Artikel im Juli 2012

Gegen Milan nichts Neues

Also gab es da dieses Spiel gegen den AC Milan. Die erste große Bühne der neuen Saison. Ein Freundschaftsspiel, ein Spiel mit zig Wechseln, wo sich möglichst viele Spieler zeigen dürfen sollen. „Da kann man nichts erwarten“ ist mittlerweile das geflügelte Wort zu solchen Spielen. Keinen Kampf bis aufs Letzte, keine Spannung, keine Spritzigkeit. Aber auf irgendwas hofft man natürlich trotzdem.

Man hofft darauf, dass sich die Neuzugänge gut präsentieren. Oder auf ein gut eingespieltes Team, schließlich gab es im Schalker Kader nicht allzu viele Veränderungen. Auf taktische Varianten könnte man auch möglicherweise hoffen. Man sucht nach was Neuem, nach irgendwas was anders ist, was einem jetzt Spaß oder für die Zukunft Hoffnung bereiten kann. Auf irgendwas, was über das Wissen der letzten Saison hinaus geht.

Ich habe nichts Neues entdeckt. Die Formation war wie gehabt. Die taktische Ausrichtung war wie gehabt. Roman Neustädter und Tranquillo Barnetta erfüllten eben den Job, der auf diesen Positionen verlangt wird und auch zuvor schon geboten wurde. Das Offensivspiel hat noch nicht an Ideenreichtum oder Flexibilität gewonnen. Die tief stehende Abwehr Milans konnte nie ausgehoben werden, das Kurzpassspiel funktionierte nur bis 30 Meter vor dem gegnerischen Tor, dort, wo man unbedrängt war.

Das dieses Spiel verloren wurde ist mir völlig egal, und ich will auch nichts Zukunftsweisendes in diese 90 Minuten interpretieren, dafür war es zu sehr „Sommerkick“. Aber das dieses Fitzelchen Neues fehlte ist schon schade. Nichts, was einen „oh, so soll das werden“ oder „das wäre auch eine Variante“ denke ließe. Ein Spiel, das genau so auch in der letzten Saison hätte stattfinden können.

sid & dpa fudeln

Timo Hildebrand sähe sich im Kampf um die Stammposition auf Schalke aufgrund seines Alters im Vorteil, schreibt ein sid-Mensch, und bei der dpa sieht sich Timo Hildebrand dank seiner Reife bereits als Nummer 1.

Zwei Interpretationen, die das dabei zitierte kicker-Interview mit Timo Hildebrand nicht zulässt. Zwar nennt Timo Hildebrand in dem Interview seine Erfahrung als eine seiner Stärken gegenüber seinen Konkurrenten, dass er sich damit aber grundsätzlich im Vorteil fühlt, dass er sich gar als Nummer 1 sieht, eine solche „Kampfansage“ ist aus seinen Worten selbst beim schlechtesten Willen nicht herauszulesen. Eigentlich.

Tatsächlich ist dort so was zu lesen …

Hildebrand: Erfahrung ist nun mal ein wichtiger Aspekt des Torhüterspiels. Aber nicht alles entscheidend.

kicker: Haben Sie ein Gefühl, wer sich durchsetzt?

Hildebrand: Nein, habe ich nicht.



Das komplette Interview lässt sich auf Hildebrands Webseite nachlesen.

„He still bleeds royal blue“

Szepan, Kuzorra und deren Kumpel wurden auf Schalke geboren, spielten hier und wurden auch hier begraben. Aber um Schalker zu sein ist ein solcher Lebenslauf keine Voraussetzung. Was zählt ist die gelebte und ehrliche Identifikation.

Klaus Fischer ist ein geborener Niederbayer und wechselte nach 11 Jahren als Schalke-Profi zum 1. FC Köln. Trotzdem lebt er Schalke bis heute. Im Archiv des internationalen Teils der bundesliga.de-Webseite gibt es ein dreiminütiges Filmchen über Klaus Fischer zu finden. Eine kleine aber hübsche Hommage an Schalkes Großen, welche durch die englische Sprache vielleicht sogar noch ein bisschen interessanter klingt.

Drogba, Caszely, Mekhloufi, Pašic, Sócrates

Fünf Fußballspieler. Fünf Geschichten die davon erzählen, dass Spieler ihre auf dem Platz erlangte Popularität für eine größere Sache einsetzten. Präsentiert von Eric Cantona, seines Zeichens cooler Sack.

Der Film „Rebellen am Ball“ lief Sonntagabend um 22:40 Uhr bei Arte und ist seitdem noch für 7 Tage online anzusehen. Das zu nutzen möchte ich hiermit empfehlen. 90 Minuten von unendlich vielem, was ich, vielleicht man, nicht weiß. Immerhin.


Zu wenig Taschengeld, zu viele Bilder

Über Wochen wurde jeden Samstag, gleich nach dem Frühstück, das Taschengeld zum Zeitschriftenladen gebracht. Es gab Sondertütchen, von Mama und Papa, ab und an auch noch von den Großeltern. Tütchen als Mitbringsel von Freunden und Bekannten der Familie, die in dieser Zeit zu Besuch kamen. Aber nun, nach dem Endspiel, fehlt meinem Sohn immer noch fast ein Viertel aller Bildchen in seinen Panini-Album zur Europameisterschaft.

Solch ein Album ist schwer voll zu kriegen. Mittlerweile ist die Schulhoftauscherei auch nicht mehr ergiebig. Die Quellen versiegen. Aber vielleicht gibt’s hier, unter den Lesern dieses Blogs, ja noch Sammler, die Doppelte übrig haben und das eine oder andere doppelte Bildchen meines Juniors gebrauchen können.

Kontaktaufnahmen bitte per Mail und nicht in den Kommentaren: panini@koenigsblog.net
Unsere Postadresse ist hier nachzulesen.
Alles „solange der Vorrat reicht“ …



Meinem Sohn fehlen:
2, 5, 8, 10, 11, 12, 16, 29, 32, 34, 36, 42, 48, 58, 59, 61, 64, 70, 71, 74, 77, 83, 89, 91, 100, 102, 108, 110, 117, 121, 125, 126, 131, 137, 147, 150, 152, 165, 172, 175, 178, 181, 187, 190, 205, 206, 209, 210, 215, 216, 219, 220, 222, 224, 225, 226, 246, 250, 252, 258, 264, 265, 267, 270, 271, 275, 281, 285, 287, 296, 299, 308, 318, 319, 320, 322, 323, 325, 329, 340, 342, 344, 350, 356, 358, 359, 360, 361, 373, 376, 388, 389, 390, 395, 396, 398, 401, 402, 407, 413, 425, 430, 435, 437, 442, 447, 450, 452, 453, 456, 460, 478, 482, 483, 485, 504, 507, 508, 510, 513, 517, 520, 521, 525, 526, 535, 538, D2, D3, D4, D6, D7, D9, D10, D11, D13

Die Doppelten meines Sohnes:
4, 37, 38, 49, 60, 68, 86, 87, 93, 96, 98, 99, 109, 111, 115, 115, 116, 116, 120, 128, 130, 146, 149, 151, 153, 154, 156, 160, 183, 198, 202, 203, 204, 211, 211, 213, 231, 235, 273, 283, 290, 320, 326, 326, 327, 327, 331, 331, 335, 346, 347, 355, 355, 362, 372, 379, 385, 388, 391, 393, 393, 409, 409, 412, 419, 424, 424, 448, 449, 463, 463, 465, 467, 472, 486, 494, 497, 501, 501, 503, 506, 511, 516, 519, 527, 533, 534

Der Stand der Dinge

Oder eben Draxler statt Holtby. Oder eben Höwedes in der Innenverteidigung und Höger rechts. Oder, falls Fuchs mal ausfällt, Barnetta hinten und Draxler auf dem linken Flügel. Mit Obasi als Ersatz, falls Farfán mal nicht kann. Nur Klaas-Jan Huntelaar sollte dem Schalker Kader nicht dauerhaft fehlen.

Tranquillo Barnettas Verpflichtung finde ich jedenfalls gut. Hoffen wir, dass er fit bleibt.