? Bier!

Frauenfußball-Fan bin ich nicht. Wenn selbst auf höchstem Niveau Spiele regelmäßig 4:0 oder 5:0 enden ist meines Erachtens irgendwas nicht im Lot. Aber egal, seit gestern ist Sommer, ich hätte gerne ein passendes Fest!

Zur WM 2006 bekam ich einen Gag-Flaschenöffner geschenkt, der bei Berührung des metallenen Kronkorken ein „Olé Olé… we are the Champions“ krächzt. Meine Tochter (3) entdeckte dieses Ding zur WM 2010 und findet es großartig. Diese „Melodie“ zum sportlichen Großereignis hinterließ einen bleibenden Eindruck. Noch heute nennt sie die Schwarz-Rot-Goldene Deutschland-Flagge nur „Olé Olé-Fahne“. Ich werde mir für die kommenden Wochen ein Beispiel daran nehmen und versuchen, mit der Leichtigkeit einer Dreijährigen an die Sache heranzugehen.

Olé Olé.



Foto: CharlesFred

Schalke 04 Google Kalender: Saison 2011/2012

Ab sofort sind in meinem „FC Schalke 04 Google Kalender“ auch die Daten der Bundeligasaison 2011/2012 hinterlegt. In den Bermerkungen zu den Terminen des FC Schalke sind die restlichen Spiele des jeweiligen Spieltags nachzulesen.

Dieser Kalender steht im XML, iCal und HTML-Format zur Verfügung und kann mit den meisten Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android Phones etc.) abonniert und genutzt, per Feed empfangen oder in Webseiten integriert werden. Mehr Informationen und die entsprechenden Links gibt es hier.

Mein Blick auf die JHV 2011

Die für 11:30 Uhr anberaumte Jahreshauptversammlung des FC Schalke 04 begann mit Verspätung. Die Emscher-Lippe-Halle war so voll, dass selbst die zunächst abgesperrten Stehplatzbereiche geöffnet werden musste. Es folgten mehr als 6 Stunden interessante Versammlung, die nach einem turbulenten Auftakt doch alles in allem recht sachlich verlief. Erst kurz vor 18 Uhr war das Lied gesungen.

Die Berichte

Entsprechend ihrer Verantwortlichkeiten oblag es Peter Peters, Horst Heldt und Clemens Tönnies, die Berichte für die Finanzen, den sportlichen Bereich und den Aufsichtsrat vorzutragen. Naturgemäß wurden aus diesen Berichten dann Reden.

Peter Peters stellte zunächst die Bilanz vor. Ziel sei es, bis 2018 die Verbindlichkeiten für die Arena abbezahlt zu haben. 2025 soll Schalke 04 insgesamt Schuldenfrei sein. Die dargestellte Kurve für diesen Schuldenabbau war sehr einfach gehalten. Ob das von nun an „einfach so“ passieren kann oder ob da wie auch immer ambitionierte sportliche Ziele zu Grunde liegen, die zunächst mal erreicht werden müssen um die entsprechende Einnahmen zu verdienen, blieb offen.

Weiter verkündete Peter Peters, dass Schalke 04 die Glückauf-Kampfbahn als Spielstätte zurückhaben wolle, und stellte Planungen zum Umbau des Vereinsgeländes vor. Das alte Parkstadion-Gelände soll endgültig erschlossen werden. Ein Platz soll mit einer 10.000 Zuschauer fassenden Tribüne zur Drittligatauglichkeit ausgebaut werden. Ein neues Leistungszentrum für den Nachwuchs und ein „Megastore“ sollen her.
Bei allem Spaß an Hoffnung, auch dabei dürften dem einen oder anderen Anwesenden Zweifel gekommen sein. Seit Jahren hat der Verein es nicht geschafft, das Parkstadion „aufzuräumen“ oder der zweiten Mannschaft eine geeignete Schalker Spielstätte zu bescheren. Stets hatte man den Eindruck, dass Geld fehlt, dass man in diesen Bereichen von der Hand in den Mund lebt. Da muten solche Pläne unrealistisch an. Gerne lasse ich mich in Zukunft eines Besseren belehren.

Clemens Tönnies sprach vor allem über Felix Magath und über die Entwicklungen, die zu dessen Entlassung führten. Er stellte die Jahreshauptversammlung 2010 als Knackpunkt dar. Damals scheiterten Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Antrag, die „300.000 Euro-Regel“ (§ 7, Punkt 7.5) abzuschaffen. Danach sei Magath „ohne sich zu verabschieden“ in den Urlaub gefahren und verändert wiedergekommen. In dieser Zeit hätte Magath über einen Anwalt mitteilen lassen, dass er in Erwägung zöge, auf Schalke hinzuschmeissen. Tönnies habe das abgelehnt, sich aber dann umgehend um die Verpflichtung Horst Heldts bemüht.
Was Felix Magath für einen Vertrag hatte, dass per Anwalt über ein Hinschmeißen verhandelt wurde, will ich gar nicht wissen. Clemens Tönnies hat eingestanden, in dieser Personalie falsch gelegen zu haben. Gleichzeitig erfuhr er Verständnis, als er sagte, dass er seine Entscheidung zum damaligen Zeitpunkt als richtig erachtete. Tatsächlich ging es doch den allermeisten Anwesenden gleich. Dass es unter den anwesenden Mitgliedern noch eine Spaltung in Pro und Contra Magath gibt, war nicht auszumachen.

Außerdem überraschte Tönnies mit der Personalie Jobst. Alexander Jobst wird ab dem 01. September den Vorstand erweitern und für Marketing und Merchandising zuständig sein. Er ist 38 Jahre alt, Diplom-Sportökonom, und war in dieser Reihenfolge als Global Sponsoring Manager bei der Siemens AG, als Head of International Business Development bei Real Madrid und als Head of Sales bei der FIFA tätig. Im übrigen ist er Fan von Eintracht Frankfurt. Das alles lässt sich in einem zwei Jahre alten Interview nachlesen.

Horst Heldt war so was wie der Sieger des Tages. Natürlich hatte er es vergleichsweise leicht. Er gilt nach wie vor als neu, als unvorbelastet. Vor allem aber war seine Rede hervorragend vorbereitet. Der Beginn mit einem kleinen Witz („Kann man mich sehen?“ .. der kleine Mann hinter dem hohen Pult), eine klare Struktur, Lobendes, Zukunftsweisendes, Kritisches, alles nicht glatt sondern authentisch, mit dem einen oder anderen Holperer vorgetragen. So lernt man das auf entsprechenden Seminaren.
Er verkündete die langfristige Bindung Julian Draxlers. Er kündete an, dem „KnappenKids“-Programm wieder neues Leben einzuhauchen, das Scouting zu verbessern, auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu setzen und mit der zweiten Mannschaft auf Sicht die dritte Liga anzupeilen. So was mag man. Er benannten Schuldenabbau als Ziel und will nicht über Meisterschaften reden. Selbst als er anmerkte, dass ihm das Stadion in der vergangenen Saison oft viel zu leise war, dass er sich mehr Unterstützung wünscht, gab es viel anerkennendes Nicken. Seine Rede war ein voller Erfolg und man sah ihm an, dass ihm sein Job Spaß macht.

Auf der offiziellen Vereinshomepage wird Heldts Rede „Regierungserklärung“ genannt. Das trifft es ganz gut, so hörte es sich an. Leider bleibt von tatsächlichen Regierungserklärungen in der Folge meistens nicht viel übrig. Auf Schalke wechseln die Ausrichtungen ebenso schnell wie Merkels Meinungen. Alles was Horst Heldt sagte klang prima. Aber prima geklungen hat es immer wieder mal. Wünschen wir dem Mann alles Gute.

Die Wahlen

Dr. Jens Buchta und Dr. Armin Langhorst wurden in den Aufsichtsrat gewählt. Dr. Buchta, Anwalt und als langjähriger Aufsichtsrat auch im Wirtschaftsausschuss tätig, reklamierte für sich, zur günstigen Abwicklung der Vertragsangelegenheiten mit Felix Magath beigetragen zu haben. Dr. Langhorst reklamierte für sich vor allem sein Schalker Herz. Dass das reichte lag an den meines Erachtens insgesamt schwachen Kandidaten. Immerhin bekam Herr Nadolny nur 258 Stimmen zuviel.

Verantwortlich für die Kandidaten ist der Wahlausschuss. Dieser wurde komplett neu gewählt. Für sieben Posten standen 20 Kandidaten zur Wahl. Bis zuletzt wurde viel über diese Kandidatenliste debattiert und wurden Verschwörungstheorien gesponnen.
Neun der 20 Kandidaten gehören verschiedenen Fanorganisationen an und man konnte den Eindruck gewinnen, es handle sich dabei um anrüchige Geheimbunde. Diese hätten sich verabredet um alle ihre Kandidaten durchzubringen und den Wahlausschuss zu übernehmen, war in Foren zu lesen.

Am Ende kamen „nur“ vier der besagten neun Kandidaten in den Wahlausschuss, obwohl mich beispielsweise auch die Darstellungen von den nicht gewählten Matthias Feck (Ultras GE) und Dr. Manfred Beck (Supporters Club) vollends überzeugten. Günther Reipen hat seine 3 Minuten ebenfalls sehr gut genutzt und wurde – obwohl keiner Fanorganisation angehörend – ebenfalls in den Wahlausschuss gewählt.

Ich bin mit dem neuen Wahlausschuss zufrieden. Ich erhoffe mir, dass es im nächsten Jahr Aufsichtsratskandidaten gibt, die mit verschiedenen Profilen aufwarten und die konkrete Aussagen geben können, was sie eigentlich erreichen wollen. Mir geht diese latente Angst vor Schalkern, die sich auch außerhalb des Stadions noch zusammensetzen und Gedanken um den Verein machen, völlig ab. Mir wurde übrigens auch noch nie von wie auch immer organisierten Fans vorgehalten, dass ich eben keinem Fanclub angehöre.

Das Sonstige

Marcelo Bordon wurde gemeinsam mit Ötte Tibulski, unter tosendem Beifall und mit viel Emotion in die Schalker Ehrenkabine gewählt. Gut so.

Thomas Sinning kandidierte angeblich für den Wahlausschuss, sprach als letzter, nutze seine 3 Minuten dann aber nur dazu, für den alten Wahlausschuss zu werben und zog seine Kandidatur zurück. Sinnings Aktion wirkte bestellt und führte zu allgemeinen Unmut.

Der Wortbeitrag des Tages kam von einer jungen Frau, die zum Supporters Club gehörte und monierte, dass der FC Schalke 04 zwar häufig von Tradition reden, dafür aber zu wenig tun würde. Vor kurzem seien die Fanorganisationen gebeten worden, für einen Grabstein für den 2008 verstorbenen Erwin Weiss zu sammeln. Schalke 04 verkaufe seine CDs im Fan-Shop und profitiere davon, wenn auf allen Veranstaltungen Weiss’ Lieder als Allgemeingut gesungen würden. In der Bilanz des Clubs gehe es in allen Posten um Millionenbeträge. Sie würde sich wünschen, dass für Dinge wie diesen Grabstein der Verein aufkäme. Sie regte an, aus Verkäufen von Fanartikeln, in denen Tradition vermarktet wird, für solche Dinge ein Budget zu schaffen.
Schon zuvor sagte Rolf Rojek, dass er als neue Aufgabe das Kümmern um Traditionspflege erhalten habe. Inwieweit solche Gedanken nun umgesetzt werden, wird man sehen. Gegen Ende der Versammlung kündigten Aufsichtsrat und Vorstand an, privat für den Grabstein von Erwin Weiss aufkommen zu wollen.

Und dann war da noch der „Eklat“ des Presseausschlusses, gleich zu Beginn des Tages. Laut Satzung sind nur Mitglieder berechtigt, an dieser Jahreshauptversammlung teilzunehmen. Ein Antrag lautete, alle Nichtmitglieder von der Versammlung auszuschließen. Geschäftsführer Peter Peters und Versammlungsleiter Clemens Tönnies war das sichtlich unangenehm und gerne hätten sie ein Abstimmungsergebnis gegen diesen Antrag gesehen. Tatsächlich erhoben sich aber dafür wie dagegen sehr viele Stimmkarten, so dass ausgezählt werden musste. 1542 von 2944 waren für den Ausschluss.
Ich war dagegen. Nichts, was auf dieser JHV passiert ist, könnte geheim gehalten werden. Nichts davon müsste geheim bleiben. Am Ende werden alle über alles informiert sein, so wie es auch sein soll, zumal, da Mitglieder und Fans dieses Vereins stets größtmögliche Transparenz fordern. Alles was dieser Ausschluss gebracht hat ist negative Presse zu eben diesem „Eklat“.

Natürlich ist noch viel mehr passiert, wurde noch viel mehr gesagt. Von Finanzen habe ich zu wenig Ahnung um mir eine ordentliche Meinung bilden zu können. Manches habe ich vielleicht schon wieder vergessen, anderes vielleicht gar nicht erst mitbekommen, weil ich mich zwischendurch auch mal nett unterhalten habe. Alles in allem empfand ich diese JHV als gut. Als für mich kurzweilig und für den FC Schalke 04 Hoffnung schürend. Ma’kucken, wie sich das alles so entwickelt.

Glück auf.