Zum Pfeifen zumute

Schalke ist erneut zu blöd zum siegen. Nach dem Spiel gegen Montpellier steht erneut nur ein 2:2 zu Buche, und wieder konnte der Gegner kaum was dafür.

In der 13. Minute griff Atsuto Uchida seinen direkten Gegenspieler nicht an, lies ihn unbedrängt zum Schuss kommen und hatte seinen Anteil am ersten Gegentor. Beim zweiten Gegentor in der 90. Minute fiel Lars Unnerstall wie eine Bahnschranke. Richtig, ich bin kein Experte fürs Torwartspiel, und solche mögen mir gerne erklären weshalb das alles so richtig ist, was Lars Unnerstall tut. Aber ich kann mir nicht helfen, seine Aktionen sehen häufig nicht so aus wie die Aktionen anderer Torhüter auf diesem Niveau.

Das waren die schlimmsten Momente in einer von Schalke lange Zeit eigentlich gut geführten Partie. Huub Stevens stellte Teemu Pukki neben Klaas-Jan Huntelaar, verzichtete auf klar definierte Außen und lies Holtby und Draxler hinter den Spitzen viele Freiheiten. Das alles funktionierte prima.
Zwar wurde nicht jeder Spielzug toll ausgeführt und es war kein Feuerwerk, was Schalke abbrannte, aber es kam doch immer wieder zu gefährlichen Spielzügen durch die Mitte. Draxler war der überragende Spieler, setzte sich in Dribblings durch, bewies in der Zentrale Übersicht, spielte präzise Pässe und machte vor allem das Spiel immer wieder schnell. Er profitierte dabei auch von der Zwei-Stürmer-Konstellation. Während Klaas-Jan Huntelaar an der Abseitsgrenze lauerte, bewegte sich Teemu Pukki immer wieder auch nach Außen und war dort anspielbar.

Gleichzeitig wusste Atsuto Uchida seinen Platz zu nutzen. Abgesehen von der Szene beim ersten Gegentor machte er meines Erachtens ein hervorragendes Spiel und bewies, dass er auch ohne Jefferson Farfán vor sich durchaus für Offensivkraft auf der rechten Seite sorgen kann.

Eigentlich gefiel mir alles gut, bis zum 2:1. Als Julian Draxler verletzt ausgewechselt wurde fehlte der Tempomacher im Mittelfeld. Als Huub Stevens 13 Minuten mit dem Wechsel Jefferson Farfán für Teemu Pukki endgültig auf Flügelstürmerspiel umstellte, wurde es wieder umständlich.
Montpellier lag zurück, versuchte das Mittelfeld nach vorne zu verlagern, bot Räume an der Abwehrreihe. Doch statt diese so gradlinig zu nutzen wie Schalke es zuvor 66 Minuten versuchte, wurde nun wieder und wieder das Spiel verzögert. Mal ging der Ball nach hinten, mal nach Außen, zu selten direkt nach vorne. Und wenn, dann wurde er dort vertändelt.

Schalke wurde unpräzise und verhunzte sich damit vieles selbst. Trotzdem kam man noch zu besten Chancen, das 3:1 zu erzielen. Ibrahim Afellay und vor allem Klaas-Jan Huntelaar hätten das Spiel entscheiden müssen. Taten sie aber nicht. Stattdessen kassiert man mit dem zweiten ernsthaften Torschuss des Gegners den zweiten Gegentreffer.

Es gibt viel zu verbessern auf Schalke, aber scheinbar diskutiert man lieber über Pfiffe. Zum dritten Mal in Folge spielte die Mannschaft in den entscheiden Spielphasen Larifari-Fußball, lässt Tempo und Biss vermissen, und auf Schalke wird trotzdem so getan, als seien die darüber verärgerten Zuschauer Leute, die zu hohe Ansprüche hätten, „Fußballkunden“, die den Hals nicht voll kriegen. Die Ahnungslosen, die es von den „treuen Fans“ zu trennen gilt.

Gegen Mainz war Schalke ebenso kurz davor, eine knappe Führung zu verspielen, wie gegen Montpellier. Meines Erachtens spüren die Zuschauer auf Schalke sehr genau, wenn was nicht gut läuft. Ich denke auch, dass Pfiffe nicht leistungsfördernd sind, ich mag sie nicht, ich pfeife selbst grundsätzlich nur nach einer Halbzeit oder nach dem Schlusspfiff. Aber Schalker sind viele, und Schalke ist so wie es ist, weil die Leute sehr emotional sind, was sich in Freude und Ärger gleichermaßen bemerkbar macht. Ab und an liebe ich diese Extreme, manchmal ist es unangenehm. Aber dieses Besserfans-Gehabe, dieses vorschreiben wollen, wie man sich denn bitteschön zu verhalten habe, wer was wie rufen darf und wer wann was mitzusingen hat, begleitend mit dem Blödsinn, wer nicht entsprechend funktioniert sei kein echter Schalker, zu anspruchsvoll oder sonstwie unnormal, geht mir mindestens ebenso sehr gegen den Strich.



Foto: puamelia



30 Kommentare zu “Zum Pfeifen zumute”

  1. Maddin sagt:

    Es war schlichtweg eine Frechheit wie die gesamte Mannschaft nach der Führung das Offensivspiel konsequent eingestellt hat. In Überzahl.
    Holtby hat mich heute arg enttäuscht, anstatt die Kugel einfach mal dem lauernden Hunter durchzustecken ein permanentes Quergerenne und Geschiebe. Unsere beiden Aussenverteidiger sind und bleiben eine Katastrophe! Wie Fuchs und Uschi permanent den Zweikampf scheuen und quasi als Bodyguards den Gegenspielern Geleitschutz geben ist langsam zum Verzweifeln!

  2. Klopenner sagt:

    Kann mich dem eigentlich nur anschließen, was ihr beide schreibt.

    Mal abgesehen davon, dass ich wirklich überrascht war, Pukki von Beginn an zu sehen, frage ich mich, warum Stevens ihn wieder vorzeitig runter genommen hat. Für mich war er der bessere Stürmer heute. Huntelaar stand ein ums andere Mal schlecht postiert, was daran lag, dass er stand. Pukki dagegen war immer in Bewegung. Nicht immer effizient und glücklich, aber immerhin hatte er Ideen, Tempo und Lauffreude. Das alles konnte ich beim Hunter nicht sehen. Der eigentlich wieder nur durch Meckern und Chancen-Vergeben aufgefallen ist. Nach dem Spiel dann auch direkt die Fans „anzugreifen“, dass die Pfiffe die Mannschaft immer verunsichern würden, ist schon bedenklich. Die Pfiffe kommen doch erst, weil die Mannschaft schlecht spielt.

    Wie es im Fußball häufig ist, macht die Mannschaft in Unterzahl die Tore (in diesem Fall eins). Aber die Art und Weise wie wir nach dem 11m gespielt haben, war völlig fürn Arsch. Wir verlieren in dieser Situation unseren besten Spieler durch Verletzung, gewinnen dafür die Führung im Spiel. Und was macht Stevens kurz darauf? Er nimmt den zweitbesten Spieler vom Feld – das nämlich war Pukki für mich heute. Er hätte auch Höger rausnehmen können für Farfan, der nicht wirklich überzeugen konnte. Wer konnte das heute eigentlich überhaupt? Von Aggression und Leidenschaft hab ich im Spiel auch nicht viel gesehen. Jedenfalls keine positive.

    Für mich ist derzeit Holtby ein Problemfall. Er wurde in den letzten Spielen in vielen Onlineportalen im Spielbericht zu den besseren Spielern gezählt. Allerdings konnte ich das bisher nicht verstehen. Er hat Tore gemacht, okay, aber meistens drosselt er das Tempo, so wie heute. Statt auf das Tor zu zimmern, wird immer wieder quer oder zurück gespielt. Das ist eigentlich die ganzen letzten Spiele so. Wir versuchen den Ball rein zu tragen, was aber nicht klappt, weil wir vorne nur den Hunter stehen haben. Dessen technischen Fähigkeiten sind zwar vorhanden, aber auch irgendwie limitiert. Wer soll also vorne „Barcelona-like“ durch den Strafraum tanzend die Bälle verteilen? Niemand. Mit 2 Spitzen wie heute wäre das schon mal einfacher und es hat auch phasenweise gut ausgesehen. Ich will damit sagen, dass Holtby derzeit neben sich steht und unser Spiel er langsamer und defensiver macht.

    Auch kann ich es nicht mehr hören, dass man im nächsten Spiel eine Reaktion zeigen will. Wie lange wollen die Spieler sich das eigentlich selbst vorlabern? Ne Reaktion nach dem Münchenspiel…gab es nicht, gegen Mainz stimmte nur das Ergebnis. Also folgte die „Reaktion“ gegen DDorf. Zumindest eine Halbzeit lang um dann noch kläglicher zu „versagen“. Okay, dann eben eine Reaktion gegen Montpellier. Auch hier war es zwischenzeitlich ganz passabel, dennoch lässt man sich wieder die Butter vom Brot nehmen. Was schließen wir daraus? Es wird eine Reaktion gegen Wolfsburg geben, wie Höwedes auf der Schalke Homepage ankündigt. Man darf gespannt sein.

    Vom Trainerteam erwarte ich auch eine Reaktion. Nämlich Holtby und Huntelaar eine Pause zu geben und dafür Pukki und wen auch immer aufzustellen. Einfach nur, damit mal was anders laufen kann.

    Man, lange Rede kurzer Sinn…es war der vermeintlich leichteste Gruppengegner und wir konnte in Überzahl nur einen Punkt holen…das ist traurig und darüber darf man sich aufregen. Völlig egal wie man dann angeguckt wird.

  3. hellwach sagt:

    Ich habe mir gerade noch einmal die Highlights angesehen. Was mir vor Ort -nicht nur heute- durch den Kopf ging: „Unnerstall baut keine Böcke, aber er hält auch nicht riesig“ fand ich bestätigt. Das mit der Bahnschranke sehe ich gar nicht so, aber die Torhüter, die Punkte oder gar Spiele gewinnen halten sowohl das erste als auch das zweite. (Beim 0:1 war er dran, beim 2:2 nicht weit weg).

    Uchida steht beim 0:1 wirklich „weit weg“. Ich würde an seiner Stelle auf Freispruch plädieren. Wie kann es sein, dass ein gegnerischer Spieler so völlig unbedrängt in der Mitte bis beinahe zur Strafraumgrenze laufen darf? Mit Ball! Und unbedrängt diesen Pass spielen kann?

    Und meine Nackenhaare kräuseln sich bei jedem mal, bei dem der Ball auf unsere linke Seite kommt. Fast jeder Ballverlust führt zu einer gegnerischen Chance, fast jeder Angriff des Gegners wird von einem blauen (rückwärts) laufenden aber nicht attackierenden Verteidiger eskortiert.

    Die Position des linken Verteidigers ist nach wie vor vakant. Fuchs müht sich zwar, flankt manchmal sensationell, schlägt gute Standards und kann weit werfen (was nix nutzt) aber er ist kein Verteidiger.

    Außerdem ist mir mittlerweile schmerzhaft klar geworden, dass wir seit dem Abgang von Raul keinen Spieler neben dem Hunter (großartige Schusstechnik, die er heute gezeigt hat) haben, der torgefährlich ist. Derjenige, der wenigstens Zug zum Tor hat, fällt jetzt sechs Wochen aus.
    Gute Besserung und Glückauf Julian Draxler.

    Ich war gegen Mainz und heute in der Arena. Ich habe bei beiden Spielen nicht in einer Minute, in einer Szene den Eindruck gehabt, dass ein Spieler sich hat hängen lassen, nicht bereit war, nicht wollte. Darum habe ich die Pfiffe als sehr ungerecht empfunden. Wenn Unnerstall den Ball aufnimmt und eine Ausholbewegung macht, den Mut verliert, den Knicker auftippt und dann aus Verlegenheit mit dem Fuß aus der Hand 60m weit ins aus spielt, kann man unzufrieden sein. Bin ich auch. Da kann man pfeifen. Wird Unnerstall daraus lernen? Hat der Trainer einen besseren Torhüter/Abwerfer? Also, ich pfeif dann nicht, auch wenn ich´s Scheiße finde.

    Mich beschleicht allerdings der Verdacht, dass es darum gar nicht geht. Mit der von Magath diffamierten „kleine Gruppe“ haben Stevens/Heldt jetzt versucht, sich mittels Nordkurvenlob zu verbünden. Blöd ist daran, dass es genauso zur Spaltung führt. Und den Herren Profis zum Alibi gereicht. Und gewiss nicht im Sinne des Leitbildes ist.

    Schade

    PS: Die Trainer sind schuld. Stevens, weil er Pukki nicht von Anfang an gebracht hat. In den letzten 3 Partien, damit er sich warm spielen kann. Und weil er Barnetta nicht früher gebracht hat. Und Affeley. Für Draxler. Hätte der sich nicht verletzt. Van Gaal, weil er Affeley nicht für die Elftal nominiert hat. So kriegt der Mann doch keine Spielpraxis.

    PPS: Hätte sich die Szene vor dem 2:1 umgekehrt ergeben, hätte sie ein lautes Echo erzeugt. Oder erklärt mir jemand die Regel, nach der der Platzverweis an den Spieler Bocaly ausgesprochen wurde? Armbruch?

  4. derwahrebaresi sagt:

    @Zum dritten Mal in Folge spielte die Mannschaft in den entscheiden Spielphasen Larifari-Fußball, lässt Tempo und Biss vermissen, und auf Schalke wird trotzdem so getan, als seien die darüber verärgerten Zuschauer Leute, die zu hohe Ansprüche hätten, „Fußballkunden“, die den Hals nicht voll kriegen.

    damit ist alles gesagt.

  5. Pottblog sagt:

    Links anne Ruhr (04.10.2012)…

    Duisburg: Irritationen um Planung der Loveparade-Gedenkstätte (WAZ.de) – Essen: A40-Sperrung – Stadt lässt Halteverbote bestehen (NRZ.de) – Duisburg: "Wir brauchen Unterstützung" (Ruhrbarone) – Über…

  6. danbreit sagt:

    Wann kamen denn die stärksten Pfiffe? Bei einer Aktion wo wir in Überzahl den Ball gewonnen haben und sehr viel Platz nach vorne hatten. 3 Schalker Spieler in Ballnähe traben aber nur gemütlich anstatt, dass zumindest einer mit einem Umschaldspiel zeigt, dass man den Sack zumachen will.
    Da habe ich auch gemerkt, dass es wieder eine Zitterpartie werden wird. Genau in solchen Situation muss man mit Dominanz und Vehemenz den Fans und dem Gegner zeigen, dass hier nichts mehr anbrennen wird. Und ganz sicher nach einem Spiel wie gegen Düsseldorf, wo man sich schon die Butter vom Brot hat nehmen lassen.

  7. Andreas sagt:

    Zum Spielgeschehen stimme ich dir voll und ganz zu, zum Pfeifen waehrend des Spiels habe ich allerdings eine andere Meinung. Ganz speziell wenn man sieht das sich Teile des Publikums nur einen Spieler zu dem Thema ausgesucht haben.

    Ich habe nicht’s gegen Pfiffe in der HZ oder nach dem Spiel, aber was da zum Teil von Leuten in der Arena zum Beispiel gegen Unnerstall gemacht wird ist unter aller Sau.

    Zum Spiel sag ich besser nicht’s weiter, sonst musst du meinen Kommentar noch moderieren :D

    Edit: Ich zitiere mal 1:1 aus dem Block:
    Bezeichnend gestern die Szene in der 81. Minute (für die, die sich das nochmal anschauen wollen). Wir führen. Unnerstall fängt einen Ball, rennt an die Strafraumkante. Guckt. Keiner (!) läuft sich frei. Also stoppt er ab statt den Ball sinnlos nach vorne zu hauen.

    Pfeifkonzert.

    Aber sicherlich haben die tollen Fans die anderen 10 Spieler ausgepfiffen, weil die sich nicht freigelaufen haben.

  8. eisenschleuder sagt:

    hehe, gaaanz bestimmt! :D

    es wurde hier und andernorts schon sehr viel dazu verlautbart;ich möchte dazu noch folgenden glückskeksspruch anmerken:
    wer mit kacke wirft macht sich meist auch selber die hände schmutzig.
    ruhig mal ausprobieren.
    außerhalb der spielzeit zu pfeifen find ich auch nicht schlimm. aber ich sehe halt oft bei unserem publikum die fairness und verhältnismäßigkeit nicht gegeben.

  9. Matthias sagt:

    Erst die 100%ige Möglichkeit auf das 3:1 vergeben, dann an der Mittellinie den Ball verlieren und das 2:2 einleiten und schließlich in einer abenteuerlichen Argumentationskette („die Zuschauer wollten, dass wir nach vorne spielen und Chancen kreieren, die wir dann auch hatten aber vergeben haben, woraufhin wir das 2:2 kassierten“) die Fans dafür verantwortlich machen. Von Selbstzweifeln ist Klaas-Jan Huntelaar zumindest nicht zerfressen. Wenigstens etwas Gutes.

  10. matz sagt:

    Lars Unnerstall hat einfach keine besonderen Stärken. Von solchen Torhütern gibt es viele, sie spielen nur normalerweise nicht auf dem Niveau. Unnerstall wurde in der letzten Saison und in dieser Saisonvorbereitung von Timo Hildebrand verdrängt. Es ist ja nicht so, dass unser Trainerteam nicht die Unterschiede sehen würde. Das eigentliche Problem ist Ralf Fährmann. Der wurde als Nummer 1 verpflichtet und ich weiß nicht, warum er nun nicht die natürliche Nummer 2 ist, aber es scheint wohl im Augenblick nicht zu reichen. Nach normalen Kategorien wäre Lars unser Nummer 3, was auch seiner Qualität entspreche. Das er nun schon so lange in unserer Kiste steht, weil Not am Mann ist, kann man ihm ja wohl kaum zum Vorwurf machen und die Art und Weise, wie mit ihm zurzeit umgegangen wird, macht die Situation für niemanden besser.

  11. Andreas sagt:

    Wer war eigentlich der Spieler, der den Ballverlust im Mittelfeld zu verantworten hatte, der dem Ausgleich voraus ging? Ich habe die Szene in keiner Wiederholung sehen können, weil ich danach genug hatte. Aber die allzu lässige Körpersprache im Duell im dem Gegenspieler und das nicht vorhandene Nachsetzen fand ich schlimmer als die Leistung von Lars Unnerstall über 90 Minuten.

    Jeder im Publikum mag seine Meinung haben, aber wie sich die Vollhonks von Pfeifenköpfen immer wieder einen neuen Sündenbock für ihre eigenen Unzulänglichkeiten suchen, bleibt neben all dem Kommerz für mich der Hauptgrund, die Arena nicht mehr aufzusuchen. Das ist nicht Schalke, das ist zutiefst asozial und eine einzige Seuche. Warum gibt es dagegen keine Choreos in der NK?

  12. DeepBlue sagt:

    Zu spät den Livestream eingeschaltet. Zurückgelegen. Geärgert.
    1:1 gefreut
    2:1 noch mehr gefreut
    Dominanz gesehen: schon in Sicherheit gewiegt

    Als es auf Bundesliga.de allerdings hiess: „87. Minute, das spielt Schalke jetzt locker herunter“, wurde ich dann doch besorgt. Schliesslich kenne ich meine Knappen ja schon klänger. So geschah, was geschehen musste:

    Man war wie in Düsseldorf einfach zu dämlich, eine sichere Führung nach Hause zu bringen.

    Den Busfahrer trifft diesmal allerdings keine Schuld.

    Sehen wir es positiv: In der diesjährigen CL-Saison sind wir noch ungeschlagen!!

  13. RWDJojo sagt:

    @hellwach
    Sehe ich auch so. Unnerstall macht wenig extreme Dinge. Weder Fehler noch Glanztaten. Er ist ein solider Ersatztorhüter. Leider nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Leider scheinen einige Fans in ihm einen Neuer-Nachfolger zu sehen. Da akzeptiert man nicht, dass Unnerstall 2 Klassen schlechter ist. Im Übrigen finde ich, dass seine langen Bälle besser werden. Man sieht auch immer wieder, dass er das Spiel gerne schnell machen will. Leider fehlten in den letzten Spielen auch die Anspielstationen und ihm der Mut einen riskanteren Abwurf zu wagen.

    @Klopenner und alle anderen „Pukki-Verfechter“
    Ja, Pukki hat ordentlich gespielt und war ein Aktivposten. Aber trotzdem war er immer wieder einen Schritt zu spät oder konnte sich körperlich nicht durchsetzen. Außerdem profitiert Pukki davon, dass der Hunter zusätzliche Gegenspieler bindet. Als alleinige Spitze kann ich mir Pukki nur schwer vorstellen, da er dann weniger Raum hat und körperlich zu schwach ist. Der Wechsel zu Farfan war grundsätzlich sinnvoll. Dadurch wurde das System umgestellt (auf das gewohnte System). Durch die Doppel-6 wollte man sicherlich mehr Stabilität in der Zentrale bekommen und gleichzeitig hoffte man auf Freiräume auf den Außen, die ein Farfan eigentlich gut nutzen kann. Dass Farfan (wie auch Afellay) ein Totalausfall war, kann man leider erst hinterher wissen.

    @Pfiffe
    Ich fand das mit den Pfiffen noch ok. Immerhin richtete es sich diesmal nicht gegen einen einzelnen Spieler, sondern gegen die beschissene Spielweise der Mannschaft. Sich seitens der Spieler über die Pfiffe zu beschweren ist eine billige Ausrede. Für mich war und ist es unverständlich, wie man ab der 70. Minute das komplette Offensivspiel aufgegeben hat. Ich habe nichts dagegen, wenn gegen einen gut sortierten Gegner bei eigener Führung der Ball auch mal hinten rum gespielt wird und man den Ballbesitz behält. Aber wenn man in der Mitte der eigenen Hälfte den Ball erobert und der Gegner kurzfristig unsortiert ist, dann muss man sofort die Positionen (Flügel) besetzen und konsequent spielen. Stattdessen wurde immer wieder gewartet, dass Montpellier sich sortieren konnte. Dann ist es klar, dass man nicht mal eben locker vors Tor kommt. Insbesondere dann, wenn die beiden Außenspieler so wirken als hätten sie schon 70 Minuten in den Knochen, obwohl beide erst kurz vorher eingewechselt wurden. Es ist ok, wenn schwierigere Pässe mal nicht ankommen oder man 1904%-ige Chancen vergibt. Das KANN mal passieren. Aber Lauffreude und -bereitschaft zeigen ist immer drin!!!

  14. Tobi sagt:

    Zu den Ergebnissen: Zur Zeit einfach zu blöd und zu fahrig die Dinger nach Hause zu schaukeln.
    Zu den Pfiffen: Gelinde ausgedrückt sitzt / steht jetzt nicht unbedingt das extrem Fußball fachkundige Publikum im Stadion
    Zu Unnerstall: Da kann ich mich mit Matz Worten gut anfreunden. Lars Unnerstall ist halt eher ein Durchschnittsschnapper, der durch für ihn glückliche Umstände ne Menge Spiele für uns gemacht hat. Ein Neuer wird er nie. Dass man deshalb jede Aktion spöttisch betrachten muss, ist über und auch irgendwo nicht fair

  15. meinzu sagt:

    „Gleichzeitig wusste Atsuto Uchida …. auch ohne Jefferson Farfán vor sich durchaus für Offensivkraft auf der rechten Seite sorgen kann.“

    Hier dachte ich auch immer es würde nur mit Jeff klappen, hatte mir auch gut gefallen gestern abend. O.K. nicht beim Gegentreffer.

    Torhüter, Pfiffe und Fans – Thema schon abgegriffen in den Beiträgen davor. Schalke in rühigem Fahrwasser wäre was für „Mode“ Fans. :-)
    So ist es und so wird es immer bleiben, egal wer das blaue Shirt trägt.

    Beim Hunter Interview waren es bestimmt noch Sprachprobleme bzw. Verständnisprobleme. Ganz sicher, wird Horst uns später noch erklären.

    Ab morgen wieder Vorfreude auf Wolfsburg, ganz sicher.

  16. Die Blogschau für Donnerstag, den 04.10.2012 | Fokus Fussball sagt:

    […] Torsten Wieland ärgert sich über das Auftreten der Schalker, aber auch über die Pfiffe im Stadion. Es gibt viel zu verbessern auf Schalke, aber scheinbar diskutiert man lieber über Pfiffe. Zum dritten Mal in Folge spielte die Mannschaft in den entscheiden Spielphasen Larifari-Fußball, lässt Tempo und Biss vermissen, und auf Schalke wird trotzdem so getan, als seien die darüber verärgerten Zuschauer Leute, die zu hohe Ansprüche hätten, „Fußballkunden“, die den Hals nicht voll kriegen. Die Ahnungslosen, die es von den „treuen Fans“ zu trennen gilt. […]

  17. Detlef sagt:

    Ist das schon Kritik am Publikum?
    „Wir waren lange Zeit ein Mann mehr. Wir spielen zu ängstlich, lassen die viel zu weit kommen. Dann lief es nicht, das Publikum fängt an zu pfeifen, weil wir nicht nach vorne spielen. Ich verstehe das, aber das bringt Unsicherheit in die Mannschaft, es passieren viele Fehlpässe.“
    Der Hunter nach dem Spiel.

    Da wird was heisser gegessen als es gekocht wurde…

    Ich war über weite Strecken mit dem Spiel von Schalke zufrieden. War zwar nicht überragend, auch wurde Montepelier nicht an die Wand gespielt, aber die Kontrolle war schon da.
    Die Aufstellung und deren Umsetzung durch die Mannschaft wußte schon zu gefallen. Das zeigt das wir nicht nur auf die Aussenstürmer angewiesen sind.

    Der Gegner hat auch nicht wirklich Angst und Schrecken verbreitet, aber das braucht er derzeit auch nicht.

    Ich ägere mih zwar über die 2 vergebenen Punkte, aber wir sind immer noch ungeschlagen in der CL!!!

    Das schlimmste am Spiel war für mich übrigens die Verletzung von Jule. Der wird uns fehlen.

  18. blues sagt:

    Ich weiss, man kann sich beim Tritt über den Bordstein das Sprunggelenk brechen und ich weiss auch, dass man hinterher fast immer klüger ist. Ich frage mich aber schon länger: warum kann ein Sprinttrainer, wie wir ihn ja haben, einem 18 bzw. 19-jährigen nicht vermitteln, dass seine Handhaltung beim Sprint(Hand im Handgelenk im rechten Winkel nach hinten geknickt) bei unkontollierten Stürzen nach Fouls kein Aufkommen und Abstützen mit der Handinnefläche mehr erlaubt und deshalb verletzungsmäßig riskant und deshalb zu ändern ist?
    Ich hoffe die Vereinsverantwortlichen haben wenigsten eine saubere Traumathreapie im Plan. Wenn nicht, können sie in Christoph Biermanns Fußball-Buch „Die Fußball-Matrix“ im Kapitel über den AC Mailand nachlesen, was die Mailänder und vor allem warum sie ein solches Programm ihren Spielern anbieten. Macht auf jeden Fall mehr Sinn, als sich mit Pfeifen zu beschäftigen!
    Warum mir das wichtig ist? Weil ich mir wünsche, das Julian Draxler seinen unwiderstehlichen Antritt und seine grandiose Dynamik Richtung gegnerischem Tor verbunden mit einem großen Willen zum Abschluß, nach seiner Heilung beibehalten wird. Es ist schon verrückt, daß ein 19-jähriger das Vorbild für die fast komplette Offensivabteilung unserer Mannschaft abgeben kann. Gute Besserung, Julian Draxler.

  19. Kowski04 sagt:

    Teile der Nordkurve sollten besser eine Partei gründen. Ansonsten haben viele im Block den Anspruch etwas erwarten zu dürfen. Gezeigte Leistungen, auch des Trainers stehen krass im Widerspruch tu dem. Da habe ich Null Mitleid. Das ist doch in jedem normal bezahlten Job Standard.

    Das ist schlicht eine Frechheit und dann noch jammern. Und die AV, aber HS kann nicht über seinen Schatten springen.

    Dortmund und seine Fans haben Gestern in England ein Niveau erreicht, wo wir gerne hin wollen. Das ist bitter. Stimmt nicht?
    Na dann mal ran an die ENG Blogs

  20. Maddin sagt:

    @ kowski04:
    kann man so unterschreiben. Wobei ich gestern ab der 70 Minute das Gefühl hatte, dass zumindest in der NK eher Verzweiflung als Frust oder Wut zu spüren waren. Da darf man schonmal raunen…..

    @Tobi:
    Nach Abpfiff wunken sich unsere Ultras nochmal eben den Unnerstall in die Kurve und unsere Capos riefen ihm dann irgendwas zu von wegen: „Hasse Scheisse am Fuss, hasse Scheisse am Fuss. Bist n Schalker Jung, lass die mal ruhig pfeiffen, wir stehen hinter Dir.“ Fand ich persönlich ne sehr feine Geste.

  21. Erle72 sagt:

    @Kowski04 Maddin

    AV – NK – HS ???

    Autokennzeichenraten macht jedenfalls mehr Spaß als
    mal wieder vergebliche Spielkontrollversuche zu beweinen.

  22. Maddin sagt:

    AV – Aussenverteidiger
    NK – Nordkurve
    HS – Huub Stevens
    MMMMSE – Man Möge Mir Meine Schreibfaulheit entschuldigen

  23. hendrik sagt:

    Ich sehe es ganz anders, als der Konsens hier zu sein scheint… für mich war der Fehler, dass Schalke eben zu wenig Tempo aus dem Spiel genommen hat.

    Die letzten 20 Minuten waren so durchsetzt von Ballverlusten beider Teams, wie ich es selten erlebt habe. Es ging hin und her- leider im falschen Sinne. 30 Meter vor dem eigenen Tor wurde der Ball gewonnen, versucht ein Konter aufzuziehen, nur um den Ball 30m vor dem gegnerischen Kasten wieder zu verschenken. Dann durfte das andere Team das selbe Prozedere durchführen. Schalke liess sich von Montpellier in ein Konterspiel hineinziehen, in ein unordentlicher running-game- und ein solches ungeordnetes Spiel hilft wohl eher der Mannschaft, die zurück liegt, in Unterzahl ist und einen Stürmer hat, der gleichzeitig Aussenverteidiger spielt…

    Als Roman Neustädter nach einem dieser Ballgewinne auf denselben trat und mal zurück spielte, um die Kugel zu sichern und Tempo aus dem Spiel zu nehmen (und Ruhe im Spiel hätte Schalke gestern sehr gut getan), dachte ich mir „endlich“… und die Zuschauer fingen an zu pfeifen. Das war für mich unverständlich. Ich habe (vor dem Fernseher wohlgemerkt) eine solch nervöse Stimmung auf dem Rasen und im Stadion gefühlt, es war ab der 75. Minute ungefähr klar, dass das noch schief geht, wenn nicht Ruhe ins Spiel kommt. Dann versucht ein Schalker, diese Ordnung zu schaffen, und die Zuschauer pfeifen? Das ist doch das völlig falsche Zeichen! Ist doh klar, dass dadurch alles noch unruhiger wird… Ich habe nichts gegen Pfiffe, wenn die Mannschaft apathisch wirkt, aber gestern waren die Pfiffe nur und ausschließlich kontraproduktiv.

    Uns fehlt, wie ich finde, eine erfahrene, zantrale Figur im Mittelfeld. Jemand, der spürt wie die Dynamik des Spiels läuft. Jones ist mehr Kämpfer als Denker, und Höger und Neustädter einfach zu jung. Ich sage einfach mal: Ich denke nicht, dass Sebastian Kehl ein deutlich besserer Spieler ist als Jones oder Neustädter… aber ich habe das Gefühl, mit einem Spielertypen wie ihm wäre das gestern nicht passiert.

  24. hoffedocS04 sagt:

    Ich schaue hier nach einer Woche mal wieder rein und sehe, auf Schalke geht wieder die Post ab.
    In dieser „Montpellierspielsache“ stimme ich am ehesten Detlef und Hendrik zu, aber ich möchte mal etwas anderes rauslassen, das seit Beginn dieser Saison in mir „schwelt“.
    Inzwischen sehe ich die Fußballwelt durch eine königsblaue Brille, das heißt, was Schalke nützt, ist gut, was Schalke schadet, ist es nicht.

    Auf der anderen Seite wohne ich ca. 300km entfernt und gehe auch gelegentlich – ;-) – zu kulturellen Veranstaltungen, z.B. heute Abend zu einem poetry slam, und da möchte ich aus der doppelten Distanz mal etwas zu diesem Saisonstart schreiben.
    Gestern betitelte Sky seinen Beitrag nach dem Spiel
    „Schalke schlägt sich selbst“.

    Das soll mein Stichwort sein.

    Also, wo sind „wir Schalker“ jetzt? Im DFB-Pokal zum Beispiel. Da sind wir noch dabei. In der Championsleague. Da haben wir vier Punkte aus zwei Spielen (ganz nebenbei: die Bayern haben drei) In der Bundesliga: da stehen wir punktgleich mit dem BVB. „Nur Frankfurt ist schöner.“
    Was haben wir an Spielern so zu bieten? Zum Beispiel den hier gescholtenen LinksAV Fuchs. Von ihm las ich jüngst, er sei der begehrteste AV der Bundesliga momentan. Vorne haben wir Huntelaar. Er hat die beste Torquote aller Stürmer aus den letzten weißnichtwieviel Spielen. Affelay, der nach der Schalker Zeit zu Barcelona zurückkehren wird. Und Draxler und Holtby und Höger, der – wie ICH finde – ein SEHR gutes Spiel gegen Montpellier abgeliefert hat und Farfan und Papadopoulos, den furchtlosen Gladiator. Und Höwedes und Barnetta und den schnellen Pukk und Matip und SO.
    Und nun habe ich erwartet, dass Schalke sagt, „so sind wir aufgestellt. Jetzt greifen wir an.“ Wir können jeden schlagen. Egal, wer auf uns trifft, er soll sich warm anziehn. Wir greifen an. Das wäre realistisch.
    Vor jedem Spiel: WIR GREIFEN AN!
    ANGREIFEN heißt für mich aber nicht um jeden Preis „schön spielen“. Das KANN es sein. Wie gegen Hannover, da war Barcelona angesagt. Jetzt hätte Freude aufkommen können, aber es wurden die beiden „liegengelassenen“ Punkte moniert. Andersrum gegen Mainz. Da wurden drei Punkte eingeheimst, aber es wurde die unattraktive Spielweise kritisiert. Es wurde gepfiffen, und dafür wurde das Publikum gescholten. Vor dem Bayernspiel hatten alle Angst. Die Pressekonferenz war eine Vorwegentschuldigung, warum es nicht gewonnen werden wird. In den Blogs wurden die Mützen über die Augen gezogen wie im Kino, wenn eine schlimme Sequenz im Horrorfilm droht….;-)
    Wenn ich möchte, dass in einer Straße langsam gefahren wird, dann stelle ich Hindernisse auf, Blumenkübel zum Beispiel und Schwellen. So macht es Schalke….mit sich selbst.
    Zur Erinnerung: außer auf der Torwartposition ist Schalke fantastisch besetzt. Die Spieler und die Fans eines Vereins können sich gegenseitig beflügeln oder lähmen, sich gegenseitig begeistern und anspornen oder sich gegenseitig Hindernisse in den Weg legen. Die Verantwortlichen können mutig vorangehen oder das nicht wagen. Wir können an der Angst vor einer Blamage ersticken oder wir können sagen, jedes einzelne Spiel werden wir gewinnen, und am Ende wird dann abgerechnet: im DFB-Pokal, in der Championsleague und in der Bundesliga.
    Wie mutig und konsequent unsere Mannschaft spielt, daran haben wir alle Anteil, mit jedem Applaus, mit jedem Pfiff und mit jedem Beitrag in einem Blog. Ein negatives Umfeld wirkt auf die Spieler zurück. Wenn ein Stadion still wird nach einem Gegentor, dann spürt die Mannschaft, der Glaube ist weg. Ein Pfiff kann verunsichern oder auch signalisieren „macht mehr aus Euren Möglichkeiten. Wir glauben an Euch.“ ICH glaube an das Potential dieser Mannschaft. Sie kann jede andere schlagen, wenn sie voll konzentriert ist und alle hinter ihr stehn. Auch den BVB, auch die Bayern und an guten Tagen erst recht Arsenal;-)
    Wie sollen die Spieler mutig und konsequent sein, wenn der Verein als ganzes sich das nicht traut?
    AUF geht´s, Schalke! Nach OBEN!

  25. Maddin sagt:

    Ach Hoffedoc, ich bin ja grundsätzlich Deiner Meinung! Aber:
    1. Wenn man wie gegen Hannover, Düsseldorf und die Franzosen 45-60 Minuten Spielerisch
    Und lauftechnisch überlegen ist, dann fragt man sich halt schon warum genau diese Spielweise nicht konsequent bis zum Abpfiff durchgespielt wird. Ich weiß nicht wie es gestern am TV rüberkam, im Stadion konnte man nach Wiederanpfiff nach dem Elfer deutlich sehen dass die komplette Mannschaft nur noch auf Ergebnis halten gespielt hat. In Überzahl gegen einen nicht zwingend gefährlichen Gegner. Warum??? Warum spielt man nicht einfach SEINEN Stiefel runter sondern ändert völlig unnötig seine taktische Ausrichtung?

    2. Verunsicherung in der Mannschaft? Was wurde in den letzten 2 Wochen auf Draxler eingedroschen? Und was für eine Antwort hat er gestern gegeben? Der Junge ist erst 19! Da darf ich eine ähnliche Reaktion von Höwedes, Hunter, Farfan usw. auch erwarten. Die sind einige Jahre älter und sollten wesentlich „abgewichster“ sein…

    3. Pukki war gestern nicht gut. Er hat – so er bei einem tiefen Pass auf gleicher Höhe mit seinem Gegenspieler war – eben nicht durchgezogen. Körpersprache spricht manchmal Bände. Zu zaghaft und nicht entschlossen genug.

    4. Ich kann es nur wie ein Mantra wiederholen: ein Azssenverteidiger ist ein Verteidiger, ein Verteidiger, ein Verteidiger! Wenn unsere AV permanent lediglich die Flanke zustellen wollen anstatt den Gegner mal zu attackieren haben die gegnerischen Stürmer alle Zeit der Welt in Position zu laufen. Gefühlte 75% unserer Gegentore fallen nach Flanken über die Aussen. Da wünsch ich mir langsam mal wieder so n kleinen Drecksack wie Rafinha. Man muss seinem Gegenüber auch mal den Schneid abkaufen! Verdammt!!

    5. So oft wie Höger gestern dem defensiv völlig überforderten Uschida in der Rückwärtsbewegung helfen musste, da hätten wir auch gleich mit ner einfachen 6 spielen können.

    6. Mir fehlt der unbedingte Wille ein Spiel gewinnen zu wollen. Mir scheint es häufig so, als ob einige Spieler sich in Gedanken schon eine mediale Verteidigungsstrategie für die Mixedzone zurechtlegen falls dat Ding noch in die Buxe geht. Während das Spiel noch läuft.
    Man kann ja im nächsten Spiel wieder ne Reaktion zeigen.

    7. Ich pfeife mein Team nicht aus. Niemals! Was ich aber verstehen kann ist die Ohnmacht die einige Fans empfinden, wenn ein eigentlich sicher geglaubter Sieg wieder auf der Kippe steht. Ich als Zuschauer kann nichts auf dem Rasen beeinflussen außer mir die Stimmbänder wund zu schreien, was ich gestern auch getan habe. Dort unten auf dem Platz können die Akteure etwas ausrichten. Mit der Qualität in der Mannschaft mit dem Vorteil der Überzahl.

    9. Alles wird gut! Lieber jetzt ne Schwächeperiode und eine gefestigte Mannschaft in der entscheidenden Saisonphase. Man lernt nur aus Fehlern.

  26. Torsten sagt:

    hellwach schrieb:

    Hätte sich die Szene vor dem 2:1 umgekehrt ergeben, hätte sie ein lautes Echo erzeugt. Oder erklärt mir jemand die Regel, nach der der Platzverweis an den Spieler Bocaly ausgesprochen wurde? Armbruch?

    Ich denke der Schiri interpretierte das Foul als letzten Zugriff auf Draxler vor dem Torschuss und somit als „Notbremse“.

    hoffedocS04 schrieb:

    Andersrum gegen Mainz. Da wurden drei Punkte eingeheimst, aber es wurde die unattraktive Spielweise kritisiert.

    Tatsächlich? Wo und von wem? Ist es nicht vielleicht eher so, dass Du die Pfiffe während diesem Spiel derart interpretiert hast?
    Ich halte das für Quatsch, sorry für die direkte Ausdrucksweise. Die Pfiffe im Spiel gegen Mainz kamen m.E. nicht, weil sich irgendjemand nicht gut unterhalte fühlte, sondern weil die Mannschaft bei einer Führung und sich bietenden Gelegenheiten, den Sack zuzumachen, ebenso unentschlossen rumgeeiert ist, wie gegen Montpellier. Beim Stand von 1:0, wohlgemerkt.

    Wie danbreit weiter oben schon schrieb …

    Wann kamen denn die stärksten Pfiffe? Bei einer Aktion wo wir in Überzahl den Ball gewonnen haben und sehr viel Platz nach vorne hatten. 3 Schalker Spieler in Ballnähe traben aber nur gemütlich anstatt, dass zumindest einer mit einem Umschaltspiel zeigt, dass man den Sack zumachen will.

    So sehe ich das auch. Das Spiel bei Führung war in den letzten drei Spielen unausgegoren. Einerseits spielt man nicht so weiter wie zuvor, anderseits spielt man aber auch kein konsequentes Spiel der Ballkontrolle.

    Wie mutig und konsequent unsere Mannschaft spielt, daran haben wir alle Anteil, mit jedem Applaus, mit jedem Pfiff und mit jedem Beitrag in einem Blog. Ein negatives Umfeld wirkt auf die Spieler zurück.

    Nachdem Horst Heldt zunächst die Zuschauer ausgenommen die Nordkurve anklagte und Klaas-Jan Huntelaar nun mehr oder weniger die ganze Zuschauerschaft für die Punktverluste verantwortlich machte, sind wir auch endlich bei mir als bloggendem Schuldigen angekommen.

    Jupeidideida.

  27. RWDJojo sagt:

    Es ging hin und her- leider im falschen Sinne. 30 Meter vor dem eigenen Tor wurde der Ball gewonnen, versucht ein Konter aufzuziehen, nur um den Ball 30m vor dem gegnerischen Kasten wieder zu verschenken.

    Falsch! Das stimmt nicht! Insbesondere nach Ballverlusten durch Montpellier versäumte Schalke es, die Offensivpositionen zügig zu besetzen und sich in den freien Räumen anzubieten. Unzählige Male mussten die Sechser den Umweg über die Außenverteidiger nehmen, da Afellay und Farfan nicht die Linie hochgingen. Die zusätzliche Zeit nutzte Montpellier um sich zu stellen. Erst dann wurde der Ball durch schlampige Abspiele abgegeben. Wenn der Gegner tief und geordnet steht, spricht nichts dagegen, den Spielaufbau abzubrechen, um den Gegner etwas rauszulocken. Aber wenn Räume da sind und der Gegner noch seine Ordnung sucht, dann muss man das nutzen.

    Affelay, der nach der Schalker Zeit zu Barcelona zurückkehren wird.

    Hoffentlich!!! Bin eigentlich gegen jede Spielerschelte. Aber in diesem Fall muss ich sagen, dass Afellay bisher eine absolute Enttäuschung war. Kein Tempo, kein Mut, kein Defensivverhalten… Ich hoffe, dass bei ihm bald der Knoten platzt.

    4. Ich kann es nur wie ein Mantra wiederholen: ein Azssenverteidiger ist ein Verteidiger, ein Verteidiger, ein Verteidiger! Wenn unsere AV permanent lediglich die Flanke zustellen wollen anstatt den Gegner mal zu attackieren haben die gegnerischen Stürmer alle Zeit der Welt in Position zu laufen. Gefühlte 75% unserer Gegentore fallen nach Flanken über die Aussen. Da wünsch ich mir langsam mal wieder so n kleinen Drecksack wie Rafinha. Man muss seinem Gegenüber auch mal den Schneid abkaufen! Verdammt!!

    Die Zweikampfschwäche unserer Außenverteidiger ist ein Vorurteil. Fuchs hat gegen Montpellier vorbildlich verteidigt. Wenn ein flinker, technisch guter Spieler auf den AV zuläuft, sollte dieser nicht zu ungestüm in den Zweikampf gehen. Denn dann reicht eine Finte, um durchzubrechen. Korrekt ist es, den Abstand zu verkürzen (1 – 2 Meter) und dann den Gegner zu stellen. So kann man auf die Aktion vom Gegner reagieren. Geht er innen oder außen vorbei? Versucht er aus dem Halbfeld zu flanken? Dies hat Fuchs super gemacht. Sein Gegenspieler konnte nie mit Tempo durchbrechen. Stattdessen wurde aus dem gesamten Angriff das Tempo herausgenommen.

  28. Ney sagt:

    Ja, nö, haha, hmhm, das wird vermutlich etwas angespannt
    werden in der Arena, gegen Wolfsburg…ne? Je nun.

    Nach den Beiträgen hier bin ich zumindest gewappnet.
    Wenn selbst Torsten ausnahmsweise den Morgenstern raustut,
    ist was im Schwange.

  29. s_we sagt:

    Ich bemängle ebenfalls keineswegs eine defensive Spielweise, hätte sie mir gegen Montpellier sogar gewünscht. Was aber, wie Thorsten anmerkt, nicht geht ist dieses rumgeiere: Spielen wir jetzt auf 3:1 oder halten wir? Eine klare Marschrichtung hätte der Mannschaft gut getan, so war es weder das eine noch das andere (mit bekanntem Ausgang).

    Zu den Außenverteidigern: Ich sehe das, aus eigener Amateuerfußballererfahrung, so wie RWDJojo. Außenverteidiger müssen ganz anders in einen Zweikampf gehen als Spieler in der Zentrale oder gar Innenverteidiger. Meistens ist verzögern und den gefährlichsten Passweg zustellen das wichtigste, versucht der Gegner dann zu flanken oder vorbeizudribbeln ist man gefordert zu blocken oder den Gegner abzulaufen. Das hat der Fuchser gegen Montpellier wirklich gut gemacht, Uchida kam kaum dazu, weil Höger einfach alles abgesaugt hat und sich den Ball einfach schon vorher geholt hat. Man darf finde ich nicht vergessen, dass Schalke gegen Montpellier keinen einzigen Torschuss innerhalb des Strafraums zugelassen hat, normalerweise endet sowas in einem sicheren „zu Null“-Sieg.

  30. hellwach sagt:

    @ Torsten
    Danke, ich habe die Regel noch einmal nachvollzogen, es liegt im Ermessen des Schiedsrichters, ob eine eindeutige Torchance vorlag. Ich hatte das so nicht gesehen, weil der Torwart sich Draxler noch entgegen geworfen hat und ich keine „100%ige“ gesehen habe.

    @RWDJojo und s_we
    Sowohl in Düsseldorf als auch gegen Montpellier ist der Ausgleich nach einer Flanke von der rechten Seite des Gegners gefallen. Der Hereingabe ging jeweils voraus, dass der linke Verteidiger in gehörigem Abstand über eine Distanz von mehr als fünf Metern neben dem ballführenden Spieler gelaufen ist und eben nicht die Flanke unterbunden hat.

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