
Schalke besiegt Hoffenheim 3:1. Ein Sieg, bei dem die stabilisierte Abwehr den Gegner weitestgehend unter Kontrolle halten konnte und bei dem die Helden in den wichtigen Momenten eben Helden waren.
Dem gegnerischen Team wird ein direkter Freistoß zugesprochen, wenn ein
Spieler eines der nachfolgenden drei Vergehen begeht: – einen Gegner hält, – einen Gegner anspuckt, – den Ball absichtlich mit der Hand spielt
… so lautet es in Regel 12 der Fußball-Regeln des Deutschen Fußball Bundes. Das Tor Raúls zum Skandal aufzubauschen gelingt deshalb nur, wenn man in der Argumentation das „absichtlich“ geflissentlich übersieht.
Vorbereitet wurde Raúls also reguläres Tor durch Julian Draxler, dem jüngsten und meines Erachtens ersten Helden dieses Spiels. Auch am dritten Tor war er beteiligt, zudem wäre er zweimal frei aufs Tor zugelaufen, hätte ihn der Linienrichter nicht zurückgewunken. Draxler gewann auf der linken Seite immer wieder seine Duelle gegen Andreas Beck. Ob Hoffenheim, ob Holger Stanislawski den Rookie Draxler unterschätzte? Ob man sich in der Taktikbesprechung auf Jefferson Farfán beschränkte? Jedenfalls war es erstaunlich, dass man Andreas Beck so lange mit seinem Problem alleine lies. Vielleicht war es sogar spielentscheidend.
Der andere Held war Klaas-Jan Huntelaar, wieder mal. Besonders das 3:1 zeigte meines Erachtens seine Stärke. Während Hoffenheims Torwart Tom Starke und zwei weitere Verteidiger Energie damit verplemperten, ihre Arme zu heben und auf einen Abseitspfiff zu hoffen, machte Huntelaar weiter, wie er es stets tut, so lange, bis er den Ball nicht mehr kriegen kann. Diesmal kriegte er ihn und schoss ein.
Ich fand Hoffenheim nicht so schwach wie sie später in der Sportschau gemacht wurden. Wenn sie auch ihr Angriffsspiel zum Glück nicht allzu häufig durchbringen konnten, waren sie doch stets offensiv orientiert und ich für meinen Teil hatte stets bedenken, dass sie eine Lücke finden könnten.
Schalke hielt die Defensive aber erneut gut dicht. Das lag natürlich auch wieder daran, dass die Abwehrreihe plus Jermaine Jones ihren Job gut machten, das liegt aber auch an dem defensiveren Stellungsspiel. Huub Stevens lässt nun ähnlich wie Felix Magath spielen. Schalke steht relativ tief, öffnet sich wenig zum Pressing und bietet keine Lücken. Aus der Tiefe soll dann das Umschalten erfolgen. So schnell wie möglich nach vorne, so schnell wie möglich zum Abschluss kommen. Das funktioniert immer dann, wenn es gelingt, Spieler wie Draxler und Farfán in 1:1 Situationen zu bringen, oder wenn Holtby auf Gegner in Rückwärtsbewegung zustürmt. Gegen Hoffenheim klappte das recht gut, auch wenn man sich gerade von Lewis Holtby in der einen oder anderen Kontersituation mehr Präzision wünschen konnte.
Schalke hat über 90 Minuten immer seine Chancen gesucht. Gegen einen Gegner, der zu einem ordentlich strukturierten Angriffsspiel das geeignete Personal mitbrachte, hielt die Abwehr den Ball in der Regel weit genug vom Tor entfernt. Nach einer Stunde hatte man Glück, dass sich Marvin Compper gegen Klaas-Jan Huntelaar so ungeschickt anstellte, aber ein bisschen Glück in der geieigneten Situation gehört eben immer dazu. Am Ende war dieser Sieg gegen den vermeintlichen Angstgegner meines Erachtens völlig verdient.





Raúls Tor war nicht das dritte Ding, sondern das vierte. In der 6. Minute gab es laut bundesliga.de zwei Torschüsse, einen von Huntelaar und einen von Papadopoulos. Der dritte Torschuss erfolgte demnach in der 18. Minuten, Julian Draxlers Schuss, der an den linken Pfosten ging.
Platz 3 fühlt sich gut an. Hoffenheim hat allerdings auch nur zwei Punkte weniger, auf Platz 8 der Tabelle. Ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Schalke sicher mehr als nur 





