Schalke trennt sich von Gerald Asamoah, Nicolas Plestan

Schalke 04 trennt sich von Nicolas Plestan und von Gerald Asamoah. Nicolas Plestan war 11 Monate Schalker. Er wurde von Felix Magath geholt, eingesetzt, für zu schlecht befunden und nach 286 Spielminuten beiseite gestellt. Gerald Asamoah hat 11 Jahre für Schalke gespielt.

Veränderungen sind im Fußball was Alltägliches. Wieviel Euro es nun gekostet hat, Gerald Asamoah seinen eigentlich bis 2016 laufenden Vertrag abzukaufen, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht wie enttäuscht Gerald Asamoah darüber ist, nun keine weiteren 5 Jahre zum FC Schalke 04 zu gehören, ob die Einvernehmlichkeit in der Sache auch eine gewisse Zufriedenheit beinhaltet.

Was ich an diesen Trennungen mag ist die Klarheit der Entscheidung. Offensichtlich hat Ralf Rangnick keine Verwendung für Nicolas Plestan und Gerald Asamoah. Offensichtlich sehen Horst Heldts Planungen für die näherer Zukunft keinen „Teambotschafter“ vor. Menschen zu parken, ihnen keine Perspektive zu bieten, ist unwürdig. Dabei ist es egal, wie lange jemand im Verein ist.

Ich gehörte nie zu den ganz großen Asamoah-Fans. Es gab immer wieder mal Vorfälle, die in meinen Augen an seinem Supersympath-Image gekratzt haben. Aber dass Gerald Asamoah seit nunmehr 12 Jahren zur vielbesungenen Schalker-Familie gehört, daran gibt es keinen Zweifel. Ihm nahm man die Identifikation mit dem Verein und mit dessen Umfeld stets ab. Er war ein Gesicht des FC Schalke 04 und ein Gesicht des Derbys. Heute werden Spieler im Dutzend an- und verkauft. Da ist die Identifikation, da ist ein Gesicht sein von unschätzbarem Wert. Danke dafür, Gerald Asamoah!



Foto: Hanno H. Endres



13 Kommentare zu “Schalke trennt sich von Gerald Asamoah, Nicolas Plestan”

  1. Maddin sagt:

    Dem kann ich mich nur anschließen.
    Langsam wird das was mit dem vernünftigen Kader für die kommende Saison.
    Und wie heißt es doch so schön:
    Keine Schale in der Hand, und der Torwart weggerannt. Scheißegal! Wir haben Rauuuul…

  2. tommes04 sagt:

    Aber der eigentliche Vertrag ging doch nur bis 2012. Dieses Geplänkel danach wird ja nicht mit einem Spielerhonorar vergütet worden sein. Aber trotzdem: Gut, dass auch dieser Fall geregelt ist. Heldt ist wirklich umtriebig (Müller wäre vermutlich jetzt irgendwo im Wanderurlaub) und auch für Asa dürfte die Regelung in Ordnung sein.

  3. eisenschleuder sagt:

    da geht schon ein unverwechselbarer. ich finde auch gut, dass ihm die rolle als lebendiges maskottchen erspart wird.

  4. Patigol sagt:

    Asamoah war wirklich jemand, dem man die Identifikation abgenommen hat. Einer, der die Derbies wirklich gelebt hat…

  5. toms3n sagt:

    Schade, beim Supercup hätte man ihn noch auflaufen lassen können. Wäre ein schöner Abschluss für einen gewesen, der es nicht immer leicht hatte bei uns, aber immer alles gab.

  6. bi9mic sagt:

    Würde mich interessieren, welche „Vorfälle“ du meinst!
    Ich gehöre zu den ganz großen Asamoah-Fans, finde diesen Schnitt aber auch gut und richtig und würde mich nicht wundern, wenn Asa irgendwann wieder für unseren Verein arbeitet! Ich jedenfalls würde mich freuen!

  7. matz sagt:

    Tja, hätte sich Asa mal damals nicht neben Stinkstiefel Frank Rost auf die PK platziert :-)
    Aber im Ernst: Teambotschafter erinnert doch sehr an die Grüßaugust-Jahre von Olaf Thon auf Schalke. Dazu sollte sich kein Spieler mehr im 21. Jahrhundert hergeben. Und einen Abschied hat Asa schon gehabt, beim Pauli-Spiel letzte Saison.

  8. Carlito sagt:

    Ein wenig fehlen wird er mir sicherlich, allerdings halte ich es trotzdem für die richtige Entscheidung.

    Und auch mir gefällt, wie Heldt Nägel mit Köpfen macht. War anscheinend eine gute Entscheidung/Wahl von Clemens Tönnies ihn zu verpflichten, als von Felix Magath die ersten Abwanderungsgedanken geäußert wurden…

  9. McP sagt:

    Asas Vertrag lief bis 2016? Really?

    edit:

    Achso, Anschlußvertrag anscheinend. Nun gut, der sollte dann wohl nicht mehr im Mio Bereich gewesen sein.

    Und klar, saubere Trennungen sind gut und ermöglichen dann auch wieder sauberes Zusammenkommen, wenn dies denn sinnvoll ist.

    Mal sehen, ob und wo Asa ausklingen läßt.

  10. elbdeichrutscher sagt:

    Gerald Asamoah ist IMHO eine der prägnantesten Identifikationsfiguren der letzten Jahre, das schließt die Zeit bei St.Pauli mit ein…ich hab’s schon mal erwähnt: nach dem Derbysieg gegen den HSV, bei dem er das Tor erzielte, wurde er dazu befragt, was es für ein Gefühl sei – und da kam der immer-noch-Gefühls-Schalker voll in ihm durch, als er (sinngemäß) sagte, Derbysieg in Hamburg wär schon geil, aber nicht so geil wie ein Sieg „gegen die Lüdenscheider“…

    Was ich immer an ihm schätzte, war der Einsatzwille, die physische Präsenz.
    Daher hoffe ich, dass er noch die Möglichkeit findet, seine aktive Laufbahn zu einem guten und befriedigenden Ende zu bringen ( und danach einen Platz bei Schalke zu finden, wenn es für beide Seiten passt).

    Vielen Dank, Asa und mach’s gut.

  11. Harald sagt:

    Asa war und bleibt ein richtiger Schalker…in der Hinrunde 2001/2002 war er auf dem Weg ein ganz großer zu werden, konnte danach aber nie wieder an die Leistung anknüpfen. Erstaunlich wie lange er von diesem Potenzial, was seine Verträge betrifft, zehren konnte.

  12. Sebastian sagt:

    Ich bin auch großer Asa-Fan.
    Identifiziert sich mit Schalke ohne Fanorganisationen beizutreten die bei einem Wechsel auf den Plan treten und war einfach super lange dabei. Mag ich!
    Ich befürchte, dass er an anderer Stelle einen interessanten Job finden wird und eine Rückkehr dann erstmal nicht wahrscheinlich ist.
    Ihn zu halten ohne richtigen Job und ohne ernsthafte Perspektive halte ich auch für falsch und unehrlich.

    Vielleicht nehmen Löw und Bierhoff ihn ja nochmal ins Team?! Kabinen-DJ der deutschen Nationalmannschaft – da hat er doch (neben Derbyerfahrung) die besten Referenzen und vielleicht sogar noch Kontakte nach Mannheim?! ;-)

  13. Resser Marker sagt:

    „…und vielleicht sogar noch Kontakte nach Mannheim?! ;-)“

    Du meinst zum Xaver, dem singenden Wanderprediger? Klingt fast wie ‚ne Drohung…

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