Die Olé Olé-WM

Sonntag beginnt die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011, und ich werde sie als Event-Fan begleiten. Ich weiß, dass „unsere Mädels“ stark sind, wie stark welche andere Nation ist weiß ich schon viel weniger. Natürlich ist mir Lira Bajramaj ein Begriff, schließlich gibt’s da diese schicke Werbung, und Inka Grings spielt hier um die Ecke. Aber Verena Faißt, Ariane Hingst oder Martina Müller hätte ich ohne nachzuschauen nicht aufzählen können. Für mich Ahnungslosen wird sich diese FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 anfühlen wie für Mutti die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006. Jedenfalls wünschte ich mir, dass es so sein wird.

Gerne werde ich entspannt Public Viewings besuchen, wenn ich denn welche finde. Schwarz-Rot-Goldene Plastikklappern in Handform? Immer her damit! Mit albernen T-Shirts oder Hüten habe ich keine Probleme. Meinetwegen male ich auch meine Kinder an. Pommes in Deutschlandschälchen nehm’ ich gerne. Bier? Bier!

Frauenfußball-Fan bin ich nicht. Wenn selbst auf höchstem Niveau Spiele regelmäßig 4:0 oder 5:0 enden ist meines Erachtens irgendwas nicht im Lot. Aber egal, seit gestern ist Sommer, ich hätte gerne ein passendes Fest!

Zur WM 2006 bekam ich einen Gag-Flaschenöffner geschenkt, der bei Berührung des metallenen Kronkorken ein „Olé Olé… we are the Champions“ krächzt. Meine Tochter (3) entdeckte dieses Ding zur WM 2010 und findet es großartig. Diese „Melodie“ zum sportlichen Großereignis hinterließ einen bleibenden Eindruck. Noch heute nennt sie die Schwarz-Rot-Goldene Deutschland-Flagge nur „Olé Olé-Fahne“. Ich werde mir für die kommenden Wochen ein Beispiel daran nehmen und versuchen, mit der Leichtigkeit einer Dreijährigen an die Sache heranzugehen.

Olé Olé.



Foto: CharlesFred



17 Kommentare zu “Die Olé Olé-WM”

  1. Gunnar sagt:

    Volle Zustimmung. Was mich allerdings skeptisch stimmt, ist der Umstand, dass meine Nachbarin, die sich „klassisch“ nur alle zwei Jahre zu den großen Turnieren für Fußball interessiert, noch keine Vorfreude zeigt. Vielleicht sollte ich sie mal auf den bevorstehenden Event aufmerksam machen?

  2. Maddin sagt:

    Och Nö, man muss ja auch nicht jeden Quatsch mitmachen. Ich pflege meine Vorurteile und werde diese Veranstaltung ignorieren. Unpopulär aber ehrlich.

  3. matz sagt:

    Ob das so unpopulär ist? Ich habe das in den letzten Tagen unter Fußballfans relativ häufig gehört
    (natürlich nicht in den rund-um-die-Uhr- werbenden Medien – bis auf eine Frau, die im TV meinte, Frauen und Fußball passe nicht, sie schaue ja auch keine Männer, die Volleyball spielen)

  4. Frittenmeister sagt:

    Ein guter Plan, ich werde auch zum Dreijährigen und schwups, schon steigt die Party.

  5. Ney sagt:

    Bei Australien gegen Äquatorial-Guinea in Bochum bin ich jedenfalls live und vor Ort dabei.

  6. Sebastian sagt:

    Ich mach auch mit! Das ein oder andere Spiel, das ein oder andere Bier… Das wird was – schön, das!
    Habt ihr denn nicht die aktuelle 11 Freunde mit dem WM-Sonderheft?!

  7. Sebastian sagt:

    Also die vom vergangenen Monat – nicht die von heute.

  8. McP sagt:

    Läßt sich Blatter schon beim Eröffnungsspiel auspfeiffen oder wartet er damit bis zum Ende?

    Mein größtes Problem mit dem Frauenfußball ist, dass die Spielkommentatoren noch viel fürchterlicher sind, als bei den Herren. Auf dem Spielfeld kann die schlimmste Grütze stattfinden, aber es werden dennoch nur onkelhafte Nettigkeiten erzählt.

    Ansonsten werde ich hier und da trotzdem am Fernseher dabei sein und hoffe, auf ein buntes Ereignis. Sportlich anspruchsvolle Duelle erwarte ich eher erst im Halbfinale.

  9. Matthias sagt:

    Was noch mehr nervt als der aufgebauschte mediale Megyhype um die Frauen-WM sind die Leute, die beinahe stündlich in Blogs, Foren, via Twitter oder in realen Gesprächen darauf hinweisen, dass sie Frauenfußball nicht interessiert.

    Ich halte es genau so wie du: Ich kuck’s mir einfach an und wenn es was zum freuen gibt, dann freue ich mich mit. Und wenn’s mir langweilig wird, dann schau‘ ich eben nicht mehr hin. Aber was dieser beinahe religiöse Eifer, mit dem vielerorts gegen den Frauenfußball gewettert wird, soll, das weiß ich nicht.

  10. packer sagt:

    Immerhin haben die „Schalke-Ultras“ es mit der FFWM auf die Titelseite der „Zeit“ geschafft.
    Wie zu erwarten als Beispiel der Extrem-Engstirnigen, die Frauenfußball nie mögen werden.

    Ich bin für einen erweiterten Presseausschluss (oder Nichtmitglieder,auch egal), diesmal aus allem.

  11. AUS vs EQG: Einladung zum Spiel für die Geschichte! | Königsblog sagt:

    […] Olé Olé. | Trackback-URL […]

  12. Torsten sagt:

    Ney sagte:

    Bei Australien gegen Äquatorial-Guinea in Bochum bin ich jedenfalls live und vor Ort dabei.

    Ich übrigens auch ;) Vielleicht hast Du ja Lust, danach mit in den Freibeuter zu kommen?

  13. Ney sagt:

    @Torsten
    Wenn meine Frau mich lässt und die mitgereisten Aussi-Fans nicht woanders abhängen.

  14. Sebastian sagt:

    Ich kann da einfach nichts dran finden – das Spiel läuft, es gibt Bier, ganz emotionslos bin ich nicht, aber es reißt mich nicht so mit wie diese Olé-Olé-Fans…
    (wie ich glaube, dass es diese Olé-Olé-Fans mitreißt)
    Und trotzdem schau ich die Spiele und werd’s auch bis zum Finale tun.

  15. Torsten sagt:

    Gerade das heutige Spiel hat mir schon einen guten Abend bereitet. Es hat Spaß gemacht. Mitgerissen … ‚ne, das vielleicht nicht. Dazu hätte ich eine Niederlage zu leicht genommen. Bei diesen Spielen gibt es für mich keine Angst vor einer Niederlage. Ein Ausscheiden der deutschen Mannschaft fände ich schade, mehr aber eben auch nicht. Aber „es hat Spaß gemacht“ ist doch auch schon ganz schön viel.

  16. Sebastian sagt:

    Ja, richtig. Es war ein schöner Abend.
    Ausscheiden wäre schade, nicht mehr und nicht weniger, mitreißen tut’s nicht, aber Spaß macht es schon.
    Daher auch bis zum Finale gucken…

  17. Eyyyyyyy! statt Olé Olé | Königsblog sagt:

    […] hatte mich für diese Frauen-WM 2011 zum Event-Fan erklärt. Sich des Tohuwabohus erfreuen, Spaß an der Veranstaltung haben, ohne sich […]

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