Artikel im März 2012

ESR plus X sucht den Ticker-Dominator

Grade noch mitten im großen Drama auf der Europa-Bühne, Sonntag schon in Sinsheim. Die dort ansässige TSG hatte ja netterweise in Gladbach gewonnen und damit Schalkes Sprung auf Platz 3 ermöglicht. Von diesem Spiel hatte ich allerdings nur ein paar Minuten gesehen, und das waren überhaupt die einzigen Minuten, die ich von Babbels Hoffenheim je zu sehen bekam. Ahnungslos gehe ich also in dieses Spiel und will hier und jetzt deshalb auch nicht lange herumpalavern, zummal die letzte Nacht eine kurze war. Auf zu einer flotten Runde ESR plus X.

X Frage

Welcher Schalker Spieler wird im Live-Ticker zu Spiel bei kicker.de am häufigsten erwähnt?

Dabei zählen nur die Meldungen zum laufenden Spiel, also von An- bis Schlusspfiff. Eine Formulierung wie „Huntelaar, Huntelaar, immer wieder Huntelaar“ gilt als eine(!) Erwähnung. Wenn aber bspw. Huntelaar in der 32. Spielminute erwähnt wird, und in der nächsten Meldung steht „Und wieder der Holländer“, werden beide Einträge gewertet. Es geht also darum, wie oft ein Spieler kicker-Ticker-würdig ins Geschehen eingegriffen hat. Werden mehrere Schalker gleichhäufig genannt, erhalten alle Tipper dieser Spieler den X Punkt.

Und dann sind noch die Einwechslungen zu tippen. Mein Tipp lautet:

Obasi
Pukki
Höger
X Jones



Was ist Einwechelspieler-Raten und was ist eine X Frage?
Tippabgabe bis Sonntag, 16:00 Uhr. Bitte die drei Spielernamen und die Antwort auf die X Frage im Kommentarfeld untereinander notieren. Mache dabei bitte die X Antwort mit einem vorangestellten „X“ kenntlich. | Foto: duncan c

Leider nicht gut genug

Welch Intensität! Der frühe Dämpfer. Die ersten Zweifel. Der Schock, den nächsten Torhüter verloren zu haben. Das Aufbäumen. Die wiederkehrende Hoffnung. Eine kurze Zeit der Euphorie. Der erneute Rückschlag. Am Ende das Entsetzen. 2:4. Schalke war einfach nicht gut genug.

Ja, die Offensive ist Schalkes Prunkstück. In den 20 Minuten der zweiten Halbzeit, von der 55. bis zur 75. Minute, als man es schaffte, mit viel Kraftaufwand den Ball in des Gegners Hälfte zu halten, als man selbst agierte und den Abschluss suchte, da vergaß man auf den Rängen die vorherigen Fehler. Da lies man sich berauschen und dachte, es ginge nun immer so weiter. Aber so konnte es nicht weiter gehen.

Schalke hat kein wirkliches Offensiv-Pressing im Repertoire. Raúl, Huntelaar, Farfán, auch Jones oder Uchida hetzten den Gegner an und setzten ihn unter Druck. Aber das alles war nicht planvoll genug. Immer gab es noch einen freien Mann in Rot-Weiß. Die Spanier haben die Technik, den einen freien Mann auch unter Druck anzuspielen. Und so verkam das vermeintliche Pressing zu einer letztlich ermüdenden Jagd, bei der die Blauen meistens zu spät kamen.

Schalkes Defensivordnung sieht vor, den Gegner an der Mittellinie zu erwarten, dicht gestaffelt zu stehen und keine Freiräume zu bieten. Das funktionierte gegen Bilbao überhaupt nicht. Von Beginn an hatte man den Eindruck, als könne Athletic die Schalker Defensive jederzeit mit zwei Doppelpässen aus den Angeln heben. Sie taten es ein ums andere Mal.

Für Schalkes Angriffsspiel sind die offensiven Außenverteidiger sehr wichtig. Häufig sind sie am Ende die Spieler mit den meisten Ballkontakten. In diesem Spiel war jeder Ausflug eine potenzielle Gefahr, denn fast immer startete nach Balleroberung ein Spanier in den freien Raum hinter den aufgerückten Außenverteidiger. Ganz gezielt wurden die Angriffe über die jeweils entblößte Seite gefahren. Ein Innenverteidiger musste ausrücken, in der Mitte fehlte Schalke daraufhin die Überzahl und häufig fand der Pass in die Mitte den Rot-Weißen Stürmer. Bilbaos Angriffe waren stets gefährlich. Über die gesamten 90 Minuten stand Schalkes Defensive eigentlich nie wirklich sicher.

Auch weil Marco Höger und Jermaine Jones keinen guten Tag erwischten. Höger fand nie so recht ins Spiel und Jermaine Jones fehlte es in der Defensive an Präsenz. Er fiel fast schon mehr durch Offensivaktionen auf, wenn er Raúl im Mittelfeld unterstützte. Das ist gut, ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass diese Verschiebung in Jones’ Spiel wirklich beabsichtigt und in Huub Stevens’ Interesse war.

Nein Schalke war wirklich nicht gut genug, aber es ist trotzdem unsäglich, dass es gleich immer so dicke kommen muss. Dass dann beste Chancen nicht reingehen. Dass gleich mehrere Spieler schwache Tage erwischen. Dass Schalke dann plötzlich die Nerven verliert und am Ende nahezu auseinanderfällt. Dass sich tatsächlich auch noch der dritte Torwart verletzt. Andere Clubs spielen mit einen Torwart zwei Jahre durch. Auf Schalke ist alles extrem …

Das war erst die erste Hälfte. Jetzt muss Schalke in Bilbao ein perfektes Spiel liefern. Gegen eine „bedingungslose Offensive“ erzielt Athletic Bilbao noch mal vier Treffer. Die wissen wie das geht. Es sieht schlecht aus. Aber spielen sollten wir das Spiel schon noch.

Funktionärsfolklore

Tönnies: Bla bla blaba, blababla
blablaaaa! Bla bla blaba bla, bla
blabla bla bla blabla bla. Bla bla
bla!

Watzke: Blublublub!! Blub
blub blub blub, blublub blub.
Blub blub blublublub, blublub
blub blub blublublub. Blub.

Tönnies: Mähmäh. Mähmäh mäh
mähmähmäh! Mähmäh mäh mäh.

Watzke: Rabäh rabababäh
rabähhähä rabäh!



Nächste Aufführung im November 2012, in umgekehrter Reihenfolge.

Kartenpreisentwicklung auf Schalke

 
Tageskarten



Chip-Dauerkarten



Zur Saison 2010/2011 wurden die Preiskategorien neu strukturiert. Fortan gab es 4 statt 7 Kategorien. Die neuen, oben dargestellten Dauerkartenpreise wurden nur von „Neukunden“ erhoben, die Preise für „Alt-Dauerkarten-Besitzer“ stiegen in geringerem Maße. In der Mitgliederzeitschrift „Schalker Kreisel“ von letztem Samstag wurde angekündigt, dass innerhalb der nächsten fünf Spielzeiten die Preise der Alt-Dauerkarten auf das Niveau der Neu-Dauerkarten „vereinheitlicht“ werden.

Block S5 steht beispielhaft für einen „Mittelklasse-Sitzplatzblock“. In der alten Preiskategoriestruktur gehörte S5 in die Kategorie 4 von 7. Neben Dauerkarten als Chipkarten werden auch Dauerkarten als Ticketblock angeboten. Diese kosten jeweils das 17-fache des Tagespreises. Die Saison 2006/2007 als Startsaison der Darstellung markiert gleichzeitig den Beginn meiner Blogger-Tätigkeit.



Mehr zum Thema schreibt Ossi bei schalkeleaks.org:
Eine Chronologie der Absurditäten

ESR plus X: Fünf HITBK, aber kein Wanderbrain-Gewinner

Huub Stevens wechselte vorhersagbar und auch Ömer Topraks Note wurde vielfach korrekt getippt. Allerdings gelang keinem Tipper beides.

Ömer Toprak erhielt von kicker die Note 4,5 für seine Leistung gegen Schalke 04. 21 von 83 Tippern sagten das richtig voraus, nur die Note 4,0 wurde häufiger getippt (30).

Gleich fünf Tipper erwarben sich in dieser Runde den Titel „Huub-Into-The-Brain-Kucker“: Juwie, Ralf, OnkelJK, Mr.Burnett und Kurtspaeter sagten die Einwechselkombination Pukki (70 Tipps) – Obasi (51) – Höger (20) richtig voraus. Mit 1,69 Punkten aus den Einwechselspieler-Tipps erreichte das Feld den zweithöchsten Schnitt der aktuellen Spielrunde. Die Topkombination wäre Pukki – Moritz – Obasi gewesen.

In der Gesamtwertung liegen nun bernd und Ralf mit je 20 Punkten vorne. albertjosef und toms3n folgen mit je 19 Punkten. Die komplette Ergebnisliste gibt es hier. Danke fürs mitmachen!

Sieg gegen Leverkusen – Fernduell gegen Gladbach

Schalke 04 gewinnt mit 2:0 gegen Bayer Leverkusen. Erneut war Schalke klar besser als der Gegner, erneut war der Sieg völlig verdient. Mit etwas mehr Glück im Abschluss hätte man die Leistung am Ende wohl auch „souverän“ nennen können. So behielt die Partie bis tief in die zweite Hälfte unnötige Spannung.

Dieses Spiel war gleich in zweifacher Hinsicht ungewöhnlich. Derart konzentriert und sicher stand Schalkes Defensive in dieser Saison selten. Man kassierte eben kein frühes Gegentor, wie so häufig in letzter Zeit, tatsächlich schoss Leverkusen in der gesamten ersten Hälfte nicht ein einziges Mal aufs Schalker Tor. Andererseits ist es auch nicht üblich, dass Schalke derart viele gute Chancen liegen lässt.

Auf die wiederholt frühen Rückstände in zurückliegenden Spielen angesprochen, sagte Huub Stevens vor dieser Partie, dass man Möglichkeiten gefunden habe, das abzustellen. Das klang derart simpel, dass ich mich fast schäme, von meinem Platz aus nicht erkannt zu haben, worin der Unterschied denn nun lag. Jedenfalls hat es funktioniert. Der Defensivverbund agierte hervorragend, alle, trotzdem würde ich Kyriakos Papadopoulos als noch ein bisschen hervorragender benennen wollen.

Offensiv stellte Schalkes Spiel eine Blaupause zu der Begegnung gegen Kaiserslautern dar. Wieder boten Lewis Holtby, Jermaine Jones und Raúl dieses „verrückte“ Mittelfeld auf, in dem jeder plötzlich neben Huntelaar und jeder auch neben den Innenverteidigern zu sehen war. Bevor man in zu große Euphorie verfällt sollte man sich vergegenwärtigen, dass dieses Mittelfeld weder gegen Lautern, noch in diesem Spiel gegen Leverkusen unter allzu großem Druck agieren musste. Beide Gegner ließen Schalke viel Zeit und Raum, zuviel, würden die gegnerischen Trainer sicher sagen. Es wird spannend sein, zu sehen, wie sich diese Formation gegen ein halbwegs aggressives Pressing schlagen wird.

Gegen Leverkusen jedenfalls wusste man sich durchzusetzen. Man wusste Chancen zu kreieren, wusste Farfáns Laufstärke zu nutzen und spielte doch arg dominiant gegen eine Mannschaft, die eigentlich alles kann, nur manchmal eben nicht. Aus Schalker Sicht ein schönes und auch irgendwie beruhigendens Spiel.

Das Duell um die direkte Champions League Qualifikation

Nach normalem Ermessen kann Schalke 04 nun nicht mehr auf den fünften Platz zurückfallen. Dazu punkten die Blauen zu zuverlässig und dazu ist keine der Mannschaften ab Platz 5 konstant genug. Jetzt geht es darum, einen Platz unter den ersten drei zu behaupten. Dabei scheint Borussia Mönchengladbach der Gegner zu sein, den es im Fernduell zu schlagen gilt, Dortmund und München agieren vorne doch arg souverän.

Sowohl Schalke als auch Borussia Mönchengladbach haben noch 4 Auswärtsspiele und drei Heimspiele zu absolvieren. Sowohl Schalke als auch Borussia Mönchengladbach holten in der Hinrunde gegen diese Gegner 16 Punkte. Gladbach verlor dabei in Augsburg und spielte gegen Dortmund unentschieden, Schalke verlor in Dortmund und kam in Hannover nicht über ein 2:2 hinaus.

Wer mag sagen, welches Restprogramm das schwierigere ist? Ich vermag das nicht zu tun. Gladbach brachte im Pokalspiel in der vergangenen Wochen Bayern München an den Rand des Ausscheidens, es wäre in dieser Saison der dritte Sieg gegen München gewesen. Als ich Samstag in der Bahn gen Schalker Arena fuhr, führte Gladbach auch gegen Hoffenheim, als ich um kurz nach 17 Uhr im Stadion war, lag Gladbach plötzlich zurück. So kann es gehen.

So kann es auch Schalke passieren. Ab sofort ist jedes Spiel ein Endspiel im Kampf um den direkte Einzug in die Champions League. Der eben soviel mehr wert ist als der Weg über die Qualifikation, weil er Planungssicherheit mitbringt, weil in der Qualifikation stets sehr starke Gegner möglich sind und weil es in der Champions League soviel mehr Geld zu verdienen gibt, als in der Europa League. Natürlich war jeder Bundesligasieg zuvor auch drei Punkte wert, der Einwand, jedes Spiel sei gleich viel wert, jedes Spiel sei somit ein „Endspiel“, mag gerechtfertigt sein. Aber jetzt geht es auf die Zielgrade, Schalke liegt vorne und hat somit was zu verlieren.

Noch sieben Spiele. Zwei Punkte Vorsprung. Ma’kucken.

ESR plus X: Spielt Schalke Toprak schwindelig?

Es war eine ruhige Woche. Hier im Blog, aber eben auch auf und um Schalke. Die meisten Meldungen, die es gab, waren positiv. Beispielsweise wurde die Europa League-Sperre gegen Joel Matip aufgehoben, mit Huntelaar wird über eine Vetragsverlängerung gesprochen, Benni Höwedes trainiert wieder mit der Mannschaft und ein Sponsor zahlt weiter. Da kann man mal halblang machen.

Umso mehr freue ich mich aber auf das morgige Spiel, auf den 27. Spieltag. Grade die Spiele gegen Leverkusen haben sich am Ende häufig als bemerkenswert erwiesen. Mal traten Torhüter auf die große Bühne Bundesliga, mal gab es elf Tore. In der Hinrunde wurde die Begegnung zu einem großen Duell zwischen Jermaine Jones und Michael Ballack, wohl das letzte Spiel überhaupt, das ich vom Ex-Capitano gesehen habe.

Bayer Leverkusen ist immer eine Wundertüte. Von konfus und schwach bis bestens organisiert und ziemlich stark scheint stets alles möglich. Das gilt auch für einzelne Spieler. Für die heutige X Frage habe ich mir Ömer Toprak rausgesucht.

X Frage

Welche Note erhält Ömer Toprak von kicker für seine Leistung im Spiel gegen Schalke 04?

kicher benotet von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) in 0,5er Schritten. Für den X Punkt ist die exakte Note zu tippen. Sollte Toprak auf Grund zu geringer Einsatzzeit nicht benotet werden, erhält niemand einen Punkt. Die kicker-Noten erscheinen am Montag. Die Auswertung zu dieser ESR-Runde erfolgt demnach erst Montagabend oder Dienstagfrüh.

Bleibt noch, Schalkes Einwechselspieler zu tippen.
Mein Tipp lautet …

Moritz
Obasi
Pukki
X 5,0



Was ist Einwechelspieler-Raten und was ist eine X Frage?
Tippabgabe bis Samstag, 17:00 Uhr. Bitte die drei Spielernamen und die Antwort auf die X Frage im Kommentarfeld untereinander notieren. Mache dabei bitte die X Antwort mit einem vorangestellten „X“ kenntlich. | Foto: Tom Magliery