Wohlfühlabend auf Schalke

Schalke hat nur zwei Bremer Chancen zugelassen. Schalke hat sich selbst mindestens 10 guten Chancen erspielt. Schalke hat fünf davon genutzt. Da gibt’s nichts zu meckern.

Das 5:0 gegen Werder Bremen war auch in der Höhe völlig verdient. Ein paar Minuten zu Beginn des Spiels und ein paar Minuten nach der Pause war Werder ein Gegner, den Rest der Zeit nicht. Damit mag man die „Schalke-Show“ vielleicht etwas relativieren, natürlich bedingt sich immer alles und zu einem 5:0 Sieg passt kein über 90 Minuten gut spielender Gegner. Ich will die Leistung Schalkes aber keineswegs kleinreden. Schalke hat alles richtig gemacht, hat einen offensiven Stil durchgezogen, auch nach einer 2:0 Führung zur Halbzeit, und hat sich in einen „Flow“ gespielt, in dem am Ende alles gelang. Dieses Spiel war Schalkes beste Leistung über 90 Minuten in dieser Bundesligasaison.

Schalkes empfindlichste Stelle ist die linke Abwehrseite. Christian Fuchs’ Stärke liegt in der Offensive, wenn vor ihm noch der eher zweikampfschwache José Manuel Jurado im linken Mittelfeld aufgestellt wird, sollte für eine aggressive Offensive klar sein, in welcher Richtung der Weg zum Schalker Tor zu suchen ist.
Aber Bremen konnte das nicht. Das Offensivspiel Werders war auf Kurzpassspiel durch die Mitte ausgelegt. Im Idealfall kam man mit zwei Offensivspielern hinter Claudio Pizarro und agierte mit Doppelpässen schnell und technisch sicher. Diesen Idealfall sah man aber nur zwei oder dreimal, Schalke wusste diese Situationen erfolgreich zu unterbinden.

Dabei war es von entscheidender Bedeutung, dass auch die Außenpositionen der Mittelfeldraute ihren defensiven Part gut ausfüllten. Marco Höger rechts und auch José Manuel Jurado arbeiteten sehr gut, stellten die „Fluchtwege“ zu und ließen ankommende Werderaner auf Jermaine Jones, Kyriakos Papadopoulos und Joel Matip prallen. Im Ergebnis konnte Claudio Pizarro kaum am Spiel teilnehmen und Bremens Offensive wurde vollständig entschärft.

Umgekehrt wusste Christian Fuchs seinen Raum zu nutzen. Nicht aus den Situationen heraus, sondern genau so geplant war er Schalkes linker „Halbstürmer“. Bei Ballbesitz und ohne pressende Bremer, auch bei eigenen Abschlägen, orientierte sich Fuchs sofort zur Mittellinie, Matip orientierte sich nach links, Jones zog sich zurück. Vorne wurde Fuchs von Jurado und dem überall helfenden Raúl unterstützt, und einmal mehr war das Übergewicht auf dem linken Flügel ein Schlüssel zum Sieg. Vor allem Sebastian Prödl, in der ersten Halbzeit Bremens Rechtsverteidiger, war hoffnungslos überfordert.

Schon zur Halbzeit wären mehr als zwei Tore verdient gewesen, Pukki, Raúl und Huntelaar waren für Bremens langsam wirkende Verteidigung nicht stoppen. Endgültig vorbei war das Spiel aber mit dem dritten Schalker Tor in der 63. Minute. Der Rest war pure Entspannung.

Alexander Baumjohann und Ciprian Marica wurden von Huub Stevens mit Einwechslungen für ihre ansprechenden Leistungen in Haifa belohnt. Vor allem Baumjohann versprühte Spielfreude, derart, wie man es von ihm zuvor lange nicht sah. Papadopoulos durfte noch frei Einköpfen, Klaas Jan Huntelaar machte sein Tor und nachdem er Tim Wiese abermals drei Dinger einschenkte erklärte Raúl González Blanco im Interview, wie toll er auf Schalke alles findet.

Angenehmer geht’s nicht. Ein Spiel, nach welchem sich Resultatpuristen und Zwischendasergebnis- kucker einig sein dürften.



37 Kommentare zu “Wohlfühlabend auf Schalke”

  1. Carlito sagt:

    Sehr schöner Bericht zu einem außergewöhnlichen Abend!

  2. Jan sagt:

    Ich war mit meinem Neffen da. Sechs Jahre alt. Sein erstes Bundesliga-Spiel. Glühender Anhänger Claudio Pizarros.

    Entweder war’s das für ihn mit Werder, oder es wird die ganz große Liebe.

  3. blues sagt:

    Noch einen Satz zu Teemu Pukki, weil einige den Eindruck einer Art „Magathschen Strafaktion“ bei seiner frühen Auswechselung durch Huub Stevens für sein fehlendes Abspiel zu Huntelaar hatten.
    Bevor die Bremer dem „Flow“ des Schalker Offensivfeuerwerks Tribut zollen mussten, war es Teemu Pukki der immer wieder die Aufbauarbeit der Bremer durch frühes Pressing störte. Er übte mit (gezählten, wahnsinnigen, 34 Zweikämpfen in 57 Minuten!) derart viel Druck aus, dass die Bremer Offensivbemühungen schon fast an ihm alleine hätten scheitern können. Zusammen mit seiner Torgefährlichkeit kam Teemu Pukki am Samstag dem Idealprofil eines Offensivspielers der aktuellen Fußballmode sehr nahe. Die „Zwischendasergebnisgucker“ können mit ihm zu recht auf eine Stärkung ihrer Fußballphilosophie auf Schalke hoffen.
    Interessant zu beobachten war auch, wie Huub Stevens zu Beginn bei den Aktionen von Jurado jeweils aufstand und ihn immer wieder stärkte.

  4. Der Hans sagt:

    Eine Beobachtung, die ich am Samstag auch gemacht habe ist das Zurückfallen von Jones und die dadurch entstehende Dreierkette Papa – Jones – Matip. Meiner Meinung nach ein sehr geschicktes Manöver, um die Vorstöße von Fuchs/Höwedes defensiv abzusichern. Auf Jones‘ mittelmäßige bis schlechte Spielmacherqualitäten wird konsequent verzichtet, dafür rücken entweder die äußeren Mittelfeldspieler ins Zentrum ein oder Raul lässt sich zurückfallen.
    Bei zweiterer Variante (Raul) kommt auch schon Pukki ins Spiel, der dann die hängende Spitze und damit die Anspielstation vor der gegnerischen Viererkette übernimmt, statt zwangsläufig als zweiter echter Strafraumstürmer zu agieren, was er zweifelsfrei auch auszuüben versteht.

    Als abschließende (Rand-)Notiz: Jurado macht sich prima. Ein wunderbares Spiel von ihm, ich habe wieder Hoffnung, dass er sich mittel- bis kurzfristig richtig in die Mannschaft integriert und eine Verstärkung wird.

  5. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Ergänzend zum dem mit Freude erwarteten Bericht, sollte man auch den Stevens Kritikern mitteilen, dass er es wohl sehr gut versteht der Mannschaft ein gutes Gefühl und Freude am Spiel mitzugeben. Schon in den letzten Spielen konnte man beobachten mit welchem Einsatz alle zu Werke gehen. Sollte er es noch schaffen Jurado und auch Baumjohann
    „hinzukriegen“, was Samstag geklappt hat, Hut ab.

    Interessanter Hinweis von blues, dass Stevens Jurado eine Portion Extraaufmerksamkeit gewidmet hat. Vielleicht ist es das, was er
    zusätzlich braucht.

    Ich freue mich jetzt schon auf Mittwoch.

  6. hoffedocS04 sagt:

    Die ganze Mannschaft ist über sich hinausgewachsen, auch und ganz besonders Jurado als bisher hinterherhinkender Spieler – so weit man das im Fernsehen beurteilen kann.

    Ich glaube nicht, dass es „Strafaktionen“ gab, eher Belohnungen für Spieler, die in Haifa gut waren.

    Was auch die KONKURRENZ jetzt gesehen hat: auf Schalke ist die LEICHTIGKEIT DES SEINS eingekehrt mit °o° und ^_^ und ^ ^ und *..* und ganz besonders °;° !!

    … und sie reagieren schon in den Medien .. denn die gute Laune eines Gegners … und Spielfreude … und supergute Einzelspieler … nicht wahr?

  7. Torsten sagt:

    Ich denke auch, dass der Umgang mit den Spielern zu Huub Stevens’ Stärken gehört. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn er in den Pressekonferenzen von den „Jongens“ spricht und auch diejenigen, die grade hintenan stehen, verbal stärkt.

    Ich denke allerdings auch, dass es im Fall Jurado zu einfach wäre, davon auszugehen, dass es mit Wohlfühlen schon getan wäre. Werder hatte über 90 Minuten wenig Zugriff im Mittelfeld, Schalke und eben auch Jurado hatte relativ viel Platz und Zeit. Wie in der Vergangenheit wird es auch in Zukunft wieder Gegner geben, die ihm heftiger auf den Socken stehen. Dann heißt es wieder 1. sich zur Wehr zu setzen und 2. nicht den Mut zu verlieren, wenn in den ersten 30 Minuten nichts klappt. Ma’kucken. Das der kicken kann hat wohl noch nie irgendwo jemand in Abrede gestellt.

  8. Christian sagt:

    Solche Spiele sind nur möglich wenn auch die Resultate stimmen !

    Wer am 16. Spieltag 31 Punkte eingefahren hat, der hat dann auch
    das notwendige Selbstvertrauen diese Spiele zu liefern.
    D.h. Resultatsfußball und „schöner Wohnen“ Fußball müssen kein
    Widerspruch sein.

  9. McP sagt:

    Schöner Abend. Ein zwei Punkte-Schnitt für die Hinrunde ist genau das, was ich von einer TOP4 Mannschaft erwarte. Heldt darf jetzt gerne nochmal erklären, unter welchen Umständen ein 8. Platz ein Erfolg gewesen wäre.

  10. Lutt sagt:

    Schöner Bericht, alles super. Besonders die Leistung von Jurado freut mich und ich hoffe, dass er künftig den Schwung aus diesem Spiel mitnehmen kann.
    Raul – ohne Worte, die Auswechslung von Pukki war meiner Meinung nach keine Belohnung oder Bestrafung, der kleine Finne hat einen aufwändigen Spielstil und derzeit wohl für nicht mehr als 60 Minuten Luft.

    Alles super. Jetzt noch im Pokal eine Runde weiter und dann kommt die trostlose, lange Winterpause (und *freu auf die Rückrunde*!)

  11. Ney sagt:

    Zum gefühlt 100. Mal (auch wenn es offenbar nichts nützt): Horst Heldt hat Platz 8 nicht als Ziel und niemals als Erfolg ausgegeben. http://koenigsblog.net/2011/08.....ment-20537

  12. McP sagt:

    Ney,

    zum 101. Mal,lies doch einfach das Zitat vor dem posten.

    „Dazu gehört attraktiverer Fußball, aber auch die finanzielle Konsolidierung. Wir wollen Verbindlichkeiten abbauen und werden deshalb nicht mehr jeden Transfer machen, der möglich wäre. Erfolg … kann auch sein, dass wir Achter werden.“

  13. blues sagt:

    @Lutt @hoffedocS04
    der kleine Finne misst 180 cm. Ich gehe auch nicht von einer Strafaktion wegen dem nicht gespielten Querpass auf Huntelaar aus. Ich denke auch, es ist das aufwändige Pressing was physisch extrem an die Substanz geht. Man geht ja davon aus, dass Spieler bzw. Mannschaften deshalb nur über rund 60 % der Spielzeit Pressing ausüben können. Gut, dass Stevens dem Rechnung trägt, denn der entsprechende Spielerwechsel ist beim Pressing der Königsweg um überspielte Offensivkräfte, mit den sich häufig anschließenden Verletzungen zu verhindern. Und Schalke hat aktuell einen Kader der tief genug für die passenden Wechsel ist.

  14. Torsten sagt:

    @McP:
    Ziemlich fiese Pünktchen, die Du da setzt. Zwischen „Erfolg“, „Achter“ und darüber hinaus ergibt sich m.E. ein anderes Bild.

    Erfolg muss sich daher auch nicht unbedingt über eine Qualifikation fürs internationale Geschäft definieren. Es kann auch sein, dass wir Achter werden. Aber wenn wir die genannten Ziele konsequent und glaubwürdig verfolgen, werden uns die Leute auch entsprechend Zeit geben. Davon bin ich überzeugt.

    Die „genannten Ziele“ waren „attraktiverer Fußball“, und „finanzielle Konsolidierung“.
    Ein Hoch auf die Differenzierung.

  15. Maddin sagt:

    Ich hoffe, dass dieses leidige Farfan-Thema damit endlich vom Tisch ist.
    Mit der Umstellung auf zwei Stürmer hat sich die Mannschaft von der Abhängikeit unseres Flügelflitzers gelöst. Soll der Horst ihn ruhig abgeben und Teile des gesparten Geldes lieber in Raul investieren.

  16. McP sagt:

    Torsten,

    ???

    Falls Deine Ergänzung mir galt, verstehe ich es nicht, weil ich das selbe Zitat benutzte. Ich habe nur weg gelassen, was für Heldt uU. Erfolg nicht „unbedingt“ ist.

    ah, Du hast gerade editiert.

    Ich habe natürlich gewartet, diesen Satz nochmal hämisch dem Heldt ins Gesicht zu klatschen. Aaaber ich lege ihn jetzt auch nicht auf die Goldwaage. In 5 anderen Interviews hätte er es vielleicht anders formuliert.

    Wichtiger als Worte sind die Taten. Und da war ich neulich bei der Mega-Diskussion überrascht, dass Heldt kaum eine Rolle spielte. Auf dem ersten Blick scheinen mir seine Erfolge überschaubar. Pander quasi abgegeben, dafür Fuchs, ansonsten die Magath-Jungs auf dem Platz. Positiv eventuell die Kaderverkleinerung. Negativ – Tönnies quatscht wieder öffentlich über Personalien.

  17. skAndy sagt:

    Ich finde es äußerst ätzend, sich selbst und Gleichgesinnte als „Zwischendasergebnisgucker“ zu bezeichnen, nur weil andere sagen, dass man dem Trainer Zeit geben sollte. Ich bin kein „Resultatpurist“ weil ich mich mit dem zufrieden geben kann, was in so kurzer Zeit erreicht wurde. Ich würde doch eher von „Zwischendasergebniskuckerdiekeineentwicklungwarnehmenwollen“ und „Zwischendasergenbniskuckerdieschalkeaufdemrichtigenwegsehen“ unterscheiden und empfinde es als Frechheit, Kritiker mit Analysten gleichzustellen und Nichtkritiker mit betrunkenen Holzköpfen oder so!

    Wollte ich nur mal erwähnt haben. Ohne dabei böse zu gucken!

  18. Torsten sagt:

    @skAndy:

    Zur besagten Diskussion letzte Woche gab es 100+ Kommentare mit fast ebensovielen Meinungen, die es alle wert sind, nicht über einen Kamm geschoren zu werden. Die alle dezidiert im „friedvoll gemeinten Abschlusssatz“ aufzuführen war mir zu viel, weshalb ich mich auf zwei Extreme beschränkte. Das selbst sowas noch Gemüter erregen kann nehme ich als Feedback zur Kenntnis, danke dafür. In diesem Fall gehe ich allerdings einfach mal drüber hinweg.

    @McP:

    Deinem letzten Absatz stimme ich zu, so sehe ich das auch.

  19. skAndy sagt:

    Wie gesagt, mich hat es nicht sonderlich erregt, nur ein wenig geärgert. Und angesprochen habe ich mich gefühlt, weil du mir ja auch schon via Twitter den Videotext empfohlen hast.

    Ich wollte auch keine neuerliche Diskussion starten, aber fühle mich einfach missverstanden, wenn ich so etwas lese.

  20. Torsten sagt:

    @skAndy:

    Was glaubst Du wie missverstanden ich mich erst fühle, wenn Du ellenlange Diskussionen auf Schlagwörter wie „Analysten“, „betrunkenen Holzköpfe“ oder „Videotext“ verkürzt.

  21. skAndy sagt:

    @Torsten

    Vor allem die ellenlange Videotext-Debatte ;)

    Wenn du angesichts von Vorkommentatoren, die sagen, dass sie das Spiel gerne gesehen haben, schreibst „Abgesehen von den paar Prozent, die sich beim Spiel die Birne zukloppen und denen wirklich nur das Ergebnis wichtig ist, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass es jemandem wirklich Spaß machte, das Hertha-Spiel zu sehen.“ sollte man froh sein, dass sich Leute nur daran aufhängen und weiterkommentieren, statt das Feld zu räumen. Ich glaube sehr wohl, dass du in der Diskussion davon ausgegangen bist, dass man mit Fußballsachverstand unbedingt deiner/eurer Meinung sein muss, da brauche ich nichts runter zu brechen, da kann ich einfach nochmal nachlesen.

    Spar dir die eventuelle Antwort zwischen „Nichts für Ungut“ und „kleinlich“ einfach. Ein wenig Arroganz steht dir ja auch einfach zu. Ist ja dein Königreich.

  22. tomba sagt:

    scheiss stevenscher maurerfussball. die 0 muss stehen und offensiv geht gar nichts!

  23. derwahrebaresi sagt:

    locker bleiben, jongens! :-)

  24. skAndy sagt:

    Ich meine das weder böse, noch bin ich unlocker. Ich sage nur meine Meinung zu dem, was Torsten mir mit seinen Kommentaren vermittelt. Schon möglich, dass ich falsch liege, aber auch dann ist es ja ein wichtiges Feedback. Und ich bin nicht so eine Mimose, wie man jetzt vielleicht glauben könnte. Wie gesagt: Wäre ich das, würde ich mir jeglichen Kommentar dazu ersparen.

  25. toms3n sagt:

    Schade, hatte gehofft, dass dieses Spiel alle versöhnen würde, da beide Seiten schließlich Spaß hatten, den toll heraus gespielten Sieg der Schalker zu bewundern. Das was die „bösen Nörgler“ bei Schalke eh sehen wollten, aber nach den bis dahin gezeigten Leistungen dem Team kurzfristig nicht zutrauten.
    Wogegen die Gegenseite mühlenartig betonte, dass der S04 nicht anders kann und dass der Trainer x Monate braucht, um den Team zu erklären wie man offensiver spielen kann.
    Warum jetzt Kommentar wie „scheiss stevenscher maurerfussball. die 0 muss stehen und offensiv geht gar nichts!“ kommen, versteh ich nicht, nachdem Schalke zum ersten Mal ernsthaft eben nicht dieses eigentlich ironisch gemeinte defensive Spiel gezeigt hat. Bis dahin aber fast durchgehend.
    Also, lieber auf Mittwoch freuen und jetzt aus einer Schwalbe noch keinen Sommer machen.

    Hinweis: Bewusst wurden keine Trainernamen, Ergebnisse, Tabellenplätze genannt, weil es hier hauptsächlich um Fußball als Sport geht, nicht meinen Liebelingsverein Schalke, der unabhängig davon eh immer gewinnen soll, egal wie.

  26. hoffedocS04 sagt:

    McP, ich glaube, die Leistung eines Managers ist von der Öffentlichkeit immer erst nach einer gewissen Zeit beurteilbar. Gerade weil z.B. ein gewisser CT seine nicht immer hilfreichen Positionen zu nicht immer hilfreichen Zeitpunkten über die Medien kundtut, MUSS jemand wie der Sportmanager im Hintergrund agieren. Er kann dem Vereinsboss nicht genauso öffentlich widersprechen und muss umso geschickter die Fäden ziehen. Und das scheint er zu tun. Es gibt aber indirekte Anzeichen für Horst Heldts Wirken, und das scheint mir sehr im Interesse von Schalkes drei Hauptzielen zu sein: sportlicher Erfolg, erstklassiger Fußball, Konsolidierung. Lass uns das mal in ein/zwei Jahren nochmal beurteilen.

    Ich habe das Gefühl, dass einige hier aus schlechten Erfahrungen der Vergangenheit heraus nicht so recht an eine positive Entwicklung glauben können. Das ist schade. Gerade jetzt. Ich hoffe, die Mannschaft beweist übermorgen, dass dieses sehr gute Spiel zuhause gegen Werder Bremen keine Eintagsfliege war und bestätigt die Leistung auswärts gegen Gladbach. Aber selbst wenn nicht: ein einzelnes Spiel bricht noch keinen Trend. Und dieser Trend zeigt nach oben.

    Wie sagen hier manche so schön: „Auf Holz klopf“ und „Freu“;-)

    Super, toms3n, Deinen Beitrag hatte ich noch nicht gelesen. Genau.

  27. tomba sagt:

    ich verspreche ironie in zukunft deutlich zu kennzeichnen. ich ging davon aus dies wäre bei einem ergebnis von 5:0 bereits zu erkennen gewesen…

  28. blues sagt:

    Nachdem die „zwischendasergebnisgucker“ wieder ein Stück vom blauweissen Selbstzerstörungsknopf zurückgetreten sind – würde ich auch für ein vorweihnachtliches Ende des „Kriegs der Blöcke “ plädieren.

  29. toms3n sagt:

    @tomba
    Entweder hast du meinen Beitrag nicht gründlich gelesen oder nicht verstanden.
    Was genau sollte deine Ironie (die ich so verstanden und auch aufgenommen habe) besagen und ausdrücken?
    Dass Schalke schon immer so offensiv und überzeugend gespielt hat?
    Schalke spielt zum ersten Mal den Fußball, den ich persönlich von solch einem besetzten Team erwarten würde und wer genau hat jetzt das Recht mit ironischen Geschützen zu sagen „Habe ich doch gesagt.“? In meinen Augen niemand.
    Aber auch gut möglich, dass du ganz was anderes damit aussagen wolltest. Bin gespannt. :)

  30. skAndy sagt:

    @toms3n Da möchte ich dir Recht geben. Ich habe bewusst nicht auf die Diskussion zurückgegriffen und „Ätsch“ gesagt (Das tat ich in deinem Fall zugegebenermaßen und vllt. überflüssigerweise auf Twitter). Mich hat lediglich die hier angebrachte Bezeichnung der Ergebnispuristen gestört, da keiner der eigentlichen Diskutanten die „Ist doch scheißegal, hauptsache gewonnen“-Meinung vertreten hat. Das waren Einzelkommentare. Und ich nehme mir das Recht heraus, zu sagen, wenn mir was nicht passt.

    Bei deinem Begriff „kurzfristig“ musste ich aber lachen. Das ist NICHT, was du in der Diskussion geschrieben hast. Viel mehr beklagtest du m.E. die gänzlich fehlende Aussicht auf Besserung.

    Egal, abgehakt. Gladbach, Winterpause, Weitersehen.

  31. skAndy sagt:

    @blues Das Problem ist, dass ich mich bei solchen Kommentaren noch mehr unverstanden fühle und noch mehr schreiben muss. Ich wünsche mir bei jedem Kommentar rüber zu bringen, dass ich Torsten und den Königsblog schätze und mir ein Krieg sowas von fern liegt. Ich diskutiere ja auch gerne (Ich weiß, dass merkt man). Außerdem, wenn ich mich „angepisst“ fühle, darf ich Kommentare schreiben, steht ja so im Impressum!

  32. tomba sagt:

    @toms3n: gut, dann habe ich deinen kommentar wirklich anders aufgefasst. entschuldige.

    mir ist es grundsätzlich egal wie schalke spielt, hauptsache es kommt am ende etwas zählbares bei raus. wir sind ja nicht bei carolin reiber und dem großen ard-wunschkonzert. ich muss damit rechnen dass manchmal eben kein spektakel rauskommt. drauf gesch…
    ich liebe spiele wie das vom samstag abend, schön mal einen gegner nach strich undd faden sezieren. allerdings ist mir auch klar dass das kein normalzustand sein kann und wird.
    ebenso kann ich aber nach einem errumpelten 1:0 gegen einen abstiegskandidaten trotzdem mir den mund abwischen und sagen: „okay, drei punkte!“
    ich finde dieses gerede von philosophie und konzept so über mittlerweile. ich sehe momentan eine ziemlich sichere schalker mannschaft die mich beruhigend in spiele gehen lässt wie schon seit längerer zeit nicht mehr. dass man ein desolates derby gespielt hat, geschenkt. haben die auch schon oft gemacht. dass man hertha mit dem minimalprinzip verwaltet – gutes recht. und zeigt in meinen augen auch eine eigenschaft die mannschaften „von da oben“ haben sollten: die für den gegner notwendige leistung abzurufen ohne unnötig körner zu verschießen. kann, wie gegen lanarka, auch mal in die hose gehen, ja. aber wenn es klappt, soll’s mir recht sein.
    für spektakel ist dann barcelona dran, die können das auch bedeutend besser.

  33. blues sagt:

    @skAndy
    sorry, war so spassig gemeint, wie Torstens „Felix Magath wittert heute die Chance auf einen neuen Job in Nordkorea..“ bei Twitter. In der Diskussion ist im Moment etwas viel (wie ich finde zu viel) Ernsthaftigkeit mit im Spiel. Auch bei mir. Ich finde die große gegenseitige Wertschätzung mit der hier diskutiert wird, war und ist in dieser Diskussion nicht ersnthaft in Gefahr. Dass ab und zu mal ein wenig gestichelt wird („Resultatpuristen“,“scheiss stevenscher maurerfussball. die 0 muss stehen und offensiv geht gar nichts!“, „blauweisser Selbstzerstörungsknopf“) amüsiert mich.

  34. skAndy sagt:

    @blues Das bedurfte keiner Entschuldigung!

  35. hellwach sagt:

    Ich habe seit Samtagabend immer noch dieses grenzdebile Grinsen im Gesicht, bin immer noch leicht heiser und das alles liegt nicht an der königsblauen Walnuss, die seit einer Stunde meinen Desktop-Hintergrund ziert.

    Nebenbei: In der kleinen königsblauen Vitrine meiens Herzens erhalten die Herren Magath und Metzelder einen kuscheligen kleinen Ehrenplatz. Als Dankeschön.

  36. KatharinaIda sagt:

    http://a3.sphotos.ak.fbcdn.net.....4663_n.jpg

    Geiler Abend!!!
    Dat sacht doch allet!

  37. Schwierige Situation nach einfachem Spiel sagt:

    […] schon Werder Bremen am Ende der Hinrunde schaffte es auch der VfB Stuttgart nicht, sich auf den Flügeln einen Vorteil zu verschaffen; […]

Schreibe einen Kommentar