Die knappe Wahrheit

Schalke 04 war zu schwach, um gegen Athletic Bilbao die nächste Europa League-Runde zu erreichen.

Im Hinspiel war man eine Phase lang besser als der Gegner. Eine Phase lang. So zu tun, als sei die Hinspielniederlage ein Unfall gewesen, ist hanebüchen. Im Rückspiel trat man engagiert auf, zu mehr als einem „offenen Spiel“ hat es nicht gereicht. Zwei zu ihrer Zeit überraschende Tore aus der Distanz, noch zwei oder drei Schüsse von außerhalb des Strafraums. Diesmal keine Phase einer drückenden Überlegenheit, nie war es so, dass man dachte, jetzt würde es doch was werden. Immer hing man nur an dem Gedanken, dass es noch werden könnte, wenn …

In der Halbzeit sagte Horst Heldt, man müsse der Mannschaft ein Kompliment machen. Nach dem Spiel las ich bei Twitter, Schalke sei „erhobenen Hauptes“ ausgeschieden. Nein, und noch mal Nein. Ich bin dagegen, sich die Unterlegenheit schönzureden.

In beiden Spielen konnte Schalke den Gegner weder taktisch überraschen, noch konnten die Einzelspieler die Duelle ausschlaggebend für sich entscheiden. Im Gegenteil: Auf Schalker Seite konnten nur Raúl und Huntelaar dagegenhalten, Spieler wie Holtby, Obasi, Draxler, Jurado oder Marica bekamen in diesen Begegnungen kein Bein auf die Erde.

Atletico Madrid, in der spanischen Liga 36 Punkte hinter Real Madrid, setzt sich gegen Hannover 96 durch. Athletic Bilbao, in der spanischen Liga 40 Punkte hinter Real Madrid, setzt sich gegen Schalke 04 durch.

Spanien, zwei. Deutschland, null. Danke. Bitte. Scheiße.



19 Kommentare zu “Die knappe Wahrheit”

  1. Mattenschwinger sagt:

    Jau…

    …und die Torhüter…
    …die taktischen Defizite…
    …ach…egal…raus…ist…raus…

    !!!

  2. Marvin sagt:

    Seh ich ähnlich.
    Hannover hat mir eigentlich gut gefallen, das Abwehrverhalten bei den Gegentoren war jedoch Slapstick pur; von den Standards garnicht zu sprechen.

    Bei Schalke fällt mir immer wieder auf, dass praktisch nur in Ansätzen ein Mittelfeldpressing stattfindet; Angriffspressing findet nur insofern statt, dass ein Stürmer den Ballführenden „jagt“, aber kein kontrolliertes zustellen der anderen Angreifer erfolgt.
    Das ist dann, gepaart mit der nicht-zu-null-Defensive, zu wenig um so eine Ballsichere Mannschaft wie Bilbao ausreichend unter Druck zu setzen.

  3. hüpp sagt:

    unterschreibe ich so! diese überall zu lesene schönschreiberei ist echt ätzend.. zugegebener maßen hatte ich nach den führungstoren auch hoffnung, dass noch was geht. aber diese wurde in beiden fällen im nu zunichte gemacht. es hat einfach an allen ecken gefehlt und vor allem an 20min im hinspiel…

  4. Torsten sagt:

    Gehofft habe ich selbstverständlich auch immer wieder.

    Ich versprach meinem Junior, dass er das Spiel sehen dürfe. Sind ja Ferien. Als klar war, dass kabel1 nur eine Konferenz zeigen würde, bauten wir das Wohnzimmer um …

    Mama wurde ausgelagert. Der Couchtisch wurde vor den Schreibtisch geschoben, die Couch dahinter. Den Schal kam auf die Couch, die Spieler-Karten wurden auf dem Tisch verteilt, die gehäkelte, blau-weiße Mütze über die Schreibtischlampe gehängt.
    Der Monitor kam vor die Tastatur, der Sat1-Stream wurde eingestellt, und wir saßen dort, der Dinge harrend, die da kommen würden …

    Sat1 beschäftigt Dilettanten, soviel steht fest. Die erste Hälfte war im Sat1-Stream eine absolute Peinlichkeit. Da saß irgend ein Louie in irgendeinem Büro und wollte das Spiel „kommentieren“. Er nannte die Spielernamen und las den Rest von seiner Statistikliste vor. Im Hintergrund bimmelte ständig ein Telefon. Ein anderer Louie ging dran und murmelte irgendwas. Zwischendurch hörte man dann gleichzeitig den kabel1-Kommentator aus der Konferenzschaltung. Oder auch mal garnichts. Mal hatte man auch kein Bild.

    In der zweiten Halbzeit lief das besser, und ja, das Bild konnte man in 98% der Zeit verfolgen. Aber professionell war das alles nicht.

  5. eppinghovener sagt:

    Schönreden ist falsch, schlechtreden genauso. Ich habe heute immerhin einen engagierten Auftritt gesehen, mit sehr viel Laufarbeit für die Spieler.
    Die Tore sind zwar nur aus dem Grund gefallen weil Raúl und Huntelaar einfach wissen wo das Tor steht und nicht durch eine Kombination die Bilbaos Abwehr wirklich ausgehebelt hätte, aber:

    Im großen und ganzen kann man schon sagen dass man sich ansändig aus der EL verabschiedet hat. Verloren hat man das Viertelfinale durch 3(!) unnötige Tore im Hinspiel, das Rückspiel war zum größten Teil in Ordnung.

  6. Guybrush sagt:

    Ich finde schon, dass man sagen, dass die Mannschaft erhobenen Hauptes ausgeschieden ist. Wenn man versucht in Bilbao einen Rückstand aufzuholen kann man schnell auch mal deutlich verlieren. Dass es zu einem Remis gereicht hat sollte man anerkennen. Und ja, die genannten Spieler waren überfordert, wobei ich bei Holtby und Draxler wenigstens noch Hoffnung habe, dass sie irgendwann einmal in so einem Spiel glänzen können. Nun ja, bei Holtby schwindet meine Hoffnung langsam. Obasi und Marica halte ich definitiv nicht für Spieler die mich fùr die Zukunft optimistisch stimmen, ebenso wenig wie Unnerstall. Aktuell hat man Hildebrand, aber ich könnte gut verstehen, wenn man mit Kevin Trapp verhandelt (nicht mit Tim Wiese).

  7. murdock sagt:

    Sehe das ähnlich wie eppinghovener. Mit dem Spiel gestern brauchen wir uns mMn für das Ausscheiden nicht zu schämen. Wir haben (so lange es ging) klasse gekämpft und (so lange es ging) versucht spielerisch mit Bilbao mitzuhalten. Das ging 60,65 Minuten ganz gut und das Spiel gestaltete sich „relativ“ offen, doch dann war einfach die Luft raus. Kein Vorwurf nach der Laufleistung in der 1. Hz.

    Bilbao spielt für mich halt auch einfach einen sensationenellen Fußball.
    Mir hat das unglaublich gut gefallen wie sie sowohl auswärts, wie auch daheim agierten. Unglaublich schnelles Kurzpassspiel unter höchstem Druck im Mittelfeld, dazu schnelle Stürmer, die immer wieder die Lücke in der gegnerischen Viererkette finden. Als Prunkstück dann ein enorm gutes Pressing, gegen das wir ja schon gegen Gladbach und Dortmund unsere Schwächen offenbarten, das Schalke nie wirklich ins Spiel kommen ließ.

    Keine Ahnung, warum die in der PD so schlecht dastehen, hat sicherlich auch mit der Umstellung des Spiels unter Bielsa zu tun, aber insgesamt war Athletic um mindestens eine Klasse besser als Schalke und gegen einen besseren Gegner kann man auch erhobenen Hauptes ausscheiden. Ob Schalke vom Potential besser oder zumindest gleichwertig sein müsste, ist eine andere Frage.

  8. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Ein Freund aus Nordirland hat auch beide Spiele gesehen und hat gesagt, dass S04 besser als ManUnited gegen Bilbao gespielt hat. Da ich den
    Vergleich nicht machen kann, glaub ich das einfach mal und bin trotz allem guter Dinge.
    Die Mannschaft braucht sich nicht schämen.
    Schönreden ist Kappes, aber ich denke, dass ein
    Zerflücken der Schwächen auch nichts bringt und dem Saisonendspurt hinderlich wäre.
    Frohe Ostern & Glück auf

  9. Torsten sagt:

    Marvin schrieb:

    Bei Schalke fällt mir immer wieder auf, dass praktisch nur in Ansätzen ein Mittelfeldpressing stattfindet; Angriffspressing findet nur insofern statt, dass ein Stürmer den Ballführenden “jagt”, aber kein kontrolliertes zustellen der anderen Angreifer erfolgt. Das ist dann, gepaart mit der nicht-zu-null-Defensive, zu wenig um so eine Ballsichere Mannschaft wie Bilbao ausreichend unter Druck zu setzen.

    An dieser Stelle von mir ein +1, oder ein „gefällt mir“, oder auch nur ein !

    Guybrush schrieb:

    Dass es zu einem Remis gereicht hat sollte man anerkennen.

    Es hat zu einem Remis gereicht, in einem Spiel, in dem der Gegner nicht gewinnen musste. Das es ansonsten auch zu einem Remis gereicht hätte, kann man m.E. nicht schlussfolgern.

    Zu „klasse gekämpft“:

    Ja, die Mannschaft hat sich nicht hängengelassen. Trotzdem erscheint mir dieses „aber sie haben gekämpft“ stets wie eine Höflichkeitsfloskel. Dass sagt man auch einem Drittligisten, der grade im Pokal beim Erstligisten 3:0 verloren hat. Auch da kann man immer sagen, „hätten sie das erste Tor gemacht …“. Der Einsatz ist stets Grundvoraussetzung. Bilbao ist sicher nicht weniger gelaufen als Schalke, hat also auch „gekämpft“.

    Murdoch schrieb über Bilbao:

    Mir hat das unglaublich gut gefallen wie sie sowohl auswärts, wie auch daheim agierten. Unglaublich schnelles Kurzpassspiel unter höchstem Druck im Mittelfeld, dazu schnelle Stürmer, die immer wieder die Lücke in der gegnerischen Viererkette finden. Als Prunkstück dann ein enorm gutes Pressing, gegen das wir ja schon gegen Gladbach und Dortmund unsere Schwächen offenbarten, das Schalke nie wirklich ins Spiel kommen ließ.

    Ja, so habe ich das auch gesehen. Die waren und sind gut. Deshalb ist der Abschluss meines Beitrags, der Punktevergleich zu Real Madrid, vielleicht auch ein bisschen böse. Deshalb ist der erste Satz meines Beitrags aber eben doch die knappe Wahrheit. Im Vergleich mit Bilbao war Schalke zu schwach.

    Und noch mehr oder weniger off-topic …

    Guybrush schrieb:

    ich könnte gut verstehen, wenn man mit Kevin Trapp verhandelt (nicht mit Tim Wiese).

    Kevin Trapp ist ein mehr oder weniger unerprobtes Talent, das sich aktuell bei Kaiserslautern gegenüber Sippel nicht durchsetzen kann. Tim Wiese ist seit Jahren ein starker Bundesligatorwart, der schon mehr Gegner als nur den HSV zur Verzweiflung getrieben hat.
    Ich denke nicht, dass sich Horst Heldt tatsächlich Tim Wiese leisten will. Aber seine Verpflichtung wäre m.E. eine Qualitätssteigerung. Eine Verpflichtung Trapps wäre ein Versuch. Ein weiterer Versuch, nach Fährmann und Unnerstall.

  10. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Den „Versuch“ mit Fährmann und Unnerstall halte ich noch nicht
    für abgeschlossen. Unnerstall hatte sich verletzt. Das bitte ich
    zu bedenken. Erst vor kurzem genesene Spieler brauchen halt ein
    paar Spiele, bis sie wieder volle Leistung bringen können.

    Eine „Qualitätssteigerung“ mit Wiese kann ich nicht erkennen …
    im Schauspielern vielleicht.
    Tim Wiese ist mitnichten „ein starker Bundesligatorwart“.
    Diese fliegende Sonnenbank hält nur, wenn er angeschossen wird.
    Das kann ich auch. Und das weitaus preiswerter!

    Vom Spiel habe ich nur ca. 2 Drittel gesehen. Und ich finde, daß
    die Mannschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten gespielt hat.
    Dabei fande ich Escudero auf links besser als Fuchs in der Defensive.
    Habe aber wie gesagt, nur 2/3 vom Spiel gesehen.

    In diesem Sinne
    Glückauf

  11. Sebastian sagt:

    Ich finde auch, dass Schalke verdient ausgeschieden ist. Nach dem Hinspiel hab ich noch gedacht, das das Spiel auch umgekehrt hätte ausgehen können und hab’s mir irgendwie schön geredet und gehofft und mir ein 5:2 vorgestellt und und und, aber jetzt ist schon klar, dass die Mannschaft zwei Spiele nicht gut genug war um eine Runde weiter zu kommen.
    Trotzdem ist es doch möglich erhobenen Hauptes auszuscheiden! Ich finde „erhobenen Hauptes ausscheiden“ ist nicht gleichzusetzen mit „Unterlegenheit schön reden“. Die Mannschaft hat getan was sie konnte (ob das was sie kann zu wenig ist, kann man ja besprechen), aber erhobenen Hauptes bedeutet doch auch, dass man weiterspielt, obwohl die Situation aussichtslos erscheint/ist, sich anständig verabschiedet, indem man nicht aufgibt, sondern spielt, dem Gegner am Ende seine Überlegenheit zugesteht…
    Jedes Jahr verabschieden sich unterklassige Vereine „erhobenen Hauptes“ gegen stärkere Mannschaften aus dem Pokal, indem sie zwar schlechter sind, sich aber nicht einfach hängen lassen, nicht nur noch treten, es nicht auf den Schiri schieben…
    Für was HH der Mannschaft ein Kompliment machen möchte, weiß ich nicht, da ich in der Kneipe nicht viel neben dem Bild wahrnehmen konnte und ich so das Interview zwar gesehen, aber nicht gehört habe. Sollte er jedoch gemeint haben, dass die Mannschaft nicht aufgibt, weil sie immer noch an dieses (womöglich unwahrscheinliche) „wenn“ in „Immer hing man nur an dem Gedanken, dass es noch werden könnte, wenn …“ denkt/glaubt, dann soll er das Kompliment ruhig machen.
    Sollte er die Leistung der Mannschaft meinen kann man sicherlich drüber streiten, denn die war ja nun mal nicht so berauschend bzw. nicht ausreichend um zu gewinnen – und das sollte ja der Anspruch sein.

    Edit: Als ich anfing zu schreiben, gab’s den Kommentar von Torsten mit den Drittligisten noch nicht. Bleib ich trotzdem bei, auch wenn ich Schalke nicht, auch nicht im Vergleich mit Bilbao, mit einem Drittligisten gleichsetzen möchte

  12. malte sagt:

    Ich finde das Beispiel mit dem Pokal eigentlich ganz gut. Wenn ein Zweitligist einem Erstligisten ein schweres Spiel abringt, heisst es wohlwollend, dass kein Klassenunterschied feststellbar war. Dieses Gefühl hatte ich gestern und bei näherer Betrachtung auch letzte Woche irgendwie auch. Es war kein gravierender Klassenunterschied feststellbar, weil eine der beiden Seiten mehr als sonst gelaufen gegrätscht und gefightet hat. Mit etwas mehr Glück in der einen oder anderen Situation wäre vielleicht auch tatsächlich mehr drin gewesen. Letzte Woche eher als gestern. Trotzdem wusste man irgendwie, dass dieser Klassenunterschied besteht und immer mal wieder blitzte der auch durch. Die Leichtigkeit, mit der Bilbao diese 6 Tore erzielt hat, war nicht mit den Kraftakten zu vergleichen, mit denen Schalke den Ball ins Tor geprügelt hat. Und gestern hatte ich auch den Eindruck, wenn Schalke das 2:3 gemacht hätte, hätte Bilbao einfach ne Schüppe drauf legen können und wieder ausgeglichen.

    Ich hab mir aber beide Spiele gern angesehen (von dem unsäglichen Stream mal abgesehen) und finde, so hat man sich durchaus würdig verkauft. Mehr war halt nicht drin.

  13. Juwie sagt:

    Ganz so dramatisch schlecht habe ich das Spiel gestern nicht gesehen. Für Bilbao war es viel einfacher, weil sie hinten stehen konnten. Und mit ihren ballsicheren und technisch guten Spielern wurde es, wenn sie nach vorne gespielt haben, immer gefährlich. Und da fand ich Bilbao richtig gut. Natürlich hat dann auch unsere Abwehr immer wieder ihre Grenzen gezeigt bekommen, aber das ist ja nicht auch wirklich was Neues in dieser Saison.

    Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass das Endergebins anders ausgefallen wäre, wenn wir zuerst in Bilbao gespielt hätten. Denn für mich lag der Knackpunkt im Verhalten nach dem 2:1 im Hinspiel. Hätte man sich da etwas zurück genommen, hätte es ganz anders aussehen können. Aber es war halt das Hinspiel – da war in dem Moment ein 2:1 auch nicht wirklich das Traumergebnis. Nach einem 2:2 Hinspielergebnis in Bilbao wären wie jezt im Halbinale.

    Und das langt jetzt – jetzt will ich am Sonntag Hannover verlieren sehen. Die sind doch viel geknickter als wir.

  14. Glückwunsch ins Baskenland » blogundweiss.de sagt:

    […] kassierte. Bei der Bewertung der Kräfteverhältnisse muss ich meinem geschätzten Bloggerkollegen Torsten Wieland teils widersprechen. Schalke war selten besser als Bilbao, das ist richtig, Bilbao war aber auch […]

  15. Erle72 sagt:

    Nach den 90 Minuten die ich gesehen habe, war eine Unterlegenheit nicht zu sehen. Und meine rosarote Brille hatte ich dabei nicht auf. Ein Sonntagsschuß und ein Abseitstor machen den Gegner noch nicht zu einem Überlegenen. Beide Mittelfeldreihen standen kompakt, beide Sturmreihen versuchten früh anzugreifen und die Ballverluste waren auf beiden Seiten dementsprechend hoch. Natürlich stimmt es:“in beiden Spielen konnte Schalke den Gegner weder taktisch überraschen, noch konnten die Einzelspieler die Duelle ausschlaggebend für sich entscheiden.“ Natürlich ist unser Mittelfeld oft zu wechselhaft. Nichtsdestotrotz sind es Szenen wie zum 2:1, als ein Doppelpass von Jones mit Holtby den Gegner in Unordnung bringt und eine schnelle Kombination über Huntelaar und Obasi zum Tor von Raul zu führen, die zeigen was möglich ist – leider zu selten.
    Bilbao war der erwartet schwere Gegner, den zu schlagen wahrlich nicht außerhalb von Schalkes Möglichkeiten gewesen wäre.
    Letztlich verdiente sich Schalke das Ausscheiden eben doch durch die taktischen Dämlichkeiten des Hinspiels.

  16. mettskillz sagt:

    Ich vermisse nach wie vor so etwas wie eine „Spielidee“ – eine erkennbare Taktik, die charakteristisch für die Manschaft ist. Das ist aber sowohl defensiv, als auch offensiv nicht zu erkennen.
    Letztlich habe ich den Eindruck, dass die meisten gelungenen Aktionen mehr oder weniger dem Zufall geschuldet sind. Das eher konfuse und inkonsequente Pressing sei da als Beispiel genannt. Mal wird gepresst, mal nicht. Mal etwas stärker, mal nur Alibimäßig. Klar: manchmal schlägt Fuchs eine schöne Flanke auf Huntelaar. Aber manchmal auch nicht. Und meist ist das nur erfolgreich, wenn gravierende Fehler der gegnerischen Manschaft vorausgehen. Manchmal hat Farfan einen guten Tag und kommt mit einem Sprint durch. Aber manchmal eben auch nicht.

    Was mir übrigens gestern aufgefallen ist: bei aller Notwendigkeit, dass ein Spieler wie Draxler auch mal eine Pause brauch, ist es doch erschreckend, dass in einem Spiel, wo die Offensive so wichtig ist, lediglich Farfan und Marica von der Bank kommen. Sonst waren da nur Defensivspezialisten unterwegs.

  17. Hendrik sagt:

    „Spanien, zwei. Deutschland, null. Danke. Bitte. Scheiße.“

    Was hat das mit dem ganzen zu tun? Wer dachte, dass Deutschland in irgendeiner Weise mit der spanischen Liga mithalten kann, ist selber schuld. Das wird Bayern auch noch zu Spüren bekommen. Wie Schalke es letztes Jahr geschafft hat, sich gegen Valencia durchzusetzen ( mit gavranovic anstatt huntelaar for crying out loud) weiß ich immer noch nicht.

  18. Frank aus Rheinhessen sagt:

    @Hendrik
    Genau das sagt das Zitat aus, dass in der spanischen Liga, wohl technisch und taktisch mehr los ist als
    bei uns.

    Aber mal ehrlich jetzt, wie war das letzte Saison und wie waren die Voraussagen für diese Saison? Wo
    stehen wir jetzt?

    Das wir den Trainer wechseln mussten, alle Torhüter zum Einsatz kamen, die IV oft umgestellt werden musste.
    Wir Theater mit den Verlängerungen der Verträge mit Raúl, Huntelaar, Farfan haben oder hatten, mal mehr mal weniger.

    Das unsere beiden AV nicht zur sicheren Defensive beitragen wie sie sollten, aber offensiv für einige Vorlagen zu Toren
    beisteuerten.

    Die jungen Spieler wie Matip, Papadopoulos, Holtby, Draxler, Uchida, Höger, Pukki nicht die gesamte Saison auf Topniveau kicken können.

    DAFÜR stehen wir ganz gut da. Natürlich kann viel verbessert werden und muss auch, aber mal ehrlich, dauert das nicht
    auch manchmal seine Zeit? Gegen das Gepöhle letzte Saison hab ich diese Saison schon viele ansprechende und auch sehr gute Spiele gesehen.

    Unserem Spiel jetzt nur das Zufallsprinzip überzukleppern ist doch arg hart. Da sind Spielzüge zu sehen und der Wille zum Sieg erkennbar, die Mannschaft lebt und ist nicht wie oft in den letzten Jahren einfach willenlos und ohne Eier
    auf dem Platz. Alleine das macht mir Spass.

    In diesem Sinne Wohlsein.

  19. Oberwäller sagt:

    Ich finde den Vergleich mit „36 Punkten und 40 Punkten Rückstand“ nicht okay ! A.Bilbao hat sich in dieser Saison meines Erachtens doch sehr auf die EL konzentriert, was auch dazu beitrug, dass Sie sich gegen ein (sicherlich nicht topmotiviertes)ManU durchgesetzt haben.
    Es wäre meines Erachtens fairer gewesen Bilbao mit unserer letzten Saison zu vergleichen, wo wir in der Liga auch rel. armselig dastanden und in der CL konzentriert aufgetreten sind.

    Weiterhin kann ich mich erinnern, dass Huub während der „guten Phase“ im Spätherbst 2011 als auch den gesamten Winter über immer mal wieder davon sprach, dass wir „nicht stabil genug“ spielen um ganz oben (in der Liga) mitzuspielen. Recht behalten hat er damit – und – sorry – ich kann damit leben. Bedenkt, wir ‚jammern‘ immer noch auf rel. hohem Niveau.

    In der Analyse fehlt mir zudem, dass die AVs mit Tim Hoogland und Sergio Escudero ‚neu‘ besetzt waren – zumindest was die Anfangsformation betrifft. Ich hab‘ mich für beide gefreut und würde mich auch freuen, wenn man Escudero zu halten versucht und ihm Einsatzzeit gibt. Er scheint mir im Vergleich zu M. Jurado doch einsatzfreudiger zu sein.

    Und Torsten: Sei froh, dass Du in einem Ballungsgebiet wohnst. Auf dem Land (bei mir) gab’s nur „Ruckel-stream“, den ich nach ca. 3 Minuten zu Anfang der 2. HZ dankend abgestellt haben und mich an den wenigen, kurzen Szenen bei SAT 1 erfreut habe.

    BWG

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