Stevens löst schwierige Situation offensiv

Schalke dreht in der 2. Halbzeit das Spiel in Köln und kommt mit einem 4:1 Auswärtssieg zurück nach Gelsenkirchen. Das war zwar zu hoffen, aber wegen der Kölner Heimstärke und der Schalker Verletzungsmisere, nicht zwangsläufig zu erwarten. Auf dem Konto stehen nach jetzt 19 Spieltagen 40 Punkte. Um kurz daran zu erinnern woher wir kommen: 40 Punkte, das war exakt der Punktestand am 34. Spieltag der Vorsaison.

1. Halbzeit: Köln 1 – Schalke 0

Bei der Beantwortung der im Vorfeld viel diskutierten Frage, durch wen oder wie oder ob überhaupt der verletzte Raúl in seiner zentralen Rolle im Schalker Spiel ersetzt werden kann, überraschte Huub Stevens alle. Er brachte Ciprian Marica auf der Position von Raúl. Dazu lief Draxler von Anfang an auf. Alle anderen Positionen blieben entsprechend dem Spiel gegen Stuttgart besetzt. Der Effzeh begann stark und Podolski nutzte einen Ballverlust im Aufbauspiel von Höger eiskalt und ging direkt in Führung. Köln zog sich danach etwas zurück, staffelte die Abwehrreihen tief und dicht und lauerte auf Konter. Der lauf- und spielfreudigen Schalker Offensive gelang es nicht, den entscheidenden Ball Richtung Kölner Tor durchzustecken. Dem letzten Pass, der letzten Flanke fehlte die Präzision oder der letzte Laufweg passte nicht. Es fehlte die Ruhe und Übersicht um den tödlichen Pass für den Ausgleich vorzubereiten. Es fehlte Raúl. Köln ließ sich weder aus dem Konzept noch aus der Ruhe bringen, spielte teils auf Zeit, blieb aber mit Kontern immer brandgefährlich. Podolski hatte kurz vor der Pause das 2:0 auf dem Fuß.

2. Halbzeit: Köln 0 – Schalke 4

Huub Stevens reagierte in der Halbzeit massiv und stärkte taktisch und spielerisch die Offensive. Er löste die Doppelsechs auf und stellte auf Mittelfeldraute um. Uchida ging aus dem Spiel. Höger wechselte auf die Außenverteidigerposition. Jurado kam ins Team und nahm die Position hinter Huntelaar und Marica ein, die nun als Doppelspitze agierten. Mit Jurado als zusätzlicher Anspielstation gewann das Schalker Offensivspiel nach und nach an Struktur und Durchschlagskraft. Spielzüge wurden zu Ende gespielt. Flanken und Pässe fanden den Mitspieler. Der Fluidität der Schalker Spieler in ihren Offensivbewegungen konnte Köln kaum noch folgen. So war es beispielsweise Huntelaar, der Fuchs mit einem langen, präzisen Pass aus zentraler Position, zur Grundlinie an der gegnerischen linken Eckfahne schickte. Fuchs scharfe Flanke drückte Ciprian Marica vom Fünfmeterpunkt per Kopfball zum Ausgleich ins rechte untere Eck, während am langen Pfosten auch schon wieder Huntelaar auftauchte. Mit der auch im Anschluss weiter hohen Kampf- und Laufbereitschaft baute die Schalker Offensive in der spielentscheidenden Phase Mitte der 2. Halbzeit derartig viel Druck auf, dass die Kölner Defensive auseinander fiel. Drei weitere Schalker Tore waren die Folge.

Gegen alle Widrigkeiten, gelang es Huub Stevens im richtigen Moment, durch Drehen an den taktischen Stellschrauben und mit einer Auswechselung, sein Team neu aufzustellen. Geschickt versetzte er so die Schalker Mannschaft in die Lage, gegen einen heimstarken Gegner das Spiel zu drehen. Erstaunlich am Spiel gegen Köln war für mich, dass mit den aktuell einsatzfähigen Schalker Spielern derartig viel Offensivdruck bei einigermaßen sicherer Defensive aufgebaut werden konnte. Und das geschah hauptsächlich durch die Besetzung der „10“ mit einem technisch und taktisch starken Spieler in guter Tagesform, der als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Doppelspitze agierte. Interessanterweise stehen dem Team mit Raúl, Jurado, Baumjohann und Holtby vier Spieler zur Verfügung, die alle diese Rolle der „10“ übernehmen können.

Wie das Team in den Spielen ohne Farfán, im Spiel gegen Stuttgart ohne Farfán, Holtby und Jones und zuletzt gegen Köln dann auch noch ohne Raúl gezeigt hat, ist es in der Lage sich komplett neu zu orientieren und zu organisieren. Man kann davon ausgehen, dass zwischenzeitlich einige wichtige „System-“ oder „Konzeptideen“ unserer letzten beiden Trainer und der Co-Trainer von der Mannschaft aufgenommen und automatisiert wurden. Dass aktuell auf Schalke eine Mannschaft zusammengewachsen ist, kann kaum noch übersehen werden.

Paradoxerweise scheinen die Schalker als Team sogar von Verletzungen und Sperren zu profitieren. Durch den Zwang sich Alternativen erarbeiten zu müssen und in Kombination mit dem „glücklichen Händchen“ der Trainer, kommt das Team mit mehr spielerischen und taktischen Varianten aus der jeweiligen Misere als am Ausgangspunkt vorhanden waren. Das schafft nicht nur neue Optionen für den Trainer bei der Mannschaftsaufstellung sondern auch zusätzlichen Verhandlungsspielraum für den Manager bei der weiteren Kaderzusammenstellung.

Nach den Siegen der beiden Führenden steht Schalke weiterhin nicht im ganz großen Rampenlicht. Das Team kann so mindestens eine weitere Woche mit dem Status und dem kleineren Druck des Underdogs weiterarbeiten und trainieren. Horst Heldt kann gelassen in die noch anstehenden Vertragsverhandlungen gehen.

Mein Dank geht an Torsten, für die Möglichkeit, das Spiel zum 40-Punkte-Meilenstein hier in seinem Blog kommentieren zu können.



34 Kommentare zu “Stevens löst schwierige Situation offensiv”

  1. Torsten sagt:

    Ich habe zu danken!

  2. Carlito69 sagt:

    Echt ein klasse Bericht vom Spiel, wie ich finde! Auch ich finde es gerade zu beeindruckend, wie unsere MANNSCHAFT, die endlich wieder eine ist und diesem Namen verdient, und die Trainer die andauernden Ausfälle kompensieren.

    P.S.: Du hast bei Deiner Aufzählung der Verletzten übrigens noch den Bene vergessen… ;-)

  3. Der Hans sagt:

    Ein schöner Text zu einem (letztendlich doch noch) schönen Spiel.

    Nach dem frühen Rückstand und der schlechten ersten Halbzeit hatte ich keine Hoffnung mehr, dass das Spiel noch zum Guten gewendet werden könne, aber zum Glück hat mich der Kampfgeist unserer Truppe eines Besseren belehrt.
    Die Parallelen zum Mainz-Auswärtsspiel sind frappierend und nicht zu übersehen, auch wenn damals noch ein anderer Trainer die Strippen gezogen hat. Einer desolaten ersten Halbzeit folgte ein Wechsel, der das taktische Konzept komplett umkrempelte und daraus resultierend eine 45-minütige Drangphase.
    Öfter brauche ich persönlich eine solche Achterbahnfahrt allerdings nicht, da sind mir die “einfachen” Siege wie letzte Woche gegen Stuttgart doch lieber, da besser zu genießen.

  4. blues sagt:

    @carlito69
    Gut daß Du noch an Höwedes erinnerst. Der ist mir durchgerutscht. Dabei wirkte er ja “vorbildlich” bei seinem Wechsel von der IV auf die AV-Position.

    @Der Hans
    Den emotionalen Teil habe ich bewusst ausgeklammert: 40 Minuten Frust, 30 Minuten Hochspannung und dann noch eine viertel Stunde reine Freude…

  5. Carlito69 sagt:

    Gern geschehen! ;-)

  6. Benjamin sagt:

    Ohja, dass es eine vernünftige Mannschaft ist, die von verletzungsbedingten Umständen gezwungen wird, zusammen zu halten, ist wirklich unübersehbar. Ungeheuer willensstark!
    Schöner Bericht!

  7. Klassenerhalt! « Der gemeine Schalker in Dortmund sagt:

    [...] Unglaubliche Leistungen eines tollen Kollektivs, das sogar auf vermeintlich unersetzbare Männer wie Raúl, Benedikt Höwedes und Manuela Neuer verzichten kann! Das sieht man so gerne! Hoffentlich sind die Verletzten bald wieder im Spiel… Etwas genauer aufgedröselt wurde das Spiel im Königsblog. [...]

  8. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Schöner Bericht und der Geißbock steht auch im richtigen Winkel auf dem Wappen. Stark!

    Unnerstall mit seinen beiden Klasseparaden, hat auch wieder bis auf den Mondabschlag, souverän gespielt und Matip, der auch einige riskante Dinger am Anfang gespielt hat, war dann wieder extrem stark. Es macht totalen Spass “unsere” Spiele zu gucken, auch wenn es mal etwas dauert bis es läuft.

  9. Martin sagt:

    Was ist denn ein Fünfmeterpunkt? ;-)

  10. Matthias sagt:

    (…)und der Geißbock steht auch im richtigen Winkel auf dem Wappen.

    Ja, er hängt in der Tat auf dem Dom wie ein Karnevalist an Veilchendienstag über dem Speibecken seiner Veedelskneipe. Eine wunderbar subtile Anspielung und deshalb ein dickes Sonderlob von mir für Herrn Wieland jun.

  11. blues sagt:

    @Martin
    “Was ist denn ein Fünfmeterpunkt? ;-)”
    Punkt statt Linie ist ein klarer Aussetzer. Führte auch prompt zum Tor! ;-)

  12. Detlef sagt:

    “Der Fluidität der Schalker Spieler in ihren Offensivbewegungen konnte Köln kaum noch folgen.”
    Wat? ;-)

    Schöne Zusammenfassung des Spiels. Und zu Effenberg als Co Kommantator nur so viel, den Kommentar kann man abschalten. :-)

    Und jetzt ist auch gut mit Ausfällen, so langsam darf nichts mehr passieren. Obwohl. Wir haben ja noch Hans Sarpei.

    Und Huub hat Recht, mit seinen Maßnahmen und seinen Aussagen zum Tabellenstand. Ich warte nur drauf, dass er mal nen Reporter anknurrt.

  13. blues sagt:

    @Detlef

    “Fluidität”….habe ich kurz drüber nachgedacht ob ich den Begriff hier bringen sollte. Zugegeben klingt wie und ist neuestes Taktik-Neusprech. Macht bei genauer Betrachtung aber Sinn. Fluidität meint ein erweitertes Rochieren, bei dem die Stürmer und Mittelfeldspieler die Positionen und Aufgaben flexibel, sowohl horizontal als auch vertikal, in einer Mischung aus eingeübten und intuitiven Laufwegen, wechselseitig übernehmen. Sozusagen die Transformation der drögen Rochade in eine “Sturm-Cloud”. ;-)

  14. Maddin sagt:

    “die Fluidität der Schalker Spieler”…… Junge Junge!! Das San Siro der Sportberichterstattung!!

  15. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Man könnte auch von “Spielfluß” reden.
    Reicht vollkommen.^^

    Fluid:

    Die Strömungslehre bezeichnet als Fluid (lat. fluidus „fließend“) eine Substanz, die einer beliebig langsamen Scherung keinen Widerstand entgegensetzt (endliche Viskosität). Der übergeordnete Begriff Fluid für Gase und Flüssigkeiten wird verwendet, weil die meisten physikalischen Gesetze für beide Stoffarten gleichermaßen gelten und sich viele ihrer Eigenschaften nur quantitativ, also in ihren Größenordnungen, aber nicht qualitativ unterscheiden.

    Reale Fluide werden eingeteilt in newtonsche Fluide, die sich durch die Navier-Stokes-Gleichung beschreiben lassen, und sich komplexer verhaltende nichtnewtonsche Fluide, die in der Rheologie behandelt werden.

    Unter Fluidmanagement versteht man die Gesamtheit von Leistungen rund um flüssige Arbeitsmedien.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fluid

    In diesem Sinne
    Glückauf

  16. Detlef sagt:

    @blues
    Kann mal bitte einer Deutsch sprechen. Ich bin Schalke Fan und als solcher intelektuell arg benachteiligt.

    Dat Runde muss ins Eckige. Immer einmal mehr als der Gegner. So.

    Aber vielen Dank für die nachhilfe. ;-)

  17. Benjamin sagt:

    Huch! Sorry für den großen Pingback-Dings-Artikel. Ist das immer so groß? Verzeihung.

  18. Ney sagt:

    Spielfluss trifft’s nicht, wenn gemeint ist, Positionen und Aufgaben flexibel zu tauschen und zu übernehmen.

    Und wenn Spielfluss und Fluidität stimmen, dann stellt sich dieses gewisse Fluidum ein.

  19. RWDJojo sagt:

    datt war unkoordiniertes Herumgerenne der Schalker Offensivspieler. Aber während die Kölner noch überlegten, welche Taktik da gespielt wird, lag der Ball viermal im Netz :-)

  20. blues sagt:

    @RWDJoJO
    “…datt war unkoordiniertes Herumgerenne”

    Gilt nicht für Obasi. Bei ihm war das alte (1899er) Hoffenheimer Schule!

  21. hoffedocS04 sagt:

    @Blues
    Ganz toll!

    Und wieder mal hohes Niveau hier.
    Respekt!
    Raus aus der Uni.
    Rein in die Uni von Schalke 04.

    Ich persönlich kann mich nahtlos über Obasi weiterärgern.
    Gerade in Hoffenheim damit aufgehört.
    Schon bei Schalke wieder damit angefangen.
    Er kann weitaus(!) besser!
    Schmiert ihm bloß jetzt kein Honig um´s Maul wegen richtiger Laufwege und so.
    Dann trabt er noch langsamer…und spielt noch öfter die Pässe nach hinten.
    Motto: eine gute Flanke reicht nicht für eine Saison und einen Absatzkick über die Torauslinie zum Abstoß des Gegners braucht´s GAR nicht!
    2.Motto: Bei einem herausragenden Spieler soll man sich nicht mit wenig zufrieden geben.

  22. Kowski04 sagt:

    Wenn man die erste Halbzeit live angeschaut hat, kann man nur sagen, das Huub sicherlich kein glückliches Händchen hatte. Danke an den Keeper. Vielmehr hat er dies mit der Hereinnahme von Jurado korrigiert. Gegen Klasse Gegner muss das nicht gut gehen. Ansonsten top Mannschaftsleistung

  23. Christian sagt:

    Was mich am meisten entspannt, sind die finalen Möglichkeiten:

    1. FCB Meister ok dann wird es Do nicht, paßt.
    2. Do Meister ok dann wird es Judas nicht, paßt auch.
    3. Gladbach Meister ganz viel ok, dann wird es FCB, DO und Judas nicht.
    4. unkommentiert :-))

    Zum Spiel:
    Endlich können wir verschiedene taktische Systeme spielen und
    das sogar in einem Spiel. Das ist wirklich ein großer Schritt nach vorne.
    Früher gab es Schalke nur von der Stange.
    Obasi gefällt mir sehr gut, eine echte Verstärkung.

  24. RWDJojo sagt:

    @blues
    “Alt” und “Hoffenheim” in einem Satz??? Wenn ich mir die Tabelle anschaue, dann sollte der Obasi mal die Hoffenheimer Schule vergessen und auch unkoordiniert übern Platz stolpern ;-)

  25. KatharinaIda sagt:

    Also, was soll man zu der 1.HZ sagen?! Scheiß war sie, aber jetzt mal ganz im Ernst, was haben wir denn erwartet? Die einizigen Stammspieler (Trainerübergreifend), die auf dem Platz standen waren, Papa – Matip – Fuchs und Huntelaar. Dass das Zusammenspiel nicht ohne Probleme vonstatten geht, hätte ja auch klar sein können/müssen. Dann zu sagen, Huub hatte kein glückliches Händchen mit der Aufstellung in der 1.HZ finde ich fast frech. Ehrlich, ich hatte vor dem Spiel in Köln große Bedenken und bin sehr stolz, wie „die Jongs“ das gedreht haben!!!

    Um mal aufzuzeigen was da bei uns los ist:
    (Fährmann)
    (Höwedes) – Papa – Matip – Fuchs
    (Jones) – (Holtby)
    (Farfan) – (Raul) – Draxler
    Huntelaar

    Mittelfeld Backups Baumjohann und Kluge fehlen ebenso!

    Bei den Bazen ist schon großes Theater angesagt, wenn Schweinsteiger verletzt ist, das wird dann vor jedem Spiel zum Thema gemacht. „Ob die das wegstecken können“ – „das ist doch der Taktgeber“ usw.

    Jetzt stellt euch mal vor den Bazen würden diese Spieler fehlen:
    (Neuer)
    Rafinha – Boateng – Badstuber – Lahm
    (Schweinsteiger ) – (Kroos)
    (Robben) – (Müller) – Ribery
    Gomez

    Habe hier lediglich positionsbezogen gestrichen, ansonsten müsste natürlich auch noch der Kapitän Lahm gestrichen werden. Da Rafinha nicht die Nr 1 auf Rechtsaußen ist, habe ich ihn stehen lassen und außerdem fehlt ihnen ja auch van Buyten.

    Ich wüsste gerne mal was in der Presse und im Verein los wäre, wenn ihnen diese Spieler wirklich gleichzeitig fehlen würden!

    Ich bin unglaublich stolz wie wenig Aufheben /Jammern Stevens und Held um die Verletzten Liste machen.

    Und ich glaube, dass genau diese Mentalität (nicht zu jammern, dass jeder für jeden kämpft und niemals aufzugeben) uns in dieser Saison von den anderen Mannschaften/Clubs unterscheidet.

    Danke Huub

    P.s.: schöner Bericht, danke dafür und natürlich wie immer sensationelle Zeichnungen!

  26. Carlito69 sagt:

    @KatharinaIda: Ganz starker Kommentar, den ich so nur ganz FETT unterschreiben kann!

    Insbesondere diesen Part:

    Ich bin unglaublich stolz wie wenig Aufheben /Jammern Stevens und Held um die Verletzten Liste machen.

    Und ich glaube, dass genau diese Mentalität (nicht zu jammern, dass jeder für jeden kämpft und niemals aufzugeben) uns in dieser Saison von den anderen Mannschaften/Clubs unterscheidet.

    Danke Huub

  27. hoffedocS04 sagt:

    Schalke minus RWDJojo: ein Verein zum Lieben!

  28. blues sagt:

    @KatharinaIda

    Hast du das Interview mit Lars Unnertalls gesehen, indem er sich zur Kabinenansprache von Huub Stevens vor dem Köln Spiel äussert? Lars Unnerstall schien total beeindruckt. Der Trainer hatte an seine erste Ansprache an die Mannschaft erinnert. Sinngemäß: Er hätte bei seiner allerersten Kabinenansprache, also bei seinem eigenen Dienstantritt auf Schalke vor vier Monaten gesagt, dass die Saison lang und der Spiele viele wären und dass er deshalb a l l e Spieler brauchen würde. Und heute beim Spiel gegen Köln sei der Moment da, an dem a l l e gebraucht würden. Klingt nach einer dramatisch schönen Heldenansprache!

  29. Frank aus Rheinhessen sagt:

    @Katharinalda

    Danke für den großartigen Kommentar. Das immer noch genörgelt wird ist total unverständlich und
    das nervt mich.

  30. Torsten sagt:

    Ehrlich gesagt, mir ist dieses Rumreiten auf den vielen Ausfällen bereits eine Spur zu dicke. Ich halte es fast schon für paradox, wenn man sich froh darüber zeigt, wie wenig Aufhebens Huub Stevens darum macht, man gleichzeitig aber selbst eine große Fahne mit diesem Thema beschreibt.

    Auch andere Clubs haben immer wieder doofe Situationen zu überstehen und – bei allem Respekt – insgesamt waren Schalkes Einzelspieler auch in dieser Startformation denen des 1. FC Köln qualitativ überlegen.

    Ich persönlich fand die 1. Halbzeit übrigens nicht ganz so schrecklich, wie viele hier sie dargestellt haben. Ich fand das Spiel „intensiv“, ich hatte nicht den Eindruck dass Schalke mit der falschen Einstellung oder völlig hilflos zu Werke gegangen wäre. Natürlich war ich auch etwas enttäuscht, das keine echten Torchancen erspielt werden konnten, aber irgendwie hatte ich auch zur Halbzeit noch das Gefühl, dass „da noch was geht“.

  31. Lutt sagt:

    Ich finds erstaunlich, dass hier keiner den Einsatz von Marica thematisiert. Vor dem ersten Tor steht der voll neben sich und haut dann direkt 2 Dinger rein. Ich muss ja ganz ehrlich zugeben, dass ich den schon nach der ersten Halbzeit ausgewechselt hätte – und dann sowas…
    Ich hoffe, das hat mal einen Knoten platzen lassen, offensichtlich ist er ja auch beim Training gut drauf. Würde mir wünschen, dass er sich zu einer guten Alternative entwickelt. Habe auch den Eindruck, dass er zentral besser aufgestellt ist, als auf den Flügeln, wo er hin und wieder aushelfen musste….

  32. Ney sagt:

    Marica wurde tendenziell zum roten Tuch, was ich oft problematisch fand, allein schon deswegen, weil er auf Positionen eingesetzt wurde, die nicht die seinen sind. Ma’kucken.

  33. Jörn sagt:

    Genau richtig, Marica hat natürlich das Problem, dass er Huntelaar und Raúl vor sich hat. Da ist es praktisch logisch, dass er keinen Anspruch auf all zu viele Chancen hat und wenn er reingeschmissen wurde, dann meist nur für Kurzeinsätze oder auf den Flügeln. Selbst in der ersten Halbzeit hat er ja hängend und somit immernoch nicht auf “seiner” Position gespielt. Das er dann zum einen im Training offensichtlich trotzdem immer ordentlich arbeitet und dann die Chance auch noch so nutzt wenn er dann mal auf “seiner” Position spielen darf ist wirklich aller Ehren wert.

  34. blues sagt:

    @Lutt,@Ney,@Jörn

    “… dass hier keiner den Einsatz von Marica thematisiert”

    Was soll man sagen. Er hatte kaum Spielpraxis und macht zwei Buden. Ich glaube er kommt in einer Doppelspitze viel besser zur Wirkung. Huub Stevens hat es in der Hand. Er könnte gegen Mainz mal offensiv starten, weil das 1. gegen Köln in der 2. Halbzeit im Angriff gut geklappt hat, weil uns 2. die defensiven Spieler ausgehen und 3. weil er eine klare offensive Variante auf seiner Taktiktafel haben sollte. Zu versuchen auf der Grundlage der 2. Halbzeit in Köln aufzubauen und das Spiel von Anfang mal selber machen, das hätte was. Und wenn nicht gegen Mainz, die auch eine lange Verletztenliste haben, gegen wen dann? Beim Kicker wurde Huub Stevens zu seiner Aufstellung in der 2. Halbzeit gegen Köln so zitiert: er sei “volles Risiko” eingegangen. So gesehen muss er dann aber zuerst über seinen eigenen Schatten springen.

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