Artikel im August 2011

Pause

Tauko ist Finnisch und bedeutet Pause. Hier geht’s erst am 05. September weiter. ESR plus X zieht für zwei Bundesligaspieltage in Phil Behrendts Blog Turnhallengeruch. Das Spiel gestern habe ich nur unter erschwerten Bedingen verfolgen können. Paska ist übrigens auch Finnisch und bedeutet Scheiße.

18:30 Uhr ist für mich viel zu früh. Da tanzt das Leben noch um mich herum, auch wenn ich regungslos verharre und mich zu konzentrieren versuche habe ich kaum eine Chance. Hinzu kam gestern, dass ich das Spiel auf einem viel zu keinem Fernseher mit viel zu grisseligem Bild und zeitweise totalen Bildausfällen wegen eines Unwetters präsentiert bekam.

Jedenfalls konnte ich nie einen Schalker Verteidiger erkennen, wenn die blau-weißen Finnen an den Außenlinien entlang flitzten. Immer wenn sich Schalke auf den Weg zum gegnerischen Tor machte, wurde das Bild plötzlich ganz langsam. Und elendig oft fror das Bild komplett ein, wenn der Ball gerade vom einen Schalker zum anderen unterwegs war. Am Ende ging es 2:0 für HJK Helsinki aus. Erklären kann ich mir das nicht.

Auch das Rückspiel werde ich nicht erklären. Aus der Sicht des Fußballfans sind die zwei Wochen Pause so schlecht terminiert wie Jogis Freundschaftsspiele. Aber so ganz privat kommt sie gerade genau richtig und ich freue mich drauf.
In solchen Momenten ist es passend, danke zu sagen, fürs Mitmachen an diesem Ding hier. Nur oberflächlich betrachtet ist dies das Blog von nur einem Schreiber. Tatsächlich sind auch alle Leser und Kommentatoren ein entscheidender Teil des Königsblogs. Auch und gerade in der letzten Zeit fanden in den Kommentaren tolle Diskussionen statt die mir immer wieder neue Blickwinkel eröffneten und vor allem viel Spaß bereiteten. Also: Danke!

Wie gesagt, Montag in zwei Wochen, am 05. September geht’s hier weiter.
Und jetzt, zur 3. Runde ESR plus X, bitte hier entlang … klick

Das Raúl-Palaver

Es macht keinen Sinn, einen Spieler auf Schalke zu halten, der nicht mehr zufrieden ist.

… sagte westline.de gestern, hätte Horst Heldt gegenüber dem Medienhaus gesagt und bestätigt, dass Raúl den FC Schalke 04 noch bis zum 31.08. verlassen würde [Nachtrag dazu].

Der Berater hat mir mitgeteilt, dass Raúl nicht nach Blackburn wechseln will. Stand jetzt wird er auf Schalke bleiben.

… sagte bild.de kurze Zeit später, hätte Horst Heldt gegenüber der Zeitung gesagt.

Raul hat uns gesagt, dass er bei Schalke 04 bleiben möchte und uns gebeten, den Blackburn Rovers abzusagen. Dies haben wir bereits getan. Wir freuen uns, dass Raul auch künftig alles dazu beitragen will, dass wir sportlich erfolgreich sind.

… war noch etwas später bei schalke04.de zu lesen, hätte Horst Heldt gesagt.

Raul verzeihe nichts, hat Jorge Valdano, Real Madrids ehemaliger Sportdirektor einmal gesagt: „Ein Trainer, der ihn nur einmal nicht spielen lässt, ist für ihn ein Verräter, mit dem er kein Pardon kennt.“

… wusste us.online in diesem Blog vor rund einem Monat zu berichten.

Die entscheidende Frage ist, ob sich Raúl tatsächlich für Schalke oder nur gegen Blackburn entschieden hat. Um das zu beantworten ist es nicht damit getan, davon auszugehen, dass schon stimmen wird, was auf der immerhin offiziellen Homepage des Vereins zu lesen ist. Um das zu beantworten sollte man es sehen können, im Verhalten Raúls, in den nächsten Wochen.

Horst Heldt und Ralf Rangnick haben stets betont, Raúl verhalte sich ganz normal. Teile der Fans taten die ganze Diskussion um den angeblich missgestimmten Superstar als aufgeblähte Mediengeschichte, als Stimmungsmachen gegen den Verein ab. Dazu ist aber meines Erachtens absichtliches Wegschauen notwendig.

Ich habe mich in der letzten Saison nicht nur wegen seiner Fußballkunst, sondern auch wegen seiner Art in sein Spiel verliebt. Über Tore seiner Mannschaft freute Raúl sich wie ein Kind, über seine eigenen erst recht. Er war das Gegenteil von „Superstar“, er war der geniale Normale, der nach dem Spiel für jeden Reporter und jeden Fan ein Lächeln übrig hatte. Abgesehen von der Fußballkunst war er das Gegenteil von dem, als der er sich heute darstellt.

Welche Laus ihm über die Leber gelaufen ist, weiß ich natürlich auch nicht. Seine Position auf dem Platz unter Rangnick unterscheidet sich nicht zu der unter Magath. Nach Raúls ersten Spielen auf Schalke wurde darüber diskutiert, ob er sich nicht viel zu häufig ins Mittelfeld zurückfallen lassen würde. Sollte es tatsächlich um Rangnicks taktische Ausrichtung gehen, könnte ich das nicht verstehen.

Vielleicht ist etwas anderes vorgefallen. Vielleicht ist Raúl aber eben auch nicht zu 100% der Hurra-Normalgeniale, als welchen wir ihn nach der letzten Saison in die entsprechende Schublade gesteckt haben. Jetzt liest man viel von ihm als den „stolzen Spanier“, und die Beschreibung dient als Entschuldigung für ein Verhalten, das man von einem vermeintlich weniger stolzen Dänen oder Osteuropäer nicht dulden würde. Dem Normalen vom letzten Jahr würde man in der hiesigen Region mit dem Ellenbogen in die Seite hauen und zuraunen: „Komma klar und hör auf rumzuzicken“. Der stolze Spanier hingegen war auch schon in der Vergangenheit zu erkennen, und er wurde von Ronald Reng beschrieben, in einem Text, aus dem auch us.onlines Zitat (s.o.) stammt, und der doch leider viel zu sehr an Raúls derzeitiges Verhalten auf Schalke erinnert.

Ich würde mir wünschen, Raúl besinnt sich, lässt sich beklatschen und beraúlen, wie es in unseren Stadion üblich geworden ist, und hat noch ein tolles Jahr. Ich würde mich freuen, den auf kindliche Weise am Fußball Spaß habenden Genialen nochmal eine Saison lang feiern zu können, und ihm dann einen grandiosen Abschied zu bereiten.

Wenn er aber, warum auch immer, keinen Spaß an seinem Tun hier finden kann, dann soll er von mir aus auch gerne gehen, wohin auch immer, oder aufhören. Ich möchte, dass der Schwerpunkt in der Berichterstattung über Schalke auf dem gespielten Fußball liegt, nicht darauf, ob der Star den Trainer im Vorbeikommen angesehen hat oder nicht. Stolzer Spanier? Weiß ich zu achten. Aber wir sind stolze Schalker, und der Verein kommt stets an erster Stelle.

Das 45 Minuten-Fenster zum Wunsch

Schalke 04 – 1. FC Köln

Zwei Halbzeiten. Zwei Formationen. Einmal träge, einmal toll. Schalke 04 zeigte in der zweiten Hälfte gegen den 1. FC Köln auf, wie es sein kann. Ob dieser Sieg nun die große Befreiung darstellt und wie Ralf Rangnick seine Mannschaft demnächst auf das Feld schicken wird, wenn es gegen bessere Gegner als Köln geht, bleibt abzuwarten.

Schalke begann in der „Supercup-Formation“, in der Joel Matip als 6er bei gegnerischem Ballbesitz von Lewis Holtby Unterstützung bekam. Jan Moravek spielte auf der Farfán-Position, Raúl spielte hängend zwischen Mittelfeld und Klaas Jan Huntelaar als einzigem Stoßstürmer. Christoph Metzelders Aufstellung war Rangnicks Antwort auf die allzu nervöse Innenverteidigung in Stuttgart, und auf der rechten Offensivposition bekam wieder Julian Draxler die Gelegenheit, sich zu zeigen.

Und wie schon in Stuttgart fehlte es in der ersten Hälfte an jeglicher Dynamik. Wie letzte Woche war zu erkennen, dass sich die Mannschaft bemühte, die Struktur zu halten. Aber wieder ging das offensichtlich zu Lasten der eigenen Kreativität. Zu häufig wurden hohe Bälle geschlagen, wenn man keinen Mitspieler als Anspielstationen finden konnte. Alles war starr und das unglückliche Gegentor in der 12. Minute, in Unterzahl, während der Behandlung Metzelders an der Seitenlinie, mag auch zu „schweren Köpfen“ geführt haben.

Zum Glück kam Schalke noch vor der Pause zum Ausgleich. Das erste Saisontor per Strafstoß zu erzielen ist auch einigermaßen speziell, aber was soll’s?! Jedenfalls stellte Ralf Rangnick seine Mannschaft in der Halbzeit um. Gleich mit dem Anstoß rückte Lewis Holtby als echter 10er ins offensive Mittelfeld und Raúl zu Huntelaar auf. Fortan war Joel Matip alleiniger 6er und Lewis Holtby wechselte immer wieder mit Jan Moravek die Position, wich auf den rechten Flügel aus und zurück.

Nach drei Minuten war Köln besiegt und Schalke spielte befreit auf. Raúl mit seinem Zaubertor, Huntelaar als Knipser seinem Ruf gerecht werdend, Holtby, Moravek, Draxler und der häufig in die Offensive drängende Marco Höger, allesamt richtig aufgekratzt: Es war ein großer Spaß! Ebenso stark spielte der „allein gelassene“ Joel Matip, und wenn mal ein Kölner Steilpass in die Spitze ging wurde er von Kyriakos Papadopoulos oder Benni Höwedes sehr souverän abgelaufen. Keine Frage, so wie in dieser zweiten Halbzeit wünscht man es sich als Fan immer.

Bliebe die Frage nach Auslöser und Wirkung. Lief es so, weil Schalke mit der Quasi-Raute im Mittelfeld so dominant war, oder fielen die schnellen Treffer nach der Pause aus der ersten Motivation heraus und das Spiel ob der Führung danach so leicht? Mit Draxler und Moravek oder Jurado auf den äußeren Mittelfeldpositionen, mit Holtby in der Zentrale und mit zwei Stürmern war Schalke unglaublich offensiv aufgestellt. Traut sich Ralf Rangnick das auch auswärts? Gegen eine selbst pressende und offensiv agierende Mannschaft?

Gegen den 1. FC Köln hat es gepasst. Köln wollte defensiv sicher stehen und mit wenigen Spielern kontern. Was gegen eine solche Mannschaft richtig ist kann gegen andere Gegner böse enden. Inwieweit Schalke besseren Gegnern sein Spiel aufzwängen kann, nächste Woche und irgendwann mal, daran wird die Stärke der Mannschaft zu bemessen sein. Die Saison hat gerade erst angefangen. Es beginnt, Spaß zu machen.

ESR plus X: Schalke rennt, Papadopoulos wird eingewechselt

Wie von Trainer Ralf Rangnick gefordert hat die königsblaue Mannschaft die Laufleistung im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert. Die meisten Tipper haben das erwartet und entsprechend gepunktet. Dass allerdings Christoph Metzelder von Beginn an spielte und später von Kyriakos Papadopoulos ersetzt werden musste, hat offensichtlich keine Glaskugel vorausgesagt.

112 Tipper nannten 336 Namen von Einwechselspielern. Papadopoulos war kein einziges Mal dabei. Auch mit José Manuel Jurado hat kaum jemand gerechnet, sein Name wurde lediglich 12 Mal notiert. Auf Ciprian Marica hoffte hingegen das halbe Tipperfeld. Seine 77 Nennungen waren der Topwert der zweiten Runde.

In der Regel verteilen sich die Tipps relativ gleichmäßig. Das eine Kombination 8 oder 10 Mal genannt wird ist schon viel. Diesmal sah es anders aus. Die Kombination Kluge, Marica, Moravek wurde gleich 26 Mal notiert, die zweithäufigste Kombination (Marica, Matip, Moravek) war mit 6 Nennungen wieder im normalen Bereich. Am Ende landeten bei den Einwechselspielern 9 Tipper zwei Treffer, 71 Tipper einen Treffer und 32 Tipper gingen leer aus.

Laufleistungen FC Schalke 04, 1. FC KölnAnders lief es bei der X Frage. Insgesamt liefen die Blauen 3,7 km mehr als die Mannschaft des 1. FC Köln. Waren 11 km in der letzten Woche noch der von Klaas Jan Huntelaar erzielte Bestwert, wurde dieser diesmal von gleich von fünf Spielern übertroffen. Zuvor hatte ich festgelegt, dass alle Tipps, die auf +/- 2,0 an dieses Ergebnis herankommen, einen Punkt erhalten würden. Das gelang immerhin 72 der 112 Tipper.

Nach nun zwei Runden führen fünf Tipper mit je vier Treffern die Gesamttabelle an. Der werte oliisoaho, seines Zeichens Clubberer, hat’s irgendwie raus. Nachdem er in der vergangenen Saison auch schon regelmäßig weit oben war und am Ende den dritten Platz belegte, gehört er auch nun schon wieder zum Spitzenfeld.



Die komplette Ergebnisliste der ESR plus X-Runde zum 2. Spieltag gibt es hier.

Ein Text zum Spiel folgt.

ESR plus X, 2. Runde: Meter machen!

2. Runde ESR plus X zum Spiel Schalke 04 – 1. FC KölnJetzt also gegen Köln. Nach dem Spiel in Stuttgart wurde dem FC Schalke 04 die schlechte Laufleistung um die Ohren gehauen. Seit Saisonbeginn stellt die Firma Impire im Auftrag der DFL für alle Spiele Daten wie Zweikampfanzahl oder gelaufene Kilometer zusammen und sehr vielen Medienportalen zur Verfügung. Die Datenerfassung an sich ist nicht neu. Neu ist aber die breit gestreute Veröffentlichung, die Wahrnehmung und das wachsende Interesse.

Am ersten Spieltag war es an Schalke 04, die geringste Summe an gelaufenen Kilometern zu präsentieren. Klaas Jan Huntelaar soll mit 11 km die längste, Kyriakos Papadopoulos mit 9,2 km die kürzeste Strecke unterwegs gewesen sein. Alle Schalker kamen über 90 Minuten auf 107,6 km. Stuttgart kam auf 114,6 km, unser nächster Gegner aus Köln auf 111,3 km und deren Gegner im ersten Spiel, der VfL Wolfsburg, brachte es auf 115,3 km.

Viel Laufen ist natürlich nicht alles. Auf das richtige Laufen kommt es an. Noch wichtiger ist, das man den Ball laufen lässt. Tatsächlich aber wurde Ralf Rangnick unter der Woche auf diese Werte angesprochen und er ging darauf ein. Der Wert sei ein Zeichen, dass seine Mannschaft nicht genug investiert hätte, das würde man besser können und das müsse man gegen Köln unbedingt besser machen. Wir werden es erleben, und ich dachte mir, ich widme dieser dann fälligen Erkenntnis die X Frage der Woche …

X Frage
Wieviele Kilometer an Laufleistung mehr oder weniger als der 1. FC Köln wird Schalke 04 am Samstag absolvieren?

Falls Du denkst, Schalkes Mannschaft wird in der Summe 6,8 km mehr laufen als die Kölner, wäre Deine Antwort „X +6,8“. Wenn Du glaubst, Schalke wird 4,3 km weniger laufen als der Effzeh, notiere bitte „X -4,3“. Es zählen die bei bundesliga.de unter „Spiel-Matrix“ veröffentlichten Werte. Es wird nur auf eine Stelle hinter dem Komma gerechnet. Alle Tipps, die auf +/- 2,0 an das korrekte Ergebnis herankommen erhalten einen Punkt.

Was die Aufstellung respektive die möglichen Einwechslungen angeht wäre zu sagen, dass Ralf Rangnick ohne Farfán, Jurado und Jones plant. Jones kommt erst heute von einem Länderspieleinsatz in den USA zurück, die beiden anderen fallen weiter auf Grund ihrer Verletzungen aus. Was die Frage aufwirft, ob Rangnick zur Supercup-Formation, mit Matip und Holtby hinter Raúl zurückkehrt, oder ob aus der Stuttgart-Formation lediglich Jones durch einen anderen Spieler ersetzt wird. Vielleicht doch durch Kluge? Vielleicht durch Höger, und Uchida spielt Rechtsverteidiger? Grundsätzlich lief es in Stuttgart aber schlecht genug, als dass man auch größere Umstellungen erwarten könnte … ma’kucken.

Ich tippe also …

Edu
Kluge
Moravek
X +4,4



Zu guter Letzt noch ein Hinweis: ESR plus X wird an den Spieltagen 3 und 4 auswärts, in Phil Behrendts Blog Turnhallengeruch stattfinden. Da ich diese beiden Spieltage hier nicht bedienen kann, wollte ich diese Runden ursprünglich ausfallen lassen. So ist das zum Glück nicht nötig und wir können zwei Runden öfter am unvorhersehbaren Spielverlauf scheitern. Schön!



Was ist Einwechelspieler-Raten und was ist eine X Frage?
Tippabgabe bis Samstag, 14:30 Uhr. Bitte die drei Spielernamen und die Antwort auf die X Frage im Kommentarfeld als erstes und untereinander notieren. Mache dabei bitte die X Antwort mit einem vorangestellten „X“ kenntlich. Für „echte Kommentare“ unter den Tipps bin ich wie immer dankbar. | Foto: mag3737

Die 10-Jahres-Tabelle der Bundesliga

Die 10-Jahres-Tabelle der Bundesliga



Für den FC Schalke 04 stehen in dieser Zeit zu Buche:

2001/2002: UEFA-Cup Qualifikation, DFB-Pokalsieger | 2003/2004: UEFA-Cup Teilnahme via UI-Cup | 2004/2005: UEFA-Cup Teilnahme via UI-Cup, Vizemeister, Champions League-Qualifikation, DFB-Pokalfinalist | 2005/2006: UEFA-Cup Halbfinalist, UEFA-Cup Qualifikation | 2006/2007: Vizemeister, Champions League Qualifikation | 2007/2008: Champions League Viertelfinale, Qualifikation zur Champions League-Qualifikationsrunde | 2009/2010: Vizemeister, Champions League Qualifikation | 2010/2011: Champions League-Halbfinalist, DFB-Pokalsieger



Spark: matz in diesem Kommentar und eine Diskussion mit dem Kollegen Holger R. aus OB

Das Intermezzo des Socrates

Heute vor 9 Jahren, am 10. August 2002, startete Schalke 04 mit einem 1:0 Sieg gegen den VfL Wolfsburg in die Saison 02/03. Es war das erste Spiel von Frank Rost für Schalke 04, das ersten Spiel von Christian Poulsen und das Profitrainer-Debüt von Frank Neubarth.

Nach zweihundertachtundsechzig Tagen, nach drei DFB-Pokalspielen, nach sechs UEFA-Cup-Begegnungen und nach 26 Bundesligaspieltagen, wird Frank Neubarth von Rudi Assauer entlassen.

Frank Neubarth war noch beim Regionalligisten Holstein Kiel und in der zweiten Liga bei Carl Zeiss Jena als Trainer tätig. Glücklich wurde er auch dabei nicht. Heute hat er den Profifußball hinter sich gelassen.

Im Mai diesen Jahres veröffentlichte der Weser Kurier einen Artikel über den heutigen Frank Neubarth. Zur damaligen sowohl überraschenden Verpflichtung, als auch plötzlichen Entlassung auf Schalke, sagte Werders einstiger „Mr. Europacup“ der Zeitung:

Ich war sicherlich etwas naiv und hatte wenig Erfahrung. Aber auf Schalke kannst Du 150 Jahre alt sein und 90 Jahre als Trainer arbeiten, da kann dir das genau so passieren.

Ich denke, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen.