Drogba, Caszely, Mekhloufi, Pašic, Sócrates

Fünf Fußballspieler. Fünf Geschichten die davon erzählen, dass Spieler ihre auf dem Platz erlangte Popularität für eine größere Sache einsetzten. Präsentiert von Eric Cantona, seines Zeichens cooler Sack.

Der Film „Rebellen am Ball“ lief Sonntagabend um 22:40 Uhr bei Arte und ist seitdem noch für 7 Tage online anzusehen. Das zu nutzen möchte ich hiermit empfehlen. 90 Minuten von unendlich vielem, was ich, vielleicht man, nicht weiß. Immerhin.




20 Kommentare zu “Drogba, Caszely, Mekhloufi, Pašic, Sócrates”

  1. pooly sagt:

    Tolle Dokumentation! Sollte man sich unbedingt mal anschauen.

  2. matz sagt:

    Also Drogba hat sich ja erst kürzlich wieder für das Gemeinwohl eingesetzt. Mit einem Kopfballtor kurz vor Schluss.

  3. hoffedocS04 sagt:

    @Torsten
    Mal ehrlich:
    Habe hier lange nicht geschrieben, weil ich zunächst nach Deinem Artikel vom 2.Mai „Für dumm verkauft“ keine Lust mehr dazu hatte. Politisch UNkorrekt gesagt, fand ich das, was Du da geschrieben hast, (Entschuldigung!)entsetzlich ignorant. Habe ein paar Insiderconnections und stehe 100% hinter dem Verhalten der Schalker Vereinsführung in dieser Sache. Hatte aber keine Lust/Kraft mehr, mich darüber auseinanderzusetzen.

    Aber:
    Warum ich das HEUTE schreibe, weil ich Deinen Hinweis auf diesen Artebeitrag umso schöner fand!! …und ich dadurch Deinem Blog wieder näher gerückt bin. (Profitieren wird der kleine Wappenmaler von der neu erwachten Sympathie und den Insiderconnections in Form eines „Paninibriefes“)

    Und dann allgemein:
    Rangnick bei Red Bull, Babbel in Hoffenheim, das treibt einen Schalke ja geradezu in die Arme;-)
    Bleibe auf jeden Fall Schalkefan bis zur nächsten blauweißen Meisterschaft, also noch fast ein ganzes Jahr;-)

  4. Andreas sagt:

    @matz: *gefällt mir* :o))))

    Wunderbar, dass es immer noch Bestrebungen gibt, den Fußball auf andere Bedeutungsebenen abzuklopfen, als uns die Sport1-Junta weismachen will. Und dass ein jeder Mensch ein Fünkchen Verantwortung in sich trägt, für sich selbst und andere. Das sind die berühmten Eier, von denen einst der vermeintliche Titan sprach, ohne es zu wissen.

    Danke für diesen wichtigen Hinweis, Torsten.

  5. Lucho sagt:

    Carlos Caszely, „el rey del metro cuadrado“, ein aufrechter Kämpfer gegen die Diktatur in seinem Heimatland. Im Unterschied übrigens zu Elias Figueroa, dem anderen herausragenden chilenischen Fußballer seiner Zeit (Südamerikas Fußballer des Jahres 1974-76). Der tauchte 1988 in einem Werbespot für das „Si“ zur Fortsetzung des Pinochetregimes auf…

    Cantona geht einem auf Dauer ganz schön auf den Sack mit seiner Selbstinszenierung, aber die Beiträge sind schon sehr interessant!

  6. Torsten sagt:

    @hoffedocS04

    Schön, dass Du auf Königsblauer Seite bleiben willst und schön auch, dass Du ab und an noch hier vorbei schaust. Für den Wappenmaler sage ich jetzt schon mal danke! Nett auch, dass ich durch diesen Kommentar doch noch ein Feedback zum Artikel vom 2. Mai bekomme, denn Feedbacks sind immer gut, egal ob negativ oder positiv.

    Ich habe ein bisschen darüber nachgedacht und fühle mich danach doch bestärkt in meinem Tun. Ich denke das macht bloggen aus: Die eigene Meinung zu vertreten. Auch wenn andere etwas anders sehen, auch wenn andere glauben etwas besser zu wissen, auch wenn man damit mal jemanden vergrault, der zuvor als Kommentator regelmäßiger Teil des Blogs war. Ich denke, dass ich als Schreiber hier nur so glaubwürdig bleiben kann, und ich denke, dass das ganze Blog nur so interessant sein kann.

    Und weil es aktuell und so themenverwandt mit der Gierig-Profi-Kampagne um Farfán ist, möchte ich kurz festhalten:
    Es kotzt mich unglaublich an, dass der Verein FC Schalke 04, namentlich der Sportvorstand Horst Heldt, mit keinem Wort die Faul-Profi-Kampagne gegen José Manuel Jurado verurteilt. Ich denke, dass er es deshalb nicht tut, weil sie ihm gut zupass kommt, und ich befürchte, dass das alles sogar strategiegemäß vonstatten geht.

  7. JMJ sagt:

    Dieses Jurado-Bashing ist unter allem Niveau. Endlich mal jemand der das als das benennt was es wahrscheinlich auch ist: eine Kampagne! Und wenn der schwäbische Pfennigfuchser HH sie nicht ins Leben gerufen hat, unserem Geiz-ist-geil-Sportvorstand kommt sie auf jeden Fall sehr zu Pass.

  8. matz sagt:

    in drei Sätzen zweimal Heldt-Bashing ist jetzt aber auch nicht so viel besser…

  9. JMJ sagt:

    Ach so, der Film ist toll, im Sinne von: für Fussballfans geradezu wichtig. Erweitert den sportpolitischen Horizont, indem er den Blick dahin lenkt, wo wir sonst eher weniger hingucken; weil auch sportjournalistisch heute viel zu selten jemand mit solchen Geschichten kommt: mit der Geschichte hinter der Geschichte. Danke für den Hinweis, hatte ich im TV verpasst.

  10. JMJ sagt:

    @matz schwäbischer Pfennigfuchser nimmt der vllt. noch als Kompliment.

  11. Maddin sagt:

    Da möchte ich mich tendenziell auf Hoffedocs Seite schlagen. Da ich süchtig nach jeder Information, jeden Gossip und jeder News rund um den geilsten Verein der Welt bin, dabei jedoch das übliche Bild-Forum-Niveau nicht ertragen kann, bin ich auf die Handvoll qualitativ wertvoller Blogs angewiesen zu denen auch der Koenigsblog zählt.

    ABER:

    Gerade was das Wirken von Horst Heldt und Huub Stevens angeht wird hier vom Blogbetreiber so dermaßen auf Contra und dagegen gesetzt, dass auch ich mich seit einiger Zeit des Kommentares enthalten muss um nicht die Fassung zu verlieren. Es fing mit dieser ganzen unsäglichen Konzepttrainer-Debatte an, bei der Ralf Rangnick das verkannte und verbrannte Genie war und Huub der altbackene Knurrer von Kerkrade. RR hätte in der Bundesliga und der Premier Ligue wieder einsteigen können, aber nein: ausgerechnet beim Retortenclub No.1 des Zuckerplörrenherstellers hat er nun endlich das Umfeld gefunden in dem es sich konzeptionell arbeiten lässt! Soviel zu unserem ach so vermissten Ex-Konzept-Guru, das bestätigt nach dem Hoffenheim-Engagement welch geistig Kind er ist. Nach wie vor bin ich sowieso der Meinung, dass wir diese ganze Konzept-Debatte eh nicht führen würden, wenn der nette Kloppo mit dem ungeliebten Nachbar nicht so durchgestartet wäre. Um es mit Udo Latteck zu sagen: Neid und Missgunst.
    Desweiteren musste ich in der Vergangenheit so unglaublich viel Überheblichkeit, Realitätsverlust und Misswirtschaft auf Schalke ertragen, dass mir der „schwäbische Pfennigfuchser“ in nur einer Saison echt ans Herz gewachsen ist. Die ganzen Felix-Fehler tatsächlich los zu werden und den Kader so aufzustellen wie er stand heute ausschaut – davor ziehe ich den Hut! Und komme mir jetzt hier niemand mit dem wer-hat-Raul-geholt-Totschlagargument, dann kotz ich im Strahl! Mein Fussballherz hat keinen Umweg über München oder Hoffenheim genommen, ich beschäftige mich seit ich dem Mythos vom Schalker Markt verfiel ausschließlich mit Schalke und da gab es genug Eichbergs, Assauers, Müllers, Schnusenbergs und Magaths. Endlich schätz in Persona Horst Heldt endlich mal jemand den finanziellen Background des Vereins mal realistisch ein. Nebenbei hält derClemens meistens die Klappe und Huub hat uns im ersten Jahr in die CL gebracht.
    Und was Jurado angeht: Nicht der Vorstand hat diese Lustlos-Kampagne lanciert, sondern die einschlägige Dumpfbacken-Presse. Es ist ja nun nicht so, als hätte jener Spieler nicht genug Chancen bekommen sein Können zu zeigen. Er will/kann es offenbar nicht, also sollte mensch einen Transfer anstreben. Ein öffentliches denunzieren des Spielers durch Horst Held nur „weil das in der Farfan-Debatte“ auch so war lässt den Marktwert des Spielers nicht gerade steigen, wa?
    Ich werde diesen Blog sofort wieder mit Inbrunst verfolgen, weiterempfehlen und kommentieren wenn dieses permanente, grundsätzliche und völlig irrationale HH-HS-Gemecker mal einer etwas neutraleren Betrachtungsweise weicht. Denn 302-Gequatsche ertrage ich ausreichend an jedem Spieltag und mit den motzenden Gestalten möchte ich Torsten niemals in einen Topf werfen. Die sind nämlich in jeder Hinsicht zum Fremdschämen….

  12. runnersup04 sagt:

    @ Maddin

    „Neid und Missgunst,unglaublich viel Überheblichkeit, Realitätsverlust und Misswirtschaft“ – das trifft es ganz gut.

    Danke für deinen beitrag und nebenbei bemerkt (in bezug auf 302-gequatsche): nichts widert mich bei meinem verein mehr an, als das unerträgliche spielerbashing der „besten fans der welt“ (ich könnte jedesmal kotzen, wenn ich diese selbstbeschreibung höre) und die antibvbgesänge, wenn die ganz woanders spielen. Beides ist gleich lächerlich und peinlich und ich hänge seit rund 45 jahren an meinen schalkern und bei aller möglichen spielerkritik damit auch an denen, die unser trikot tragen – da war und ist kein platz für bashing, nicht für Engelaar oder Jurado und btw auch nicht für Albert Streit.

  13. matz sagt:

    Ich bin etwas verwirrt.

    Ich unterstütze den Sanierungskurs ausdrücklich. Weder habe ich vergessen, dass in der letzten Dekade zweimal kurzfristig Geld zugeschossen werden musste, um den Verein flüssig zu halten (und Liquidität = Lizenz). Auch sehe ich, dass trotz aller Beteuerungen in den letzten Jahren der Personalkostenetat nicht in den Griff bekommen wurde und dass hier dringend Handlungsbedarf besteht.

    Aber ich verstehe nicht, warum die gegenwärtige Transferpolitik allein Horst Heldt zugeschrieben wird. Für mich setzt der nur Vorgaben um, die ihm vpm Finanzvostand und AR erteilt wurden. So muss es eigentlich auch sein. HH als Finanzstratege des Vereins, der nach intensivem Studium der Bilanzen einen Sparkurs ausgetüftelt hat? Das kann ich mir kaum vorstellen. Oder glaubt jemand, der Verein hat HH 10 Millionen für Transfers zur Verfügung gestellt und er weigert sich, die auszugeben?

  14. Raul04 sagt:

    Nicht streiten über Horst Heldt!

    Die Beurteilung kommt noch und wird einfach:

    1. HH hat auf der Mitgliederversammlung gesagt, er will sich an dem Obasi Transfer messen lassen.

    2. Mal sehen wie es mit Hunterlaar ausgeht, da kann sich HH beweisen. Der hat ihn schon mal vor 3 Jahren an der Nase rumgeführt. Hat wohl dann mal 1 Woche sein Handy ausgeschaltet und war nach der mündlichen Zusage nicht mehr erreichbar. Ein deja-vu?

    Artikel vom 23.07.2009

    Der VfB Stuttgart hat die Transferverhandlungen mit dem niederländischen Angreifer Klaas-Jan Huntelaar abgebrochen. „Wir lassen uns nicht hinhalten“, sagte Manager Horst Heldt.

    Der Wechsel von Klaas-Jan Huntelaar zum VfB Stuttgart ist geplatzt. Wie der VfB am Donnerstagmorgen bestätigte, haben die Schwaben die Transferverhandlungen mit den 25-jährigen Angreifer von Real Madrid abgebrochen. Damit geht ein wochenlanges Hin und Her um einen möglichen Wechsel Huntelaars zu Ende.

    „Wir wollten Klaas-Jan Huntelaar verpflichten, weil er mit seiner Spielweise sehr gut in unsere Mannschaft gepasst hätte. Aber wir sind nicht bereit, uns hinhalten zu lassen“, sagte VfB-Manager Horst Heldt.

    Zwar soll Huntelaar dem VfB eigentlich bereits eine Zusage gegeben haben, nun aber doch lieber in die englische Premier League gehen wollen. Im Gespräch seien der FC Arsenal und auch der FC Chelsea. Mit Real Madrid war sich der VfB bereits über eine Ablöse von zunächst 18 Millionen Euro für den Torjäger einig geworden.

    Damit gerät Stuttgart nun unter Zugzwang. Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start muss sich der letztjährige Tabellendritte nach einem Ersatz für den zum FC Bayern abgewanderten Mario Gomez umsehen. Geld ist genügend vorhanden, immerhin spülte der Gomez-Verkauf rund 30 Millionen Euro in die Kassen der Stuttgarter. Als möglicher Kandidat gilt unter anderem der Brasilianer Vagner Love von ZSKA Moskau.

  15. Maddin sagt:

    @Matz: wer schlussendlich den Sparkurs definiert ist vollkommen egal. Ein Horst heldt könnte nun sagen: ein professionelles Arbeiten ist mit diesen Vorgaben kaum möglich, ich ziehe ein Dorf weiter. Macht er aber nicht, von daher ist er zumindest teilweise am konsequenten Sparkurs „schuld“.

    @Raul: mhhhhh… Zum Zungeschnalzen dein Beitrag. Ein Paradebeispiel für das heraufbeschwörende Katastrophengemecker Richtung sportlicher Leitung. Frei nach der Devise: ich Suche mir jetzt eine Variabel an der ich den Vorstand messe, verknüpfe diese Variabel mit Begebenheiten aus der Vergangenheit und wenn es schiefgeht kann ich breitarmig ausrufen „Ich habet Euch ja gesacht!“.
    302-Gelaber auf dem Weg zur Arena quasi. Deine Meinung gegenüber Horst Heldt respektiere ich, aber dein Beitrag bestätigt genau das, was ich bereits vorher schrieb.
    Ich denke das Huntelaar ein ordentliches Vertragsamgebot unterbreitet wurde. Wenn er jedoch unbedingt in England anheuer will, dann soll das halt so sein. 24Mio für 3 Jahre ist für schalkeverhältnisse fast schon obszön.

  16. matz sagt:

    @ Maddin: Kann ich nicht nachvollziehen. Einem Manager, der sagte, ich kann nur arbeiten, wenn ich selbstverantwortlich Geld rausschmeißen darf, hatten zuletzt bei uns ja sogar die Mitglieder einen Riegel vorgeschoben.
    Der Verein hat sich einen Sparkurs verordnet. HH hat mit diesen Vorgaben zu arbeiten, was für einen guten Manager auch nicht ehrenrührig ist. Ihn deshalb als „sparbesoffen“, „Pfennigfuchser“, „Geiz ist Geil-Vorstand“ zu beschimpfen, geht deshalb meiner Meinung nach an der Sache völlig vorbei. Dann soll man doch die Verantwortlichen (Tönnies, Peters, AR) beim Namen nennen.

  17. Maddin sagt:

    @Matz
    Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt und wir missverstehen uns. Ich bin mit Dir einer Meinung was die Umsetzung unseres Sparkurses unter Horst Heldt angeht. Viele viele andere Blauweiße scheinen die dringende Notwendigkeit der finanziellen Konsolidierung noch immer nicht begriffen zu haben und träumen weiter von den Kalous, van der Vaarts und so weiter.

  18. Ney sagt:

    Meine Wahrnehmung dagegen:
    Es gab kein Rangnick Hochgejuble. Die Konzeptfussball-Debatte
    ist lange beerdigt. Es gab gegenüber Huub Stevens initial eine
    gewisse und begründete Skepsis, aber keine Abneigung in diesem
    Blog. Dass Farfan durch den Verein öffentlich vorgeführt wurden, ist
    ernstlich kaum zu bezweifeln. Man kann sich allenfalls darüber
    auseinandersetzen, wie die so eine Vorgehensweise zu bewerten ist,
    zum Beispiel inwieweit sie mit dem Verhalten der Spieler begründet
    ist, oder ob solche Vorführungen der Mannschaft bzw. dem Verein
    eher nützen oder schaden.

    @topic
    ent Cantona is kuhl es ewa.

  19. elbdeichrutscher sagt:

    Der Film wird übrigens in der Nacht von Samstag auf Sonntag (21./22.7.) ab 01:25 Uhr wiederholt, falls jemand gerne archivieren möchte.
    BWG

  20. hoffedocS04 sagt:

    Der Paninibrief ist abgeschickt und freut hoffentlich!!

    Und obwohl ich heute wieder einmal sehr müde bin, möchte ich noch ein letztes Mal versuchen, meinen Standpunkt in dieser „Farfansache“ zu erklären. Und NICHT polemisch.

    Natürlich sollte grundsätzlich ein Verein versuchen, den eigenen Spielern Rückendeckung zu geben. N A T Ü R L I C H!!!

    ABER:
    Schalke 04 ist stark verschuldet und steht damit nicht allein.
    Es gibt Regeln bzgl. finanzieller Transaktionen, die im allgemeinen Geschäftsleben und auch im Fußballgeschäft gelten. Die Transfers sind teurer geworden als es den meisten Vereinen lieb ist, aber dagegen ist nichts zu machen, weil Arbeitnehmer, die vertraglich noch gebunden sind, „freigekauft“ werden müssen, und dies gehorcht den Gesetzen des Marktes. Im Fußballgeschäft geht es dabei um hohe Summen. Damit müssen sich auch die klammen Vereine abfinden.
    Schon umstrittener – um es vorsichtig auszudrücken – ist das „Handgeld“, denn die Spieler, um die es hier geht, sind vertraglich frei. Hier werden die Vereine – entgegen allgemeiner geschäftlicher Bedingungen – gezwungen, „Schmiergelder“ zu zahlen. Wer am höchsten „schmiert“, bekommt den Spieler. (Hier sahnen auch die Berater am meisten ab!!) Dies ist zu Recht umstritten, aber da es allgemeine Praxis geworden ist, lassen sich die Vereine erpressen. Was anderes bleibt ihnen nicht übrig.
    Nun hat Farfans Berater noch einen draufgesetzt. Nämlich den Verein, bei dem der Spieler vertraglich noch gebunden ist, um eine Art „Voraushandgeld“ zu erpressen, damit er den Vertrag verlängert und die Handgeldsituation gar nicht erst entsteht. Wenn diese Praxis ebenfalls Schule macht, dreht sich die Schraube eine Runde weiter. Aber bei jeder Umdrehung dieser Schraube verlieren die Vereine gegenüber den Spielern mehr an Boden, und das betrifft natürlich besonders die verschuldeten Vereine wie Schalke. Hier gibt es nur die „Flucht nach vorn“. Und das ist die Öffentlichkeit. Es geht um die Existenz der meisten Vereine im Profifußball. Um nicht mehr und nicht weniger.

    All die anderen Fragen, ob Jurado ein „Faulprofi“ ist oder nicht, ob man ihn da vor den Medien schützt oder nicht, ist eine ganz andere Ebene. Die kann man diskutieren.

    Aber bei Farfan gab es im Interesse des Profifußballs nichts zu diskutieren, ganz besonders für Schalke 04 nicht. (Farfan ist kein Kind wie der kleine Wappenmaler. Er mag schüchtern und sympathisch rüberkommen, aber er ist ein erwachsener Mann, der für die „Politik“ seines Beraters verantwortlich ist, denn es geht nur um ihn. Er kann wunderbar für Schalke spielen, aber er hat versucht, seinen Verein zu erpressen und hat in Horst Heldt seinen Meister gefunden und verloren, und das ist gut so.)

    Ich hoffe, das kommt jetzt nicht arrogant rüber. So ist das nicht gemeint.

Schreibe einen Kommentar