Tag des Wiedersehens

Morgen spielt Schalke bei Hertha BSC, und es ist ein Termin des Wiedersehens.

Zunächst mal werden wir Benedikt Höwedes wiedersehen. Ob bereits in der Startformation bleibt abzuwarten, sein Einsatz würde Schalke aber sicherlich verstärken. Im Umkehrschluss ist dies auch ein schlechtes Urteil über Atsuto Uchida. Er bekam zwei Spiele über 90 Minuten, gegen Nürnberg und gegen Dortmund, er wusste sie nicht zu nutzen.

Es ist für Schalke ein Wiedersehen mit den Freitagsterminen. Tatsächlich ist es der erste in dieser Saison. In der vergangenen Saison waren es 04: Ein Auswärtssieg Eine Auswärtsniederlage in Hoffenheim, ein Heimsieg gegen St. Pauli, das 0:0 in Dortmund und das Becherwurf-2:0 im Rückspiel gegen St. Pauli.

Das Wiedersehen mit Hertha BSC ist für die Berliner vermutlich aufregender als für uns, als für mich jedenfalls. Dort lebt man diese merkwürdige, einseitige Erzrivalität, die auch Huub Stevens als Trainer in Berlin zu spüren bekam. Für mich ist Hertha nur einer der eher farblosen Clubs der Liga.

Aber das Wiedersehen Schalkes mit dem Olympiastadion ist natürlich nett und ich denke, wir werden am Wochenende wieder mal ein paar Bilder vom letzten Auftritt dort zu sehen bekommen. Schalkes Pokalsieg gegen den MSV war gestern genau 200 Tage her, morgen werden es 202 Tage sein, die Quersumme ist dann 04: Da braucht es keinen Semiotiker um zu erkennen, dass das für Schalke nur gut ausgehen kann …



38 Kommentare zu “Tag des Wiedersehens”

  1. Nils sagt:

    Der Auswärtssieg in Hoffenheim war aber eher eine Niederlage:
    http://fussballdaten.de/bundes.....m-schalke/

  2. Torsten sagt:

    Danke. Da habe ich nicht richtig aufgepasst.
    Hab’s geändert.

  3. Boehn1904 sagt:

    Diese einseitige Rivalität auf Seiten der Herthaner verstehe ich nicht und habe sie auch noch nie verstanden. Für mich als Randberliner ist es jedoch eben nicht ein Spiel wie jedes andere. Schon seit mehreren Jahren begleiten mich viele Freunde zu den Auswärtsauftritten von Königsblau in Berlin. Nicht nur weil sie meine Freunde sind, auch weil einfach niemand etwas mit dem Klub vor der eigenen Haustür, der Berliner Hertha, anfangen kann. So werde ich auch dieses Jahr wieder mit Union-, Erfurt- oder Lok Leipzig-Fans das Spiel vom Gästeblock aus betrachten.
    Hertha hat eine lange Tradition und ist kein junger Retortenverein, trotzdem verspürt man in und um Berlin keine Leidenschaft wenn die Hertha spielt. Wenn man im Berliner Fussball von Leidenschaft spricht, spricht man von Union, spricht man von der Alten Försterei, dem wohl schönsten Stadion Deutschlands, er(um)gebaut und neuerdings auch im Mitbesitz von den eigenen Fans.
    Hertha hingegen ist so Sonnenbank, so Atzen und so Tickets für 5 Euro bei Lidl.

    In dem Sinne – Vorwärts FC Schalke!

  4. matz sagt:

    na, dann wird ja morgen im Schalke-Block wieder kräftig gesächselt

  5. Boehn1904 sagt:

    @matz keine Sorge, die Jungs sind Randberliner und sprechen 90% Hochdeutsch, der Rest ist dann eher berlinert ;)

  6. Jan sagt:

    ”Huub Stevens scheiterte als Trainer bei Hertha nicht an seinem gewöhnungsbedürftigen Wesen und auch nicht an dem langweiligen Fußball, den er spielen ließ. Sondern an seiner Vergangenheit als Schalker Erfolgscoach, die den Fans nicht zu vermitteln war.

    Ähnliches dürfte Hertha in absehbarer Zukunft kaum passieren. Dass die Berliner ihren Erfolgstrainer Lucien Favre gegen den künftigen Schalker Multi-Funktionsträger Felix Magath austauschen, ist doch eher unwahrscheinlich.”

    Wenn der Autor gewusst hätte was in den kommenden 2 Jahren passieren würde…

  7. DeepBlue sagt:

    Au wei, jetzt war ich mir gerade selber peinlich: „Wieso Berlin? Spielen die denn schon wieder in der ersten Liga?“ Musste ich glatt in der Tabelle nachschauen.

    Hertha habe ich so gar nicht auf dem Schirm. Da kann nicht einmal entscheiden, ob ich den Club nun eher sympatisch oder eher unsympatisch finde. Die Berliner haben sich uns gegenüber ja wohl entschlossen. Da fällt mir dann nur ein: Ach. Ja? Nu denn.

  8. Daniel sagt:

    Das wusste ich garnicht! Ich dachte eigentlich immer, die Ablehnung der Berliner uns Schalkern gegenüber sei die selbe, die uns in vielen anderen Stadien der Liga auch entgegenweht. Einfach, weil wir Schalker sind, die ja eh keiner mag! ;-)
    Im Gegensatz dazu ist mir die Hertha relativ egal, wie oben schon beschrieben, farblos, langweilig! Und ich glaube, das ist noch schlimmer, als nicht gemocht zu werden!

  9. blues sagt:

    Im Februar traf ich im Zug Hertha Fans die auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel bei Karlsruhe waren. Ich erkundigte mich bei Ihnen wie sie denn mit unserem Ex-Schalker Kobiashvili und er mit ihnen klar käme. Kobi wäre nix Schlakke04, er sei für sie der Freiburger. Kobi stand bei den Herthanern diese Saison 15 x 90 Min. auf dem Platz.
    Verewigt hat er sich bei uns mit seinem Traumtor nach 19:04 Minuten gegen Bayern. Es löste das Ende des Stimmungsboykotts aus.

    http://www.youtube.com/watch?f.....jHB3dN14QA

  10. matz sagt:

    Ach die armen Hertha-Fans: Von 1949 -1963 nur im Sumpf der eigenen Berlin-Liga. Nennenswerte Rivalität vielleicht zu Tennis Borussia und Tasmania. Ab 1963 bis 1990 gänzlich ohne richtiges Derby. Auswärts nur über Transit. Erinnere mich an West-Berliner Jugendliche in den 80ern. Für die war Westdeutschland eine andere Welt, die kannten sich auf Mallorca besser aus.
    Das sind für mich mehr oder weniger die einzigen Fans, die ein Leben ohne Derby auskommen mussten. Da müssen eben wir Schalker herhalten. Ein Hertha-Hooligan, den ich unfreiwillig mal Mitte der 80er in Frankreich kennenlernte, erzählte mir von regelmäßigen Prügeleien mit den Schalkern. Ich glaube, es lag daran, dass S04 auch in den 70ern und 80ern schon eine nennenswerte Zahl an Fans mitbrachte und einfach als Fangruppe und lohnenswerter Gegner wahrnehmbar war.

  11. Andres sagt:

    und dann haben sie mal eine saison (letzte) mit Derby und können keins für sich entscheiden :-)
    aber aus berlin heraus betrachtet muss man schon anerkennen, dass die hertha in den letzten drei jahren deutlich an sympathien und aufmerksamkeit gewonnen hat. aber hier wohnen ja überwiegend zugezogene – und die bringen halt schon einen verein mit

  12. Stefan sagt:

    Endlich ist einer der Pfeiler wieder im Team – wünsche Benedikt Höwedes eine starke Rückrunde und würde ihn gerne auch in der N11 wiedersehen…

  13. hoffedocS04 sagt:

    Mein Vater war Berliner, und es gibt ganze Viertel in mehreren Westbezirken – größer als ganz Gelsenkirchen – in Berlin, wo seit GENERATIONEN Hertha-Fans leben, die für den Verein leben, die mit dem Verein aufwachsen, ihn lieben und an ihm leiden, genau wie in Gelsenkirchen. Gerade „kleine Leute“! Dass in dieser Millionenstadt andernorts auch Leute leben, denen Hertha gleichgültig ist, versteht sich von selbst, aber das ist ABSOLUT kein Verein ohne Fanbase, ganz im Gegenteil… Ich habe Euch hier ganz anders kennengelernt, wieso seid Ihr der Hertha gegenüber so arrogant?? Mir gefällt das nicht.

  14. matz sagt:

    weil Hertha uns seit Ewigkeiten mit einer etwas albernen Feindseligkeit begegnet?

    Ansonsten hat Hertha wirklich keine besondere Ausstrahlung. Jedenfalls ging kein Aufschrei durchs Land, als sie abstiegen. Das war nicht nur bei uns so.

    Im übrigen leben ich seit fast 20 Jahren in Berlin und diese geschlossenen Westberliner Millieus gibt es heute fast kaum noch

  15. Maddin sagt:

    Hoffedoc, mal ein Versuch einer Erklärung:

    Es ist doch so, dass fast jeder Bundesligist für sich selbst irgendwie
    eine Tradition, Verbundenheit in der Bevölkerung usw. begründen, erklären oder erspinnen kann. Seien es Erfolge in den Vor- oder Nachkriegsjahren oder Gründungsmythen á la 11 Malocher vonne Zeche oder fussballspielende Nachbarn an so einem komischen Borsigplatz. Über die Jahre werden Legenden begründet oder ersponnen, Erfolge und/oder Skandale kommen oder eben nicht und die Fanbasis wächst und gedeit. So ergab es sich bei schätzungsweise 20 – 30 deutschen Fussballvereinen und mit der wachsenden Wahrnehmung entstanden die unterschiedlichsten und lustigsten Fanfreundschaften und -rivalitäten. Wenn jetzt aber Fans einer – mit Verlaub – eher „grauen maus“ daher kommen und einseitig eine Rivalität erklären, dann ist das für befremdlich, nicht nachvollziehbar und eher belustigend. Ich bin im Pott geboren und aufgewachsen, seit meinem 15. Lebensjahr Schalker und habe seitdem viele schöne und auch schlimme Erlebnisse rund um meinen Verein gehabt. Über all die Jahre habe ich aber vor allem eines immer wieder feststellen können: egal wo ich in Deutschland unterwegs bin, sobald man einen Schalkeschal und womöglich noch ein Trikot trägt, fühlen sich 60% der fussballaffinen Bevölkerung dazu aufgerufen dich vollzuquatschen – ob auf negative oder positive Weise. Da sitzt ein Typ mit schwarzgelbem Schal einen Sitz weiter vorn in der Bahn und Hey, trägt der da vorne nicht ein Bayertrikot? Wer bekommt diese kleinen neckischen Spitzen der Umstehenden ab? Der Schalker. Mag sein, dass ich mit meiner Wahrnehmung ziemlich alleine da stehe, aber es fasziniert mich jeden Tag aufs Neue welch offensichtlich ungeheure Strahlkraft von einem Club ausgeht der seit über 53 Jahren erfolglos der Meisterschaft hinterher hechelt.
    Offensichtlich gibt es auch den ein oder anderen nicht rational erklärbaren Grund, warum Du Dich in Dein Auto setzt und weite Anreisen in Kauf nimmst um in unserer Donnerhalle live dabei zu sein, Dir für viel Geld eine Karte für´s Derby zulegst und es anscheinend ziemlich prikelnd fandest mit blauweisem Schal im SignalIduna-Park zu sitzen um anschließend einen wunderschönen Beitrag in einem Schalke-Blog zu schreiben. Und jetzt erzähl mir hier nix mehr von wegen „Rangnick – Effekt“, Du bist n Schalker, feddich.

    Und genau darum geht es.
    Das ist so faszinierend an diesem Verein. Kaum einer vermag es zu erklären, warum man ausgerechnet Schalke lieben oder hassen – auf keinen Fall aber ignorieren kann.

    Es gibt halt nur EIN Derby.
    Wir haben halt nur einen Erzfeind.
    Und Hertha interessiert uns nicht.
    Diese Arroganz nehm ich mit raus.

    Wie heißt es so schön:
    „Euer Hass ist unser Stolz“.
    Amen

  16. Torsten sagt:

    Toller Text, danke Maddin.

  17. Maria sagt:

    Ich bin Herthaner und ich mag Schalke. Das hat verschiedene Gründe, die nicht wichtig sind. Ich bin jedenfalls froh, dass es hier auch einen Kommentar wie den von hoffedoc04 gibt.

    Ich bin ein sehr junger Hertha-Fan – gerade noch so in der DDR geboren, aber im wiederverinigten Deutschland aufgewachen; seit 3 Jahren Herthaner – und weiß trotzdem, dass man die (Fan-)Geschichte Herthas nicht losgelöst von der Geschichte Berlins sehen kann. Ach, da war ja mal was… Natürlich fällt es Hertha BSC immer noch schwer, Menschen im Umland anzusprechen. Menschen, die nie Hertha-Fan geworden sind, weil sie da doch eh nie hingehen konnten. Und wenn ich schon einen Verein habe, den ich praktisch nie spielen sehen kann, dann doch lieber einen erfolgreichen (Bayern, Gladbach etc.).

    Das Problem der vielen Zugezogenen wurde ja auch schon angesprochen. Ich vermute auch, dass Leute wie ich, die mehr oder weniger vereinslos nach Berlin kommen und dann Herthaner werden, eher die Minderheit sind.

    Tja, und diese Feindschaft. Ihr hättet euch ja mal informieren können, woher das kommt. Denn einfach aus der Luft gegriffen wird sowas nicht. Mich selber juckt diese Feindschaft nicht, weil es dabei um olle Kamellen geht, nämlich den Bundesligaskandal von 1971 (Stichwort „FC Meineid“). Für die Herthaner im Speziellen geht es dabei wohl um ein Pokalspiel im Nachhinein des Skandals. Wie gesagt, informiert euch selber. Und diese Abneigung, die damals entstand, wurde halt, wie das so ist, von Generation zu Generation weitergetragen. Mir ist sie wurscht, da ich mir selber aussuche, wen ich mag und wen nicht. Die Kurve ist ja keine homogene Masse.

    Just my two cents.

    PS. Von wegen farblos. Wir haben die gleichen tollen Farben wie ihr.

    PPS. Und heute Abend kriegen wir sicherlich auf die Mütze. Aber wir haben andere Gegner.

  18. Torsten sagt:

    Danke für Deinen Beitrag, Maria. Die Insellage bis vor 20 Jahren ist sicher ein Grund für vieles. Gemessen an der Größe der Stadt hat Hertha nicht so wahnsinnig viele Zuschauer, was aber wohl auch am relativ unattraktiven weil weitläufigem Stadion liegen mag. Hier gehts aber auch grade um den Blick aus der Ferne, über das Bild, dass man von weiter weg zu Hertha BSC hat. Und da erscheint Hertha eben unglaublich bieder.

    Tja, und diese Feindschaft. Ihr hättet euch ja mal informieren können, woher das kommt. Denn einfach aus der Luft gegriffen wird sowas nicht.

    Haben wir natürlich. Oben im Text ist ein entsprechender Tagesspiegel-Artikel verlinkt, den bringe ich eigentlich zu jeden Spiel gegen Hertha, weil das Thema immer wieder aufkommt. Mittlerweile wird das auch von der hiesigen Presse aufgegriffen. Bei der PK zum Spiel gab es eine Frage an Huub Stevens zu dieser Rivalität, gestern gab es in „RevierSport“ einen Text zu den Gründen. Mittlerweile kann sich da jeder Interessierte recht einfach informieren.

  19. Maria sagt:

    Oh okay, ich habe auf keinen Link geklickt, da ich das Ganze auch nur auf dem Telefon gelesen und getippt habe. Aber in den Kommentaren kam es halt so rüber, als wüsste das keiner.

    Das Stadion finde ich ja so gar nicht unattraktiv, eben weil es noch ein Stadion ist. Aber für Hertha ist es leider zu groß. Naja, lässt sich nicht ändern (zumindest nicht in naher Zukunft; mal abgesehen davon, dass ich lieber ins Olympiastadion als in die AirBerlin-Arena gehe). Ein wunderschönes Stadion ist es trotzdem. Das sage ich als Sportfan, der dort u.a. auch schon internationale Leichtathletik-Wettbewerbe gesehen hat.
    Im April schaue ich mir dann mal euer Stadion an. Und entschuldige mich schon mal für das Benehmen der Hertha-Fans.

    Womit wir wieder bei der „Feindschaft“ wären. Wie gesagt, ich finde die bescheuert, wie übrigens jede Feindschaft im Fußball (Tod und Hass etc.).

  20. matz sagt:

    Naja, 53.000 Zuschauer im Schnitt ist für eine Mannschaft, die im Mittelfeld spielt, jetzt auch nicht gerade schlecht. An der Stadtgröße darf man es nicht messen, schließlich kommen Schalke- und BVB-Fans ja auch aus dem gesamten Ruhrgebiet und Umland mit 5. Mio. Einwohnern. Wenn man dann in Berlin noch die Konkurrenz sieht: Union 15.700, Eisbären 14.100, Alba 11.800, Füchse 7.900. Ich finde eher das nicht vorhandene Image der Hertha bundesweit bemerkenswert.

    @ Maria: Die olle Pokal-Geschichte halte ich für nebensächlich. Solche Skandalspiele gibt es in jeder Vereinschronik. Das kann sich als Begründung über Generationen aber nur halten, wenn es tiefer liegende Ursachen gibt.

  21. Maria sagt:

    @ matz: Das ist halt das, was ich von den Älteren höre. Ich hab ja auch keine Ahnung, so als Hertha-Küken. Wahrscheinlich kommt die schon erwähnte allgemeine Schalke-Abneigung, die es in der ganzen Republik gibt, noch hinzu. Aber eigentlich ist es mir egal, da ich ja eine andere Haltung habe, und die gegenüber anderen Herthanern auch äußere. Dann werde ich doof angeguckt, aber was soll’s :-)

  22. hoffedocS04 sagt:

    Für mich ist Hertha BSC ALLES andere als eine graue Maus. Ich fand die Fans in der Abstiegszeit 2009/2010 GRANDIOS, während der 2.Ligasaison 2010/2011 die tollsten Fans des Profifußballs, HINTER ihrer Mannschaft durch dick und dünn. Laut, lärmend, unverbrüchlich…ich habe mit der Hertha um den Wiederaufstieg gezittert und jedes Spiel verfolgt.

    Auch wenn es Euch nicht gefällt: an Schalke hat mir als erstes gefallen, dass die Fans hier den Herthafans so ähnlich sind;-)
    (blau und weiß und ganz und gar dabei)

    Und ja, Maddin, trotzdem hast Du Recht, Schalke kann die ganz große Liebe werden. Liebe ist ja immer ein Mysterium..

  23. matz sagt:

    Na, dann mache ich mich mal jetzt auf Richtung Olympiastadion und hoffe, dass es bei soviel Ähnlichkeit nicht zu Verwechslungen kommt :-)

  24. matz sagt:

    Die Ostkurve war gestern mit Spielschluss leerer als eine FDP-Wahlparty nach der ersten Hochrechnung. Außerhalb der Hertha-Kurve eine Stimmung „wie im Renaissance-Theater“, wie einer der zahlreichen Unioner im Schalke-Block amüsiert anmerkte. Dafür gab es dann am Südtor einen Abschiedschor mit „Tod und Hass dem S04″. Nee, danke, lass mal. Ähnlichkeiten sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

  25. hoffedocS04 sagt:

    Schon gut, Matz,

    da ist das Vokabular halt anders. Wo in Sinsheim geschimpft wird, fliegen in Gelsenkirchen vermutlich die Fäuste und in Berlin die Messer…da haben sich ja die Herthafans noch sehr zurückgehalten, und ich kann nachvollziehn, WAS da an Enttäuschung war!!!

    Darfst natürlich auch nie auf die Stimme eines Ostlers hören, wenn es um die Hertha geht, umgekehrt natürlich auch nicht. Das ist, als hörst Du die Stimme eines BVBlers zu Schalke….wäre ja wunderbar objektiv!

    So gern ich Schalke auch inzwischen hab, gegen die Hertha bringt mich hier keine/r auf, da bin ich resistent!!!! Dazu kenne ich die „Kleineleuteviertel“ im Berliner Westen zu gut, und was die Hertha da bedeutet. Da wird im Herthatrikot getauft, geheiratet und bestattet, und das sehr wohl auch heute noch. … aber das würde hier zu weit führen…und ich merke, dies Thema tut meiner Beziehung zu Schalke nicht gut. Je mehr Ihr versucht, die „alte Dame“ abzuwerten, desto mehr spüre ich meine Wurzeln dort!
    (Wurzeln, von denen ich dachte, dass sie gar nicht mehr existieren…)

  26. Maddin sagt:

    Plädiere für eine Umbenennung in hoffeherthadocS04;)

  27. hoffedocS04 sagt:

    Ne, „Blauweißdoc“! Scheint absolut meine Farbe zu sein;-)
    Hoffentlich gibt´s nicht bald noch mehr mit der Farbe;-)
    Danke, Maddin, Du triffst immer den richtigen Ton, dass ich wieder lachen muss, war grad ganz ernst und traurig.
    Zur Belohnung etwas, dass ich heute in einem Adventskalender fand:

    „In Finnland geht die Familie am 24.12. zusammen in die Sauna. Danach warten sie gemeinsam auf den „JouluPUKKI“, der die Geschenke bringt.“

    UNSER Pukki hat gestern schon ein Weihnachtsgeschenk gebracht!

  28. Maddin sagt:

    Und was für eins! Ein ganz toll großes Geschenk mit bunter Schleife.
    An dieser Stelle möchte ich feststellen, das Pukki uns bereits 4 Punkte gebracht hat, vom Spass auf den Rängen einmal abgesehen… Bis jetzt würde ich sagen: klasse Transfer!
    Unter Huub 9 Siege in 13 Pflichtspielen, der Hunter führt die Scorerliste an, vor dem letzten Spieltag Gruppenerster in der Euroligue, wer hätte es gedacht?
    Man verzeihe mir dies neckische Nachtreten auf die – nennen wir es „kritische Reserviertheit“ des Blogchefs;-)
    Läuft!

  29. matz sagt:

    Ach HoffedocS04, du sollst doch nicht traurig sein.

    Lebe seit 20 Jahren im Kleinleuteviertel Moabit. Hier hängen auch 2-3 Hertha Fahnen in den Fenstern (allerdings erst seit letzter Saison, die die Fangemeinde wohl wieder ein bißchen zusammengeschweißt hat). Habe sogar letzte Saison mal in der Ostkurve bei einem Zweitligaspiel gestanden. Und meine Fußballstammkneipe ist in erster Linie eine Hertha-Kneipe, daher kenne ich auch diverse nette Herthaner, die es wie Maria mit der „Erzfeindschaft“ nicht so eng nehmen.

    von zwei Dingen lasse ich mich aber auch nicht abbringen:
    Wenn 25-30jährige eine Erzfeindschaft kultivieren und sich auf einen Schalker Pokalsieg am grünen Tisch vor 40 Jahren berufen und sich das auch nicht nehmen lassen, obgleich die meisten Gästefans von dieser vermeintlichen Rivalität nicht einmal wissen, dann hat das etwas Peinliches.
    Und die Stimmung im Olympiastadion ist Durchschnitt. Irgendwo zwischen Hannover und Stuttgart. Allerdings ist das Oly wohl einer der am schwersten zu „bespielenden“ Arenen in der Bundesliga, räume ich ein. Warum aber der Funken gar so selten auf die Gegengerade/Tribüne überspringt, werden die Einheimischen besser wissen.

    ich schlage vor, du reist nächstes Jahr mal an. Karten lassen sich sicher organisieren. Und du könntest deinen Wurzeln in der Stadt mal wieder ausgiebig nachspüren :-)

  30. hoffedocS04 sagt:

    Hei, Matz, das eröffnet ganz neue Perspektiven:
    War die ganzen Jahre mehrmals in Berlin, dies Jahr allerdings nur einmal zum Geburtstag eines Freundes. Der hat leider mit Fußball grundsätzlich nichts am Hut, da gab´s wirklich Theater in Charlottenburg und Jazz. Naja.
    Aber Karten und Fußballumfeld wär nicht schlecht!
    Und dann in die Ostkurve mit Schalkeschal und die Hertha anfeuern. Da krieg ich gleich wieder gute Laune.;-) Ihr seid schon ein netter Haufen hier.
    Und die TSG hat grad gewonnen(!) gegen Schalkes Blutsbrüder (DIESE Fanfreundschaft ist so gar nicht meine, aber man muss ja nicht alles teilen…)
    O.k. bin wieder oben auf;-)
    …und Gladbach hat gepatzt!!
    Und morgen patzen BVB und FCB!

  31. Torsten sagt:

    Man verzeihe mir dies neckische Nachtreten auf die – nennen wir es “kritische Reserviertheit” des Blogchefs;-)

    Auf jeden Fall, ich danke sogar dafür! Geht ja um Vielseitigkeit hier. Bei der kritischen Reserviertheit bleibt es unterdessen. Ich kann trotz der guten Ergebnisse mit diesem Fußball unserer Mannschaft nicht warm werden.

  32. blues sagt:

    @Torsten
    „Ich kann trotz der guten Ergebnisse mit diesem Fußball unserer Mannschaft nicht warm werden.“

    Hey Torsten, ich argumentiere hier ja öfter damit, dass die langen Pässe aus der Defensive fehlen und dass die Defensive dafür Entwicklungszeit braucht. Gegen Hertha gabs magere 28 lange Pässe von unseren Defevensivkräften. Davon sind 7 angekommen. 21 gingen zum Gegner oder ins Aus. Das ist mMn ein spielprägender Faktor. Mir ist unklar, wie eine für dich attraktivere Spielweise mit dem aktuellen Kader und dem derzeitigen Ausbildungsstand, aussehen könnte.

  33. Maddin sagt:

    Sagen wir mal so: unter den gegebenen Umständen (Neuer weg, Trainerburnout) kann man nicht in jedem Spiel ein offensivspektakel erwarten. Und das im Bereich des schnellen Umschaltens und eines funktionieren Stellungsspiels noch reichlich Luft nach oben gibt ist unbestreitbar. ABER (und da kann ich mich nur wiederholen):
    1. sind wir weiterhin auf CL-Kurs, nicht ganz unwichtig als Perspektive für potentielle Vertragsverlängerungen und Neuverpflichtungen.

    2. Merke ich bisher nicht wirklich das Fehlen von Farfan.

    3. Sind wir in Sachen Chancenverwertung das effektivste Team der Liga.

    4. Steht unsere Abwehr mittlerweile so sicher, dass ich kein Maloxan mehr brauche.

    5. Haben nur die Bayern mehr Tore geschossen.

    6. Herrscht Auf Schalke endlich wieder bessere Stimmung.

    Ich habe schon weitaus schlechtere Zeiten hier erlebt.

  34. hoffedocS04 sagt:

    So, der BVB HAT gepatzt, und jetzt patzt auch noch der FCB!

    @Blues
    Aber guter Offensivfußball sind für mich nur in zweiter Linie gut ankommende Pässe aus der Defensive. In erster Linie ist das für mich ein schneller Spielaufbau mit Kurzpassspiel, KANN natürlich eingeleitet sein durch einen schnellen, präzisen weiten Pass.

  35. blues sagt:

    @hoffedocS04

    „Der Weihnachtsmann war noch nie der Osterhause“, sagte vor Jahren mal U.Hoeneß zur Tabellensituation am Ende der Hinrunde.

    Ich finde unsere offensiven Spieler haben ein schnelles attraktives Angriffspiel; ihr Defensivverhalten ist ausbaufähig. Bei unseren Verteidigern verhält es sich umgekehrt.

    Unsere beiden Innenverteidiger sind im Schnitt keine 20 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt der gesamten Abwehrreihe beträgt 22 Jahre. Da fehlt Erfahrung, Übung und die Routine, ganz besonders wenn sie es jetzt immer häufiger mit Angriffspressing a la Dortmund zu tun haben.

    Höwedes, Matip, Fuchs und gelegentlich Jones kommen über ihre Dynamik und nicht über ihre Handlungsschnelligkeit oder technischen Fertigkeiten, wenn sie in die Offensive umschalten. Papa und Jones sind reine Zerstörer. Höwedes, Papa, Jones und Matip halten grundsätzlich den Ball viel zu lange, bevor sie ihn weiterleiten.
    Ich will das aber nicht jedemal kritisieren, weil ich davon ausgehe dass die Jungs das schnelle Spiel in den nächsten Jahren lernen. Ich wünsche mir für die Abwehrspieler deshalb mehr Entwicklungszeit und bei den Fans mehr Gelassenheit.

    Ich bin immer noch kein Fan von Huub Stevens und seiner Spielphilosophie. Was ich aber nach und nach anerkenne ist, was er scheinbar an Integrationleistungen, des vermutlich in Teilen von den absonderlichen Methoden Magaths traumatisierten und für eine gesunde Konkurrenz viel zu großen Kaders, leistet. Ich glaube er stellt erstmals nach langer Zeit Teamgeist her. Der ausgebrannte Ralf Rangnick agierte ja bereits wieder mit Ausgrenzungen (Jones, Kluge), obwohl klar war, dass die beiden bleiben. Auch hier heilt Zeit und der Familienmensch (synonym für soziale Kompetenz) Stevens, Wunden.

    Was das schnelle offensive Spiel betrifft, da traue ich der Philosophie von Heldt, und den Ideen Markus Gisdols noch einiges zu. Glück auf!

    PS.Du bist nächste Woche mit drei Schals unterwegs? Vom Herzen her mit zweien im Stadion und mit einem in Gedanken in GE?

  36. hoffedocS04 sagt:

    @Blues

    Inhaltlich nur zu 2 Punkten, weil ich mitten in einem stressigen Arbeitstag bin. Dem letzten Abschnitt vor dem P.S. stimme ich zu. Die „Ausgrenzungen“ sehe ich anders, weil erstens Jones Rangnick gegenüber betont hat, in England bleiben zu wollen und zweitens er in Rangnicks Konzept nicht so gut passt, aber das trifft bei JEDEM Trainer einige Spieler.

    Zum P.S.:
    Nee! Habe keinen Herthaschal und schaffe mir auch keinen an. Wenn Hertha diese Woche nach Sinsheim kommt, halte ich zur TSG, aber sehe die Herthaner nicht gern leiden….die Schalker sehe ich dann live in Sky gegen Werder SIEGEN!! Das ist ja das „Topspiel“, also erst am Abend, wieder mit Markus Merck, der sich schon vor der nächsten Billardkugel fürchtet;-) (da habe ich dann nur meinen Schalkeglücksbringer dabei..)

  37. blues sagt:

    @hoffedocS04
    Noch ein Nachtrag

    „Aber guter Offensivfußball sind für mich nur in zweiter Linie gut ankommende Pässe aus der Defensive“

    Die langen Pässe der Bremer IV auf die „10“ (Micaud, Diego, Özil) bildeten über Jahre einen Kern des erfolgreichen Bremen Offensivfussballs, um mal ein konkretes Beispiel aus der Liga zu nennen.

    Merck und Co gehen diesmal, „wegen der Jahreszeit“, in die Loge.

  38. Potter sagt:

    Wenn die Berliner das nächste mal in den Pott kommen sollten sie vielleicht auch gleich einen großen Bogen um das Stadion machen und sich die Sehenswürdigkeiten des Ruhrpotts zu Gemüte ziehen :D Also Berliner hier schaut rinn und viel Spaß :D

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