Schalke weiter planlos

Nach einem erbärmlichen Auftritt in Augsburg schiebt Schalke gegen Fürth einen schlechten nach. Nach der 1:2 Niederlage gibt die Tabelle sehr treffend den Leistungsstand der Blauen wieder: Sehr deutlich hinter den besten Vier, ganz nah am Mittelmaß.

Gegen Fürth wollte Schalke das Geschehen selbst bestimmen. Es gab einige Chancen, mit etwas Glück hätte das Spiel auch gewonnen werden können. In den letzten Spielen hatte Schalke regelmäßig große Probleme in Spielaufbau, wenn Roman Neustädter vom Gegner in Manndeckung genommen wurde. Darauf reagierte Jens Keller, in dem er Neustädter im Aufbau zwischen die Innenverteidiger zurückzog. Seine Anspielstationen waren Jones, Draxler oder die seitlich postierten Innenverteidiger Matip und Höwedes. Dieses Problem wurde ordentlich gelöst, aber es gibt eben viele andere mehr.

Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt überhaupt nicht. Die einzelnen Mannschaftsteile unterstützen sich nicht ausreichend. Vermutlich nicht, weil sie nicht wollen oder nicht sollen, sondern eher, weil sie durch stetige Misserfolge gehemmt sind und Angst vor dem Risiko haben. Außerdem spielt Schalke sein Flügelstürmersystem derart starr, dass die Offensive für jeden Gegner leicht auszurechnen ist.

Fürths Verteidigung wusste Klaas-Jan Huntelaar zu decken, und so blieb einem mit dem Ball am Fuß heranstürmenden Julian Draxler immer nur die Option, es entweder alleine zu versuchen, oder den Ball auf die weit außen postierten Farfán oder Bastos zu spielen. Zum einen war mit dem Pass nach außen jeder Zeitvorteil in Kontersituationen dahin, zum anderen fehlte beiden Flügelstürmern die geeignete Unterstützung, weshalb aus ihren Bemühungen selten mehr als ein Eckball resultierte.

In dieser breiten Formation war Schalke in Ballnähe nahezu immer in Unterzahl. Chancen entstanden hauptsächlich aus Standardsituation oder dann, wenn sich Jermaine Jones (später Raffael) ins Angriffsspiel einschaltete. An dieser Stelle hätte Jens Keller meines Erachtens mutiger sein und mit seinen Einwechslungen die Offensivformation zahlenmäßig verstärken sollen. Stattdessen beließ er es stets bei dem Stürmer/10er-Duo plus stumpfe Flügel, indem er Raffael für Draxler brachte und Raffael später auf die Jones-Position zurückzog, als er Pukki hinter Huntelaar stellte.

In der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte Jens Keller, man hätte Geduld gezeigt und wäre mit dem 1:0 dafür belohnt worden. Das mit der Geduld habe ich noch nie verstanden. Auch nach mehreren Jahrzehnten Fußballfandasein ist es mir ein Rätsel, worauf eine geduldige Mannschaft nach Anpfiff wartet. Ganz sicher weiß ich aber, dass das 1:0 kein Ergebnis von Geduld oder irgendeiner pfiffigen Taktik, sondern eine Einzelleistung von Michel Bastos war, der ansonsten ebenso bemüht und verloren wirkte, wie Jefferson Farfán auf der anderen Seite.

Diese Qualität von Einzelspielern ist das, was Schalke vielen Clubs in der Liga entgegenzusetzen hat. Das alleine reicht aber nicht für einen Champions League-Startplatz, wenn in der Liga mehr als zwei andere Clubs auch als Teams funktionieren. Wenn es dann noch an Massel fehlt, reicht es nichtmal gegen Fürth. Schalke steht heute ebenso planlos da wie im Dezember.
Auch während des „Rekord-Saisonstarts“ spielte Schalke gegen Augsburg, Fürth oder Mainz nicht wirklich gut, sondern „nur“ erfolgreich. Um diese Mannschaft grundsätzlich zu verbessern ist viel Arbeit nötig, viel mehr als in ein paar Trainingstagen zwischen den Pflichtspielterminen der Rückrunde zu leisten ist. Eben deshalb brächte ein Rauswurf Jens Kellers bzw. die Installation eines dritten Trainers genauso wenig wie der Rauswurf Huub Stevens’. Mag das Geschrei auch noch so laut sein.



43 Kommentare zu “Schalke weiter planlos”

  1. blues sagt:

    „Eben deshalb brächte ein Rauswurf Jens Kellers bzw. die Installation eines dritten Trainers genauso wenig wie der Rauswurf Huub Stevens’. Mag das Geschrei auch noch so laut sein.“
    Sehe ich auch so, hier wäre GEDULD jetzt wirklich hilfreich! Trotz allem was die letzten Wochen passierte oder auch nicht.
    Klaas-Jan Huntelaar hilft halt nur im Strafraum. Bis dahin kommen wir zu selten. Bei aller Geduld, ausserhalb des Strafraums spielen wir deshalb mit ihm derzeit mit einem Mann weniger. Vielleicht geht ja was mit einem 4 – 2 – 4. Auf flexiblen Postionen mit Farfan, Raffael, Draxler und Bastos.

  2. schalker71 sagt:

    Die Frage ist leider, ob der Verein (damit meine ich alle!) diese GEDULD aufbringen wird und kann. Ich bezweifele das!

  3. StaFolk sagt:

    Ob der aktuelle Tabellenstand wirklich unseren derzeitigen Leistungsstand widerspiegelt halte ich angesichts von 9 Punkten aus den letzten 11 Spielen für fraglich. Das ist eher die Punkteausbeute eines Abstiegskandidaten, denn die eines Teams aus dem Mittelfeld.

    Geduld muss nicht unbedingt immer etwas mit Warten zu tun haben. Keller versteht unter geduldigem Agieren, dass die Mannschaft trotz ihrer Favoritenrolle und trotz des fehlenden Torerfolgs weiterhin ohne Hektik die vorgegebene Taktik befolgte. Und dass sie dann schließlich mit dem 1-0 belohnt wurde. Recht hat er da, wenn er auch in diesem Zusammenhang verschweigt, dass das Spiel der Mannschaft (trotz der gezeigten Geduld) einfach schlecht war.

    Einen erneuten Trainerwechsel würde ich zurzeit auch nicht begrüßen, weil ich nicht denke, dass damit eine kurzfristige Besserung zu erzielen wäre. Schalke sollte die Saison mit Keller zu Ende spielen und versuchen für die nächste Saison eine langfristige Lösung auf der Trainerposition zu installieren. Namen für diese Mission? – Keine Ahnung!

  4. Daniel Ku. sagt:

    Ich würde gerne diese Geduld aufbringen, nur würde ich vorher gerne wissen, ob wir es uns auch finanziell leisten können, diese Geduld aufzubringen, sprich nächste Saison das internationale Geschäft zu verpassen. Mir würde es persönlich nichts ausmachen, aufgrund einer Lernphase, die Saison mal auf Platz 11 zu beenden, aber überleben wir das?Das ist ja die Frage! Klar, das würde jetzt nichts ändern, aber ich wäre ruhiger(und vielleicht auch das Umfeld),wenn ich wüsste, dass man so ein maues Jahr in die Konsolidierung eingebaut hat?!

  5. DeepBlue sagt:

    Da hat sich der FC Schalke wieder einmal in der traditionsreichen Rolle des Liga-Wohltäters für tief gefallene Vereine gezeigt. Nach 17 Spielen ohne Sieg und ohnehin erst einem dreifachen Punktgewinn werden Buyo und Asa von ihrem alten Arbeitgeber mit neuem Selbstbewusstsein versorgt.

    Der mit Abstand schwächste Angriff der Liga darf gegen die mit Nationalspielern verschiedenster Nationalitäten gespickte Abwehr des FC Schalke 04 gleich zweimal treffen. Auf der anderen Seite vergibt die nominell hochkarätige Offensivreihe der Blauen auch beste Chancen.
    Bis auf Bastos. Doch der ist ja neu und noch nicht eingewöhnt!

    Ist das einfach nur Pech? Muss man Geduld haben? Darf man sich nicht aufregen?

    Doch, darf man, muss man sogar! Wenn Unsicherheit und mangeldes Selbstbewusstsein auf Lustlosigkeit und Unvermögen trifft – dann bedarf es nicht Geduld, sondern eines lautstarken Weckrufes. Da muss sich JJ auch nicht über Pfiffe gegen Schalke und Applaus für Asa beschweren.

    Der eine jammert, der andere rackert bis zum Umfallen, das ist der Unterschied. Insofern bin ich sogar sehr froh, dass Fürth noch gewonnen hat.Sonst hätte wieder jemamd über die hervorragende taktische Leistung gegen einen erwartet motivierten und schweren Gegner schwadroniert.

    Mit der Leistung müssen sich die Bayern weder die Lederhosen noch die Trainigsanzüge ausziehen. An Galatasaray will ich gar nicht denken.

    Glück Auf!

  6. Die Presse- & Blogschau für Montag, den 4.2.2013 | Fokus Fussball sagt:

    […] Knall” – ruhig mit Keller – führt und Energie freisetzt. Auch Torsten Wieland (Königsblog) will den Trainer […]

  7. erda sagt:

    „Um diese Mannschaft grundsätzlich zu verbessern ist viel Arbeit nötig, viel mehr als in ein paar Trainingstagen zwischen den Pflichtspielterminen der Rückrunde zu leisten ist. Eben deshalb brächte ein Rauswurf Jens Kellers bzw. die Installation eines dritten Trainers genauso wenig wie der Rauswurf Huub Stevens’.“

    Dieses „bringt ja eh nix“ ist eine traurige Kapitulation vor den bestehenden Problemen und Heldts Dickkopf.
    Ich sag mal so: Wenn die Mannschaft schon nichts taugt, dann wenigstens unter einem richtigen Trainer!
    Wo war denn Schalkes Geduld bei Stevens? Und jetzt beim aufgestiegenen Jugendtrainer soll ich sie haben? No way!

  8. Matthias sagt:

    Mit der Leistung müssen sich die Bayern weder die Lederhosen noch die Trainigsanzüge ausziehen.

    Noch erstaunlicher als den unerklärlichen Leistungsabfall der Mannschaft von heute auf morgen finde ich, dass immer noch der Schreckgespenst des Bayern-Spiels an die Wand gemalt wird. Die Bayern stehen mittlerweile 22 Punkte vor Schalke. Von der Tagesform mal ganz zu schweigen – hier ist der Unterschied gar nicht mehr zahlmäßig auszudrücken. Eine deutliche Niederlage ist nicht das Worst-Case-Szenario, sondern das am wahrscheinlichsten eintretende Ereignis. Das ist ungefähr so, als hielte ich meine Kaffetasse frei in der Hand und drohte „Wenn ich die jetzt loslasse und sie herunterfällt, dann wird alles superschlimm!“

    Selbst in Normalform hätten wir nur eine Minimalchance bei den Bayern gehabt. In der jetzigen Situation so zu tun, als sei eine Niederlage ein Ereignis, vor dem man sich fürchten müsse, verklärt die Realität gewaltig und führt zu nichts.

    @erda

    Wo war denn Schalkes Geduld bei Stevens? Und jetzt beim aufgestiegenen Jugendtrainer soll ich sie haben? No way!

    Die Logik erschließt sich mir nicht. Weil die Vereinsführung bei Stevens keine Geduld hatte, hat nun jeder Fan das Recht, gegen den „Jugendtrainer“ zu schießen. Was soll das bringen? Geht’s hier noch um Schalke oder nur noch darum, mit irgendjemanden persönlich abzurechnen?

  9. DeepBlue sagt:

    @Matthias

    Bayern hatte ich nur genommen, weil es das nächste Spiel ist. In der aktuellen Verfassung hat jeder Gegner das Zeug zum Schreckgespenst.
    siehe Augsburg, siehe Fürth, …

  10. Ney sagt:

    Warum sollte man keine Geduld aufbringen? Nach den
    kommenden beiden Auswärtsspielen wird Platz 4 ca.
    10 Punkte weit weg sein, so oder so ist das gelaufen.
    Die Europaliga wird an der finanziellen Pleite nichts
    ändern, das schafft nur die Champions League Teilnahme.
    Also gewöhnt man sich besser an die Tatsachen statt
    sich zu stressen.

  11. derGrafschafter sagt:

    wundern muss man sich nur, das matip, fuchs und huntelaar
    immer wieder aufgestellt werden.
    das ist schon krass, ich habe so etwas in 40 jahren noch nicht gesehen…

  12. derwahrebaresi sagt:

    @derGrafschafter

    danke für den kommentar.
    ich habe mich nicht getraut solch eine frage zu stellen,
    da man ja sonst des bashings verdächtigt wird.

  13. Klopenner sagt:

    @derGrafschafter

    Genau darüber wundere ich mich auch immer. Vor ein paar Tagen schrieb ich schon einen Kommentar, als bekannt gegeben wurde, dass wir Escudero verleihen. Da ist mir auch nicht klar gewesen warum. Ein paar andere hier kommentierten das sinngemäß so: „er hat sich unter 4 Trainern nicht beweisen können, insofern ist das logisch“ Ja, logisch ist es, aber in Anbetracht der Tatsache, dass Fuchs einfach außer Form ist und eklatante Fehler macht, erschließt sich mir die Logik auf sportlicher Ebene nicht. Jetzt muss Fuchs ja weiter spielen, weil wir keinen weiteren LV haben. Kolasinac, hab ich mal gehört, fühlt sich im Zentrum wohler. Aber da ist ja Matip die „Bank“ für den verletzten Papa. Metze spielt da, wegen seiner Verletzungsanfälligkeit auch eher keine Rolle. Also muss Matip weiter spielen, bis Papa wieder fit ist.
    Bliebe noch Huntelaar: Warum der spielen darf, ist doch klar. Sonst kann man dieses Gehalt auf Schalke nicht rechtfertigen. Vermutlich hat er ne Startelfgarantie, die im Falle einer Nicht-Aufstellung der Trainer zahlen muss. Alternativen im Sturm? Für mich immer noch an Position 1 Pukki. Aber auch der konnte sich unter 3 Trainern nicht wirklich beweisen, weshalb man Marica dazu holte. Der fällt jetzt verletzt aus, und deswegen darf Pukki nur als Einwechselspieler ran, weil wir mit 2 Spitzen nicht spielen, oder falls doch, dann nicht mit Pukki. Warum auch immer. Komische Argumentation, aber so sieht es ja aus. Edu lass ich mal außen vor, der wird lebt auch nur noch aus dem Koffer. Gerade zurück soll er schon wieder weg. Wir haben doch schließlich alle Positionen doppelt besetzt und den besten Kader aller Zeiten – War doch die Aussage vom Tönnies, oder? – da sieht man mal den geballten Sachverstand unserer Führungsriege.

    Finden wir uns also erstmal damit ab, dass Matip, Fuchs und Huntelaar solange in der Startelf stehen, bis sie mal verletzt oder gesperrt sind.

    Ich kann nachvollziehen, dass sich ein Trainer nicht vor die Kameras stellt und einzelne Spieler kritisiert, aber intern müsste sowas doch gemacht werden. Und aus schwachen Leistungen sollten Konsequenzen folgen. Wie oft wurde unter Stevens schon angekündigt, dass die Mannschaft jetzt unter „Beobachtung“ steht und es Veränderungen geben wird. Passiert ist eigentlich nie was. Ist der Blickwinkel von der Bank so verzerrend? Machen die keine Videoanalyse, und falls doch, wird selbst aufgenommen, oder nutzt man Skyübertragungen? Kann doch nicht sein, dass man im TV sieht wer schlecht spielt, und im Verein fällt es keinem auf.
    Oder ist es genau andersherum? Das TV macht alles viel schlechter, als es in Wirklichkeit aussieht? Ich bin überfragt.

    Aber eins dürfte sehr wahrscheinlich sein. Huntelaar und Matip spielen auch gegen die Bauern. Der Fuchs hält sich geschickt raus. Sonst würde er ja permanent vom Müller-Bub überrant. Geschickte Karte, kann ich da nur sagen. Lässt ihn nicht ganz so alt aussehen

  14. erda sagt:

    @Matthias: Nee, so wie du das interpretierst und zusammenfasst seh ich da auch keine Logik mehr.
    Weil die Vereinsführung bei Stevens keine Geduld hatte willst du mir das Recht an Trainerkritik absprechen?
    Weil du das einfach mal locker-flockig und unsympathisch diffamierend als „persönliche Abrechnung“ und „Schießen“ bezeichnest?

    Tipp:
    Wenn Du Keller unbedingt und um jeden Preis vor Kritik als derzeitiger Schalketrainer in Schutz nehmen willst: Hol ihn aus der Schussbahn und gib einem richtigen Trainer den Posten!
    Ich halte ihn für das Amt einfach für ungeeignet und er hat es nur inne, weil Heldt keinen Arsch in der Hose hat und mal Fehler eingesteht.

  15. McP sagt:

    Vor langer Zeit las ich mal in einem Tuchel-Interview, der größte Effekt eines neuen Trainern liege darin, dass der alte weg ist. Gemessen daran, kann es im Verhältnis Stevens vs. Mannschaft nicht so schlimm gewesen sein, da man kein kollektives Aufatmen auf dem Platz spürt.

    Ich habe immer noch keine Ahnung, ob Keller ein guter oder zumindest solider Bundesligatrainer ist bzw. unter besseren Umständen wäre. Offensichtlich gibt eine unglückliche Figur ab, was nicht hilfreich ist. Ehrlich gesagt tut er mir etwas Leid, hier wieder so verbrannt zu werden. Sein Hauptproblem ist mMn: Was soll ein Trainer aus dem Jugendbereich bei Spielern bewirken, die wissen, dass der Typ eh nächste Saison nicht mehr da ist? Die Kooperationsbereitschaft dürfte unter diesen Voraussetzungen nur lax sein.

    Die Finger (oder um fair zu bleiben, meine Finger) zeigen da Richtung Heldt/Tönnies. Stevens hätte sicher das Rückgrat und die Erfahrung gehabt, diese Saison noch zu schultern und irgendwie halbwegs anständig zu Ende zu führen. Und wenn man das nicht so sieht, sollte man der Mannschaft aber einen echten neuen Cheftrainer geben und keinen Crashtest-Dummy. Von zwei Möglichkeiten – Stevens zu behalten oder einen neuen Cheftrainer zu verpflichten – hat Schalke die dritte genommen: den Jugendtrainer, der zuvor beim VfB schon angeknockt wurde.

    Auch für die mittelfristige Planung empfinde ich es als nicht ideal, wenn Heldt jetzt die Mannschaft personell deutlich verändert und damit den Handlungsrahmen des nächsten Trainers schon empfindlich verkleinert.

  16. hendrik sagt:

    Ich finde es schwierig, in dieser Phase Kellers Qualität als Cheftrainer zu beurteilen. Für die meisten ist er ja eh schon Toast, aber woran macht man das fest? An den Ergebnissen? Mit der Logik kann man auch Stevens Trainerqualitäten absprechen.

    Was Schalke gut gebrauchen könnte, wäre ein defensiver Mittelfeldspieler, der etwas mit dem Ball anfangen kann und das Spiel lenken. Jones schaltet sich mit seiner Dynamik offensiv ein, aber Technik und Übersicht fehln ihm einfach. Neustädter ist gut in der Ballsicherung, aber gute Bälle nach vorne kann man auch nur bedingt von ihm erwarten.

    In der Hinrunde haben sich Matip und Neustädter die Rolle geteilt, aber jetzt kommt bei Matip kein Pass mehr an Und Neustädter ist auch ausser form. Ich würd ja mal Höger bringen.

  17. RWDJojo sagt:

    Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund für eine Trainerdiskussion! Manch einer stellt sich jetzt hier hin und macht alles am Keller fest bzw. behauptet er sei nicht der Richtige. Bis auf das Argument, dass er nur als Zwischenlösung präsentiert wurde und daher möglicherweise bei der Mannschaft nicht ernst genommen wird, habe ich aber kein vernünftiges Argument gelesen. Was hat er denn in seiner kurzen Amtszeit bisher falsch gemacht?
    Soll er anders aufstellen??? Wen und wo denn? Schalkes Kader hat in der Breite leider zu wenig Qualität. Huntelaar raus, Pukki rein??? Pukki hat am Samstag jeden Ball verloren. Der ist schlechter als der Hunter in seiner Formkrise!!! Matip raus, Metzelder rein??? Metzelder ist doch nicht besser. Abgesehen davon tut es einem Matip mal ganz gut, dass er sich da jetzt durchbeißen muss!!! Fuchs raus, wer rein??? Schalke hat keinen zweiten Linksverteidiger. Uchida raus, Höger rein??? Könnte man in der Tat mal versuchen. Aber Höger konnte als RV bisher auch nie so richtig überzeugen.
    Vielleicht kann Keller ja auch das System umstellen. Aber dafür fehlen ihm auch die Spielertypen. Das 4-4-2 gegen Augsburg war scheiße. Da fehlte den beiden Stürmern die Bindung zum Rest. Mit Raute spielen??? Keine gute Idee, bei auf einen Sechser zu verzichten. Außerdem. Wer macht den 2. Stürmer???

    Das Problem ist doch, dass die Mannschaft völlig verunsichert ist. Da kann ein Trainer die Mannschaft noch so gut einstellen und Veränderungen vornehmen. Derzeit wirkt es so, dass ein Negativerlebnis reicht, um die Mannschaft ausm Tritt zu bringen. Vielleicht sollte man statt Training mal ne Woche beim Psychologen verbringen. Die Jungs können doch Fußball spielen. Das haben sie ja oft genug bewiesen.

    Vielleicht ist es ganz gut, dass man von den nächsten beiden Spielen nix erwartet. Sollte es so kommen, wie man es vermutet, dann brauchen wir vor dem Spiel gegen Düsseldorf nicht mehr ernsthaft über den Europapokal (egal ob CL oder EL) nachdenken. Vielleicht kann die Mannschaft dann wieder befreiter aufspielen. Und das Publikum erwartet nix mehr sondern pusht die Mannschaft wieder nach vorne.

    P.S. So ganz Unrecht hat Jones mit seiner Fanschelte nicht gehabt!!!

  18. Gonzo sagt:

    Der Kommentar von FM war goldrichtig. Es geht nicht mehr um CL sondern gegen den Abstieg. Gegen Ddorf werden die ersten HH raus Rufe zu hören sein.

  19. Torsten sagt:

    So ganz Unrecht hat Jones mit seiner Fanschelte nicht gehabt!!!

    Meines Erachtens schon.

    Es ist so leicht, Schalke-Fans zu begeistern. Nach 10 Minuten Power-Fußball gibts Standing Ovations. Obwohl der fleißige Bastos außer dem gelungenen Fernschuss nichts effektives zustande gebracht hat, reicht das Fleißige schon, damit sein Einstand allenthalben als toll erachtet wird. Asamoah, Papadopoulos, Jones selbst sind doch der Beweis, dass es gar nicht so viel Zauber braucht, um die Leute zu begeistern.

    Und trotzdem bekommt man immer wieder nur langsames Ballgeschiebe zu sehen. Nun ist das auch noch erfolglos. Und dann beschwert sich ein Kicker über die Fans? Obwohl sich Unmutsäußerungen im Großen und Ganzen noch ihm Rahmen hielten, nur weil die Fans einen Altehrwürdigen begeistert verabschiedeten? Doch, ich finde da lag Jones daneben.

    Ich nehme es ihm aber nicht länger übel. Es ist seine Meinung und fertig.

    Was ich viel schlimmer finde, sind die Zitate, die RevierSport weitergibt. Bennie Höwedes soll gesagt haben, dass 4 Punkte aus 3 Spielen keine Krise seien, dass „das“ nur die Medien machen würden. Roman Neustädter soll gesagt haben, nach dem ersten Gegentreffer hätte man sich „vielleicht mal“ mit einem Punkt zufrieden geben müssen.

    Solch einen Blödsinn zu Protokoll zu geben ist m.E. ebenso schwach wie das aktuelle Defensivspiel. Ich bin kein Buschmann-Fan, aber mit „Reflex eines geübten Selbstbetrügers“ trifft er es ganz gut.

    Heile Welt – Spieler reden die Lage auch noch schön

  20. Klopenner sagt:

    Die Aussage von Neustädter hab ich so auch nach dem Spiel auf Sky gesehen. Von Höwedes allerdings nicht, oder ich hab nicht richtig hingehört, weil ich zuviel geflucht und applaudiert habe. Neustädter mag prinzipiell recht haben, weil es diese Situation schon häufig gab in dieser Saison, dass wir blind angerannt sind und nen Konter kassiert haben (Montpellier, Düsseldorf). Aber in unserer jetzigen „Krise“ ist es natürlich unangebracht zuhause mit einem Punkt gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten der zuvor 17 Spiele nicht gewinnen konnte, zufrieden zu sein.

    Sollte die Aussage von Höwedes aber tatsächlich so gefallen sein, dann zeigt das eindeutig, dass die Mannschaft den Ernst der Lage nicht begriffen hat und ihnen mal dringend der Kopf gewaschen und die Prämien eingefroren werden sollten!

  21. Butch sagt:

    Bei allen Defiziten und Problemen, die schon richtig benannt wurden, zur derzeitigen Lage hat auch eine gehörige Portion Pech beigetragen. Besonders das „der erste Schuss des Gegners sitzt“-Syndrom ist rekordverdächtig. Fürth, Hannover, Mainz, Freiburg,… es lässt sich ewig zurückverfolgen.
    Trotzdem, eins steht fest, wenn Fürth auf Schalke gewinnen kann, dann kann Schalke auch in München gewinnen.

  22. hoffedocS04 sagt:

    Chaostheoretisch erfolgt jetzt zum Beispiel nach der Niederlage zuhause gegen den Tabellenletzten der Sieg auswärts gegen den Tabellenersten;-)

    Ich rechne damit.

  23. blues sagt:

    @erda
    „Wo war denn Schalkes Geduld bei Stevens?“

    Richtig, sie war bei Heldt und Tönnies nicht vorhanden. Der Rausschmiss von Stevens war falsch. Er beruhte auf einem Bauchgefühl ohne gute Analye der Probleme. Der Zeitpunkt mit dem Endspiel für Keller war auch falsch. Die Begründung für den Rausschmiss hat sich bereits nach 50 Tagen als FAKE herausgestellt. Fehler über Fehler, so scheint es.

    Wir sehen jetzt Heldts Handschrift. Die Hälfte der Spieler und den Trainer hat er nun geholt. Man wird sehen was bei seiner Mannschjaft und seinem Trainer am Saisonende als Ergebnis in Punkten oder spielerischer Entwicklung zu sehen ist.
    Bis dahin sind es vermutlich 16 Endspiele für Heldt. Ich nehme an, dass er das auch weiß.

  24. RWDJojo sagt:

    Mir ist es lieber wenn ein Jones mal etwas aneckt weil er emotional aufgeladen ist. Daher nehme ich es ihm auch nicht übel.

    Ich meine übrigens dass Höwedes gesagt hätte dass schon im Vorfeld der Partie von Krise gesprochen wurde obwohl man aus ZWEI Spielen 4 Punkte geholt hat. Ok die Krise ist seit Monaten da aber trotz einer akzeptablen Punktausbeute aus zwei Spielen wurde das eher klein gemacht!

  25. Christian sagt:

    Die Krise ist bei uns ja schon Teil des „Systems“ Schalke.
    Aber ich muss feststellen so gehäuft wie jetzt habe ich
    es auch noch nicht erlebt:
    – Spieler
    – Trainer
    – Ticketpreise
    – viagogo
    – Peters
    – Heldt
    – Fans
    – Ultras
    Da braut sich zum Ende der Saison eine üble Gemengelage zusammen.
    Wahrscheinlich kommt der Höhepunkt erst mit der JHV nach der Saison.

    Sportlich glaube ich nicht, das wir einen EL Platz erreichen.
    Das bedeutet dann im Sommer, das wir einige Abgänge haben werden
    und man wird uns sicher nicht Spieler wie Unnerstall, Fuchs oder
    Jones aus den Händen reißen. Nicht unbedingt ein Grund besonders
    euphorisch in die Spielzeit 13/14 zu gehen, kann aber auch eine
    Chance sein – siehe sag ich jetzt nicht.

    Was mich irritiert ist zunehmende Aggressivität zwischen den Fans.
    Zum Ende der Hinrunde kreischten einige komische Frauen hinter
    mir im Block „Ultras raus“ – fußballbegeisterte (?) Frauen die
    mir in allen Spielzeiten vorher nie aufgefallen sind.

    Am Samstag registrierte ich nach dem Spiel einen jungen Fan, der
    in Block G gegen die Plexiglas Scheibe trat und abwechselnd mit der
    Faust und dem Mittelfinger grüßte.
    Ich drehte mich um zu sehen, wen er denn meinen könnte, aber hinter
    mir war niemand. Als ich mich dann näherte, bat er mich – ich nenne
    es mal nachdrücklich – nach oben in den Gang zu kommen damit er mir
    „was aufs Maul hauen könnte“.

    Was geht da vor bei uns ?

  26. Maddin sagt:

    @ Christian
    Was bei und da vorgeht?

    Nun ja, dass was viele viele Jahre bei uns vorgegangen ist: Chaos.
    Mal abgesehen davon, dass ich zur momentanen sportlichen Situation nur noch lauthals lachen kann, solange unser gesamter Verein es nicht lernt erwartungsmässig kleinere Brötchen zu backen wird sich dieser Teufelskreis aus Ansprüchen, enttäuschten Erwartungen und kopflosen Panikaktionen nicht durchbrechen lassen. Mit all den schlimmen Konsequenzen am Rande. Die Erkenntnis, dass mit dem MN-Abgang zu den Bajuwaren und dem Ende von Raul auf Schalke uns auch die letzte alleinstellende Identität als Verein in der Kommerzsuppe Bundesliga flöten gegangen ist hat viele ins Mark getroffen.
    Nur mit ganz viel Humor kann man da sagen:
    Hasse Scheisse am Fuss, hasse Scheisse am Fuss.
    Es kommt jetzt halt alles knüppeldick und ich hoffe, dass sich am Ende die Kräfte durchsetzen, die uns Schalker insgesamt mal wieder auf den Boden zurückholen.
    Sollten wir – was ich nicht glaube – am Ende der Saison wieder die CL-Teilnahme erreichen, wäre dieser Prozess auch wieder nur aufgeschoben.

  27. Gonzo sagt:

    NA also dann besser keine CL undxen Prozess nicht aufhten!

  28. hellwach sagt:

    und doch, Torsten, Jones Meinung muss man übel nehmen. Bei allem Bemühen seinerseits bleibt es beim -wie du es sagst -langsamen Ballgeschiebe-. Genau Jones falsches Selbstbild ist gleichzeitig Sinnbild für die aktuelle Schalker Lage.

    Hieße der Anspruch Klassenerhalt, könnte ich mit einem Kampfschwein gut leben, heißt der Anspruch Champions League, erwarte ich gegen Fürth mehr. Jones kann nicht mehr. Da hilft auch große Fresse nix.

    OT: Ich lese häufig, die Verletzten seien Bestandteil der Misere, besonders Affeley. Ich will das nicht mehr lesen –

    Mag ja sein, dass das Tor in DO die Perspektive verzerrt, diese Bilanz http://fussballdaten.de/spiele.....Bundesliga taugt nicht für einen sportlichen Heiland. Eher für unsachliche Legendenbildung.

  29. Bastian sagt:

    Ohne jede Entscheidung des Trainers verteidigen zu wollen, ist Jens Keller momentan meiner Meinung nach (neben den Fans) die ärmste Sau von allen. Er hat wenig Erfahrung im professionellen Seniorenbereich und dadurch keine Reputation, er hat keinerlei Ausstrahlung und einen Bezug zu der Region sehe ich auch nicht (den mussten sich andere Trainer allerdings auch erst erarbeiten). Trotzdem kommt er für mich absolut authentisch auf der PK herüber, wenn er sagt, dass er sich Tag und Nacht Gedanken macht, um aus dieser Situation heraus zu kommen. Ob das reicht für unseren Verein, sei mal dahingestellt.

    Die Leistung der Mannschaft vor dem Trainerwechsel war genauso beschissen wie nun. Eine Entlassung Kellers wäre der falsche Weg, es kann nicht sein, dass Spieler immer so aus der Schussbahn genommen werden. Nein, mehr noch: Ein Jones erdreistet sich das Verhalten der Fans nach so einer beschämenden Leistung zu kritisieren. Erst der Rasen, nun die Fans? Oder vielleicht doch die vielen Verletzungen? Ach, und viele Schulden haben wir auch noch. Stimmt.

    Eine Krise durchzumachen ist schwierig, aber grundsätzlich nicht schlimm. Die Umstände entscheiden jedoch wie man diese Krise bewertet. Zickzack-Kurs in der Transferpolitik, fadenscheinige Entscheidungen auf dem Trainer-Posten, keine klar erkennbare (langfristige) Strategie, stattdessen Gestotter über die gesteckten Ziele. Es nervt! Warum sollten Spieler ständig Top-Leistungen abrufen, wenn der Verein ihnen schon die Entschuldigungen auf dem Silberteller serviert?

    Ich verstehe es nicht, möchte aber mal auf die Bauern aus München verweisen: Deren Königstransfer hat rote Haare und sitzt neben Heynckes 90 Minuten auf der Bank. Man kann sagen was man will, aber die fahren einen klaren Kurs und signalisieren ihre Ansprüche in allem was sie tun nach außen. Wir können noch so viele Leitlinien haben, so lange bei uns in der Vereinsführung keine klare Linie zu sehen ist, kann kein Trainer mit uns die ersehnten Erfolge feiern. Leider ist Jens Keller der letzte der in der Position wäre, um das anzuprangern.

  30. Maddin sagt:

    Bastian, deine Meinung teile ich zu 1904%. Das grosse Problem ist, dass mit der Entlassung Stevens, der Unterteilung zwischen „manchen Fans“ und „der Nordkurve“ sowie dieser unsäglichen Viagogo-Nummer seitens des Vereins Nebenkriegsschauplätze aufgemacht wurden, die im Falle des sportlichen Misserfolgs die Gesamtsituation noch fürchterlicher machen. Mir kann niemand erzählen, dass Schalke04 auf die paar Kröten von Viagogo angewiesen ist. Diese Kooperation ist ein politisches Instrument über die zukünftig zu erwartenden Preise der zu tauschenden Stehplatzkarten nicht gewünschte Fans aus dem Stadion zu halten. Und das auf eine so unglaublich billige Art und Weise wie sie sich Ulli Hoeneß gegeüber der Schickeria niemals erlauben würde. Der Austritt der UGE aus dem SFCV ist da ein deutliches und richtungsweisendes Zeichen. Wenn sich da in nächster Zeit nicht entscheidende Dinge ändern, wird der Tag ganz schnell kommen, an dem wir uns hier sehnsüchtig daran erinnern als man noch unter leidenschaftlichen Bekloppten das Spiel ansich diskutieren konnte.
    Dann ist der S04 nämlich genauso aufregend wie jeder sich im Privatbesitz befindliche Football-Club der NFL.

    Alles ausgelegt auf TV-Verwertung mit Jubelpersern im Stadion und außerhalb jeglicher satzungsmässiger Vereinsstrukturen. DAS macht mir wesentlich mehr Angst als ein Abstieg oder eine Insolvenz.

  31. RWDJojo sagt:

    @Maddin
    Deine Angst ist berechtigt… wobei die Sache mit dem Privatbesitz (derzeit) nicht möglich ist!

    Ich habe aber im Moment das Gefühl, dass der Verein sich noch weiter von den Fans entfernt hat als es unter Magaths Zeiten war. Damals war die sportliche Situation übrigens noch beschissener!!!

    Damals stand die Fangemeinde (inkl. SFCV) geschlossen gegen Magath. Klar gab es auch viele Fans, die pro-Magath waren, aber die organisierten Fans sprachen mit einer Stimme! Heute ist es so, dass die Stimmung zwischen den diversen großen Fangrupppen von gegenseitiger Skepsis geprägt ist. Der Austritt der UGE aus dem SFCV ist der aktuelle Höhepunkt. Wir Fans sprechen nicht mit einer Stimme, obwohl es viele Themen gibt, wo wir eigentlich einer Meinung sind (z.B. Viagogo).

    Ich hoffe, dass es bis Mai nicht mehr viel schlimmer wird und es auf der JHV mal richtig knallt und dem Vorstand / Aufsichtsrat mal von den Mitgliedern gezeigt wird, wo der Hammer hängt.

  32. tenkelberry sagt:

    Katastrophal, konzeptlos, einfallslos und frech!

    so zeigt sich der FC schalke und macht sich wieder einmal zum Gespött der Liga.
    Und ganz ehrlich: die ärmste Sau dabei ist doch der Keller!
    Vom Hotte bei der Jugend geparkt, soll er mal so eben aus dem Stand den Herren Millionäre zeigen, wie Fussball gespielt wird. Diese wissen aber vom Hotte, dass zur neuen Saison eh wieder ein neuer Trainer kommt……

    Und dann dieses dauernde gestammel vor und nach den Spielen. Unglaublich und beschämend. Nicht nur das ein Jones die Frechheit besitzt solche Worte vor laufenden Kameras abzuliefern, nein, auch ein völlig überforderter Höwedes reiht sich mit dummen Argumenten ein.

    Überhaupt ist Bene sowohl spielerisch als auch als Kapitän bei dieser Mannschaft überfordert.

    Es ist unglaublich wie der FC Schalke, -Spieler und Vorstand- mit dem grössten Kapital welches der Verein besitzt, nämlich seinen Fans umgeht!

    Das was aktuell passiert hat es in unserem Club noch nicht gegeben!

    Die Fans noch mehr gespalten als zu Magath-Zeiten. Und das muss man erst mal schaffen.

    Ich bin mir bewusst, dass ich jetzt hier einfach mal Luft abgelassen habe ohne konstruktive Ideen aufzuzeigen. Das stimmt denn dazu bin ich einfach im Moment zu geladen!

  33. hoffedocS04 sagt:

    Mir fehlt hier der lange Atem.

    Darf ich mal ketzerisch fragen: sind die paar Karten für viagogo nicht relativ wurscht??

    Was GENAU stört die Ultras Gelsenkirchen am Fanklubverband?

    Mich stören die verpassten Chancen. Ich will wieder Siege sehen, aber nach Schuldzuweisungen ist mir nicht zumute……

    Ein paar Durchgeknallte, die was Dummes brüllen gab es doch schon immer und gibt es überall (Fans) und was ein Spieler direkt nach einer Niederlage sagt, sollte man nie auf die Goldwaage legen (Jones, Höwedes).

    Sehe mir genau ab jetzt das Schalkespiel nochmal ganz aufmerksam auf Sky an. Möchte mir fußballerisch eine Meinung zum Spiel bilden: Taktik, Einsatz etc.

  34. elbdeichrutscher sagt:

    @hoffedoc
    Hat das zweite Ansehen Dir in Sachen Erkenntnisfindung geholfen?
    Ich hatte Samstag den Eindruck,
    – dass der Hunter entweder nicht dort war, wo er am effektivsten
    sein kann oder den Ball nicht kontrolliert bekam, weil die Abwehr so konzentriert war,
    – dass inzwischen jeder halbwegs schnelle Verteidiger Farfans Laufwege kennt
    – dass Jones Erwartungen an die Fans leider in diametralem Gegensatz zu seiner Torgefährlichkeit stehen.

    Bastos wirkte bemüht, genau wie Raffael. Insgesamt denke ich, der Einsatz ( Lauffreude) war schon da…aber das war so uninspiriert, dass es manchmal fast wehtat ( siehe die von Matip kurz vor Schluss verursachte Ecke!)

  35. Kowski04 sagt:

    Im Dez schrieb ich hier

    Planlos, strategielos und ratlos.
    Übergangstrainer und HH bald im Fokus.

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Wurstwilli wird beide zeitnah abschiessen, da er zumindest im business fit ist und sich die Frage von Geduld gar nicht stellt. Das ist eine solche Stümperei und das gibt es nur bei uns. Leider

    Glück auf

  36. blues sagt:

    @Kowski04

    „…da er zumindest im business fit ist“

    Die von Tönnies zu verantwortende und im Vergleich zu anderen Vereinen der Bundesliga, krasse Überschuldung von Schalke, spricht eben gerade nicht für seine Fitness im Fußballgeschäft. Wir bewegen uns mit dem internationalen Profifussball in der Unterhaltungsindustrie, und nicht in der Fleischgroßindustrie. Da herrschen unterschiedliche Regeln. Deshalb würde ich nicht drauf setzen, dass von ihm immer kluge Entscheidungen getroffen werden!

  37. matz sagt:

    Welchen Anteil genau hat CT an der Überschuldung des Vereins? Es gab da mal einen Finanzvorstand… (abgesehen natürlich von der Gesamtverantwortung des AR)

  38. RWDJojo sagt:

    @hoffedoc
    Was genau die UGE stört, steht in deren Erklärung zum Austritt aus dem SFCV…
    Und nein, die paar Karten sind nicht wurscht. Ich glaube eigentlich, dass du das auch weißt! Aber falls nicht, dann wünsche ich dir, dass du es merkst, wenn du mal Karten für ein Schalkespiel brauchst… 100% Aufschlag wovon jedes Prozent zu viel ist plus horrende Gebühren!
    Dieser Deal ist, völlig egal was der Verein ansonsten für einen finanziellen Nutzen durch das Sponsoring hat, absolut fanfeindlich. Der SFCV als Fanvertretung muss dann sein Aufsichtsratsmandat nutzen und sich dagegen aussprechen. Der SFCV konnte den Deal zwar nicht verhindern, darf sich dann aber dennoch nicht dafür entscheiden.

  39. blues sagt:

    @Matz
    Ohne oder gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden C. Tönnies läuft mMn auf Schalke seit sieben oder acht Jahren bei zentralen und weitreichenden Entscheidungen wenig. Gazprom, Magath, Heldt, Stevens – seine Aktivitäten reichen von der Sponsorgewinnung und Kreditbeschaffung, über zentrale Stellenbesetzungen bis hin zur Trainerbesetzung (Stevens)bis in den sportlichen Bereich. Engagiert, ambitioniert aber auch verantwortlich.

  40. matz sagt:

    Nun, aber die horrende Verschuldung, die Torsten ansprach, ist ja doch eine Langzeitfolge der Arena-Finanzierung und die hat doch mehr der Herr Schnusenberg zu verantworten gehabt.

  41. hoffedocS04 sagt:

    @RWDJojo

    Unter uns Fans von Schalke04 sage ich das mal ganz ehrlich: alle reden von Konsolidierung. Die besteht aber – wie mir mein Steuerberater anhand von Briefmarken -z.B.!- klar gemacht hat – aus vielen Kleinigkeiten und natürlich ein paar großen Einsparungen oder Einnahmen.

    Wenn viele Karten an viagogo gehen, wird das natürlich irgendwann fanfeindlich. Klar! Aber wenn man z.B. hundert Karten abgibt und dafür den Preis von tausend Karten erhält, dann ist das für mich einer dieser obengenannten kleinen Bausteine. Und hundert „Reichmeier“ in der Arena würden mich nicht stören. Das ist jetzt etwas stümperhaft dargestellt, aber in diesen Fragen sollte man nicht zu puristisch sein, schon gar nicht wenn man Gazprom als Sponsor duldet………

    @Elbdeichrutscher
    Ich habe das Spiel dann doch nicht GANZ bis zu Ende gesehn, weil ich ab einem bestimmten Punkt etwas gequält war.
    Der Haupteindruck stimmte nicht mit Neustädters Aussage überein, man habe im Aufbauspiel gut gespielt – nach taktischer Maßgabe des Trainers, denn das Aufbauspiel schien mir oft „zufällig“. Es gab gute Ideen, aber bei der Ballabgabe verschätzten sich die Spieler dann oft in den Laufwegen ihrer Mitspieler und der Ball kam nicht an.
    Ich habe an ein hochklassiges Orchester denken müsssen mit guten Musikern, das ohne Dirigenten auftreten muss. Es fehlte die Synchronisation.
    Jones schien mir übermotiviert. In Strafraumnähe hätte er ein paarmal abspielen können, hat den Ball dann aber selbst Richtung Tor geschossen, und der landete fast am geschlossenen Dach.
    Huntelaar BRAUCHT endlich wieder Tore. Er kriegt insgesamt zu wenige Bälle und verliert als „Mannschaftsspieler“ fast jeden Zweikampf. Er wirkt aber ganz einfach hoffnungslos verkrampft. Ich würde ihn trotzdem stur drinlassen, denn wenn der Knoten wieder platzt – und das ist bisher bei allen großen Stürmern irgendwann der Fall gewesen – dann ist er auch wieder unser „Hunter“. GEDULD, das kommt wieder.
    Fuchs wird hier oft kritisiert, aber die offenen Einfallswege zu unserem Tor waren auf Uchidas Seite. Der niedliche Japaner wird halt immer mit den freundlicheren Augen betrachtet…;-)
    Bastos hatte – finde ich – SEHR gute Ansätze, aber wie soll da nach einer halben Trainingseinheit die Synchronisation mit den Mitspielern stimmen?
    Es ist traurig, diese tolle Mannschaft teilweise so „orientierungslos“ zu sehen. Holtby als Ballverteiler hat da vorher noch einiges wettgemacht, was Draxler am Samstag nicht geschafft hat, deshalb fand ich seine Auswechslung auch gerechtfertigt. Und Raffael hatte den Pfostenschuss, also Pech, aber hat noch für ein wenig Unvorhersehbarkeit gesorgt.

    Meine Einstellung in so einer Gesamtsituation ist es, klar auf Championsleaguekurs zu bleiben, und dabei angesichts von Niederlagen und schlechten Spielen nicht immer gleich zu w a n k e n;-)

  42. RWDJojo sagt:

    @hoffedoc
    Schalkes finanzielles Problem liegt auf der Ausgabenseite. Einnahmen hat Schalke auch ohne den Viagogo-Deal eigentlich genug. Schalke muss endlich die Ausgabenseite anpacken und nicht auf Biegen und Brechen die Einnahmen erhöhen!

    Jetzt nochmals konkret zu Viagogo:
    Ich scheiße auf das Geld, das Schalke von dieser Kartenmafia bekommt. Da ist es auch scheißegal, ob Schalke denen 300 oder 3000 Karten zur Verfügung stellt. Abgesehen davon vergisst du in deiner Argumentation, dass Schalke von den Mehreinnahmen bei den 300 Karten nicht profitiert. Viagogo bekommt von Schalke 300 Karten zum Originalpreis zur Verfügung gestellt. Diese 300 Karten vesucht Viagogo dann im Rahmen der Richtlinien (max. 100%-Aufschlag) möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Dieser Gewinn fließt aber in die Tasche von Viagogo!!!
    Auch das Argument, dass es sich ja „nur“ um 300 Karten handelt, hat so seine Schwächen. Ja, im Moment sprechen wir von 300 Karten für 10 ausgewählte Spiele (keine Topspiele). Aber haben sich die Fans damit irgendwann mal arrangiert, habe ich die Befürchtung, dass man in einem nächsten Schritt für jedes Heimspiel Viagogo ein Kontingent zur Verfügung stellt und in weiteren Schritten das Kontingent nach und nach erhöht.
    Weiterhin gestattet Schalke ab dem 01.07.2013 den Weiterverkauf von Karten zu erhöhten Preisen. Das ist Schwarzhandel. Da spielt es auch keine Rolle, dass man maximal 100% Aufschlag nehmen darf. Wohl fast jeder hat sich doch schon mal darüber aufgeregt, dass Fußballspiele oder andere Veranstaltungen schnell ausverkauft sind und anschließend dann Karten für dieses Event zu astronomischen Preisen auf diversen Internetplattformen angeboten werden oder zwielichtige Gestalten am Veranstaltungstag Karten anbieten. Schwarzhandel ist für den wahren Fan scheiße. Klar, kein Verein oder Veranstalter der Welt kann diesen Schwarzmarkt komplett eindämmen. Wenn die Nachfrage größer als das Angebot ist, wird es immer Leute geben, die versuchen daran zu verdienen. Aber der Verein kann sein Möglichstes tun, um diesen Drittmarkt zu unterbinden. Das beginnt bei entsprechenden AGBs und endet darin, dass man über Stichproben dafür sorgt, dass der Schwarzhändler ständig befürchten muss, erwischt zu werden. Auch die Käufer solcher Karten können belehrt werden, in dem sie neben den erhöhten Preisen mal nicht reinkommen. Dann ist das Geld futsch und das Spiel kann trotzdem nicht gesehen werden. Beim nächsten Mal überlegt man sich das dann vielleicht zweimal, ob man das Risiko wieder eingehen möchte!
    Aber es kann doch nicht sein, dass ein Verein, der seine Karten bereits zu relativ hohen Preisen anbietet, vorm Schwarzmarkt kapituliert und einen Pakt mit diesem schließt.
    Schalke hat sich mit großem Getöse ein Leitbild gegeben, in dem u.a. die soziale Verpflichtung des Vereins gegenüber seinen Fans festgeschrieben ist. Schalke lässt keine Gelegenheit verstreichen, sein Image als Kumpel- und Malocherclub zu betonen. Alles hohle Phrasen, wenn man gleichzeitig die Fans nur noch als zahlenden Kunden betrachtet und versucht, den dummen Fan ideologisch einzufangen, um ihm dann das Geld aus der Tasche zu tun.

    Schalke bezeichnet sich gerne als Religion, handelt aber oftmals wie eine skrupelose Sekte!!!

  43. hoffedocS04 sagt:

    @RWDJojo

    Danke für die ausführliche Antwort. Ich muss darüber nochmal ernsthaft nachdenken. Weiß jetzt auch nicht, ob es Vereine gibt, die sich viagogo ganz verweigern.
    Meine Herangehensweise war zunächst eine andere: Als ich hier „neu“ war, hatte ich den Wunsch, einmal ein Derby zu sehen, habe auf Schalke angerufen und erfahren es gibt KEINE Chance. Es wurde mir gesagt, erst kommen Vereinsmitglieder. Ich solle also Vereinsmitglied werden und dann solle ich vor Beginn des freien Verkaufes vor der Verkaufsstelle ZELTEN; um SEHR vielleicht eine Karte zu bekommen, es sei aber sehr unwahrscheinlich. Ich habe nach einer Warteliste o.ä. gefragt, und es hieß, auch das sei aussichtslos. Dann habe ich – Verzeihung! – nach Viagogo gefragt, und der bis dahin freundliche Herr im Ticketshop – ich habe das hier schon einmal geschrieben – ist mir telefonisch fast an die Kehle gegangen. Das fand ich sehr frustrierend, und weiß auch nicht, ob das im Sinn des Vereins ist, wenn man interessante Spiele überhaupt nie live sehen kann.
    (Dann habe ich über „Vitamin B“ eine Karte bekommen, einmal in Lüdenscheid und einmal auf Schalke. Weiß jetzt aber nicht, ob das besser ist.)

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