Taktik, Stark, Unnerstall

So habe ichs meinem Sohn beigebracht. Für ihn war das Spiel zu spät. Ich versprach, einen Zettel zu schreiben, damit er heute Früh direkt Bescheid wüsste.

Schalke verliert in Gladbach mit 1:3 und mich hat das Spiel von vorne bis hinten angekotzt. Die taktische Unterlegenheit in der ersten Halbzeit, der Schiedsrichter, die Gegentore. Schalke hatte sich einen Sieg keinesfalls verdient, aber wie die Niederlage zustande kam war dennoch zum schreien.

Ich kann nicht genau sagen, was die Stärken und Schwächen von Gladbach sind, dazu kenne ich sie nicht gut genug. Aber das sie Stärken haben ist klar.

… sagte Huub Stevens auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, und genau so sah die erste Halbzeit auch aus. Offensichtlich völlig überrascht davon, dass Gladbach ein adäquates Pressing bereits 30 Meter vor dem Schalker Tor ausübte, kam eine Halbzeit lang kein Schalker Spielaufbau zustande. Unter Druck pöhlten Jones, Matip und Papadopoulos den Ball ein ums andere Mal nach vorne, und in der Regel landete er dabei beim Gegner. Das an individuellen Schwächen dieser Spieler festzumachen wäre meines Erachtens zu simpel. Es fehlte an einem Rezept, wie diese Nachteile auszugleichen sind, und eine ewige Halbzeit lang änderte sich daran auch nichts.
Schalke ließ keine Chancen zu, aber das eine Tor fiel eben dennoch, nach einem für Gladbach glücklichen Querschläger. Wenn so etwas passiert und man keine Reaktion zeigt, weil man nicht in der Lage ist die eigene Offensive ins Spiel zu bringen, gibt es nichts zu beschönigen. Es war ein bis dahin einseitiges Spiel und eine verdiente Führung für Gladbach.

Nach der Halbzeit drückte Schiedsrichter Wolfgang Stark dem Spiel seinen Stempel auf. Natürlich: Klaas-Jan Huntelaar zeigte erst eine Vogel und klatschte dann noch höhnisch Beifall. Regelrechtlich gesehen kann das getrennt geahndet werden und Stark handelte korrekt. Aber mit Verlaub, dieses Handeln war an dem, was Spieltag für Spieltag in der Bundeliga praktiziert wird, meilenweit vorbei und völlig überzogen.
Der ganzen Situation lag ein einzelner Aufreger zu Grunde. Huntelaar war zuvor nicht negativ aufgefallen, gefühlt war er 45 Minuten nicht mal in Ballnähe. Ein souveräner Schiedsrichter wäre hingelaufen, hätte sich vor seinen Assistenten gestellt, sich den Spieler geholt, die Situation beruhigt, den Spieler zurechtgewiesen und ihm die Gelbe Karte gezeigt; fertig. Herr Stark war eine halbe Platzlänge weit entfernt, lies sich vermutlich via Headset informieren und entschied während des Spurts in die Ecke, dass er nun ganz konsequent handeln müsse. Damit beeinflusste er den weiteren Verlauf des Spiels entscheidend.

Den Rest gab mir dann Lars Unnerstall. Natürlich hätte diese 1:1 Situation „Matip:Reus“ gar nicht entstehen dürfen, meinetwegen hätte Matip auch 50 cm weiter links stehen müssen, um die kurze Ecke abzudecken. Aber Reus war wirklich weit weg. Und der Schuss war wirklich sehr langsam … Man konnte förmlich sehen, wie Lars Unnerstall mit dem Schicksal haderte, statt sich zu bewegen. Ein junger Torwart, in der Liga zuvor fast fehlerfrei, man muss nun nicht den Stab über ihm brechen. Aber diese Situation in diesem KO-Spiel war dann eben doch ein Schlag in die Magengrube im falschesten aller Momente.

Das war’s im Prinzip. Schalke gab noch mal alles und kämpfte, ja. Gladbach hatte plötzlich den Faden verloren. Man kann noch über das dritte Tor Gladbachs diskutieren, oder über Jones Platzverweis, aber das war alles „obenauf“. Es waren doofe Situationen die das Spiel entschieden und Schalke schaffte es über 90 Minuten kaum, sich echte Torchancen zu erspielen. Das ist es, was bleibt.

Und der Pokalwettbewerb ohne Schalke 04.



51 Kommentare zu “Taktik, Stark, Unnerstall”

  1. Sebastian sagt:

    Es hat sich leider wieder das gezeigt, was schon länger negativ auffällt: Sobald der Gegner konsequentes Pressing spielt, fehlen der Mannschaft die Gegenmittel. Papa und auch Jones sind im Spielaufbau zu limitiert.
    Zu Huntelaar: Da muss er sich einfach best im Griff haben. Allein für den Vogel gegen den Linienrichter kann er schon Rot sehen, dann soll er sich danach wenigstens zusammenreißen. Echt blöd, denn es war absehbar, dass Gladbach bei dem Aufwand irgendwann die Kräfte schwinden.

  2. blues sagt:

    Alles richtig. Gladbach war gestern stärker. Noch schwächer als wir, war nur der Schiedsrichter. Beide Borussen zeigen uns mit ihrem frühen Pressing unsere Grenzen auf. Was mich tröstet ist, dass wir für drei Wettbewerbe sowieso nicht stark genug sind. Die Priorität sollte für mich nicht auf den Pokalwettbewerben sondern auf der Bundesliga und der Arbeit an den bekannten Defiziten liegen.

  3. hoffedocS04 sagt:

    Zum taktischen Defizit: das wussten wir ja schon vorher. Trotzdem hat die halbe Stunde nach dem Platzverweis gezeigt, was möglich gewesen wäre. Der Platzverweis war ja geradezu ein „Weckruf“.

    Es haben zwei Spielern die Nerven versagt: Unnerstall und Huntelaar.

    Was Jones gemacht hat, ist auf einem anderen Blatt, er hätte als erster vom Platz gehört. Vielleicht wäre das sogar besser für das Spiel gewesen, dann wären alle eher „aufgewacht“. (Jones: habe ich gerade unter dem vorigen Topic als Antwort auf Torsten geschrieben)

    Aber der Zettel für den Sohn ist wunderbar und so liebevoll. Der wärmt das Herz auch an einem enttäuschten „Morgen danach“. Dass wir da mitlesen dürfen: danke.

  4. siika04 sagt:

    Ich war gespannt auf Deinen Beitrag zum gestrigen Spiel, Torsten, und ich muss sagen, dass Dir die Einleitung mit dem Zettel an Deinen Sohnemann sehr gut gelungen ist.

    Auch sonst stimme ich in den meisten Dingen mit Dir überein.

    Was ich aber nicht teilen mag, ist die Schiedsrichterschelte:
    Die Aktion von Huntelaar kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich mag da auch nicht dem Schiedsrichter die Schuld geben – so eine Dummheit, Undiszipliniertheit kann ich meinem 5jährigen Sohn (ungern) durchgehen lassen, ein erfahrener Fußballprofi muss sich aber verdammt noch mal im Griff haben. Ich würde H. schalkeintern mit einer saftigen Geldstrafe belegen, weil er der Mannschaft geschadet hat.

    Gleiches gilt für Jones und damit meine ich nicht den Platzverweis, der m. E. in Ordnung geht: Beide Spieler bekommen für die Rangelei eine gelbe Karte, Jones hatte schon eine, also Auf Wiedersehen.

    Was ich meine, ist die Aktion gegen Reus: Man fragt sich, was Jones da geritten hat, er verdient m. E. eine saftige Strafe und er wird sie sicher auch bekommen.
    Interessanterweise bist Du auf diese Szene überhaupt nicht eingegangen – vielleicht kommt da noch etwas?

    Die Tore … tja.
    Das 1:0 sah dumm aus, aber m. E. hätte Reus nicht so viel Platz haben müssen und Papadopoulos hat halt nicht so lange Gräten wie Matip – er hätte sich diesen Spreizschritt auch irgendwie sparen können …
    Das 2:0 sah dümmer aus. Matip zu weit weg, Unnerstall auf dem falschen Fuß und dann unbeweglich.
    Das 3:1 sah wohl am dümmsten aus. Unnerstall hat es zwar erklärt, aber dennoch muss er da einfach nur den Ball in die Botanik hauen, anstatt einen Manuel-Neuer-Gedächtnisausflug mit technischen Feinheiten zu versuchen.

    Alles in allem ein Pokalabend, über den man noch ein paar Tage reden kann, mit einem aufgrund der ersten Hälfte verdienten Sieger.

  5. Montana sagt:

    Boah, wie fies! Gleich nach dem Aufstehen dem Junior solch eine Nachricht zuzumuten. Das musst Du feinfühliger angehen:

    Auch nächstes Jahr ist Schalke im Pokal dabei – ab Spätsommer. ;-)

    Schalke verliert in Gladbach mit 1:3 und mich hat das Spiel von vorne bis hinten angekotzt.

    Ein wahres Wort zu früher Stund. Das war nicht einfach schlecht, das war einfach ärgerlich. Das 1:0 war noch das „akzeptabelste“ am Spiel, das sagt schon alles. Bisschen unglücklich in der Entstehung, aber der Ball ging präzise zwischen Feind und Pfosten, kann passieren. Der Rest bereitet mir Kopfschmerzen.

    Das 2:0 war einfach dämlich. Und wenn schon jemand bei Herrn Reus „eine Verletzung billigend in Kauf nimmt“, dann bitteschön Unnerstall vor dem 3:1. Und nicht durch eine bosenlose Unverschämtheit, wie Jones sie sich erlaubt hat. Diese Nummer war unterirdisch. Herr, lass Hirn regnen.

  6. derwahrebaresi sagt:

    Damit beeinflusste er den weiteren Verlauf des Spiels entscheidend.

    aus meiner sicht muss ich dir hier widersprechen.
    wie du ja selbst sagst, entsprach die entscheidung klar den regeln.
    der hunter dürfte das auch wissen, „von da heraus“ hat er den weiteren verlauf stark geprägt.

  7. hoffedocS04 sagt:

    @Montana

    Nö, als Kind hätte mich so ein Zettel vom Papa „gefreut“. Er zeigt die wahren Gefühle und dem Jungen, dass er ernst genommen wird.
    Aber ich weiß, das ist hier gerade nicht das Diskussionsthema;-)

  8. Elbdeichrutscher sagt:

    @ alle Vorkommentatoren
    Ich könnte hier jetzt reihenweise Zitate von euch bringen, weil jeder irgendwie etwas zum Ausdruck bringt, was ich auch sagen würde. Deswegen zitiere ich mal nix.

    Wenn Jones für den absichtlichen Tritt noch eine zusätzliche Sperre bekommt, ist es hochverdient. Das war unsportlich, bodenlos…mir fehlen die Worte.Erstaunlich, wie unaufgeregt Reus nach dem Spiel über die Situation sprach.

    Der Reporter hat – wie in letzter Zeit leider immer wieder mal – ‚ne Menge Blödsinn erzählt, aber Recht hatte er mit „uninspiriert“.
    Das war es über weite Strecken, was S04 zeigte.
    Heute Morgen ist der Nachgeschmack immer noch bitter, auch schon weil nur noch so wenige Mannschaften „mit Finalqualität“ bleiben, die vielleicht ein Bayern-Double verhindern könnten…also drücken wir ab jetzt der richtigen Borussia die Daumen, denn wer den Titelträger ausschaltet…der darf’s dann auch werden ;-)
    Kopf hoch, Mund abputzen…und in einem Monat weiter mit gutem Fußball ( das wünsch‘ ich mir für’s neue Jahr!)
    Allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch,
    auf viele gute Beiträge vom Chef in 2012 – und ja, der Zettel war gut!

  9. Patigol sagt:

    Einen positiven Aspekt gibt es ja. Es ist klar, wo die Hausaufgaben im taktischen Bereich liegen: Wie befreie ich mich spielerisch nach vorn, wenn der Gegner presst… Da gilt es anzusetzen, damit solche Spiele wie gegen beide Borussias dem Ende angehören.

    Allen eine schöne Weihnachtszeit!

  10. Torsten sagt:

    Interessanterweise bist Du auf diese Szene (Jones/Reus) überhaupt nicht eingegangen – vielleicht kommt da noch etwas?

    Ich bin nicht darauf eingegangen, weil es für das Spiel wie ich es erlebt habe unerheblich war. Natürlich war es eine üble Aktion, eine zum Fremdschämen. Hätte der Schiedsrichter es gesehen, hätte er Rot zeigen müssen. Es sah es nicht, vielleicht ermittelt der DFB und Jones wird nachträglich für Spiele der nächsten Pokalsaison gesperrt. Das wäre völlig ok, ist mir im Bezug auf das gestrige Spiel aber erstmal völlig egal.

    Alles in allem ein Pokalabend, über den man noch ein paar Tage reden kann, mit einem aufgrund der ersten Hälfte verdienten Sieger.

    Insofern auf jeden Fall großes Theater, wenn auch ohne schönen Schluss.

  11. Kowski04 sagt:

    Es ist alles gesagt. 305

    Ein Jones würde bei keiner Borussia im Team stehen. Für die Kindererziehung gut, so sollte man es nicht machen.
    Unnerstall, nett, aber auf dem Niveau der Unterschied. Baumi, Schober vs Bremen auf der Bank etc etc
    Es fehlt an Konzept und Nachhaltigkeit.
    Schade dass Bremen nicht das letzte Spiel war.

    Ein frohes Fest und Glück auf in 2012

  12. siika04 sagt:

    @ Elbdeichrutscher
    Reus sprach mit der Gelassenheit des Siegers, der sich mit zwei Toren „gerächt“ hat. In so einer Situation wird man nachsichtiger.
    Wenn Gladbach verloren hätte, wäre er vielleicht nicht so unaufgeregt rüber gekommen …

    Ich fand ja die Fragerei des Reporters penetrant, der Reus unbedingt zu einem Anti-Jones-Kommentar verleiten wollte.

  13. Schimanski sagt:

    Ja die Entscheidung entsprach den Regeln ist aber auch mit Fingerspitzengefühl und einer gelben Karte zu regeln.
    Ich hab den Eindruck das Konsequenz des Schiedsrichters oft nur bei S04 zur Anwendung kommt. Beispiel Fährmann gegen die Bayern. Es gab 3 gleiche Situationen an den folgenden Spieltagen, keine wurde mit Rot geahndet. Die ständige Rudelbildung und das antatschen und besülzen des Schiris. Steht nicht auch im Regelbuch das das anfassen des Schiedsrichters zu ahnden ist? Fällt euch ein Verein ein der schonmal Gelb-Rot bei einer Auswechslung bekommen hat? (Lincoln) Aber lassen wir das.

    Ein weiterer Faktor war die Auswechslung von Pukki. Klar, keiner kann ahnen das Huntelaar 2 Minuten später vom Platz fliegt, aber man hätte ihn danach gut gebrauchen können.

  14. Roy sagt:

    Gewohnt, guter Beitrag.
    Muss aber ehrlich sagen, dass die gelb-rote Karte für den Hunter eigentlich nicht diskutiert werden muss.
    2 Klare vergehen, die nicht zum ersten mal im Profifußball geahndet wurden. Für mich absolut überflüssig wie er sich da verhält. Auch wenn es überzogen ist, es gab schon Schiris die geben alleine für den Piep zeigen ne rote Karte! ;)

    Fazit: Klar hat Stark mit dem Platzverweis das Spiel „entschieden“, aber Huntelaar selber hat auch eine Aktie mit dran!

  15. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Schöner Zettel, den man aber nur bekommt wenn der Vater Fan vom selben Verein ist. Ich hab meinem Vater zum Sieg gratuliert…..

    Alles andere ist hier gesagt.

    Wünsche allen Frohe Weihnachten und eine guten Start in 2012. Vielleicht trifft man sich mal bei den Spielen, ob auswärts oder
    auch zu Hause, denn in der Rückrunde kann ich wieder öfter dabei
    sein. :-)

    Glück auf aus Rheinhessen

    Frank

  16. janw sagt:
  17. Helmi sagt:

    Ich glaube Unnerstall tust du beim 2:0 etwas unrecht. Es war zwar durchaus sein Fehler, der aber bestand in erster Linie darin zu früh einen schritt in die falsche Richtung gemacht zu haben – das war ziemlich offensichtlich der Grund warum er da nicht mehr rechtzeitig runter kam.

    Was den Holländer angeht ist hier ja genug gesagt worden: Regelgerecht und in jeder Hinsicht zurecht. Sich nach einer gelben Karte (hier durch Klatschen) zurecht eine gelb-rote einzuhandeln… so blöd ist bei uns sonst nur Ribéry ;-)

  18. Andi M. sagt:

    Mich bewegt – neben allem Gesagtem, dem ich zustimme – auch die Frage, ob es richtig ist, dass der Trainer bei seiner kranken Mutter verweilt und nicht am Arbeitsplatz ist. Die genauen Details kennt man ja nicht und hin und wieder dürfen Profis zur Geburt ihres Kindes (was ich ihnen wünsche). Wäre eine Kabinenansprache von Huub angesichts der ersten Halbzeit nicht gut gewesen und hätte Huntelaar vielleicht sogar vor seinem Stuss bewahrt? Jeder von uns kriegt einen Tag Urlaub beim Tod eines Verwandten ersten Grades… Das mal so am Rande, ohne Huub Stevens und seiner kranken Mama was Böses zu wollen.

  19. Matthias sagt:

    Mich bewegt (…) die Frage, ob es richtig ist, dass der Trainer bei seiner kranken Mutter verweilt und nicht am Arbeitsplatz ist.

    Diesen Satz werde ich mir auschneiden und für den Fall aufbewahren, dass demnächst mal wieder ein Spieler/Trainer/Schiedsrichter über den unmenschlichen Druck in der Liga klagt und seine Burnout bekannt gibt, woraufhin dann überall die Krokodilstränen kullern.

    Jeder von uns kriegt einen Tag Urlaub beim Tod eines Verwandten ersten Grades…

    Wenn du in einer Firma arbeitest, in der du nicht einmal dann für einen oder zwei Tage Urlaub nehmen kannst, wenn du deinem Vorgesetzten sagst: „Meine Mutter stirbt gerade und ich möchte bei ihr sein“, dann gibt es nur eine Lösung: Such‘ dir einen neuen Job!

    Dieses Fass müssen wir nun nicht ernsthaft aufmachen.

  20. Frank aus Rheinhessen sagt:

    @Andi M.
    Sowas wurde gestern auch in fb geposted und ist menschlich gesehen eine Katastrophe. Können wir nicht mit Anstand verlieren und es auch mal gut sein lassen, einzelne kreuzigen zu wollen. Diese Unart sollen andere leben, aber bitte nicht bei S04, der immer noch als Verein verstanden werden soll und auch ist. Es wird doch von allen eingefordert, dass wir eine Familie sind und da sollte eine Freistellung aus einem persönlich wichtigen Grund immer möglich sein. Nicht alles im Leben ist mit Geld und Erfolg aufzuwiegen, zum Glück.

  21. derwahrebaresi sagt:

    Mich bewegt – neben allem Gesagtem, dem ich zustimme – auch die Frage, ob es richtig ist, dass der Trainer bei seiner kranken Mutter verweilt und nicht am Arbeitsplatz ist.

    hierzu fällt mir nur der bekannte spruch ein:

    ich kann garnicht soviel essen, wie ich kotzen mag.

  22. Andi M. sagt:

    Ist o.k., mein Anliegen war es auch nicht, der Unmenschlichkeit den Weg zu bereiten. Meine Frage war eher, ob ein ähnlicher Freiraum auch für die Spieler gilt (wenn ja, dann ist es ja gut). Über den zweiten Teil meiner Gedanken – ob es was geändert hätte, wenn der Trainer da gewesen wäre – kann man ja eh nur spekulieren. Ich stimme Matthias und Frank also zu. Das Fass kann also wieder zugemacht werden…

  23. Voice sagt:

    Frage zu Huntelaar: hatte Stark ihm schon gelb gezeigt als er Beifall geklatscht hat oder gab es erst dann gelb und direkt im Anschluss gelb-rot, oder gar direkt gelb-rot? Das wurde mir imTV nicht ganz klar und hier auch noch nicht thematisiert. Wenn er vor der gelben geklatscht hat ist es m.M.n. ein Hohn und nicht korrekt ihn vom Platz zu stellen.

  24. Sebastian sagt:

    Mal ein bisschen was aus Regel 12 und den dazugehörigen Anweisungen an die Schiedsrichter:

    „Ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler erhält die Rote Karte und wird des Feldes verwiesen, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht:
    […]
    anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen oder Gebärden
    […]“

    Schon den Vogel hätte man mit etwas bösem Willen also schon mit Rot sanktionieren können. Aber der Schiedsrichter entschied sich für Gelb. Hätte er nicht beide Vergehen pauschal mit einer Gelben bewerten können? Die Regeln sagen dazu:

    „Wenn ein Schiedsrichter im Begriff ist, einen Spieler zu verwarnen, und dieser Spieler, ehe die Verwarnung ausgesprochen ist, einen weiteren Verstoß begeht, der eine Verwarnung nach sich zieht, so muss der Spieler mit „Gelb/Rot“ des Feldes verwiesen werden (zunächst „Gelb“, dann „Gelb/Rot“).“

    MUSS. Nicht kann, nicht darf, nicht sollte. MUSS. Da hat der Schiedsrichter, wenn er nicht schlecht bewertet werden will, gar keinen Raum für Fingerspitzengefühl.

  25. Torsten sagt:

    @Voice:

    Als Huntelaar klatsche war Stark noch unterwegs zum Ort des Geschehens. Vielleicht griff er schon in die Brusttasche, es ist jedenfalls anzunehmen dass Huntelaar wusste, was kommt. Trotzdem ist das auch der Punkt der mich stört.

    Üblich wäre gewesen hinzulaufen, die Situation zu beruhigen und Gelb zu zeigen. Wenn er dann klatscht: Gelb-Rot. So war das alles „im Affekt“ und zusammenklabüsert. So als wie wenn bei Rudelbildung auf den Schiri eingeredet wird und dieser zwei hintereinander gesprochene Sätze mit erst Gelb und dann sofort Gelb-Rot bestraft. Das MUSS er machen, wie Sebastian aufzeigt. Es passiert aber NIE.

    Unseriös.

  26. Sebastian sagt:

    Mich hat die Rote Karte ja genau so geärgert. Aber Ziel des Ärgers sollte eben Huntelaar sein und nicht der Schiedsrichter. Der hat vollkommen regelgerecht entschieden. Deswegen finde ich es einfach übertrieben, zu sagen, dass er dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt hat. Das hat leider Huntelaar getan.

  27. Voice sagt:

    @Sebastian
    Danke für die Regelkunde, das wusste ich bis dato tatsächlich nicht. Habe ich bislang auch noch nicht erlebt, ihr vielleicht?
    Huntelaar wusste sicherlich, dass er gelb bekommen wird, aber sichtlich nicht dass daraus direkt gelb-rot wird.
    Das es eine Riesendummheit war steht natürlich außer Frage.
    Unterm Strich bin ich aber der Meinung, die Bestrafung war eindeutig überzogen und das Spiel somit entschieden.

  28. HeinS04 sagt:

    Für mich hat sich Stark seine Pappenheimer von vornherein zurecht gelegt. Jones für dieses Foul in der 7. min. oder so direkt gelb zu geben(ohne vorher aufgefallen zu sein) ist der allgemeinen Jones-Stimmung geschuldet. Papa sofort gelb zu zeigen der allgem. Papa-Stimmung. Hanke grätscht an der Mittellinie Papa weg – Konsequenz? Nix! So konnte Stark endlich das vollstrecken, was sich viele Schiedsrichter schon lange vorgenommen haben…..diese Rüpel, die eh in jedem Spiel gelb kriegen, müßen irgendwann auch mal runter…. Ist jemandem aufgefallen, daß Stark bei Huntelar gar nicht so schnell 2 X gelb zeigen konnte, um dann rot zu ziehen? War ja schon fast ein Kartentrick…. Also: Zurecht verloren, Jones mit unsäglicher Aktion gegen Dumbatz Reuß, Unnerstall mit schlechter Leistung,….ja, alles richtig. Aber der Schiedsrichter war ebenfalls zum Kotzen!

  29. hoffedocS04 sagt:

    Offtopic:

    Werde mir zwischen den Jahren, wo ich sowieso arbeiten musss, mal den Konzernbericht von Schalke 04 (Homepage) reinziehen. Mein Steuerberater weiß schon, dass er neben meiner Steuererklärung inzwischen auch für den FC Schalke 04 zuständig ist;-)

    Und nicht zu gefrustet sein, „Jongens“, was alle Mädels mit einschließt, Schalke packt einen Championsleagueplatz und kommt in der Europaleague weit und den DFB-Pokal lasst Ihr jetzt mal der aus anderen Gründen gebeutelten TSG !!! Man muss auch jönne könne;-)

    Oh, Gott, ich zieh lieber schon mal den Kopf ein, was jetzt kommt…

  30. Matthias sagt:

    MUSS. Nicht kann, nicht darf, nicht sollte. MUSS. Da hat der Schiedsrichter, wenn er nicht schlecht bewertet werden will, gar keinen Raum für Fingerspitzengefühl.

    Demnach erhielt Schiedsrichter Gräfe am Dienstag eine vernichtende Bewertung von Seiten des DFB, da er Weidenfeller nicht Gelb-Rot zeigte, als dieser – während er die gelbe Karte sah – weiterschimpfte. Demnach muss jeder im Abseits stehende Spieler, der den Ball nach dem Pfiff dennoch ins Tor schießt und danach – noch halb in der Schussbewegung – „Fuuuuuck!“ ruft sofort mit Gelb-Rot des Platzes verweisen werden. (Es sei denn, er schreit „Fuuuuuck“ und schießt exakt gleichzeitig – dann ist es natürlich glatt Rot.)

    Und nicht kann, darf, sollte – sondern MUSS!

  31. Sebastian sagt:

    @HeinS04: Sehe ich nach wie vor anders. Sowohl Papa als auch Jones waren taktische Fouls, die bei jedem immer mit gelb geahndet werden. Papa nimmt dem Gegner eine aussichtsreiche Torchance, weil er ihn entscheidend bremst, und auch Jones verhindert eine aussichtsreiche Situation. Über die Szene mit Hanke kann man tatsächlich streiten, aber die anderen sind für mich eindeutig Gelb. Warum hätte man dafür vorher auffallen müssen?

  32. Sebastian sagt:

    @Matthias: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Ich sage doch nur, dass die Regeln an der Stelle eindeutig sind und den Spielern auch bekannt sein sollten. Dann sollte man sich nicht beklagen, wenn ein Schiedsrichter die Regeln umsetzt.

  33. hoffedocS04 sagt:

    Wenn die Regeln immer ganz korrekt nach offiziellem Regelwerk ausgelegt würden, hätte Bayern München jede Saison erheblich weniger Punkte und stände in dieser Saison auf jeden Fall hinter Schalke. Das steht fest.

    Trotzdem ist es dumm von einem Spieler, durch Fehlverhalten ins offene Messer zu laufen. Oder vielleicht ist es besser zu sagen: DESHALB ist es dumm….

  34. hendrik sagt:

    richtig süßer zettel an deinen sohn… :)

    Das erinnert mich daran, als ich noch ein kind war, 2001/2002, und schalke im pokalhalbfinale stand und ich noch nicht gucken durfte, weil es zu spät war. Ich konnte natürlich nicht schlafen, und mein Papa (bayern-fan) ahnte das, und ist zu mir gekommen um mir das ergbnis zu sagen…

    Im Finale ging es dann leider gegen meinen bruder (1 jahr älter, leverkusen fan), und ich konnte mich gar nicht richtig freuen weil mein bro mir so leid tat.

    Good times :)

  35. Henk sagt:

    @ Torsten:
    „Ein souveräner Schiedsrichter wäre hingelaufen, hätte sich vor seinen Assistenten gestellt, sich den Spieler geholt, die Situation beruhigt, den Spieler zurechtgewiesen und ihm die Gelbe Karte gezeigt; fertig.“

    Ehrlich gesagt habe ich in ca. 500 live auf dem Fußballplatz gesehenen Spielen selten eine Situation gesehen, in der der Schiedrichter nach einer Beleidigung (Vogel zeigen) gegen den Linienrichter erst einmal die Situation beruhigt. Das Vergehen ist klar und der überwiegende Großteil der Schiedsrichter greift hier sofort und ohne zu Zögern durch – oft mit Rot, für meinen Geschmack reicht die Gelbe aber absolut aus und Huntelaar ist gut bedient. Wer dann noch höhnischen Beifall klatscht, fliegt – auch das ist in allen mir bislang bekannt gewordenen Fällen so gewesen. Die Forderung an Stark, er solle gefälligst so lange warten, bis sich der Spieler beruhigt hat oder gar aktiv dazu beitragen, damit die Gefahr des Platzverweises gemindert wird, ist von daher merkwürdig.

    (Disclaimer: Den Großteil der 500 Spiele habe ich in Mönchengladbach gesehen, bin deshalb nicht neutral, aber mit einer Schalkerin verheiratet und mit vielen Schalkern befreundet. Ein durchaus freundschaftliches Gefühl hege ich demenstprechend auch für Blau-Weiß.)

    Der Zettel ist natürlich wunderbar; da tut so eine Niederlage doch etwas weniger weh – hoffe ich zumindest.

    Viel Grüß für den Rest der Saison!
    Henk

  36. papajoe sagt:

    Auslöser von Huntelaar’s Reaktion war die Torausentscheidung des Assistenten. Klar ist: Entscheidungen sind hinzunehmen und nicht
    mit Gesten oder Worten zu kommentieren. Das ist aber nicht immer
    einfach !

    Was mir immer wieder auffällt ist die Unsitte Bälle aus zu geben,
    die noch nicht in vollem Umfang über der Linie sind. Es gibt anscheinend eine individuell festgelegte, imaginäre Grenze einen Ball noch innerhalb zu sehen oder aus zu geben. Auch weil der Zuschauer i.d.R. weit vorher schon pfeift. Man muss sich wirklich mal bildlich vorstellen wie es aussieht,wenn der Ball definitiv im Aus ist.

    Ich möchte jetzt nicht behaupten das der Ball noch innerhalb war. Man konnte das im TV nicht eindeutig sehen.

    Aber ich rege mich auch auf wenn ein Ball fälschlicher Weise ausgegeben wird. Wie muss ich dann ein Stürmer fühlen, der nach einer gebrauchten Halbzeit ohne Bindung zum Spiel, sich ungerecht behandelt fühlt. Profi hin oder her.

    Soll keine Rechtfertigung sein.

  37. Der Hans sagt:

    Vorab: Ich habe gerade alles hier gelesen und stimme vielem zu, mache mir aber trotzdem nicht die Mühe, alles mögliche zu zitieren.

    Nur ein paar Gedanken und Anmerkungen meinerseits:
    Jones: absolute Arschloch-Aktion gegen Reus, wenn der Schiedsrichter es sieht, fliegt er nach 5 Minuten mit glatt Rot völlig zu recht runter. Am Ende irgendwie „verdient“ vom Platz gestellt, wobei ich in der Nachbetrachtung einen Platzverweis für den Gladbacher für gerechtfertigt halten würde.

    Huntelaar: Er muss sich im Griff haben, da gibt es nicht zu diskutieren. Alleine für den „Vogel“ wird manch ein Spieler zum fliegenden Holländer, das Klatschen und Nicken darf nicht sein. Vollkommen richtig, ihn vom Platz zu stellen.

    Unnerstall: Beim 2:0 sieht er doof aus, den Fehler sehe ich aber nicht beim Stehenbleiben sondern darin, dass er sich so früh entscheidet, dass Reus wohl auf lange Eck ziehen wird. Beim 3:1 muss er eigentlich den Ball erwischen, mir ist die Szene aber im Endeffekt egal, denn auch mit einem 2:1 scheidet man im Pokal aus.

    Reus: Seine Worte nach Spielschluss finde ich gut, er hat sich nicht zu einem „Jones, das Arschloch“-Statement hinreissen lassen. Wäre vielleicht bei anderem Spielausgang anders, so ist es aber, wie es ist. Seine Hacke-Spitze-1-2-3-Aktion beim 3:1 darf er sich trotzdem sparen.

    ———–

    7./8. Februar: Hertha BSC – Borussia M’Gladbach (DFB-Pokal)
    11. Februar: Borussia M’Gladbach – FC Schalke 04 (Bundesliga)

    Gefickt eingeschädelt, einem Konkurrenten um Platz 2-5 vor dem direkten Duell in der Rückrunde eine englische Woche zu bescheren.

  38. GeBuer sagt:

    Noch ein Wort zum „doofen Schiedsrichter“: Herr Stark gilt ja allgemein als etwas arrogant. Ich erinnere an die Entscheidung Mario Götze vom Platz zu stellen. Diese Entscheidung war doch auch eher grenzwertig. Herrn Stark fehlt es scheinbar an Fingerspitzengefühl und Kommunikationsfähigkeit.

    Allerdings hätte Huntelaar diese eine Entscheidung auch einfach akzeptieren können. So hat er der Mannschaft nicht wirklich geholfen.
    Er wird daraus wohl gelernt haben.

  39. Ney sagt:

    Wenigstens müssen wir nicht über die schlechte Taktik oder sowas diskutieren, gäbe sowieso nur Streit, ne.

  40. sld sagt:

    Zum Platzverweis von Huntelaar: Ich vergleiche solche Szenen gerne mit ähnlichen Situationen. Spontan fällt mir eine Szene vom Samstag ein. Ein Bremer foult im Mittelfeld, zeigt sich nach dem Freistoßpfiff mit dem Finger an den Kopf. Gräfe schmeisst ihn aber nicht runter, gibt ihm nichtmal gelb.

    Ich will damit nicht sagen, dass Huntelaar nicht hätte vom Platz fliegen dürfen. Mir geht es um Verhältnismäßigkeit. Gleiche Vergehen sollten gleich bestraft werden, allein schon im Sinne der Fairness, aber auch damit die Spieler wissen wo die Grenzen sind. Dass das nicht vollständig geht ist mir klar. Teilweise liegen die Schiedsrichter aber haarsträubend weit auseinander.

    Ein anderes Beispiel: Der Torwart unseres Nachbarn schießt im Elfmeterschießen den Linienrichter an. Er kriegt keine gelbe Karte, was dann gelb-rot gewesen wäre. Zwei Wochen vorher wirft Ya Konan den Ball zur Ecke und trifft einen Gegenspieler. Er bekommt glatt rot.

  41. Huge sagt:

    Der Schiedsrichter war doof? Ich würde eher sagen, Huntelaar war doof.

  42. Uwe sagt:

    @Huge: Das war für mich jetzt der eine Satz zu viel…! Na klar, hätte sich Huntelaar das Vogelzeigen verkneifen können und das Klatschen erst Recht. Klar ist doch aber auch, dass Stark während der ganzen Spielzeit (mal wieder) sehr tendenziös gegen Schalke gepfiffen hat – und das wurde ja jetzt auch mit einigen Szenen bereits belegt. Inzwischen kann man sich doch schon ausmalen, wie das Spiel läuft,wenn der Stark für ein Schalke-Spiel eingeteilt ist. Unter dem Strich bleibt´s dann dennoch bei dem verdienten MG-Sieg, wobei nicht viel gefehlt hat und die unseren hätten das Ding noch in Unterzahl gedreht. Die Feiertage werden mir durch diese Niederlage nicht vermiest.

  43. Carlito69 sagt:

    @ Sld:
    „ Mir geht es um Verhältnismäßigkeit. Gleiche Vergehen sollten gleich bestraft werden, allein schon im Sinne der Fairness, aber auch damit die Spieler wissen wo die Grenzen sind. Dass das nicht vollständig geht ist mir klar. Teilweise liegen die Schiedsrichter aber haarsträubend weit auseinander.“

    Genau das ist es, was mir auch auf den Sack geht. Und das (subjektive) Gefühl, dass bei Schalke dabei gerne die härtesten möglichen Maßstäbe angesetzt werden. Siehe Stich weiter oben schon beschriebene Platzverweise für S04, die so kein anderer Bundesligist je bekam/bekommt.

  44. DeepBlue sagt:

    Bischen viel Verschwörungstheorie. Schalke hat in der ersten Halbzeit keine Mittel gefunden, Huntelaar hat sich den Platzverweis selbst zuzuschreiben und das 0:2 ging auf die gemeinsame Kappe von Matip und Unnerstall.
    So einfach ist das. Da hat der Schiedsrichter nun wirklich nichts mit zu tun, geschweige dass es eine Allianz bayernsympathisierender Schiedsrichter gegen Schalke gäbe!

  45. Jünter sagt:

    Bin hier zufällig gelandet und finde die Diskussion spannend und fair.

    Auch, dass Huub Stevens der Rücken gestärkt wurde sich Zeit für seine Mutter zu nehmen!

    Fande leider gestern von beiden Seiten so manche Aktion nicht astrein und gehört sich nicht auf dem Platz. Ich habe mich zB für de Camargo in Grund und Boden geschämt.

    Aber ich hatte schon den Eindruck, dass die Schalker auf die starke erste Halbzeit der Gladbacher leider mit Aktionen wie von Jones oder auch übertriebene Meckerei reagiert haben und leider erst nach dem 2:0 oder auch 2:1 sich wieder aufs Fußballspielen besonnen haben.

    In dem Fall den Schiedsrichter verantwortlich zu machen, ist zu kurz gesprungen.
    Ich fühlte mich am Sonntag (trotz Sieg) auch verpfiffen und den ein oder anderen Schiedsrichter würde ich im Borussiapark am liebsten nicht wiedersehen. Aber die gestrigen Entscheidungen waren alle vertretbar und wenn es der Schiedsrichter gesehen hätte, wäre Schalke schon nach wenigen Minuten nur noch mit 10 Mann auf dem Platz gewesen.

    @ HeinS04:
    Reus schreibt man nicht mit ß! Soviel zum Dummbatz.

  46. RJonathan sagt:

    @Torsten: Applaus! Genauso war’s!

  47. derwahrebaresi sagt:

    Bin hier zufällig gelandet und finde die Diskussion spannend und fair.

    interessant!

    obwohl herr wieland in seinem bericht kein wort über jones verliert?

  48. hoffedocS04 sagt:

    @DeepBlue

    Zu Deinem letzten Satz: diese Allianz gibt es natürlich nicht, aber es gibt eine Reihe grundsätzlich „bayernängstlicher“ Schiedsrichter, die im Zweifelsfall zugunsten der Bayern pfeifen, egal gegen wen die gerade spielen, und das bringt den Bayern in jeder Saison einige Punkte ein. Der Aufschrei in den Medien bei einer Fehlentscheidung gegen die Bayern ist viel größer als bei einer Fehlentscheidung zugunsten der Bayern. Und die Schiedsrichter sind auch nur Menschen…

  49. Jünter sagt:

    @ derwahrebaresi:

    Ich schrieb von der Diskussion, die finde ich vielfältige und spannende Ansätze hat. Auch der Blog ist gut (wenn auch kein Eingehen auf Jones Attacke). Natürlich stimme ich als Jünter nicht mit allen Meinungen des Autors überein. Aber das hängt wohl mit der jeweiligen Vereinsbrille und damit der eingeschränkten Objektivität, sowohl von mir, als auch vom Autor zusammen.

  50. Montana sagt:

    @hoffedocS04:

    Nö, als Kind hätte mich so ein Zettel vom Papa “gefreut”. Er zeigt die wahren Gefühle und dem Jungen, dass er ernst genommen wird.

    Na klar, so war das auch nicht gemeint, und ich hoffe, dass Torsten es nicht so verstanden hat. Nichts liegt mir ferner als ihm da reinreden zu wollen. Meine Version ist in Wahrheit ja sogar noch fieser. Erst Hoffnung wecken, nur um diese dann gleich wieder zu zerstören. Aber an dem Zettel kam ich natürlich nicht vorbei, wie viele andere Kommentatoren auch. Zu Recht!

    Aber ich weiß, das ist hier gerade nicht das Diskussionsthema;-)

    Sollte es mal einen Ableger namens Prinzenblog geben, machen wir dann dort weiter. ;-)

  51. Potter sagt:

    @ helmi

    Ganz ehrlich wenn der Unerstall da heraus kommt muss er den Ball entweder haben oder den Gegner so umkicken, dass kein Tor eingeschoben werden kann. Die goldene Regel besagt, kommste raus als Keeper musst du ihn auch haben ;)

    Gruß

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