Die Raúl-Situation

Schalke 04 hat eine schwache Phase und auch Raúl vermag derzeit selten zu glänzen. Mit jedem schwachen Spiel werden die Kritiker lauter, immer häufiger wird hinterfragt, ob eine Vertragsverlängerung mit dem bald 35-Jährigen Spanier wirklich sinnvoll ist. Ein kurzes Innehalten, ein Blick auf die Situation.

Ich denke nicht, dass Raúls derzeitige schwächere Phase etwas mit seinem Alter zu tun hat. Natürlich wäre das nicht abwegig, in seinem für einen Offensivspieler hohen Alter muss man wohl mit einem Leistungsabfall rechnen. Aktuell gehört er aber nach wie vor stets zu den Schalker Spielern mit dem größten Laufpensum, und auch in Sachen Einsatz fällt er gegenüber seinen Mannschaftskollegen meines Erachtens nicht ab. Raúl ist in der zentralen Position einer der entscheidenden Spieler des FC Schalke 04. Spielt Schalke schwach, sieht auch er dabei nicht gut aus. Andererseits ist häufig genug er es, der Schalke gut aussehen lässt. Gegen den VfL Wolfsburg war er der Dreh- und Angelpunkt, lieferte ein starkes Spiel ab. Das er zwei Wochen später zu alt ist, glaube ich nicht.

Raúl hat in dieser Saison in 23 Bundesligaspielen bereits 11 Tore erzielt und 5 vorbereitet. Nach wie vor ist er einer der gefährlichen Spieler, einer auf den die Gegner schauen, den sie im Griff haben müssen um gegen Schalke erfolgreich zu sein. Raúl hilft Schalke nach wie vor und ist im derzeitigen Schalker Spielsystem eine Bereicherung. Trotzdem hinterlässt Raúl und alles um ihn herum auch immer wieder Eindrücke, die bei der Einschätzung seiner zu bedenken sind. Sie haben alle mehr oder weniger mit Raúls Status als Weltstar zu tun.

Raúl wurde von Anfang an nicht nur von den Fans, sondern auch vom Verein als unantastbar behandelt. Wenn er fit war, stand er stets in der Startaufstellung. Auch nach Verletzungen stand er stets schnell wieder auf dem Platz, selbst wenn er dann deutlich schwächer agierte. Ein Raúl will immer spielen, hieß es dann häufig. Der Eindruck ist, dass nicht etwa der Trainer, sondern dass Raúl selbst bestimmt, ob er spielt oder nicht.

Ein weiterer Eindruck ist, dass Raúl auch selbst bestimmt, wie er spielt. Huub Stevens sagte mal, ein Raúl bräuchte nicht am eigenen Strafraum zu grätschen. Mit dieser bewussten Überzeichnung erteilte er jeglichen Diskussionen um Raúls Aufgaben auf dem Platz eine Absage. Nun redet Huub Stevens eh selten über Taktik oder Spielsysteme, und grade derzeit geht es auf Schalke eher darum, funktionierendes zu bewahren als neues zu entwickeln. Aber wenn davon gesprochen wird, dass Schalke „noch nicht soweit“ sei – und das wird es häufig – beinhaltet das den Wunsch nach einer Weiterentwicklung. Ob dazu Raúl noch der richtige Spielertyp ist, darf zumindest infrage gestellt werden.

Vielleicht war es auch was persönliches, vielleicht etwas völlig abwegiges, wir werden es wohl nie erfahren. Jedenfalls fiel Raúls längste Unwohlphase auf Schalke just in die Zeit, da Ralf Rangnick zu Beginn dieser Saison Schalkes Spielweise in den Grundsätzen verändern wollte. Damals wurde von Raúl nach Toren geschwiegen anstatt gejubelt. Damals hieß es er wolle weg, kurz vor Transferschluss schien ein Wechsel nach Blackburn sicher, dann blieb er doch. Dieser Spuk war plötzlich vorbei, plötzlich wurde wieder gejubelt, wurde im Stadion wieder geraúlt, plötzlich war fast alles wieder gut. Und doch hinterließ diese Phase eine Ahnung, wie es sein kann und welchen medialen Druck es erzeugt, wenn Raúl sich grade nicht als große Sympath, sondern als der eingeschnappte Weltstar geben möchte. Dass Schalke den Spieler Raúl auch als Ikone übernommen hat, kann für jeden Trainer zur Gefahr werden. Wer Raúl auf die Bank setzt um auf der Position hinter den Spitzen vielleicht Lewis Holtby, vielleicht Julian Draxler zu entwickeln, wer da mit neuen, jüngeren Spielern das Spiel des FC Schalke 04 zu einer anderen Art und Weise bringen will, sollte tunlichst unaufhörlich siegen.

Horst Heldt ist nun der Macher auf Schalke. Er sagt, wo es sportlich langgeht, mit seinen Spieler- und Trainerverpflichtungen bestimmt er auch weitestgehend, welchen Fußball Schalke 04 in Zukunft spielen soll. Vertragsverhandlungen sind nie ein Poker, auch wenn Journalisten dieses Bild gerne zeichnen. Nach einem Vertragsabschluss müssen beide Seiten zufrieden sein, es darf keinen Verlierer geben. Raúl kann immer noch gut sein, und wenn er gut ist, ist er auch gut fürs Image. Raúl kostet aber auch einen hohen Preis, nicht nur monetär. Wohin Skipper Heldt steuert, werden wir erleben.



Foto: DerHans04



45 Kommentare zu “Die Raúl-Situation”

  1. Rolf sagt:

    Eine weitere Verpflichtung macht aus meiner Sicht keinen Sinn, da er wie Du bereits gesagt hast anderen jungen Spielern die Moeglickeiten nimmt, sich dauerhaft zu empfehlen. Man darf froh sein, dass er für uns spielen durfte, aber jetzt müssen nachhaltigere Lösungen angestrebt werden. Das sehe ich auch so bezogen auf unseren Trainer. Das zwischen HS und HH unterschiedliche Ansaetze erkennbar sind laesst sich nicht mehr verleugnen…

  2. Harald sagt:

    Für mich hängt von einer Vertragsverlängerung Rauls Schalkes Zukunft ab. Verlängert er, stagniert die Entwicklung der Mannschaft. Rauls Verpflichtung hat sich für Schalke voll gelohnt aber es ist Zeit für eine Verjüngung und mehr Flexibilität.

  3. Rjonathan sagt:

    Ja, ich sehe die Raul-Situation ganz ähnlich. Es gibt noch einen positiven Effekt, der nicht im Text vorkommt, und das ist die Strahlkraft und die Integrations-Arbeit von Raul vor allem auf die vielen jungen Spieler.
    Aber auch das rechtfertigt nicht 7 Mio. im Jahr.
    Die Frage ist: kann man für das eingesparte Geld von Farfan und Raul interessanten und zukunftsfähigen Ersatz holen?

  4. Patigol sagt:

    Was spricht denn FÜR eine Verlängerung Raúls? Ja sicher, er ist sicher wichtig als Anlaufpunkt für junge Spieler.

    Der Rest ist viel mit Folklore verbunden. Taktisch, finanziell und meiner Meinung nach sportlich (1 gutes Spiel – 5 schlechte) wie taktisch (langsam für gutes Pressing, turnt überall ´rum und fehlt dann vorne) macht eine Verlängerung meiner Meinung nach keinen Sinn.

  5. eakus1904 sagt:

    Bei der Verpflichtung von Raul dachte ich: “Ach ja, da holen sie einen,der macht ein bisschen Hacke-Spitze,eins-zwei-drei, wenn er Lust hat und kassiert nochmal ein wenig Kohle!” Ich gebe gerne zu,dass das eine sehr große Fehleinschätzung war. Was ich von diesem tadellosen Sportsmann gesehen habe, lag dreimal über meinen Erwartungen. Er setzt sich ein,stellt sich in den Dienst der Mannschaft und hat für sportliche Höhepunkte gesorgt (z.B. das Tor des Jahres), die ich so noch nie vorher auf Schalke bewundern durfte.

    Aus dieser Fansicht kann es natürlich nur heissen:”Hoffentlich bleibt er hier!” Die Frage ist ja nur, ist es wirklich das beste für Raul,Schalke und die Fans?? Wenn er jetzt nicht verlängert,dann hat er trotzdem sein Wort am Vertragsbeginn: “Für die nächsten zwei Jahre gehen Raul und Schalke Hand in Hand” gehalten. Man könnte ihn schön mit viel Applaus verabschieden und beide Seiten könnten sich weiter in die Augen schauen. Horst heldt könnte sagen, dass man alles versucht hat, aber die Entscheidung eines solchen Sportsmannes wie Raul auch mal akzeptieren müsse.

    Verlängert er, und es läuft sportlich nicht mehr rund(kann ja in seinem Alter durchaus passieren, Verletzungen usw.) könnte sich ein dann 36 jähriger durchaus auf der Bank wiederfinden. Dafür ist ein Raul aber nunmal nicht geschaffen und könnte durchaus negativ reagieren. Und ich glaube,das wäre das schlimmste für den Verein, eine mehr oder weniger schmutzige Scheidung.

    Ich möchte mich in 10-15 Jahren ausschließlich an die sportlichen Leistungen eines Rauls erinnern können(und das wir jeder,der ihn spielen sehen durfte), nicht auch noch an den Abgang aus Gelsenkirchen!

  6. RWDJojo sagt:

    Torsten hat das Problem sehr schön beschrieben. Ich glaube den Verantwortlichen im Verein plagen genau diesselben Gedanken. Eine Verlängerung bietet Chancen und Risiken. Aufgabe ist es, diese Chancen und Riksiken gegeneinander abzuwägen.
    Ich persönlich würde Raúl auch in der nächsten Saison noch gerne auf Schalke sehen. Aber sollte es zu keiner Verlängerung kommen und die Trennung geschieht sauber, dann kann ich damit leben und es verstehen.

  7. DanielKu sagt:

    Ich hatte eigentlich immer gehofft, Raul bleibt noch ein oder zwei Jahre und entwickelt das neue, junge Schalke mit.

  8. Klopenner sagt:

    Hallo allerseits, ich weiß gar nicht mehr, wie ich euch gefunden habe, aber das ist auch nicht so wichtig. Hauptsache, ich hab euch gefunden. ;-) Ich bin also neu hier und sag mal ganz freundlich “Glück auf”.

    Zum Thema Raul werden die meisten Schalker positiv überrascht worden sein, wie er sich in den zwei Jahren präsentiert hat. Anfangs haben wir alle sicher etwas gedacht, wie: “Der kommt nur, um noch mal Kohle abzugreifen. Was will so ein Weltstar auf Schalke?” Aber er hat uns überzeugt.
    Wie es allerdings um die Verlängerung steht, und wie das Thema von den Medien fixiert wird, ist ne andere Geschichte. Fakt ist doch, dass er regelmäßig gute Leistungen bringt. Mal sehr spektakulär, mal weniger spektakulär. Allerdings wirkt er in den letzten Wochen nicht fit. Was aber nicht nur ihn betrifft. Unsere gesamte Mannschaft wirkt im Jahr 2012 überspielt, etwas lustlos und wenig kämpferisch. Dazu, wenn die Murmel aufm Platz mal besser läuft, etwas überheblich.
    Die Frage ist doch, spielt Raul schlecht, weil das Team schlecht spielt, oder spielt das Team schlecht, weil Raul schlecht spielt.
    Jeder hat ne andere Meinung zu einzelnen Spielern, zu Horst Heldt, oder Huub Stevens, aber der Name Raul allein, sollte Anreiz genug sein, mit ihm den Vertrag zu verlängern. Natürlich kennen wir keine Vertragsdetails und es könnte sein, dass er sowas wie ne “Stammplatzgarantie” hat. Es liegt an HH das zu ändern und einen Vertrag auszuarbeiten, der Raul für ein weiteres Jahr plus Option mit leistungsbezogener Vergütung an uns bindet.
    Ob das möglich ist, ist arg fraglich. Aber selbst wenn das nicht möglich ist – der wahrscheinlichere Fall – bringt uns sein Name unheimlich viel Prestige in ganz Europa. Sicher ist unser Verein in Europa nicht unbekannt, aber durch die Verpflichtung von Raul wurde der Bekanntheitsgrad sicher deutlich erhöht und eine Weiterbeschäftigung bringt nicht nur Kosten, sondern auch massig Einnahmen an Werbung, Merchandising und Image mit sich.
    Ein nicht zu unterschätzender Faktor.

    Wenn es darum geht die Mannschaft zu entwickeln, ist Raul mit seiner Strahlkraft auf Jugendspieler und der Art wie er sich präsentiert – als absoluter Vorbildprofi – von unschätzbarem Wert.

    Ich bin jedenfalls der Meinung, er sollte bleiben, auch für eventuelle 7 Mio Euro pro Jahr. Wir haben Ausgaben getätigt, die wesentlich schlechter investiert wurden. Generell seh ich das Problem der Mannschaftsentwicklung aber eher im Trainerstab und im allgemeinen “Spielermaterial”. Es gibt viele Spieler, die uns nicht weiterbringen, oder die regelmäßig auf einer falschen Position spielen. Sollte das so bleiben, verabschiedet man sich besser von diesen Spielern. Und nur über Talente und junge Spieler werden wir auch nicht erfolgreicher. DIe Mischung ist okay. Auch in Lüdenscheid spielen nicht nur Eigengewächse, und auch da ist Kloppo nicht sofort Meister geworden. Es ist aber mehr klare Linie erkennbar als bei uns, was allerdings auch am Zwangstrainerwechsel von RR zu HS liegt. Aber das ist ein anderes Thema und je länger ich schreibe, desto weniger roter Faden ist hier zu finden. ;-)

    Puh..langer erster Beitrag.

    Glück Auf und viele Grüße
    Dennis

  9. Matthias sagt:

    Sehr gut analysiert, Torsten. Ich kann dir in vielen Punkten zustimmen. Und es ist keine Kritik, sondern nur eine Feststellung, wie schnell sich das Verhältnis von uns Schalkern zu Raúl in diesen Tagen ändert. Dieselbe Analyse wäre dir, vor zwei Wochen veröffentlicht, noch gründlich um die Ohren gehauen worden. Fest steht: Raúl war der Brocken, um den unser Spiel in den letzten eineinhalb Jahren aufgebaut war, und wir sind alles in allem damit sehr gut gefahren. Ob, wie lange und wie es weitergeht, darauf bin auch ich derzeit sehr gespannt.

  10. blues sagt:

    @Torsten
    Viele Schalker hier im Königsblog sind auf der Suche nach “allem was schönen Fußball ausmacht”. Die Kommentatoren unterscheiden sich in der Geschwindigkeit, mit der die Schalker Entwicklung in diese Richtung umgesetzt werden soll. Ich würde Dich dabei den eher Ungeduldigeren zurechnen. Was mich interessiert, weil ich selbst eine zügigere Enwicklung mit Raul nicht sehe,sondern eher Stagnation erwarte, welche Rolle könnte Raul zukünftig in der Mannschaft spielen?

  11. McP sagt:

    “Damals hieß es er wolle weg”

    Der Vollständigkeit halber – damals hieß es mindestens ebenso oft, dass Rangnick ihn loswerden wolle.

    “Vertragsverhandlungen sind nie ein Poker, auch wenn Journalisten dieses Bild gerne zeichnen.”

    Bitte? Heldt hat doch gerade gesagt, er wolle nicht mit Hunter verhandeln, weil der zu oft trifft. Wenn das kein Pokern ist. Mir gefällt es absolut nicht, dass Schlüsselentscheidungen jetzt in die wichtige Saisonphase fallen. Solche Personalien klärt man vorher.

  12. Matthias sagt:

    Heldt hat doch gerade gesagt, er wolle nicht mit Hunter verhandeln, weil der zu oft trifft.

    Ich denke, die Aussage von Heldt wurde in der Öffentlichkeit völlig fehlinterpretiert. Er hat doch nicht ernsthaft gemeint “Ich warte jetzt ab, bis der Junge die Seuche am Schuh hat und dann ziehe ich ihn bei den Vertragsverhandlungen gründlich über den Tisch, hehehe…”. Und selbst wenn Heldt doch insgeheim darauf hoffen sollte, würde er es doch niemals sagen und somit seine “Strategie” preisgeben. So dumm ist doch keiner. Vielmehr sehe ich in der Aussage einen Ausdruck der Wertschätzung und ein dickes Lob für Huntelaars bisherige Saisonleistung.

  13. McP sagt:

    Na dann hoffen wir mal, dass die Nicht-Öffentlichkeit immer genau richtig interpretiert, selbst wenn deutsch teilweise nicht deren Muttersprache ist.

  14. Matthias sagt:

    Jetzt mal ehrlich: Glaubst du wirklich, Huntelaar könnte Heldts Worte als Hoffnung darauf verstanden haben, er möge sich umgehend in ein Formtief begeben?

  15. McP sagt:

    laut derwesten:

    Ausgerechnet jetzt bremste Schalke-Manager Horst Heldt aber die Erwartungen. „Es ist im Moment kein glücklicher Zeitpunkt, weil er so viele Tore schießt“

    http://www.derwesten.de/sport/.....95637.html

    Klar, kann man das mit viel Willen als verquirlte Anerkennung verstehen. Aber auch als Vertragspoker, den es laut Torsten nicht gibt. Aber wenn beide grundsätzlich wollen, ist die Manipulation des Verhandlungszeitpunktes mMn pokern um eines erhofften Vorteils willen.

  16. Torsten sagt:

    Beim Pokern gibts einen Verlierer. Wenn sich nach einem Vertragsabschluss eine der beiden Seiten übers Ohr gehauen fühlt, ist etwas gründlich schief gelaufen. Ich bin übrigens der Meinung, dass Horst Heldt mit der Aussage einen Fehler begangen hat, aus den von Euch dargestellten Gründen. In der Regel ist seine Öffentlichkeitsarbeit aber eher besser denn schlechter, insofern muss man da wohl mal drüber wegsehen.

    @blues:
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Raúl Rolle irgendwie ändert. Ich denke ihn gibt es nur so wie jetzt, oder garnicht.
    Das mit der Suche nach dem schönen Fußball klingt schön. Ich selbst sehe mich allerdings eher auf der Suche nach dem Fußball auf dem weitestmöglichen Entwicklungsstand. Meines Erachtens fehlt dem Fußball des FC Schalke 04 da ein ganzes Stück. Dass der aktuell beste/modernste Fußball auch sehr schön ist, ist allerdings richtig.

    @Klopenner:
    Herzlich Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu dieser klaren Meinung. Ich teile sie zwar nicht, aber das heißt ja nichts. Meine gegensätzlichste Position zu Deinem Kommentar besteht in der Geldfrage. Ich vertraue darauf, dass es unter Heldt keine “egal was es kostet”-Entscheidungen mehr gibt.

  17. Kowski04 sagt:

    Wie soll denn Raul adäquat ersetzt werden, ohne das die dann notwendigen Kosten nicht noch vielfach höher liegen? Die Betonung liegt auf adäquat.

  18. Maddin sagt:

    Ein Blick auf die beiden Borussias zeigt doch, dass nachhaltiger und erfolgreicher Fußball aus einem Kollektiv heraus funktioniert. Die Schwattgelben können den Ausfall nahezu aller Leistungsträger kompensieren, egal ob Subotic, Götze oder kagawa. Superstars mit Sonderstellungen innerhalb des Teams gibbet da nicht. Von daher…

  19. McP sagt:

    “Beim Pokern gibts einen Verlierer.”

    Wenn 6 Personen am Tisch sind, kann es beim Pokern bis zu 5 Gewinner geben. Falls der Verlierer dann Rauls Berater ist, weil Katar ihn finanzell zugeschissen hätte, wäre mir das völlig egal. Ich verstehe “pokern” hier aber im Sinne von taktieren und das gibt es sehr wohl. Und Gewinner/Verlierer eines Vertrages kennt man eh erst am Ende der Laufzeit.

    Mir will nur nicht in den Kopf, warum man Raul und Hunter so lange warten läßt. Das kann doch die Chancen gar nicht verbessern und stört jetzt auch im Spielbetrieb.

  20. Detlef sagt:

    Ich habe es schon an anderen Stellen geschrieben. Herz und Bauch sagen, Raul muss bleiben, aber der Kopf hat eine andere Meinung. Raul´s bleiben wäre keine Investition in die Zukunft der Mannschaft.

    Wenn er bleiben würde, müßte er sich auch mit einem Platz auf der Bank anfreunden, wenn es seine Form und die geplante Taktik des Trainers so vorsehen. Und genau das wird er wohl nicht tun. Aber eine Spielgarantie darf es für keinen Spieler geben, auch nicht für Raul.

    Ich sehe diesem Tteiben auf Schalke ganz entspannt entgegen, was allerdings in den nächsten Spielen passiert, da bin extremst angespannt.

  21. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Ich finde die Entscheidung ohne oder mit Raúl auch sehr schwer, zumal Horst Heldt alleine schon deswegen angefeindet wird, dass bis heute nicht verlängert wird und noch nicht mal in Betracht gezogen wird, dass es eventuell an der anderen Seite hängt. Die Lesart ist folgende, Raúl fühlt sich wohl auf Schalke und seine Familie in Düsseldorf auch. Also Horst mach mal hinne und mach den Deal klar.Das da eine Reihe von Faktoren viel wichtiger als dieses Wohlfühlding ist, weiß auch jeder. Diese Infos, Spieler A fühlt sich wohl und möchte bleiben, wie oft hat man das auch schon bei Spielern gehört, die dennoch gewechselt sind? Ich glaub erst mal gar nichts, da keiner wirklich weiß, was abgeht und wie weit die Gespräche sind. Ich maße mir nicht an zu wissen was besser ist noch ein Jahr mit Raúl oder nicht. Raúl und Farfan zu ersetzen wird
    schon eine Herausforderung sein, denn Marica und Obasi sind es nicht, wie Torsten auch im Bericht Freiburg – S04 erwähnte. An Podolski oder Drogba ist bestimmt nichts dran, wäre auch der falsche Weg glaube ich.

  22. Kowski04 sagt:

    Mcp

    Schlüsselentscheidungen vorher

    In allen Medien wird aktuell nicht nur der Fall Raul diskutiert (bis hin zum Zugangsmedium), sondern auch noch Hunter und Farfan.
    Vielleicht war das damals Untertage so richtig.
    Zudem wurde Raul schon im letzten Sommer einfach mal durch HH der yellow press ohne Deckung vorgeworfen. Finde das hier alles befremdlich und irgendwie unehrlich, ausgenommen Torstens Beitrag.

  23. kurtspaeter sagt:

    Horst Heldt hat die zweite Chance zu zeigen, wo Schalke 04 in den nächsten Jahren hin will. Handelt er so, wie nach der Rangnick Demission, dann wird mit Raul verlängert (so der denn selber überhaupt will) und die Abwechslung zwischen Schund und dem Glanz der Individualität wird bleiben.
    Möchte Heldt und möchte Schalke in Richtung mannschaftstaktische Prägung (so nenn ich das mal) und will Spiele gewinnen, die nicht nur die Indiviualität Einzelner entscheiden, dann wird Raul nicht verlängert.
    Ich bekenne mich und hoffe auf letzteres. Nicht weil ich nicht auch dem Phänomen Raul unterliege, das einen Weltstar auf Schalke geil findet. Sondern weil ich der festen Überzeugung bin, das Raul für die sportliche und finanzielle Entwicklung von Schalke 04 ein Hemmschuh wäre. So gut er 2 Jahre lang immer wieder getan hat, so gerne ich diesen (alten) Mann übers Feld wuseln sehe, so genial manch Einfall, manch Tor immer noch ist.

  24. maximillian sagt:

    @patigol: Du stellst im Ernst die Frage, was für eine Vertragsverlängerung Rauls spricht? Es gehe hauptsächlich um “viel Folklore” wird als unglaubliche Antwort auf die eigene Frage noch hinzugefügt!

    1.Raul ist im Schalker Spielsystem offensiver Mittelfeldspieler und hat bereits 11 Tore erzielt und 5 Assist geleistet! Er liegt damit in den Top Ten. Außerdem ist das der fünftbeste (!!) Wert aller Mittelfeldspieler in der Bundesliga!

    2. Raul geht immer wieder läuferisch voran, auch ansonsten können die jüngeren Spieler sehr viel von ihm abschauen (betonen diese auch immer wieder!).

    3. Raul ist Herz und Seele des Schalker Spiels, alleine seine Anwesenheit auf dem Platz ist für die Mannschaft wichtig.

    4. Wenn Schalke derzeit vom Rest der Bundesliga überhaupt um etwas beneidet wird, dann ist es Raul. Selbt “Anti-Schalker” geben zu, dass er ein absoluter Ausnahmespieler und Sympathieträger ist, den sie auch gerne in ihren Reihen hätten.

    5.Immer dieses Geschwafel er sei zu alt.Vor 3 Monaten lagen ihm alle zu Füßen (3 Tore gegen Werder), vor 3 Wochen erhielt er im Wolfsburg -Spiel die Kicker-Note 1,5. Jetzt ist er auf einmal zu alt?

    6. Raul ist ein Typ von Spielern der sich von anderen abhebt durch seine Spielweise und seine Persönlichkeit. Solch einen Spieler wird der FC Schalke 04 in den nächsten Jahrzehnten nicht wieder bekommen, mit keinem Geld der Welt!

    Leider muss ich aber auch sagen: Wenn die Schalker Anhänger so schnell wie die Fahne im Wind ihre Meinung ändern, dann haben sie diesen Ausnahmespieler auch nicht länger verdient!

  25. blues sagt:

    @maximillian
    zu 1: alle Tore von Raul sind bis auf eines in der Arena auf Schalke gefallen. Ein prima Typ, aber u.a. deshalb auch nur ein “Halbgott”.

  26. Tobi sagt:

    @Maximillian
    Ich danke Dir ausdrücklich für Deinen Beitrag !! Ich hatte schon den Glauben an Sachverstand in diesem Blog verloren. Mit welcher Überheblichkeit Leistungen von Raúl unter- vermeintliche Schwächen überbewertet werden ist beschämend folgt aber dem üblichen Muster, stereotyper Prozesse unserer Vereinsseele. Zur weiteren Diskussion möchte ich folgende allgemeine Fragen stellen welche m.E. Teil unseres Problems sind:
    1. Wie steht S04 generell zu Stars, starken Persönlichkeiten oder Typen wenn Sie nicht vollständig in das Schema des “einfachen, aber ehrlich agierenden, idealerweise in Ückendorf geborenen Malocher” reinpassen? Dies ist für Spieler wie Trainer gleichermaßen zu beantworten ?
    2. Kann man unter professionellen Gesichtspunkten und sportlichen Zwängen ernsthaft annehmen ohne Farfan, Raúl und evtl. Hunter an die Erfolge der jüngeren Vergangenheit ?

    Mal Hand aufs Herz eigentlich steht uns doch diese Rolle als netter, liebenswerter zugleich geschätzter klub des Reviers. Leider sind wir aber seit 1997 nicht über das obere Mittelmaß hinausgekommen.

  27. Ney sagt:

    @Tobi
    Mangelnden Sachverstand gepaart mit Überheblichkeit der laufenden
    Diskussion zu attestieren, ist etwas sehr kühn. Die Personalie
    Raul wird zwar kontrovers, aber respektvoll gegenüber Raul und
    faktenbezogen diskutiert; letzteres ist etwas, was Deinem Beitrag
    leider abgeht. Welche diskutierten Schwächen sind es denn nun, die
    nur vermeintlich solche sind, und inwiefern werden diese
    überbewertet?

  28. blues sagt:

    @Tobi
    die Einzigen, die sich Raul gegenüber “respektlos” verhalten, sind doch die Jungspunde von Dortmund über Mainz bis Freiburg, wenn überhaupt.

  29. Kippefell sagt:

    Ich lehn’ mich mal jetzt ganz weit aus’m Fenster und behaupte die Antwort auf die Frage “Vertragsverlängerung ja oder nein?” zu kennen, und zwar lautet sie: Euro!
    Was in der Pressekonferenz vorm Freiburg-Spiel vom Horst sehr scherzhaft rüber kam trifft meiner Meinung nach im Kern absolut zu. Der Verein wird sich überlegen, wieviel sie ihm zahlen können und wollen, Raul (und Berater) werden dazu ja oder nein sagen, bzw. versuchen etwas mehr raus zu holen.
    Tja, was kann unsereiner schon dazu sagen, ab wieviel €s im Jahr eine Verlängerung Sinn macht oder nicht? Wir können ja nur mutmaßen, wieviel es im Augenblick ist, und wir können auch nur mutmaßen, wieviel Schalke sich im Augenblick überhaupt leisten kann, bzw. was die Verantwortlichen im Verein glauben was vertretbar sei.
    Das einzige was im Augenblick klar ist, ist, dass eine Vertragsverlängerung nicht zu den bisherigen Konditionen angeboten wird.
    Ma’ kucken, was dabei ‘rum kommt!

  30. Maddin sagt:

    @Maximilian:
    Ich schrob schon vor Monaten, dass ich persönlich lieber noch ne Saison mit Raul gegen den Abstieg spielen würde, als ohne ihn um Platz 2. Ich respektiere und verehre den Senor wie so viele andere Glaubensbrüder und -Schwestern und würde ohne mit der Wimper zu zucken den Raul-Euro für jedes Ticket zahlen!
    ABER:
    Da du schon mit Zahlen und Statistiken kommst:
    Ich finde es viel wichtiger wer in einem engen Spiel auch in der 87.Minute das dreckige 1:0 macht, ob mit dem Kopf, der Schulter oder auch mit dem Allerwertesten. Irgendwelche Tor-des-Jahres-Lupfer zum 4:1 oder ein Dreierpack gegen desolate Bremer sind zwar schön für die Gallerie, beide Spiele hätten wir aber auch sonst gewonnen.
    Ich habe in den letzten Wochen in keinem Spiel bei dem wir zurück lagen den unbedingten Willen bei unserer No 7 gesehen dat Ding noch drehen zu wollen, tut mir leid! Ob dies jetzt in einer Formkrise oder beknackten – weil über den Boulevard geführten – Vertragsverhandlungen geschuldet ist, darüber mag ich mir kein Urteil erlauben.
    Fest steht allerdings, dass bei einer Verlängerung Raul auch (zurecht) eine Einsatzgarantie bekommt. Was wiederum bedeutet, dass Schalke weiterhin(!!) taktisch völlig unflexibel bleibt und junge Spieler wie Draxler und Holtby weiterhin auf andere Positionen geschoben werden.
    Und mal ehrlich: bevor die beiden unzufrieden mit nem Wechsel liebäugeln um in ihrer Karriere weiter zu kommen, da sag ich lieber im Mai: Muchas Gracias.

    Nach demAbgang von MN wollen wir doch hier nicht wieder mit unnötiger Folklore anfangen…

  31. Patigol sagt:

    @Tobi
    Schön, dass wenigstens einer hier Sachverstand beweist ;-)

    @Maximilian
    Ich sehe diesen Spieler etwas nüchterner. Gerade Punkt 6 deutet darauf hin, dass wir zwei unterschiedliche Auffassungen von diesem Spieler haben. Ich will mich nicht als großen Spanien-Kenner aufführen, hab aber von 2005-2009 in Spanien gelebt. Dort galt Raul seit 2006 schon als “acabado”, als jemand dessen Zeit abgelaufen ist, was an den Leistungen festgemacht wurde. Und hätte Raul noch Weltklasse, dann könnten wir ihn nicht bezahlen und er wär schlicht nie nach Schalke gekommen.
    Seine Tore in allen Ehren, und ja, er läuft viel, meiner Meinung nach aber (verständlicherweise) recht langsam. Ich denke, dass wir taktisch flexibler und dynamischer ohne ihn wären. Ein Draxler hat in der Jugend immer hinter den Spitzen gespielt. Ihn würde ich da lieber sehen, als in der nächsten Saison einen Spieler, dessen beste Zeit weit (fast zehn Jahre) zurück liegt.

  32. Klopenner sagt:

    @Maximilian
    Deine Auflistung deckt sich fast komplett mit meinen Ansichten, mal abgesehen von Punkt 2: klar, Raul läuft unheimlich viel, und schießt auch noch relativ viel Tore. Die, wie bereits mehrfach angedeutet und gesagt wurde, aber fast alle zuhause fallen und meist die unwichtigeren Tore sind. Das “Problem” liegt doch auch daran, dass die ganze Mannschaft aufdreht, wenn wir mal 1:0 führen. Bei nem Rückstand geht bei den wenigsten in den letzten Wochen etwas. Vielleicht weil wir 6 der 9 Rückrunden-Pflichtspiele in Rückstand gerade sind, was unheimlich oft ist. Wir spielen fast gar nicht mehr zu 0.

    Warum sich national und international das 4-2-3-1 so etabliert, ist mir, ehrlich gesagt, ein Rätsel. Im 4-4-2 mit Raute wäre Raul neben Hunter meiner Meinung nach deutlich besser aufgehoben, er müsste nicht soviel laufen und wir wären weniger von ihm abhängig.

    @Maddin
    Ich denke, vielen von uns ist ein dreckiges 1:0 kurz vor Ende sehr recht, wenn wir die Mannschaft kämpfen sehen. Aber das sehe ich nicht mehr. Was war das für ein Gegurke gegen Pilsen nach dem 1:1. In der Verlängerung ging es dann wieder, aber die letzten Minuten alles nach vorne werfen ging nicht? Vermutlich zuviel Schiss vorm Ausscheiden. Aber mit taktischer Reife wäre auch 3 Minuten vor Schluss die Hose nicht voll, wenn man gegen 10 anrennen soll.
    Das Problem bei einem dreckigen 1:0 in der 87. Minute ist aber doch, dass wir es gar nicht schaffen würden, bis dahin zu 0 zu spielen. Und das liegt sicher nicht an Raul. Solange sich unsere Abwehr nicht stabilisiert, können wir froh sein, vorne die Jungs zu haben, die mehr Tore schießen, als wir kassieren. Und dazu gehört auch Raul, der immerhin “ackert”. Ein Farfan dagegen fällt da schon negativer auf, vor allem, weil deutlich mehr an die Öffentlichkeit dringt (z.B. Winterpausenwechsel Wolfsburg, Interesse Juve, Ultimatum seitens S04, etc) Bei Raul bleibt irgendwie alles ruhiger, oder ist das nur ein subjektives Gefühl meinerseits?

  33. Maddin sagt:

    Klopenner, grundsätzlich geht mir jede Information auf den Kecks, die im Rahmen einer Vertragsverlängerung an die Öffentlichkeit kommt. Aber das ist ein völlig anderes Thema.
    Und was unseren Senor angeht: schon morgen hat er wieder Gelegenheit alle Kritiker zum schweigen zu bringen. Da ich mal davon ausgehe, dass wir das Hinspiel in Enschede verlieren werden, kommt es morgen auf die Anzahl der geschossenen Auswärtstore an. Da der Hunter fehlt, glaube ich dass Raul der Mittelpunkt der Offensivaktionen sein wird und dementsprechend in Szene gesetzt wird.

  34. hoffedocS04 sagt:

    Vertragsentscheidungen hängen voneinander ab. Torsten hat hier mehrere Themen nacheinander angesprochen, die nicht unabhängig voneinander gesehen werden können.

    Die “Moralfrage” im Hinblick auf Trainerwechsel, die Frage, welche Spieler aus welchen Gründen verlängern bzw. ob mit ihnen verlängert wird, die derzeitige Perspektive von Schalke 04 u.a. bzgl. Stevens` taktischer Ausrichtung.

    Mal unterstellt, es gäbe ein konzeptionelles Denken bei dem Entscheidungsträger Horst Heldt im Hinblick auf die Trainer- und Spielerfrage. Nun hätte eine Mannschaft unter Huub Stevens anders auszusehen als unter einem Konzepttrainer – sorry, Torsten, verwende das Wort stur weiter, kannst ja eine “Strafkasse” einrichten;-)

    Mal weiter unterstellt, die Trainerfrage für die nächste Saison wäre nicht so klar, wie SportBILD das meint, dannn hingen aus Schalker Sicht, der Wunsch nach Weiterbeschäftigung der “Helden” für den – wie Torsten einmal formuliert hat – “Heldenfußball” und die Trainerfrage unmittelbar zusammen.

    Dann unterstelle ich mal drittens, dass die Aussage zu Huntelaar, der Versuch war, auf eine für den Spieler schmeichelhafte Art, Zeit zu gewinnen, außerdem dass Raul, dem spanische Medien knallharte Verhandlungsmethoden attestieren (trotz seiner ansonsten freundlichen Art) auf jeden Fall nur noch kurzfristig gebunden werden soll und dieser das nicht will.

    Stellt Euch mal vor, Schalke hat einen hervorragenden Manager, zu dessen Klugheit Verschwiegenheit gehört……, dann…..
    dürft Ihr das mal selbst zuende denken;-)

  35. Maddin sagt:

    hoffedoc, ich kann Dir leider nicht folgen.
    Da kann man nur hoffen, dass die Entscheidung ob man die Mannschaft dem Trainer, oder den Trainer der Mannschaft anpasst bereits gefallen ist.
    Beide Varianten finde ich allerding höchst problematisch:

    Man stelle sich vor, wir würden unser Team voll auf einen zukünftigen K-Trainer ausrichten. Nach der Hinrunde überwintern wir auf Platz 10, Clemens meldet sich mal wieder zu Wort (im Moment ist er ja erstaunlich zurückhaltend), der Trainer wird entlassen….

    Und dann?

    Neues Team für neuen Trainer?

  36. Kowski04 sagt:

    Wenn alles gut läuft sind wir diese vermeindlichen geldgeilen Versager mit Ihren lächerlichen 50 Buden in schon zwei Monaten ALLE gleichzeitig los. Sind doch eh alle von FM. Der Jurado gleich hinterher. Die werden den Sinn unserer Museumstouren Untertage nie atmen. Dafür lohnt es sich allemal die laufende Saison zu ruinieren. Da sind wir aber achon ganz andere losgeworden.

    Stellt euch mal vor, das wird so alles wahr, dann sind wir endlich wieder richtiges ….. :-)

  37. RWDJojo sagt:

    Die Diskussion um den Hunter finde ich etwas unpassend. Da wird von den Medien plötzlich eine weitere Baustelle aufgemacht. Ich glaube, die Aussage vom Heldt ist da eher als Scherz zu sehen. Sollte es dennoch dazu kommen, dass der Hunter im Sommer seine Zelte woanders aufschlägt, dann kassiert Schalke ne dicke Ablöse und spart nen dickes Gehalt. Davon sollte man dann einen guten Ersatz bekommen können.

    @Klopenner
    Das 4-2-3-1 hat sich etabliert, weil man mit diesem System flexibler ist. Defensiv stabil und offensiv hat man mit 4 Offensivspielern mehr Durchschlagskraft. Aber Systeme als Solches sind völlig irrelevant. Interessanter ist es, wie eine Mannschaft ihr System interpretiert und wie die Laufwege sind.

  38. Klopenner sagt:

    Viel Spekulatius so kurz vor Ostern… ;-)

    Es gibt ja eigentlich nur die zwei Varianten. Trainer holen und Team zusammenstellen lassen, oder vorhandenes Team nutzen und Trainer holen der damit umgehen kann.

    In unserem Fall: Trainer geholt (Magath) und Team zusammenstellen lassen, in der Hoffnung, dass alle Puzzleteile greifen und eine erfolgreiche Zeit daraus folgt. Als das nicht funktionierte haben wir den Kern der Mannschaft behalten, aber den Trainer rausgeschmissen und mit Rangnick einen geholt, der sich ebenfalls gerne ein Team zusammenstellt, aber taktisch deutlich mehr auf dem Kasten hat, als Felix. Da aber das Spielermaterial nicht ganz den Rangnickschen Anforderungen entsprachen und wir nicht genug investieren können, lief es nicht immer gut mit Ralle. Dass er dann krank geworden ist, ist ein anderer Punkt, aber jetzt haben wir mit Stevens einen Trainer, der theoretisch die Arbeit von Rangnick fortsetzen soll, dem ich aber in taktischen Dingen wenig zutraue. Stevens ist ein toller Typ, aber in unserer Situation halte ich ihn für den falschen Mann.
    Und möglicherweise hängt das auch mit den Vertragsverhandlungen zusammen.
    Unser größtes Problem ist, dass wir einem Ziel nicht lange genug folgen können. Wir benötigen Einnahmen aus TV-Geldern und die bekommen wir über EL/CL Spiele. Nur dann lassen sich Verträge ordentlich verlängern. Man kann doch nicht alle Verträge erst im letzten Jahr verlängern – siehe Farfan, Raul. Nächstes Jahr ist es dann Huntelaar und wenn wir Neuer nicht verkauft hätten, wäre sein Vertrag auch dieses Jahr ausgelaufen. Mit solchen Schlüsselspielern muss vorzeitig verlängert werden. Aber dazu fehlt eben das nötige “Kleingeld”.

    Um zum Thema zurückzukommen: Ein Raul hat das Geld sicher nicht mehr nötig, aber warum sollte er für weniger bei uns bleiben, wenn er für sein jetziges Gehalt woanders spielen kann. Wenn dann noch taktische Spielereien des Trainers, oder die allgemeine Ausrichtung von Schalke nicht in Rauls Interesse liegen, ist doch klar, dass gezögert oder nachverhandelt wird. Magath hatte eine Vision oder eine Aufgabe und konnte damit überhaupt erst Raul zu uns holen. Diese Vision gibt es so nicht mehr und die Aufgabe ist eine andere. Scheint Raul also doch etwas zu missfallen. Ansonsten wären die Gespräche längst abgeschlossen. Solange dauern Vertragsverhandlungen nun auch wieder nicht, wenn man sieht wie schnell es gehen kann, wenn man sich einig ist.
    Und in diesem Punkt weiß ich nicht, was ich von Horst Heldt halten soll. Kann er verhandeln, oder kommt er in den Gesprächen einfach zu “grün” daher?! Wenn ich manche Aussagen von ihm höre, oder mir die Farfan-Situation ansehe, in der ein Ultimatum gestellt wird und dann wird es verlängert und jetzt ist man immer noch gesprächsbereit…das zeigt mir eigentlich nur Verunsicherung. Das ist kein klarer Standpunkt. Das ist irgendwie “weich”. Vielleicht ist auch das ein Problem im Raul-Poker. Magath hatte ne ganz andere Autorität als Heldt.

    @RWDJojo: Stimmt, es hat sich etabliert, aber man sollte ein “System” spielen, in das die vorhandenen Spieler rein passen. Für mich ist in einem 4-2-3-1 die Aufstellung klar. 4 Abwehrspieler (LAV-IV-IV-RAV) – 2 defensive Mittelfeldspieler – 3 offensive Mittelfeldspieler (LOM – OM/HS – ROM) und 1 Stürmer. Weil Raul die hängende Spitze (HS) einnimmt, kommt unsere echte 10 (Jurado) nie zum Zug. Und wenn er dann man ran darf, muss er meistens im linken Mittelfeld spielen. Das passt nicht. Oder er spielt auf der 6er Position und hat mehr Laufwege als er gewohnt ist. Klar, er bringt selten gute Leistungen, hat aber auch überhaupt keinen Spielrhythmus, der gerade als 10er unheimlich wichtig ist. Er soll das Spiel ordnen und hat in der Regel das Spiel neben sich.
    Deswegen meine ich, sollte man das System immer an die Spieler anpassen. Wir könnten deutlich erfolgreicher sein, mit einem anderen System. Unser Hauptproblem bleibt aber die Abwehr. Wir brauchen die zwei 6er, weil sie so wackelig ist. Da muss im Sommer auf jeden Fall nachgebessert werden.

  39. matz sagt:

    @RWDJojo: Scherz und Ironie sind im Sportjournalismus noch nie gut gekommen. Da fehlt dem Berufszweig ein Gen für.

    Ein Jahr mir Raul verlängern zu vertretbaren Konditionen. Dann kann er ja noch ein Jahr in Düsseldorf anhängen. Ein Sponsor ließe sich sicher finden.
    Wenn er zwei bis drei Millionen mehr noch nötig hat, die angebliche Zufriedenheit der Familie in D´dorf für ein Wüstenabenteuer auf Spiel setzt, dann kann man eh nichts machen.

    Und solange Huub unser Trainer ist, finde ich die systemtaktischen Überlegungen für das eine Jahr hier ohnehin überzogen

  40. Ney sagt:

    Man sollte übrigens in Zukunft, wenn man einen Spieler von weither
    für Schalke anwirbt, noch deutlicher den Wohn- und Freizeitwert betonen,
    den er dabei gewinnt (in Düsseldoof, nicht in GE, versteht sich).

  41. blues sagt:

    @Ney
    sehr wichtige Anmerkung, denn schließlich sind ja dazu fast zwei Handvoll 1. u. 2. Ligisten in Fußnähe zu erreichen. Das schont den Ferarri, spart Gehalt und ist pc…

  42. McP sagt:

    Ney, wäre vor allem für Japaner ein großes Argument. Vielleicht sind noch ein paar gute übrig?

  43. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Ich persönlich sehe es ähnlich wie “maximillian”.
    Hoffentlich verpokert sich Herr Heldt nicht. ;-)

    Schlappe 7 Mio. für einen Spieler wie Raul und
    darüber wird tatsächlich noch diskutiert.

    An anderer Stelle habe ich schon erwähnt, daß
    der Raul sein Geld spätestens in der CL wieder
    hereinholt. Die Werbewirksamkeit für Schalke und deren
    Sponsoren darf nicht an einem Jahr und/oder einer Mio. mehr
    scheitern.

    Vlt. könnte man bei unseren Sponsoren den
    Klingelbeutel umgehen lassen.

    In diesem Sinne
    Glückauf

  44. Lucho sagt:

    Klare Position:
    Raúl ist der beeindruckendste Spieler, den ich in meinen 25 Jahren als aktiver Schalkefan erleben durfte. Ich bin absolut dafür, den Vertrag zu verlängern.
    Er hat in seiner Karriere kaum Verletzungen gehabt, und hat auch deshalb immer noch dieses konstant hohe Leistungsniveau.
    Wenn argumentiert wird, nur durch Konzeptfußball mit jungen Spielern könne Erfolg erzielt werden, dann ist mir das zu eindimensional. Auch Vereine mit Schlachtrössern in der Mannschaft können große Erfolge erzielen.
    Ich hoffe nur, dass die Sache endlich entschieden wird. Denn nur die Ungewissheit belastet Mannschaft und Umfeld. Mit Raúl werden wir in jedem Fall auch im kommenden Jahr stärker sein als ohne ihn. Er nimmt auch niemandem einen Platz weg, sondern ist einfach nur besser als jene, die seine Position auch bekleiden könnten.

  45. Schalke halbschwach, der Schiedsrichterassistent schwächer sagt:

    [...] Obasi machte mir Hoffnung, aber wie sich diese drei präsentierten war furchtbar anzuschauen. Raúl nahm erneut kaum am Spiel teil, Obasi gelang nichts, Marica noch ein bisschen weniger. Die [...]

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