Hut ab, Bayern München, Jupp Heynckes!

In Japan wurde gestern das Fest „Kambutsue“ abgehalten. Anlass ist dabei Buddhas Geburtstag. Das mit Buddha hat der FC Bayern München bereits hinter sich. Nachfolger des einstigen Messias war Jupp Heynckes, Vorgänger des nächsten Messias ist eben dieser nun auch.

Jupp Heynckes umweht keine Aura. Nach wie vor spricht er holperig in die ihm unter die Nase gehaltenen Mikrofone. Er liefert kein Flair. Jetzt ist er Meister, wird den DFB-Pokal gewinnen und schickt sich an, seine Mannschaft zum Champions League-Titel zu führen. Trotzdem muss er weichen, ebenso wie er einst Real Madrid nach einem Champions League-Titel verlassen musste. Bayern will mehr als den nüchternen Erfolg des Jupps aus Mönchengladbach.

Dabei kann es in der Liga eigentlich nicht mehr geben, dominanter ist kaum vorstellbar. Das wird ganz deutlich, wenn man Bayerns Punkte- und Tore-Stand nach 28 Spieltagen mit denen aller bisherigen Bundesligameister vergleicht. Hut ab!




51 Kommentare zu “Hut ab, Bayern München, Jupp Heynckes!”

  1. In An- und Abführung: Peter Neururer und Zlatan Ibrahimovic, Schiedsrichtermangel & Kaiserslauterns Schuldenkrise | Fokus Fussball sagt:

    […] Wieland (Königsblog) zieht den Hut vor Jupp Heynckes, der mit dem FC Bayern so schnell 75 Punkte erreichte wie kein […]

  2. Ney sagt:

    Ich find’s etwas schwierig, für die
    Sache Interesse aufzubringen.

    Eher nächste Saison wieder, ob das dann
    hierzulande auf Verhältnisse wie in der
    schottischen ersten Liga hinausläuft.

  3. Oberwäller sagt:

    Mutig, mutig, der Beitrag…

    Mein Fußballinteresse ist nicht nur auf den S04 beschränkt,
    aber bevor mich aber was vom FCB interessiert, dann lieber
    einen Bericht über „Traktor Pjönjang“ (oder vergleichbares).

    Heynckes hast Du sehr gut beschrieben, das ist aber auch das Einzige, was ich aus dem Beitrag als ‚positiv‘ herausziehe.

    Das Letzte, was ich mit dem FCB in positiver Erinnerung habe ist der 19.Mai 2012 – besonders das Elfmeterschießen und die Bilder danach :-)

    Ich bin auf die weiteren Reaktionen hier gespannt…

  4. hoffedocS04 sagt:

    Ne, sorry, teile ich auch nicht. Hut ab vor was? Vor der Protzerei, mit der eine erste Mannschaft für ein paar hundert Millionen aufgestellt wurde? .. eine zweite Mannschaft, die immer noch eine WM-fähige Nationalmannschaft sein könnte?

    Heynckes als Mönchengladbacher, ja, davor hatte ich Respekt.

    Bayern München ist bei mir eine Nullnummer.

    Hundertmal lieber die Schwarzgelben als CL-Sieger als die Bayern.

    Nennt mich meinetwegen weiter „Hoffe“, aber da sind mir die Dortmunder hundertmal lieber, und vor deren Leistung habe ich auch tatsächlich Respekt.

  5. blues sagt:

    …immerhin ist Bayern eben Meister geworden. Da darf man schon mal einen historischen Vergleich anbringen und das würdigen. Besonders als ehemaliger Anhänger. ;-)

  6. matz sagt:

    Nee, vor denen ziehe ich aus Prinzip keine Hüte.

    ich fand viel bemerkenswerter in negativer Hinsicht, wie schwach die Bundesliga in dieser Saison war. Der Zerfall des HSV und Werders (in Teilen auch des VFB), der schwächste Aufsteiger seit Tasmania seligen Angedenkens, der Totalausfall in Hoffenheim und Wolfsburg. Hannover tappt auf der Stelle und der viel gerühmte Tuchel kommt in Mainz auch nicht voran. Und Favre kann auch richtig häßlichen Fußball spielen lassen. Von unserem unnötigen Aus in Pokal und CL und dem Massensterben der Bundesliga in Euro-League, als es ernst wurde, ganz zu schweigen.
    Bayern war dominant, aber es wurde ihnen auch sehr einfach gemacht. Und bei dem Zustand der meisten Vereine im Augenblick sind schottische, spanische oder die früheren englischen Verhältnisse in der nächsten Spielzeit gar nicht so abwegig.

  7. Torsten sagt:

    Nee. Es braucht für einen solchen Beitrag keinen „Mut“, weil keine „Gefahr“ besteht. Selbst wenn alle Leser anderer Meinung sind, denke ich nicht, dass dadurch die Kommunikation in diesem Blog kollabiert. Ich bin stets gut damit gefahren, hier meine Gedanken und meine Meindung zu den Dingen zu veröffentlichen, auch wenn es mal nicht dem allgemeinen Tenor entspricht.

    Mit lieber und weniger lieb hat das bei mir nichts zu tun. Dass es eine größere Leistung darstellt, welchen Fußball Borussia Dortmund mit seinen Voraussetzungen zu spielen in der Lage ist, sehe ich auch so. Dennoch ist es außergewöhnlich, eine Saison derart dominant durchzuziehen – wie nicht zuletzt der Blick auf die Tabelle oben beweist. München hat bislang 41 Pflichtspiele gespielt und es sind ihnen lediglich 2 „Flüchtigkeitsniederlagen“ unterlaufen, gegen Baryssau und Leverkusen.

    Trotzdem zählt das für München alles nichts, wenn sie in der CL rausfliegen und wohlmöglich Dortmund den Pott holt. Dann ist die Meisterschaft für sie nur ein Trostpreis, der Titelgewinn als solcher ist für München selbst wenig wert. Und das ist das ätzende daran.

    Die Angst vor schottischen oder spanischen Verhältnissen gibt es ja auch schon immer. Bayern München wird ungefähr in jedem zweiten Jahr Meister, dass ist eh schon schlimm. Aber ja: Derzeit sieht es so aus, als würden München und Dortmund den Abstand zum Rest der Liga vergrößern können. Dafür sprechen m.E. auch die Punkterekorde in der letzten und in dieser Saison (kommt noch). Ob aber der Rest der Liga gleichwertig gut oder gleichwertig schlecht ist, finde ich zum einen schwierig einzuschätzen, zum anderen sind das nicht München und Dortmund schuld. Das beste Beispiel für einen Club mit großem Potenzial, der seit Jahren im Sysiphus-Modus verharrt, ist Schalke 04.

  8. Dreiköpfiger Affe sagt:

    Ich seh das so wie Torsten.

    Bayern hat schon seit 547 Jahren einen Mega-Millionen Kader. So dominant wie diese Saison waren Sie trotzdem nie. Und da trägt ein 40 Mio Mann Martinez noch nicht mal viel dazu bei…

    Und Torsten macht ja hier nicht den „Schalker Kreisel“ ala „Herbert Knebel“ nach. Sondern sagt einfach wie es ist…

    Zusätzlich zu den Punkten und der Dominanz muss man auch mal sehen, dass die eine positive Tordifferenz haben die so groß ist, wie der Nächste überhaupt nur Tore geschossen hat (+66).

    Was mich aber am meisten freut ist die Zerlegung dieser „sensationellen, rekordverdächtigsten, verdientesten, besten“ Meisterschaft aller Zeiten aus dem letzten Jahr…eine Runde Mitleid Richtung Osten bitte…

  9. Ney sagt:

    Gehaltskosten für die Lizenzspieler in der aktuellen Saison, laut kicker:

    Bayern München 125 Millionen
    Wolfsburg 90
    Schalke 65
    Borussia Dortmund 48,5
    Bayer Leverkusen 43
    VfB Stuttgart 42
    Hamburger SV 39

  10. eakus1904 sagt:

    Alles irgendwo richtig, was da so geschrieben steht! Beeindruckende Bilanz, da kann man ruhig Respekt zollen.
    Aufrichtig gratulieren kann ich den Bayern trotzdem nicht, dafür steht da ein Mann im Tor, dem ich sportlich jeden Misserfolg wünsche, den es nur geben kann!

  11. Ney sagt:

    Die jetzige Bayern-Audi-Adidas AG hat seit Beginn ihres Aufschwungs konsequent ökonomisch gedacht und gehandelt, was sie alle Konkurrenten hat überflügeln lassen, die ihre Chancen nicht in derselben Weise genutzt haben. Das Ergebnis ist eine (Bundesliga-)Erfolgsserie, die weder ihre eigenen Anhänger noch diejenigen anderer Vereine emotional noch groß berührt, wie es scheint.

  12. Torsten sagt:

    .. da kann man ruhig Respekt zollen. Aufrichtig gratulieren kann ich den Bayern trotzdem nicht ..

    Eben. So geht’s mir auch. Deshalb steht oben auch nichts von einem „Glückwunsch“ oder einer „Gratulation“. „Hut ab!“ ist ein Respekt zollender Ausruf bzw. ursprünglich eine solche Geste und hat nichts mit guten Wünschen zu tun. Ähnlich drückte ich mich schon mal aus, nur dass ich es damals auch deutlich erklärte.

  13. Klopenner sagt:

    „München hat bislang 41 Pflichtspiele gespielt und es sind ihnen lediglich 2 „Flüchtigkeitsniederlagen“ unterlaufen, gegen Baryssau und Leverkusen.“

    Nicht die CL 1/8-Final Heimpleite gegen Arsenal vergessen, ne?

  14. Torsten sagt:

    Richtig, das Ergebnis hatte ich übersehen. Seit gestern Abend also 42 zu 3.
    Egal. Hier gibts wieder Schalke-Inhalt ;)

  15. hoffedocS04 sagt:

    @alle

    Entschuldigung, wenn ich bei meinen manchmal winzigen „Freizeiten“ nicht auf jede/n einzeln eingehe. Möchte noch zu bedenken geben, was Ergebnisse mit beeinflusst: diese miese Art der Bayern, den Ligakonkurrenten die Schlüsselspieler wegzukaufen, selbst wenn sie manchmal/oft gar nicht gebraucht werden.
    Luiz Gustavo (TSG)
    Dante (Gladbach)
    Pizarro (Werder)
    Neuer (Schalke)
    Lewandowski geplant (Dortmund)
    usw.
    Diese lächerlich „spektakulären“ Trainerverpflichtungen: Klinsmann, van Gaal, Guardiola..
    Nur um ihre zwanghafte Geltungssucht zu befriedigen.

    Diese Verbalattacken gegen Schiedsrichter, die die Schwalbenkönige Robben und Ribery nicht entsprechend mit Freistößen belohnen bzw. die Gegner mit gelben Karten. International, welche Freude, laufen sie im Gegensatz zur Bundesliga oft damit auf.

    Und vor diesem ganzen dummen Schmierentheater den Hut ziehen? Nö!

    Das ist sowieso die Götterdämmerung. Sozusagen das letzte Wangenrot
    vor dem Tod. Die Zeit der Bayern ist gekommen…

  16. derwahrebaresi sagt:

    Die Zeit der Bayern ist gekommen…

    beim besten willen, aber auf diese aussage kann ich mir keinen reim machen.

    also verehrter hoffedocS04 :-),
    ich bitte um erläuterung.

  17. Ney sagt:

    Glasklar. FC Bayern München verkauft im Schnitt jährlich 1% seiner AG,
    (derzeit halten Audi und Adidas zusammen 18,2%). D.h. bis die erlaubte
    49% Grenze erreicht ist, dauert es nur noch ca. 30 Jahre, danach hat der
    Verein FC Bayern von seiner AG nix mehr zu verhökern und die Konkurrenz
    kommt zum Zuge.

  18. Torsten sagt:

    Bis dahin spielen längst Adidas München gegen Red Bull Leipzig und Gazprom Gelsenkirchen, und um Prozentgrenzen schert sich kein Kunde mehr.

  19. Ney sagt:

    Wie in Österreich?

    Ok, nach anderer Rechnung[1] hat Bayern bereits in 15
    Jahren die 49% abverkauft, die Anuskrabbler vom DFB, die bisher
    nichts gegen Bayer, VW (dass denen 2 BuLi Clubs gehören
    stört anscheinend niemanden), RB und Consorten unternommen
    haben, werden also spätestens zu diesem Zeitpunkt dann
    die Grenze kippen.

    [1] FC Bayern ist seit 2002 Anteilseigner an der FC Bayern AG,
    bisher wurden 18,2% Anteile an die Industrie verkauft, macht ca. 2%/Jahr.

  20. hellwach sagt:

    Torsten, danke für die statistische Belegung der Besonderheit der Saison. In den 60er, 70er und auch noch in den 80er Jahren hat es reichlich Versuche in der Bundesliga (und darüber hinaus) gegeben, mit Geld Titel zu erreichen. Selten hat es funktioniert, unser ehemaliger Manager Rudi Assauer hat aus diesem Grund den Satz „Geld schießt keine Tore“ geprägt.

    Dies vorausgeschickt führt logisch zu der Gratulation an die Verantwortlichen in München, denen es gelungen ist, das erkaufte Potenzial in Erfolg zu verwandeln. Respekt!

    Mit Lahm, Badstuber (eingeschränkt), Schweinsteiger, Müller sind echte Eigengewächse, mit Kroos, Alaba, früh gescoutete Stammspieler im Kader bzw. in der Stammelf.

    Natürlich verdienen die auch Geld. Und schießen Tore.

    Was übrigens auch einen direkten Schluss zu deinem letzten Beitrag (Trainer) führt. Diese Truppe mit allen Eigengewächsen, Söldnern unabhängig von nationaler und sozialer Herkunft, unbesehen der sprachlichen und sonstigen Integration so erfolgreich zu führen, verlangt nur eines: Respekt vor der Person Jupp Heynckes und dem Ergebnis seiner Arbeit.

    Nebenbei bemerkt: Der Jupp macht das sicher nicht alleine, er muss auch noch -quasi nebenbei- das Co- und Betreuerteam führen.

    HUT AB!

  21. Ney sagt:

    Ich weiß, das da war jetzt eine derbe Parodie – aber zum Teufel auf wen genau?

  22. DeepBlue sagt:

    ich bin gewiss kein Fan der Sterne des Südens. Sie spielen in dieser Saison allerdings einen bemerkenswerten Fussball. Dafür haben Sie Respekt verdient, auch wenn man sie aus vielen, vielen Gründen unsympathisch finden kann und darf.
    Doch selbst das haben sie sich hart erarbeitet.

    Wo sind den die Konkurrenten der 70er, 80er und 90er Jahre, die prinzipiell die gleichen Voraussetzungen hatten?
    Gladbach, Hamburg, Leverkusen – ja, und auch unsere Blauen?
    Bayern hat einfach das beste aus seinen Möglichkeiten gemacht.
    Was ist nun schlimmer? Die Professionalität der Bayern oder das Unvermögen der anderen Vereine – uns eingeschlossen?

  23. seit82 sagt:

    Sehr interessante Diskussion zu einem m.E. für einen königsblauen Blog wirklich mutigen, weil sportlich anerkennenden und nicht bashenden Beitrag. Es gibt hier aber immer wieder solche Highlights (auch die grafische Abstandstabelle fand ich vor ein paar Wochen eindrucksvoll). Respekt, so macht Fussball-Bloggen auch mal Spaß. Bei aller Rivalität.
    Deepblue bringts auf den Punkt. Möge Schalke aus seinen Möglichkeiten mehr machen, denn sogar mir graut davor, dass Bayern öfter so alleine davon zieht (Spannung auf hohem Niveau ist geiler, notfalls auch mal Abwechlung ;-)) und wir wollen ja wohl alle nicht, dass es die Biene Maja als einzige schafft, dagegenzuhalten.
    Also, vorwärts ihr Blauen!
    Rot-weiße Grüße aus dem Süden.

  24. hoffedocS04 sagt:

    @derwahrebaresi

    Wenn eine „Zeit gekommen“ ist, dann kann eine glanzvolle Ära beginnen – so war das eher NICHT gemeint –
    oder das ENDE ist gekommen.

    Kannst es auch „Schwanengesang“ nennen.
    Die Bayern haben sich längst selbst überlebt. Sie haben es nur noch nicht gemerkt.

  25. Claus-HD sagt:

    Das ist ja lustig wie herzlich die Abneigung mancher gegen den FCB ist ;) Vielleicht auch nur blosser Neid,weil man genau weiss, dass ein Verein mit dem Potential des S04 eigentlich viel mehr haette ereichen können,wenn man nur einen Manager wie Hoeness gehabt hätte und nicht die Nulpen und Selbstdarsteller (vor Assauer Aera).
    Sicher-Bayern kauft immer die besten Spieler auf- aber sie haben sich das Geld auch immer verdient und sind nicht von irren Scheichs/Russen abhängig. Überhaupt fand ich die Freude dass Chelsea gegen FCB gewann sehr seltsam.
    Hier ätzt man gegen Hopps Hoffenheim aber international findet man ManCity, Chelsea, PSG wohl ganz toll.
    Sorry, aber ich fand es auch eine Katastrophe für den Fussball, dass Chelsea die CL gewann. Nun weiss jeder durchgeknallte Ölmilliardaer,dass man mit genug Kohle irgendwann alles gewinnen kann.

  26. matz sagt:

    @Deep Blue

    also Gladbach hatte prinzipiell nie die gleichen Voraussetzungen wie die Bayern.

  27. hoffedocS04 sagt:

    Götze ist also vom FCB auch aufgekauft worden.

    Ein Beitrag zu mehr Ausgeglichenheit in der Bundesliga durch die bayrischen Saubermänner. Hut ab!

  28. derwahrebaresi sagt:

    @hoffedocS04

    so funktioniert nun mal moderne marktwirtschaft …

  29. blues sagt:

    @hoffedocS04

    „Götze ist also vom FCB auch aufgekauft worden. Ein Beitrag zu mehr Ausgeglichenheit in der Bundesliga“
    Wasser predigen und Wein trinken, das wichtigste Grundprinzip des FC Bayern ist die Doppelmoral. Die werden jeden Tag immer noch ein bischen unsympathischer…

  30. Torsten sagt:

    Mei, der Götze ist aus Bayern, der will nach Hause, mit Geld hat das doch nichts zu tun …

  31. Grieche sagt:

    Sollte Schalke die Champions League verpassen, ist Draxler vielleicht der nächste…

  32. Ney sagt:

    Solange es ihn aus den Schlagzeilen hält, wird der Steuerhinterzieher jetzt wohl im Wochentakt spektakuläre Transfers via Bildzeitung verkünden lassen, wieso nicht auch Draxler.

  33. hoffedocS04 sagt:

    @Grieche

    Ne, aber Sebastian Rode aus Frankfurt, damit „die den Kopf nicht mehr aus dem Wasser kriegen nächste Saison“. (FR)

    @Torsten

    Ja, mei, Du hast Recht, und heute gibt es Standing Ovations für Hoeneß in der Allianzarena für Familienzusammenführung in besonderen Härtefällen.

  34. Torsten sagt:

    Vielleicht etwas aus dem Zusammenhang, aber ich weiß grade nicht wo ich das besser lassen soll:

    Wenn es hier noch einen Mitleser gibt, der glaubt, die Außendarstellung eines Trainers sei „nicht so wichtig“, dass nur auf’m Platz entscheidend sei, möchte ich die Ansicht der heutigen BVB-Pressekonferenz zum Thema Götze und dem Spiel gegen Real empfehlen. Klopp agierte dabei absolut herausragend und beschwört in dieser sehr schwierigen Situation sehr überzeugend eine „Jetzt erst recht“-Stimmung.

    Ich bin davon überzeugt, dass dieses Talent in Sachen Außendarstellung über das Jahr gesehen in jeder einzelnen PK und in jedem einzelnen Interview einen riesigen Anteil daran hat, einen Club relativ ruhig durch die grundsätzliche Aufgeregtheit der deutschen Fußballöffentlichkeit zu steuern.

    Das bei der Wahl eines Trainers als nicht so wichtig zu erachten ist ein großer Fehler.

  35. Trainer Baade sagt:

    Word.

    Heutzutage sicher mindestens ein Drittel der Fähigkeiten, die ein Trainer aufs Tapet bringen muss, wenn nicht mehr.

  36. Detlef (doktor_d) sagt:

    @Torsten
    Ich hab bisher nur Schnipsel gehört von der PK, aber was ich gehört habe ist herausragend, wie du ja auch schreibst.
    Den letzten Satz aus deinem Kommentar sollten sich einige Leute mal genauer durchlesen und verstehen lernen.

  37. hoffedocS04 sagt:

    Habe die PK gesehen, aber

    erstens gibt´s Kloppo nur einmal und – das KlonSCHAF macht zwar gewisse Hoffnung – aber NOCH sind Menschen nicht zu klonen

    und

    zweitens bleibt abzuwarten, wie die „gelbe Wand“ reagiert.

    Habe aber, nebenbei, schon öfter überlegt, mal Torsten um einen Platz für folgendes Thema zu bitten:
    „Ist die Revierrivalität noch zeitgemäß?
    Wie wäre Fan/Vereinsfreundschaft zum BVB?
    Das Für und Wider nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten“

    Zur Zeit: So schön wie die Realität kann Kabarett gar nicht sein!!

    FRANZ BECKENBAUER SAGT GERADE; ER HABE ULI HOENESSS AUF BAND GESPROCHEN „YOU NEVER WALK ALONE“. Das treibt mir die Tränen der Rührung in die Augen…
    Hintergrund: Hoeness war schon verhaftet vor Ostern, hatte aber zum Glück gerade 5Mio€ für einen gemeinnützigen Verein in der Brieftasche und kam so frei.
    Frage an die BILDzeitung, nur Ihre Leser können es beantworten: Müssen wir jetzt warme Strümpfe stricken für den armen Hoeness im kalten Kerker Winter 2013/2014???

  38. hoffedocS04 sagt:

    Kleiner LIVEbericht abgeschaut auf Sky:

    Fan wird gerade gezeigt mit riesigem roten T-Shirt, Aufdruck: ULI DARF DAS (bin beeindruckt)

    Sammer wird zitiert: Wollten Meldung über Götzetransfer erst MORGEN melden. AHA! Also verst KURZ vor dem Spiel des BVB… aahh, aha °^°

  39. Lutt sagt:

    @Torsten
    ist dieser „letzte Satz“ aus deinem Kommentar ein Seitenhieb auf Keller? Meinem Empfinden nach hat dieser nämlich kein gutes Händchen für die Öffentlichkeitsarbeit.
    Ob es darum geht, sich vor oder hinter die Mannschaft zu stellen, Platitüden á la „Arbeiten, arbeiten, arbeiten“ zu reißen oder einfach mal in die Kamera zu lächeln hat er m.E. Defizite.

    Ich bin aber der festen Überzeugung, dass Keller Einiges auch richtig gemacht hat und letztlich ein guter Trainer ist. Wenn ich an die Phase denke, in der Schalke kaum einen Pass an den Mann gebracht hat, hat die Mannschaft unter Keller große Fortschritte gemacht, auch wenn leider fast immer mind. eine schlechte Halbzeit dabei ist ;-/

    Abgesehen davon fällt es Trainern immer leicht, in der Presse ein gutes Bild abzugeben, solange sie erfolgreich sind. Das perfekte Beispiel dafür ist ein Jupp Heynckes zu Schalker Zeiten oder Felix Magath (warum waren die alle eigentlich auf Schalke immer so schlecht…?)

  40. blues sagt:

    Keller ist sicher ein guter Trainer. Die Frage ist nur auf welchem Niveau, ab welcher Liga, ab welchem Verein und in welcher Situation er an seine Grenzen stößt. Auf Schalke, ab Dezember 2012, ist er mit mehr als eine dieser Grenzen in Kontakt gekommen.
    Klopps PKs sind klasse. Er hat was zu sagen. Davon, wie ich mir gut vorstellen kann, profitiert auch die Manschaft im Training, in Teamgesprächen und in Spielen.

    Und jezt wünsche ich mir, dass Barca die scheinheiligen Bayern entzaubert!

  41. Torsten sagt:

    @Lutt / blues:

    Weniger Seitenhieb als Ausschlusskriterium.

    Ich weiß nicht, wie gut Jens Keller ist oder wie gut er passen kann, wenn man ihm Zeit gibt. Aktuell ist meines Erachtens aber das einzige Argument für eine Weiterbeschäftigung, dass das kein Handgeld kosten würde und dass er vermutlich kein Spitzengehalt kassieren würde.

    Jedenfalls ist er bislang weder besonders erfolgreich, noch entfacht er irgendeine Aufbruchstimmung oder Hoffnung. Er ist schlicht derjenige, der da jetzt sitzt.

  42. hoffedocS04 sagt:

    Lieber 0 4 mit Schalke verlieren als 4 0 mit Bayern gewinnen.

    Hätten wir nicht schon einen sehr leckeren Wein getrunken von einem Pfälzer Weingut würde ich mich weiter vorwagen zu Jens Keller, aber man sollte die vom Wein gelöste Zunge immer besonders gut hüten;-)

    Ihr solltet aber auch nie vergessen, dass Klopp nun mal ein erfahrener Medienmensch ist. Er war ja lange genug beim ZDF, und ist mit beiden Seiten vertraut. Er ist heute der besondere Trüffel unter den Trainern. Mit seiner sollte man Kellers Medienpräsenz nicht vergleichen. Das ist unfair.

  43. blues sagt:

    @Torsten
    „…das einzige Argument für eine Weiterbeschäftigung, dass das kein Handgeld kosten würde und dass er vermutlich kein Spitzengehalt kassieren würde.“

    Erweitern würde ich den finanziellen Aspekt, dass Keller keine Forderungen nach Spielern für „sein Spielsystem“ gestellt hat oder stellen wird, und sich loyal zu Heldt und den Sparvorgaben des Aufsichtsrates und Vorstandes stellt.

  44. Ernst Kuzorra sagt:

    Glück Auf,
    von Torsten inspiriert habe ich mir mal die PK angeguckt.
    Das der Klopp rhetorisch nicht sooo schlecht ist ja nicht neu, das kann nicht jeder so aus der Hüfte und das kann auch nicht jeder lernen.

    Aaaaber manchmal neigt er auch stark zur Selbstgefälligkeit / Überheblichkeit und findet sich und seine Sprüche ein bisschen zu toll (für meinen Geschmack).
    Beispiel in dieser PK ist für mich, wie er den WDR-Typ anmacht („Welches Ressort? Tierfilme?“). Klar muss man sich nicht alles gefallen lassen, aber manchmal wirkt auch er recht dünnhäutig.

    Wenn er das im Griff hätte oder sehr viel dosierter einsetzen würde, dann wäre er das reinste Sympathie-Monster.

  45. Torsten sagt:

    Auf den Tierfilme-Spruch haben auch Leute, die ich bei Twitter verfolge, negativ reagiert; vor allem Journalisten. Ich denke, dass Klopp sogar damit bestmöglich verfuhr.

    Man muss sich klar machen: Dies ist möglicherweise das Spiel mit der weltweit größten Aufmerksamkeit in Klopps Karriere, ebenso wichtig für den ganzen Verein. Und 33 Stunden vor Anpfiff bekommst Du einen derart dicken Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ein Vorfall, der die ganze Vorbereitung auf dieses Spiel zerstören kann.
    Emotional geladener kann man zu einer solchen PK nicht kommen, da kann man keine absolute Gelassenheit erwarten. Und dann kommt ein Journalist und sagt, Du sollst mal was zu dem Vorfall sagen, aber gefälligst die üblichen Floskeln weglassen. Doch anstatt auszuflippen hat er den Dampf über einen vermeintlich witzigen Spruch abgelassen. Das war eine wirkliche Leistung.

  46. Սաշա sagt:

    Das reinste Sympathie-Monster ist er aber auch nur für dienjenigen, die sich von seiner Rhetorik blenden lassen.
    Für mich trat schon zu seiner Mainzer Zeit seine Selbstgefälligkeit und Unsportlichkeit zu sehr zu Tage als dass ich mich noch von seiner super hippen und super jugendlich wilden „geil“ und „megageil“ Rhetorik täuschen lassen könnte.
    Wie dieser notorische Brandstifter immer wieder gegen Schiedsrichter hetzt, wie er bei Niderlagen oftmals alles, aber auch wirklich alles auf Fehlverhalten von Gegnern und Schiedsrichtern abgewelzt hat, um die Fehler auch ja nicht den eigenen Spielern oder gar sich selbst ankreiden zu müssen, finde ich weder super megageil noch emotional oder gar sympathisch, sondern einfach asozial und unsportlich.
    Der Gipfel war vor zwei oder drei Jahren ein Spiel BVB vs. Mainz, in dem es zu irgendwelchen kontroversen Szenen kam und in der Folge der „sympathische“ Kloppo und der genauso „sympathische“ und „super jung jugendlich coole“ Kloppo 2.0(wird auch unter dem Namen „Tuchel“ geführt) vor einem live Publikum super sympathisch, sachlich und gar kein bisschen asozial diskutiert haben. Ich weiß gar nicht mehr worum es ging. Eventuell darum wer die schöneren Zähne hat oder so.
    Aber entscheidet selbst:

    Für Kloppo sende bitte eine SMS* mit dem Inhalt megageil an die 11009:
    http://haihappening.de/wp-cont.....177818.jpg

    Für Tuchel sende bitte eine SMS* mit dem Inhalt supersympathisch an die 11009:
    http://ais.badische-zeitung.de.....461085.jpg

    *3,98€/SMS

  47. Torsten sagt:

    Gestern veröffentlichte die Deutsche Welle ein Filmchen mit und über Jens Keller. Passt sehr gut zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung, finde ich.

    Ich habe es in der Sidebar rechts verlinkt. 4:30 Minuten anschauen und Meinung bilden, bitteschön.

  48. hoffedocS04 sagt:

    Ich schwanke zwischen Sympathie und Mitgefühl, weil ich Souveränität vermisse.

    Hauptgefühl:
    es fehlen ihm Humor, eine gesunde Härte, Selbsicherheit und FEUER!

    Ich halte ihn aber für keinen aussichtslosen „Fall“;-)

    (vielleicht sollte er die Schlupflider mal liften lassen, gäbe seinem Gesicht gleich eine optimistischere Note..)

  49. Սաշա sagt:

    Danke @Torsten. Interessanter Beitrag, seine Ziele bezüglich einer Mannschaft, in der Zusammenhalt einen hohen Wert hat, kann man nur unterstützen.
    Ich bin ohnehin der Ansicht, dass man mangels geeigneter Alternativen auf dem Markt, einfach mal mit Keller in die neue Saison gehen sollte. (Aber ja, vielleicht kommt ja doch Di Matteo. Oder gar Mourinho…? Startrainer reißen sich ja bekanntlich darum unseren Weltclub zu trainieren.)
    Da müsste er natürlich zeigen, dass er das zu leisten im Stande ist, was gegenwärtig am Wichtigsten für unseren Kader ist: Weiterentwicklung des Spiels und das Heranführen unserer talentierten Jugendspieler.
    Die Selbstdarstellung wurde ja schon bei Slomka kritisiert(„der nette Herr Slomka“) und ich fand es furchtbar albern, denn ich halte und hielt Slomka für einen exzellenten Trainer mit dem man langfristig etwas hätte entwickeln können. Auch das ist leider eines der Beispiele, in denen sich Tönnies, getrieben vom unruhigen Umfeld, ins sportliche Geschäft eingemischt hat und auf die Entlassung Slomkas hingewirkt hat.
    Ich denke Keller könnte aufgrund seiner Erfahrungen als Jugendtrainer vor allem hinsichtlich der Heranführung junger Spieler an die erste Mannschaft eine gute Wahl sein.

  50. Torsten sagt:

    Ich finde ja, ein Trainerwechsel sollte eine Art Aufbruchstimmung erzeugen. Zumindest sollte man mit dem neuen Mann Hoffnungen verbinden können. Bei Jens Keller fühlt sich das für mich nicht so an. Er kommt nicht so rüber wie einer, der irgendwas in irgendeine Richtung führt, sondern wie einer, der bedient. Er ist eben da, weil grade kein anderer da ist.

    Und weil das schon alles nicht toll ist, wiegt m.E. umso schwerer, dass auch die Ergebnisse nicht so doll sind. 21 Punkte aus 13 Spielen sind eben nur so lala, dazu in nahezu jedem Spiel eine Halbzeit Schnarchfußball …

    Nein. Ich hoffe, dass Horst Heldt eine seit langem geplante, andere Trainerlösung im Köcher hat, die er bislang erfolgreich geheim halten konnte. Ich glaube aber nicht (mehr) daran.

  51. hoffedocS04 sagt:

    wait and see

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