100 Tage Jens Keller: Ein Rückblick

Am 16. Dezember, heute vor 99 Tagen, wurde Jens Keller auf Schalke zum Cheftrainer. Die ersten 100 Tage sind ein Zeitraum, der gerne für eine erste Bilanz herangezogen wird. In einem entsprechenden Interview in RevierSport ging es allerdings kurioserweise nur drei Sätze lang um Sport. Dabei gab und gibt es doch einiges zu betrachten.

Bislang stand Jens Keller in 12 Pflichtspielen in der Verantwortung.

  • 18.12.2012: Nur zwei Tage nach Jens Kellers Amtsantritt, verliert Schalke sein Pokalspiel gegen Mainz 05 und scheidet aus diesem Wettbewerb aus, trotz lebhafterem Auftreten als zuletzt unter Huub Stevens.
  • 18.01.2013: Schalke siegte in einem kuriosen Rückrunde-Auftaktspiel gegen Hannover 96 verdient mit 5:4.
  • 26.01.2013: In Augsburg kam Schalke nach einem grauenvoll ängstlich geführten Spiel nur zu einem 0:0.
  • 02.02.2013: Schalke spielte auch zu Hause gegen Fürth nicht gut, ging trotzdem in Führung, verlor am Ende aber sogar noch mit 1:2 gegen die ansonsten so gnadenlos erfolglosen Fürther.
  • 09.02.2013: Beim 0:4 in München erfüllte Schalke alle Erwartungen, weil niemand, auch kein Schalker Spieler, geglaubt hatte, dass man dort einen einigermaßen ernsthaften Gegner hätte abgeben können.
  • 16.02.2013: In Mainz holte Schalke nach zweimaligem Rückstand ein 2:2 und bot erstmals seit langem eine Leistung, die man positiv bewerten konnte.
  • 20.02.2013: In Instanbul, beim Champions League Achtelfinal-Hinspiel gegen Galatasaray, kam Schalke zu einem gerechten 1:1.
  • 25.02.2013: Kein zwingendes Spiel, kein Befreiungsschlag, aber eben doch ein 2:1 Sieg für Schalke daheim gegen Düsseldorf, am 23. Bundesligaspieltag.
  • 02.03.2013: In Wolfsburg lieferte Schalke das bis heute beste Spiel unter Jens Keller und siegte dabei zwingend, überzeugend und verdient mit 4:1.
  • 09.03.2013: Gegen Dortmund, im Heimspiel-Derby, gewann Kellers Mannschaft durchaus verdient mit 2:1 und bescherte der königsblauen Fußballwelt einen Feiertag.
  • 12.03.2013: Beim Champions League Achtelfinal-Rückspiel, daheim gegen Galatasaray, verschlief Schalke eine ganze Halbzeit, konnte in der zweiten Halbzeit aus Dauerballbesitz kaum Chancen erspielen und zog folgerichtig nicht ins Viertelfinale ein.
  • 16.03.2013: Beim Auswärtsspiel in Nürnberg hatte Schalke unfassbar viel Pech, hatte genug Chancen um zu gewinnen und verlor doch deutlich mit 0:3

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Nüchtern betrachtet ist Schalke mit Jens Keller aus dem Pokalwettbewerb und der Champions League ausgeschieden. Nüchtern betrachtet hat Schalke unter Jens Keller aus 9 Bundesligaspielen 14 Punkte geholt, ein Schnitt, der in der Regel nicht zu einer Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb qualifiziert¹. Schalke hat jetzt 39 Punkte und ist punktgleich mit Platz 4, der zur Qualifikationrunde zur Champions League qualifiziert. Nüchtern betrachtet muss man aber vor allem den „Umständen“ dankbar sein, dass Schalke mit derart wenigen Punkten nach 26. Spieltagen noch Chancen auf eine Teilnahme an der Königsklasse hat².

Kommt man aber vielleicht abseits der nüchternen Daten zu einer anderen Bewertung der letzten 100 Tage?

Manch einer mag Jens Kellers ruhige und sachliche Art, manch anderer spricht ihm eben deshalb ab, eine Mannschaft begeistern zu können. Ich halte das für eine Frage des Geschmacks und deshalb für eine Bewertung seines Schaffens eher für unzulässig.

Ob Jens Keller die Mannschaft über einen längeren Zeitraum weiterentwickeln kann, lässt sich schlecht einschätzen, dafür waren auch 100 Tage noch zu wenig. Bislang ist davon aber meines Erachtens noch nichts zu sehen. Wenn auch mit anderen Protagonisten, kommen Schalkes Leistungen doch sehr vergleichbar mit denen der Hinrunde daher. Häufig hat Schalke die besseren Einzelspieler als der Gegner, aber nicht das bessere Mannschaftsspiel. Häufig ist Schalke nicht stark genug, um zu verhindern, dass am Ende Kleinigkeiten, auch Glück, über das Ergebnis entscheiden. Und weil die Münze eben mal auf die eine und mal auf die andere Seite fällt, kommt nicht mehr als eine sehr ausgeglichene Bilanz zustande³.

Bis Saisonende bleiben Jens Keller und seiner Mannschaft noch 54 Tage mit 8 Bundesligaspielen. Angesichts der bisherigen Saison kann man nicht uneingeschränkt von einem guten Ende überzeugt sein. Man kann aber darauf hoffen, dass die Tabellensituation ausnahmsweise so kurios bleibt, und das Schalke die Saison der Auf und Abs mit einem Auf beendet. Dann wäre es noch mal gut gegangen.



¹: Der aktuelle Punkteschnitt unter Jens Keller würde, auf eine ganze Saison berechnet, 53 Punkte ergeben. Diese reichten in den letzten 10 Spielzeiten zweimal zu Platz 5, viermal zu Platz 6, zweimal zu Platz 7 und zweimal zu Platz 8.

²: In den letzten 10 Spielzeiten hätte man am 26. Spieltag mit 39 Punkten um folgende Punktwerte hinter dem CL-Qualifikations-Platz gelegen: 11, 8, 14, 10, 6, 7, 12, 9, 9, 7 (Darstellung der Jahreswerte von 2012 bis 2003 in umgekehrt chronologischer Reihenfolge)

³: Insgesamt 11 Siege, 6 Unentschieden, 9 Niederlagen bei 43:43 Toren, unter Jens Keller 4 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen bei 16:18 Toren



41 Kommentare zu “100 Tage Jens Keller: Ein Rückblick”

  1. Die Blog- & Presseschau für Montag, den 25.3.13 | Fokus Fussball sagt:

    […] Wieland (Königsblog) wagt den Rückblick auf 100 Tage Jens Keller als Cheftrainer bei Schalke […]

  2. Detlef (doktor_d) sagt:

    Sehr nüchtern Bestandsaufnahme. Sehr löblich.

    Ich möchte nur eins aufgreifen:
    „Ob Jens Keller die Mannschaft über einen längeren Zeitraum weiterentwickeln kann, lässt sich schlecht einschätzen, dafür waren auch 100 Tage noch zu wenig. Bislang ist davon aber meines Erachtens noch nichts zu sehen“
    Um die Mannschaft entwickeln zu können, müssen meiner Meinung nach auch mal alle an Bord sein. Das ist derzeit nicht gegeben. Es fehlen speziell seit dem Galatasaray Rückspiel zu viele wichtige Spieler. Und so wie es aussieht wird es gegen Hoffenheim nicht besser.
    Es ist derzeit nur ein Lücken füllen möglich.

    Ich bin im Grunde mit der Arbeit und den Ergebnissen zufrieden. Obwohl es gerne etwas mehr sein darf. Rein ergebnistechnisch ;-)

  3. Torsten sagt:

    Armin Veh verlängert seinen Vertrag in Frankfurt bis 2014 und ist damit als potenzieller S04-Trainer aus dem Rennen. Wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, ich denke dass sich das für Schalke bzw. Tönnies und Heldt wie eine Niederlage anfühlen muss.

  4. blues sagt:

    @Torsten
    Ja, geschickt agieren geht anders! Dazu kommt dann auch noch das von Tuchel von Heldt eingeforderte klare Dementi zu Gerüchten betreffs Kontakten.

    Da hat wohl derzeit, allem Anschein nach, kein Trainer so richtig Bock auf Schalke!

  5. Ego sagt:

    mit den Ergebnissen zufrieden??
    Sag das mal der Mannschaft und Feier sie dafür, dann können sie sich
    den Rest der saison wieder ausruhen!

  6. matz sagt:

    Dass jemand trotz der kolportierten Verdoppelung seiner Bezüge und einer vermutlich eher schwierigen nächsten Saison lieber in Frankfurt bleibt, halte ich auch für kein gutes Zeichen für unseren Club.

    Jens Keller: War mir zu wenig für einen langfristigen Vertrag.

  7. andres sagt:

    was sollte an der kommenden Saison in Frankfurt schwieriger sein, als an einer beliebigen auf Schalke?

  8. erda sagt:

    Bei den Bayern keinen Sieg holen zu können ist eine nüchterne Betrachtung, um dann aber gleich eine 4:0-Klatsche so problemlos zu akzeptieren und als normal hinzunehmen brauchts aber doch schon 2-3 Bier.
    Der Jugendtrainer hatte eine Chance im DFB-Pokal, die sich Jugendtrainern normalerweise selten bietet.
    Der Jugendtrainer hatte zwei Chancen in der CL, die sich Jugendtrainern normalerweise selten bietet.
    Was hat er daraus gemacht? Kam das überraschend? Was kann man daraus ableiten?

    Mit der Ankündigung, am der Notlösung Jugendtrainer bis zum Ende der Saison festzuhalten hatte Schalke doch offiziell diese Saison abgeschrieben.
    Sportliche Erfolge? Internationale Qualifikation? Egal! Persönliche Profilierung des Vorstands ist viel wichtiger.

    Am Ende ist Stevens doch der einzige, der diese Saison auf Schalke Erfolge vorzuweisen hat und gut aussieht.
    CL- und DFB-Achtelfinale. Das ist Stevens!
    Dort sofortiges Ausscheiden: Das ist Keller!
    Der Schalker Vorstand hat mit seinen Entscheidungen ausschließlich dem Verein geschadet!

    …aber solange Fans wie Detlef mit so einer Leistung zufrieden sind: Warum soll sich auf Schalke mal was ändern?

  9. McP sagt:

    Ich denke, über Keller wird man auch nach der Saison wenig sagen können. Das würde schon bei normalen Trainern ohne längere Trainingsphase und ohne 1-2 Transferzeiten schwer fallen und aber diese Interimssituation ist noch spezieller. Er hat keinen Kredit irgendwas aufzubauen und er soll es auch gar nicht. Am Ende hat er entweder Glück (CL-Quali) oder Pech oder was Durchwachsenes (EL-Quali) gehabt. Egal was rauskommt, es hat wenig bis gar nichts mit seinem Können oder Nichtkönnen zu tun.

    Wäre schön für ihn, wenn die Ergebnisse ihn für einen normalen Job in der unteren 2. Liga aufwärts empfehlen. Dann könnte er mal richtig in eine Saison starten.

  10. matz sagt:

    @Andres

    Ich denke halt, dass die Eintracht diese Saison schon ein ganzes Stück über ihrem Limit gespielt hat. Hat sich ja auch in den letzten Spielen gezeigt. Ich glaube nicht, dass sich ein solcher Höhenflug wiederholen lässt. Zwar ist jetzt ein bißchen mehr Geld da, aber ob Bruchhagen damit um sich schmeißt, eher wohl nicht…. man sieht es ja an Gladbach und Hannover, wie schwer es ist, sich in der Folgesaison oben zu etablieren. Und wenn die Eintracht mit ihrem Kader auch noch europäisch spielen wird, erwarte ich da eben eine schwierige Saison.

    Die Rahmenbedingungen auf Schalke sind natürlich mindestens ebenso belastend, da gebe ich dir Recht. Aber da zweifele ich leicht, ob die Wunschtrainer vieler, Favre und Tuchel, dafür besser geeignet sind.

  11. Don Altobello sagt:

    Da die Wunschkandidaten nicht verfügbar sind, tippe ich mal für die nächste Saison auf Büskens. Das wäre die beim Fanvolk beliebteste Variante und für Held die risikoärmste.

    Bei aller berechtigten Kritik an der Vereinspolitik: Diejenigen, die am schlechtesten und vernichtendsten über Schalke urteilen und chronisch alles schwarz sehen, sind meistens ein bestimmter Teil der Schalke-Fans selber. Dass Schalke so ein Schleudersitz für Trainer ist, liegt meines Erachtens nicht nur an der manipulativen Presse und/oder unfähigen Vereinsfunktionären.

  12. erda sagt:

    @Don Altobello: Jaja, die Fans sind schuld. Die haben Stevens entlassen und den Jugendtrainer bis Saisonende gefordert!
    Die berechtigte Kritik der Fans an Keller will man dadurch mundtot machen, dass man „Kritik an Keller“ als „Kritik an allen Trainern“ verallgemeinert und ihnen damit die Mitschuld an allen idiotischen Personalentscheidungen des Vorstands gibt.

  13. Rudinho sagt:

    .CL- und DFB-Achtelfinale. Das ist Stevens!
    Dort sofortiges Ausscheiden: Das ist Keller!

    Nüchtern betrachtet sind Siege gegen Saarbrücken (A) und Sandhausen (H) natürlich nicht so überaus wichtig zu nehmen.

  14. Detlef (doktor_d) sagt:

    @erda
    Ja unter den gegebenen Voraussetzungen bin ich zufrieden.

    Bei der Lubhudelei auf Stevens hast du vergessen, das er die Mannschaft in die Krise geführt hat. Und da musste sie keller erst mal raus holen.
    Das ist schon für einen erfahrenen Trainer schwer und noch schwerer für einen Jugendtrainer, wie er hier bezeichnet wurde.

    Na klar hätte es besser laufen können, aber hat Keller die erste Halbzeit gegen Galatasaray verpennt, oder hat er die zahlreichen Großchancen gegen Nürnberg versiebt?

    Wäre das nicht passiert würde er wahrscheinlich schon auf einem Schild durch GE getragen.

    Ich bleib dabei. Keller macht einen guten Job, im Rahmen der Möglichkeiten.

  15. Torsten sagt:

    Na klar hätte es besser laufen können, aber hat Keller die erste Halbzeit gegen Galatasaray verpennt

    Ja, man kann durchaus der Meinung sein, dass Keller das hat. Nach dem Spiel hieß es, man sei von der Formation Galatasarays überrascht worden und es hätte eine Weile gedauert, bis man sich drauf eingestellt habe. Danach kam heraus, dass Galatasaray diese neue Formation zuvor in der Liga ausprobierte. Irgendwo gab es im Anschluss einen Text zu lesen, der die Frage aufwarf, weshalb man eigentlich Mittel wie Gegnerbeobachtung und Videoanalysen einsetzen würde, wenn dann trotzdem ein solcher Fauxpas passiert.

    Was ich auch noch erwähnen will:

    Bei Keller heißt es immer „im Rahmen seiner Möglichkeiten“ oder auch schon mal, dass er es besonders schwer gehabt hätte, weil „man“ (gemeint sind dann Journalisten und Fans) ihm „keine Chance“ eingeräumt hätten.

    Das finde ich schwer nachvollziehbar und ich mag diese Darstellung überhaupt nicht.

    Zunächst mal waren Kellers Möglichkeiten die Gleichen wie die Stevens’. Wenn die Unerfahrenheit als derart großer Nachteil zu werten wäre, dass man bei Keller andere Maßstäbe ansetzen müsste, hätte Heldt ihn nie zum Cheftrainer erklären dürfen. Er ist nicht zum Vorspielen auf diesem Posten, das ist kein Posten zum ausprobieren, sondern er soll den FC Schalke 04 führen!
    Dass es für Jens Keller nicht schön ist, wenn ihm viel Skepsis von Presse und Fans entgegenschlägt, ist klar. Dass ihn das irgendwann nervt, ist auch klar. Trotzdem: Was hätte man anderes erwarten sollen? Ein derart großer Verein wie S04 setzt einen bislang unerfahrenen und bei einem relativ kurzen Erstliga-Gastspiel erfolglosen Trainer auf die Bank. Dieser scheidet sofort im Pokal aus und im Trainingslager wird man von München demontiert. Was für Reaktionen sind denn da zu erwarten?! Sicher ist es nicht schön, und es gab auch Journalisten die ihn von zu früher Kritik verschonten (Heiko Buschmann zum Beispiel, der das oben verlinkte Interview führte), aber dass die „große Öffentlichkeit“ so reagieren würde muss doch jedem vollkommen klar gewesen sein.

    Ich denke, dass Jens Keller nicht gut beraten ist, wenn er sich nun auch noch darüber beschwert. Wie gesagt, die Gefühle sind nachvollziehbar, aber er täte mehr für eine Umkehr der Dinge, wenn er sich in Interviews als Fachmann darstellen würde, statt Klage zu führen. Nicht versuchen Fettnäpfchen auszuweichen, nicht nach jedem Sieg laut bejubeln wie toll man doch gespielt hätte, sondern erklären, warum er wann wie hat spielen lassen. Favre hat bei Hertha mal eine Formation auf einer Werbewand dargestellt. Kein Journalist hat sein Kauderwelsch verstanden, aber seitdem gilt er als der ganz große Taktikfuchs.

    Ungerecht und nur Show, jaja. Aber das ist die Bundesliga, meine Herren. Die vielleicht größte Show überhaupt.

  16. erda sagt:

    Erzähl doch nicht das Ammenmärchen von der Krise, in die Stevens uns geführt hat!

    Am 16. November standen wir auf Platz zwei, hatten die CL-Gruppenphase toll überstanden, standen im DFB-Pokal-Achtelfinale und hatten den Derbysieg in der Tasche!
    Wer hat uns dahin geführt?
    Am 16. Dezember war Stevens weg vom Fenster!
    Was für eine Art von Krise soll das gewesen sein? Die würden sich die meisten Bundesligavereine wünschen!
    Was ihm das Genick gebrochen hat war der Erfolg am Saisonanfang, der auf Schalke dann gleich zu grenzenloser Euphorie geführt hat und dem Glauben, dass es jetzt immer so weitergeht.
    Das hat falsche Erwartungen geweckt, deren Enttäuschung vom Vorstand auch gleich beim ersten Gegenwind durch personelle Änderung kompensiert werden musste.

    Naja, aus der Krise „Championsleague“, die uns Stevens eingebrockt hat, hat Keller uns ja schnell rausgeholt. Hurra! Das ist die Leistung, die du meinst, gell?

  17. Detlef (doktor_d) sagt:

    @Torsten
    Schau dir einfach die beiden Tore von Gala an. Da hat die Mannschaft gepennt, da hat für mich nichts mit taktischer Aufstellung zu tun.

    Ich schrieb im Rahmen der Möglichkeiten. Damit ist unter anderem auch die Personalsituation gemeint. Die wurde im Laufe der Zeit nicht besser, sondern noch schlechter.
    Dazu kommt, wie bereits schrieb, die Situation in und mit der Mannschaft.

    Wie mit Jens Keller bereits mit Amtsantritt umgegangen wurde steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Einige gaben ihm nicht den Hauch einer Chance, er wurde abgeschrieben bevor er angefangen hatte. So etwas ist unterste Schublade.

    Warum ausgerechnet Keller als Nachfolger gewählt wurde weiß ich auch nicht, aber ich vermute, es war eine der wenigen Möglichkeiten die es überhaupt gab.

    Wo ich dir Recht gebe ist die Aussendartsellung von jens keller selbst. Da kann und muss mehr kommen, wenn er denn weiter im Profigeschäft arbeiten möchte. Sei es auf Schalke oder anderswo.

    Ich wünsche ihm und damit Schalke eine erfolgreiche Arbeit. Und am Ende sehen wir was raus kommt. Da ist viel möglich. Positiv wie negativ.

  18. erda sagt:

    @Rudinho: Stimmt, es gibt schon beeindruckendere Gegner. Wie z.b. den „Angstgegner“ Mainz, gegen den Keller zuhause im DFB-Achtelfinale verloren hat.
    …gegen den Schalke allerdings im September noch 3:0 gewonnen hatte.

    Es ist wirklich egal, *wie* man die Sache betrachtet: Keller sieht nie gut aus.

    100% Pokal-Niederlagen, 0% CL-Siege

  19. Detlef (doktor_d) sagt:

    @erda
    Zwischen dem 16.11. und 16.12. ist Schalke übrigens auf Platz 7 abgerutscht. Trainer war Huub Stevens.
    Dieses wertete die Vereinsspitze dann wohl als Krise und zog die brühmte Reißleine.

    Ich fand und finde sowohl die Art, wie auch den Zeitpunkte 2 Tage vor einem Pokalspiel höchst diskussionswürdig, um es mal so auszudrücken, aber es ist nun mal so gekommen. Das hatte Huub Stevens nicht verdient.

    Es geht für mich aber auch nicht darum, wer nun besser gewesen wäre für Schalke, ob Huub Stevens oder jens Keller, sondern um eine Einordnung der Leistung von Keller.

  20. Rudinho sagt:

    Ich will hier überhaupt nicht gegen Deine Meinung anreden, aber eine Verkürzung der erfolgreichen Arbeit auf Ergebnisse ist und bleibt eine Verkürzung.

    …gegen den Schalke allerdings im September noch 3:0 gewonnen hatte.

    Ein großer Teil der Zuschauer dieses Mainz-Spiels hat das mit Pfiffen quitiert, auch weil Mainz im Auswärtsspiel spielintelligent und zweikampfstark, aber furchtbar harmlos vor dem Tor aufgetreten war.
    Bei dem Pokalspiel war ich nicht im Stadion, aber die verbreitete Meinung auch hier im Blog war doch, dass dies ein Aufwärtstrend ggü. den Spielen in Stuttgart und Freiburg war.

  21. Ney sagt:

    Ist doch gleichgültig, wer den Cheftrainerposten ab der
    neuen Saison besetzt. Die notwendige Zeit, aus unserem
    Bayern München für Arme, das Spiele in erster Linie
    aufgrund individueller Klasse gewinnt, eine spielerisch
    funktionierende Mannschaft zu machen, wird er nicht bekommen.

  22. blues sagt:

    Kaum Kommentare zu Veh. Geht es vielen hier so wie mir? Ich bin nicht wirklich traurig, dass Veh seinen Vertrag in Frankfurt verlängert hat.

  23. derwahrebaresi sagt:

    @blues

    augenscheinlich

    vllt. sind viele aber auch „starr vor angst“, dass
    heldt jetzt seinen alten kumpel babbel holen wird. ;-)

  24. papajoe sagt:

    Veh’s Verpflichtung hätte bei mir die Illusion eines Konzepts aufrechterhalten.

    Jetzt wirkt alles wieder ungeplant. Jeder Trainerkandidat ist nun schon wieder zweite Wahl.

  25. Don Altobello sagt:

    So langsam nervt es, dass jedes Sondierungsgespräch als Vertragsverhandlung dargestellt wird. Die Medien suggerieren gerne, es wäre schon alles in trockenen Tüchern und wenn dann ein potentieller Kandidat woanders verlängert, heißt es wieder, der Held taugt nichts und keiner will Schalke trainieren. Dieses Spielchen finde ich arg durchschaubar. Die WAZ erblödet sich zudem, ständig neue Namen in den Ring zu werfen, heute muss ich auf „derwesten.de“ lesen, dass man doch Thomas Schaaf vorschlägt. Ich bin gespannt, welche Sau, äähhh, Trainer, als nächstes durch Dorf getrieben wird. Peter Neururer, Rolf Schafstall, Winnie Schäfer o.a.??? Entscheidet mittlerweile die WAZ über die Besetzung des Trainerpostens?

  26. McP sagt:

    Don Altobello,

    ich kann Dich ja verstehen. Andererseits müssen die Sportseiten gefüllt werden. Über was sollen die denn sonst schreiben? Erstens bietet sich das Thema an und zweitens stecken Leute bei Schalke auch oft genug Informationen durch oder spielen über Bande.

    blues,

    Mit Veh bin ich nie so richtig warm geworden. Einerseits haben seine Mannschaften phasenweise hübsch anzusehenden Kurzpassfußball präsentiert. Andererseits zeigt Veh auch immer wieder so eine seltsame scheißegal-Haltung. Erstmals aufgefallen ist mir das, als er Hansa Rostock mitten in der Saison einfach verließ. Und gegenwärtig ist mir noch seine HSV-Zeit, wo er reichlich unmotiviert schien.

    Ich glaube, Veh ist die Trainerausgabe eines Schönwetter-Fußballers. Wenn seine Vorstellungen schnell greifen, ist er ein Guter. Wenn es länger dauert oder er Widerstände überwinden muss, verliert er die Lust. Meinem Gefühl nach, ist es eher besser so. Und man kann wohl jetzt auch anmerken, dass der große und bereits eingetütete Trainerplan für die kommende Saison, den hier einige dem Heldt zugetraut hatten, nicht existiert.

  27. Schilzi sagt:

    jo, jetzt kommt der Veh eben nicht!
    ob zu gesprächen oder zum Unterschreiben werden wir nicht erfahren…

    mich macht das allerdings auch nicht traurig – was habt ihr denn vor der Saison für einen Wunschtrainer?

    So, oder so: richtig viel gibt der Markt nicht her – aber so hoffe ich, dass man eher etwas mutiger an die Verpflichtung eines (jungen, unverbrauchten) Trainers geht und nicht so sehr Vorsicht walten lässt – das wäre meiner Meinung nach Veh gewesen!

    Findet ihr die Spielweise vom Tuchel attraktiv oder übermäßig erfolgreich?

    Ich würde eher einen Effenberg verpflichten, als einen gestandenen bekannten Bulitrainer!

  28. McP sagt:

    Schilzi,

    ich glaube, der Markt gibt immer etwas her. Da sind so viele Profivereine im deutschsprachigen Raum, deren Trainer werden doch nicht alles Nulpen sein. Ich habe das zwar nicht so im Auge, aber ein Sportdirektor sollte es schon haben (oder zumindest seine Leute dafür). Lieber 10 gute Trainernamen in der Datenbank als tausende Spieler, die man dann eh nie verpflichtet.

    Spontan würde mir Torsten Lieberknecht von Eintracht Braunschweig einfallen. Der hat Eintracht bei einem Mini-Etat mit tollem Offensivfußball aus der 3. Liga an die Spitze der 2. Liga geführt. Da muss er doch einiges richtig gemacht haben. Laut wikipedia war seine Abschlussarbeit für die Trainerlizenz „Der schwierige Spagat zwischen Tradition und Zukunft bei Eintracht Braunschweig“. Klingt doch irgendwie Schalke-kompatibel. Hat jetzt aber unlängst seinen Vertrag verlängert.

    Das soll nur ein Beispiel sein. Da gibt es sicher auch andere Kandidaten. Die Trainerausbildung wird immer moderner. Wer Lust auf anspruchsvollen Fußball hat, dürfte mMn heute viel einfacher einen Trainer finden als vor 10 Jahren.

  29. RWDJojo sagt:

    @erda
    Es ist respektlos fast durchgehend vom „Jugendtrainer“ zu sprechen. Was du dadurch und aich durch deine weiteren Aussagen betreibst ist billiges Trainerbashing. Solche Leute wie du sind mit daran schuld, dass auf Schalke kaum ein Trainer mal in Ruhe arbeiten kann!

  30. erda sagt:

    @erda: Jo, genau *das* war ja zu erwarten. Weil ich ganz konkret diesen Trainer aufgrund mangelnder Erfahrung und Erfolge in der Vergangenheit ablehne und konkret seine Misserfolge in der ersten Mannschaft erwähne bin ich schuld an *jedem* Trainerrauswurf der Vergangenheit. Am Besten wirfst du mir vor, Stevens rausgeekelt zu haben. Ist das plump! Nimm zur Kenntnis: Ich halte ganz konkret Keller für ungeeignet. Das *ist* ein Jugendtrainer, der in DFB-Pokal und CL genau die Leistung abgeliefert hat, die man von einem Jugendtrainer zu erwarten hatte!
    Es gibt schon Gründe, warum man normalerweise in international spielenden Mannschaften auf Trainer mit Erfahrung setzt.
    Keller kann doch gebannt zuhören wenn der 19jährige(!) Youngster Draxler von seiner Erfahrung der dreimaligen Teilnahme an internationalen Turnieren und dem DFB-Pokal-Gewinn erzählt!

    @Rudinho: Ich mag verkürzen, aber ich verfälsche nicht. Bei mir bleibt ein Sieg immer noch ein Sieg und eine Niederlage immer noch eine Niederlage. Ich muss einen 3:0-Sieg nicht zur Niederlage und eine 2:1-Niederlage nicht zum gefühlten Sieg uminterpretieren.

    @Detlef: „Dieses wertete die Vereinsspitze dann wohl als Krise und zog die brühmte Reißleine.“ Hier in den Kommentaren hat aber nicht die Vereinsspitze über eine Krise geschrieben, sondern du.
    Die entscheidene Frage ist da doch: Hast du den Bundesliga-„Absturz“ von Platz 2 wirklich als die große Krise empfunden oder hast du dir das vom Vorstand nachträglich einreden lassen?
    Natürlich lief es nicht gut ab November! Jedenfalls nicht so gut, wie es der Anfang der Saison erwarten ließ, der halt zu gut lief! Aber Krise, die nur durch Rauswurf des Trainers gelöst werden kann, der gerade noch die CL-Quali bequem geschafft hat? No fucking way!

  31. Miles sagt:

    Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ja, ich habe die Phase seit (nach) dem Hoffenheim-Spiel als umfassende Krise wahrgenommen. Fürchterliche Spiele in Reihe, völliger Verlust jeglichen Selbstbewusstseins, keine Spielidee mehr erkennbar – und ein Trainer, der zunehmend teilnahmslos auf der Bank wirkte (was ansonsten definitiv nicht seine Art ist!), in PKs die armen Journalisten einfach nur noch aggressiver anblaffte und jedenfalls nicht den Eindruck erweckte, er wisse was los ist und noch weniger wie man aus dem Loch wieder rauskommt.

  32. ReinerEdelmann sagt:

    @erda

    Einfach ´mal lassen, Leute abzuwatschen – Keller ist Fußballlehrer.
    Und: Wer im U17 und U19-Bereich erfolgreich ist, ist meist ein richtig „Guter“. Hier muss man man nicht nur über Fachwissen verfügen, sondern auch Padägoge der Heranwachsenden sein. Elgert halte ich übrigens für einen herausragend guten Trainer, ebenso Lewandowski, der jetzt wohl freiwillig in den Jugendbereich zurückgeht.

    Was ich von Keller halte? Weiß ich noch nicht – ich sehe aber auch die positiven Dinge.

  33. Rolf Oebel sagt:

    Keller scheint zumindest stärker motivierend auf die Spieler einzuwirken. Man hat den Eindruck, dass der Glaube an sich wieder vorhanden ist, auch wenn die Ergebnisse nicht alle zufriedenstellend waren. Bei Stevens war dies nicht mehr erkennbar, insofern ist dies der erste wegweisende Fortschritt.

  34. McP sagt:

    Ich hänge grundsätzlich an der Idee, dass die eigenen Juniorentrainer Kandidaten für den Chefposten sein sollten. Die Profikader sind in den letzten Jahren ohnehin jünger geworden. Daher kompensiert ein beförderter Trainer seinen Mangel an internationaler Erfahrung mit mehr Nähe zu den Eigenheiten junger Spieler und einer Trainingslehre, die state of the art ist. Idealerweise hat ein Verein ein Spielkonzept, welches dann der Juniorentrainer ohnehin 100mal besser kennt, als ein Zugereister. Und nicht zuletzt: Er startet auch nicht gleich mit einem mittleren Millionengehalt.

    Voraussetzung ist dann natürlich, dass man die Juniorentrainer entsprechend besetzt, also zusätzlich darauf achtet und ausbildet, dass diese a) eine Profitrainerkarriere anstreben und b) Ausstrahlung und Medienkompetenz haben.

    Keller ist dann leider ein Lehrbeispiel, wie man so was nicht machen sollte:
    – Ins kalte Wasser geworfen
    – lame duck vom Start weg via Interimsstatus
    – vorbelastet durch sein Stuttgart-Engagement
    – kein Stallgeruch
    – unvorteilhafte Ausstrahlung

    Man wird dann immer noch Trainer von außen brauchen, weil etwa die Situation gerade nicht passend ist für eine Beförderung. Aber oftmals könnte man sich das Rumgesuche sparen und eine bessere interne Lösung präsentieren. Nur muss man dann mal wegkommen von der Doppelpass-Mentalität, die Fußball als Tagesgeschäft sieht.

  35. blues sagt:

    @erda
    Ich bin war ja unglücklich über die Entlassung von Huub Stevens. Grundsätzlich, weil ich die Probleme eher in der Kaderzusammenstellung als bei Stevens / Gisdol sah und weil ich die Art und Weise des Rausschmisses als unwürdig für Verein und Trainer hielt und noch immer halte.

    Abgesehen von dem „Lauf“ in den ersten 10 Spielen dieser Hinrunde, ein sich entwicklendes Spielkonzept oder eine spielerische Vision konnte ich bei Huub Stevens und dem Team nicht sehen.

    Ich stelle mal die ketzerische Frage,auf welchem Tabellenplatz wir in der letzten Saison gelandet wären, wenn der „Torschützenkönig“ Huntelaar nicht so eine exorbitant hohe Chancenverwertungsquote gehabt hätte sondern eine nur durchschnittliche oder eine so katastrophale Trefferquote wie in dieser Saison? Was ich sagen will: alles was letzte Sasion so gut war, ist auch nicht nur Huub Stevens geschuldet.

    Unter diesen beiden Annahmen, (der Trefferquote Huntelaar und einem Lauf in den ersten Spielen dieser Saison) bleibt ja nicht viel mehr von Huub Stevens zweitem Wirken auf Schalke, als dass er der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt war.

  36. Rjonathan sagt:

    Mein Eindruck in den letzten Spielen war ja, dass das Spiel nach vorne bei Ballgewinn sich deutlich beschleunigt hat. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber ich habe das als Kellers Handschrift notiert.

  37. erda sagt:

    @ReinerEdelmann: “ Keller ist Fußballlehrer.“ – Davon gibt es reichlich und nur die wenigsten trainieren die ersten Mannschaften der Bundesligavereine.
    „Wer im U17 und U19-Bereich erfolgreich ist, ist meist ein richtig “Guter”.“ …für den U17/19-Bereich.
    „Hier muss man man nicht nur über Fachwissen verfügen, sondern auch Padägoge der Heranwachsenden sein.“
    Das sind Eigenschaften, die ich Keller überhaupt nicht abspreche und die in seinem früheren Amt als Jugendtrainer auch sehr wichtig sind
    …aber er trainiert jetzt eben nicht mehr die U17/19-Mannschaft und in seinem neuen Amt liegen die Prioritäten der Fähigkeiten anders.
    Ich hab nichts gegen Keller und halte ihn durchaus für fähig ..aber eben nicht für *jeden* Fussballlehrerjob!
    Er ist mit seinen Fähigkeiten und mit seinem gesamten Auftreten IMHO einfach der falsche Mann auf dem falschen Posten.
    Hey, umgekehrt würden viele Spitzentrainer vermutlich auch in der Jugendarbeit scheitern.

    @McP: Die Vorstellung vom Trainer, der seine Mannschaft aus der Jugendabteilung bis in die erste Mannschaft begleitet halte ich für unrealistisch und passiert in den Spitzenvereinen auch wirklich sehr, sehr selten. Nicht weil ich Jugendtrainer für zu schlecht halte, sondern weil die Anforderungen doch sehr unterschiedlich sind.
    Da ist der Trainer der zweiten Mannschaft schon näher dran, der es auch mit international zusammengewürfelten Profis zu tun hat.

    @blues: Ja, Stevens hat diese Saison wirklich nicht gut auf die Leistung seiner Spieler reagiert. Das sind aber solche „hinterher ist man schlauer“-Weisheiten. Hätten die Spieler wieder Leistung gezeigt hätte man Stevens für sein Vertrauen und Durchhaltewillen auf die Schulter geklopft. Hätte Stevens das vorher geahnt hätte er reagiert.
    Zur grundlegenden Logik: „Siege unter Stevens rechnen wir den Spielern an, Niederlagen Stevens selber“ sag ich nur: Dann hat auch Keller diese Saison kein einziges Spiel gewonnen …sondern immer nur seine Spieler.

  38. ReinerEdelmann sagt:

    @erda

    Mir geht es gar nicht darum, wie Du Keller findest – ich kann ihn auch noch nicht einschätzen.

    Du weißt aber sehr genau, dass Du mit Deiner Klassifizierung abwertend sein wolltest. Deshalb: Lassen!

  39. Torsten sagt:

    Man weiß es ja meistens nicht. Möglicherweise lag die Entlassung von Huub Stevens ja nicht nur an den 4 Wochen mit schlechten Ergebnissen. Dass gleichzeitig auch Markus Gisdol rausgeschmissen wurde, der ja als so was wie „ein kommender Mann“ galt, kann man durchaus auch derart interpretieren, dass es Probleme über die Ergebnisse hinaus gab.

    Wie ich oben ja schon ausführlich darzustellen versuchte: Meines Erachtens läuft die Saison umter Keller mehr oder weniger so weiter, wie sie zuvor unter Stevens lief. Ich halte das jetzige Aufschwung-Gebrabbel für ebenso übertrieben wir die vorherigen „Gesicht-der-Krise“-Storys.

    Die Kritik an Kellers eigener Darstellung, die ich weiter oben (letzter Absatz) bereits anriss, will ich aber mit dem Hinweis auf die gestrige Pressekonferenz erneuern. Keller beginnt dabei recht locker. Bei Benno Webers Fragen ist Keller dann schon weniger locker und wenn er später auf die „ständigen Fehlentscheidungen“ verweist, die er für die durchwachsenen Ergebnisse verantwortlich machen will, wird’s meines Erachtens schon ein bisschen peinlich.

    Und nein, dass ist nicht egal, weil „jeder anders“ und dass eine „Sache des Typs“ ist. Schalke ist ein Brimborium-Club, Schalke ist das immer gewesen und wird es immer sein, Schalke verdient damit sehr viel Geld. Da muss ein Trainer die Medien bedienen können, sonst fällt ihm das immer wieder wie ein Baumstamm in den Weg.

  40. Der Grieche sagt:

    Ich glaube auch, dass Jens Keller wegen seiner „Medien-Inkompatibilität“ auf Dauer nicht der Richtige für Schalke ist. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis er so endet wie Slomka.

  41. Schalke hielt nicht dagegen sagt:

    […] hochgerechnet eine 52-Punkte-Runde. Das ist noch ein bisschen schlechter als vor einem Monat, zur 100-Tage-Bilanz Jens Kellers. Weiterhin profitieren unglaublich viele Clubs davon, dass unglaublich viele Clubs unglaublich […]

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